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Suspiria
Grandioses Remake. Der Film wurde modernisiert, aber behält trotzdem typische Regieelemente der Siebziger bei. Der Horror ist richtig unangenehm und hält sich von billigen Effekten fern. Außerdem ist der Film auch inhaltlich heute noch topaktuell. Ganz besonders als feministischer Betrag im Filmbereich herausragend. Der Bechdel-Test wird hier nicht nur bestanden, die Frauen verlieren kein Wort über Männer. Eine bezeichnende Szene war als Suzi das Tanzen mit Sex verglich. "Sex mit einem Mann?" - "Mit einem Tier."
Die Performance war auch unbeschreiblich gut. Swinton schauspielerisch gewohnt erstklassig, ob auf Englisch, Deutsch oder Französisch, und die Tanzeinlagen haben mich extrem fasziniert. Der einzige Wermutstropfen war die Musik beim Finale am Ende. Hat die Szene sehr entladen. Trotzdem eine zweifellose 10/10.
 
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The Act of Killing
Was ne Doku. Florentin hatte das Ding bei der letzten Film Fights erwähnt und besprochen und gesagt, dass das wohl für ihn krasseste Doku mit sehr bedrückenden letzen 15 Minuten ist. Hab mir das Ding gleich mal angeschaut und er hatte verdammt recht. Die Doku und der Inhalt ist schon recht makaber: Die Doku beschäftigt sich mit den Massenmorden in Indonesien im Jahre 1965/66. Was hier aber besonders nennenswert ist, das man hier keine neutralen Schauspieler für die Doku nimmt sondern die originalen Killer die damals für tausende Tote verantwortlich waren, ja sogar selbst getötet haben. Die sitzen da völlig teilnahmslos und rechtfertigen ihre Taten, lachen über ihre Aktionen und erklären wie sie am effektivsten und am schnellsten getötet haben. In der Doku will das Filmteam dann das die Täter ihre Daten nachstellen, so werden Statisten aus der Umgebung dazu geholt und die Mörder stellen lachend ihre Taten nach. Das alles schon sehr sehr hart wenn man sieht und hört wie die damals mit Menschenleben umgegangen sind und selbst heute noch allen Kommunisten den Tod wünschen. Die letzten 15 Minuten sind dann echt hart zu ertragen und die Bilder sprechen da echt für sich. So hart das alles ist, so interessant ist das aber auch.
@dynosys meine Sonne, gib dir das mal falls du es noch nicht gesehen hast.
 
Die Welt hat Suspiria als "den wahrscheinlich frauenfeindlichsten Film des Jahres" bezeichnet

https://www.welt.de/kultur/kino/plu...lich-frauenfeindlichsten-Film-des-Jahres.html

Habs mir aber nicht mal durchgelesen, weil mir das einfach zu blöd ist. Allerdings ist das halt auch so ein Film, über den man den ganzen Abend diskutieren kann und ganz unterschiedliche Auffassungen zu haben kann.

edit:

Ach ja, jetzt erinnere ich mich. Ich konnte den gar nicht lesen, weil man den kaufen müsste. :lol:
 
Kommt mir spontan auch sehr an den Haaren herbeigezogen vor, aber vielleicht weil die Frauen als dämonisch dargestellt werden. Aber das wäre eine sehr oberflächliche Betrachtung. Die Frauen wirkten unglaublich souverän und letztendlich ist es ein Konflikt, der sich nur zwischen Frauen abspielt.
 
Tja. Lesen würde ich ihn schon gerne mal. Da der Film ja in vielen Kritiken eher als das Gegenteil gehandelt wird und ich das auch eher so wahrgenommen habe.
 
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The Act of Killing
Was ne Doku. Florentin hatte das Ding bei der letzten Film Fights erwähnt und besprochen und gesagt, dass das wohl für ihn krasseste Doku mit sehr bedrückenden letzen 15 Minuten ist. Hab mir das Ding gleich mal angeschaut und er hatte verdammt recht. Die Doku und der Inhalt ist schon recht makaber: Die Doku beschäftigt sich mit den Massenmorden in Indonesien im Jahre 1965/66. Was hier aber besonders nennenswert ist, das man hier keine neutralen Schauspieler für die Doku nimmt sondern die originalen Killer die damals für tausende Tote verantwortlich waren, ja sogar selbst getötet haben. Die sitzen da völlig teilnahmslos und rechtfertigen ihre Taten, lachen über ihre Aktionen und erklären wie sie am effektivsten und am schnellsten getötet haben. In der Doku will das Filmteam dann das die Täter ihre Daten nachstellen, so werden Statisten aus der Umgebung dazu geholt und die Mörder stellen lachend ihre Taten nach. Das alles schon sehr sehr hart wenn man sieht und hört wie die damals mit Menschenleben umgegangen sind und selbst heute noch allen Kommunisten den Tod wünschen. Die letzten 15 Minuten sind dann echt hart zu ertragen und die Bilder sprechen da echt für sich. So hart das alles ist, so interessant ist das aber auch.
@dynosys meine Sonne, gib dir das mal falls du es noch nicht gesehen hast.
Was passiert denn in den letzten 15 Minuten?
 
Also schaue ihn lieber aber wenn du es wirklich wissen willst:
einer der Killer spielt dann im Film einen Kommunisten der gefoltert und verhört wird. Der Killer spielt natürlich die Angst und Verzweiflung des Kommunisten. Als er den Film dann zu Hause mit seinen beiden Enkelkinder schaut fragt er ob die gequälten auch solche Angst hatten? Der Reporter sagt dann das sie mehr Angst hatten als er beim schauspielern. Der Killer fragt dann ganz verdattert wieso Und der Reporter meint weil er nur eine Rolle spielt, die echten Opfer von ihm aber qualvoll getötet wurden nach dem Verhör. Da realisiert der Killer langsam das es wohl doch nicht ganz so toll war was er gemacht hat. Danach, in der letzten Szene zeigt der Killer den Ort wo er die meisten Opfer umgebracht hat und wie sie die Toten dann in Säcken weg geschafft haben. Es liegt dann da noch ein Drahtseil mit denen den Leuten der Kopf abgetrennt wurde (was laut Killer die einfachste und schnellste Tötung war) und ein Sack. Als der Killer das dann erzählt wird er ganz ruhig und fängt plötzlich an vor Entsetzen in die Ecke zu kotzen. Er versucht weiter zu erzählen, kotzt aber wieder und geht dann ohne was zu sagen vom Ort weg. Ende. Das klingt nun nicht so spektakulär, wirkt aber nach c.a. 105 Minuten Film mit dem Bildern sehr sehr beklemmend. Sind noch einige Szenen dabei bei den du dir an Kopf fässt und fragst wie Leute so reden können
 
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Hereditary 10/10

Wow. Was für ein Erlebnis. Hab den Film innerhalb von einer Woche 2x geguckt, weil der mich so dermaßen geflasht hat. Der Film erfindet das Rad vielleicht nicht neu, steckt bekannte Mittel aber perfekt in ein modernes Gewand und erschafft mit einer grandiosen Bild-und Musikkomposition wahrscheinlich einen der besten Horrorfilme des Jahres, wenn nicht sogar der letzten Jahre. Was hier über knapp 2 Stunden an Spannung aufgebaut wird und in einem fulminanten Finale (über das man gerne auch streiten kann) endet, hat mir nicht nur einmal das Blut gefrieren lassen.
Aber auch abseits des bekannten Horrors schafft es der Regisseur einen rundum guten Film zu entwickeln, hierbei sei insbesondere das Drama innerhalb der Familie und die schauspielerischere Darbietung von wirklich jedem Familienmitglied zu loben. Da fliegen die Fetzen, es wird geheult, geschrien, leise und verstört vor sich hingetrauert oder einfach Geschehnisse verdammt creepy mit Hilfe von Miniaturmodellen verarbeitet.
Selbst nach der zweiten Sichtung hat der Film immer noch seine volle Wirkung entfaltet, welche teilweise sogar ein wenig anstrengend war. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was der Regisseur für die nächsten Jahre geplant hat. Den sollte man definitiv weiter auf dem Schirm haben.

Autopsy of Jane Doe, It Follows, The Witch, The Babadook - Hereditary reiht sich somit perfekt ins moderne (und anspruchsvollere) Horrorkino mit ein, von dessen Vertretern es leider viel zu wenig Gute gibt.

Hab ihn mir gerade angeschaut und ja, der war stellenweise echt so unheimlich, dass mir dabei gelegentlich ein kalter Schauer über die Epidermis zog. Vor allem die Mutter wurde zunehmend unheimlicher und ihr Gesicht war echt scary. Schon ein toller Film. Wobei, die letzte Szene - naja, in dem Moment fand ich sie albern und absurd. Aber so im Nachhinein .... passt schon.

Wie spricht man den Titel aus? Härä-dit-täry?
 
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Hereditary 10/10

Wow. Was für ein Erlebnis. Hab den Film innerhalb von einer Woche 2x geguckt, weil der mich so dermaßen geflasht hat. Der Film erfindet das Rad vielleicht nicht neu, steckt bekannte Mittel aber perfekt in ein modernes Gewand und erschafft mit einer grandiosen Bild-und Musikkomposition wahrscheinlich einen der besten Horrorfilme des Jahres, wenn nicht sogar der letzten Jahre. Was hier über knapp 2 Stunden an Spannung aufgebaut wird und in einem fulminanten Finale (über das man gerne auch streiten kann) endet, hat mir nicht nur einmal das Blut gefrieren lassen.
Aber auch abseits des bekannten Horrors schafft es der Regisseur einen rundum guten Film zu entwickeln, hierbei sei insbesondere das Drama innerhalb der Familie und die schauspielerischere Darbietung von wirklich jedem Familienmitglied zu loben. Da fliegen die Fetzen, es wird geheult, geschrien, leise und verstört vor sich hingetrauert oder einfach Geschehnisse verdammt creepy mit Hilfe von Miniaturmodellen verarbeitet.
Selbst nach der zweiten Sichtung hat der Film immer noch seine volle Wirkung entfaltet, welche teilweise sogar ein wenig anstrengend war. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was der Regisseur für die nächsten Jahre geplant hat. Den sollte man definitiv weiter auf dem Schirm haben.

Autopsy of Jane Doe, It Follows, The Witch, The Babadook - Hereditary reiht sich somit perfekt ins moderne (und anspruchsvollere) Horrorkino mit ein, von dessen Vertretern es leider viel zu wenig Gute gibt.

Hereditary wurde für mich leider dem vorangegangenen Hype nicht wirklich gerecht. Voll drauf gefreut und dann das Kino schon irgendwie enttäuscht verlassen. Viel viel viel zu wenig Horror. Hat absolut keine Chance gegen The Conjuring. Da hat mir selbst The Ritual auf Netflix mehr getaugt. Aber der Regisseur hat schon ein gewisses Talent, mal sein nächstes Werk abwarten.

Und zu den erwähnten Filmchen. The Babadook ist für mich mit der größte Schund in dem Genre.
 
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Hereditary wurde für mich leider dem vorangegangenen Hype nicht wirklich gerecht. Voll drauf gefreut und dann das Kino schon irgendwie enttäuscht verlassen. Viel viel viel zu wenig Horror. Hat absolut keine Chance gegen The Conjuring. Da hat mir selbst The Ritual auf Netflix mehr getaugt. Aber der Regisseur hat schon ein gewisse Talent, mal sein nächstes Werk abwarten.

Und zu den erwähnten Filmchen. The Babadook ist für mich mit der größte Schund in dem Genre.

!!!!!!!

Sonst stimme ich dir auch zu, auch wenn ich ihn besser als Conjuring fand. Conjuring ist zwar gruseliger, aber halt nur eine Ansammlung von Klischees. Hereditary hat mich da mehr unterhalten, auch wenn ich mich da weniger gegruselt habe.
 
Problem mit Hereditary war halt, dass er im Netz als bester und vor allem gruseligster Horrorfilm seit Jahren verkauft wurde und ich halt so scharf drauf war deswegen. Und bin dann sogar ins Kino obwohl ich echt sonst keine Horrorfilme im Kino schaue, aber ich konnte nicht warten.

Er ist nicht schlecht, er hat gute Momente und eine schöne beklemmende Atmo wie ich sie liebe, aber Anspruch hin oder her, ich wollte einfach ein Film und da passt der dt. Titel eines Klassikers zu gut "Bis das Blut gefriert". Ohne diese Erwartungen hätte er mir wohl besser gefallen. Bei The Conjuring war ich ja nach Teil 1 auch gehyped und wurde überraschender Weise beim Sequel nicht enttäuscht. Und ob da jetzt nur Klischees abgearbeitet werden weiß ich nicht bzw. ist es mir egal. Hereditary ist da mMn auch nicht komplett frei von.

Autopsy of Jane Doe und It Follows waren dagegen absolut mein Ding.

Aber schaut euch lieber The Wailing an. Ist mehr Psychothriller mit Horrorelementen und obwohl ich nach der ersten Sichtung auch leicht enttäuscht war (zu hohe Erwartungen und zu wenig Horror) finde ich das er dem Hype letztendlich doch gerecht wurde und einer der besten Filme der letzten Jahre ist. Aber man muss schon etwas mit der asiatischen Kultur und dem Hintergrund des ganzen (möchte nicht spoilern) anfangen können.
 
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