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War Anfang der Woche in Frankfurt in der Ausstellung zum Film wo man einige original Requisiten bestaunen konnte. Abends lief der Film dann in der original 35mm Fassung auf Englisch in der Roadshow Version wo vor und zwischen dem Film noch Musik gespielt wird. Zum visionären Film selber muss man ja nicht mehr viel sagen, ihn aber noch mal in dieser Fassung im Kino sehen zu können war schon ein unvergessliches Erlebnis. :)

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Bildschirmfoto 2018-07-08 um 16.09.26.png



Dogtooth (2009)

Auf Anraten von @eape habe ich mir gestern das oscarnominierte griechische Drama "Dogtooth" angesehen.

Irgendwo in der griechischen Pampa lebt eine wohlhabende Familie, ein schönes Haus mit großem Garten und drei erwachsenen Kindern, zwei Mädels und ein Junge, ungefähr Anfang 20.
Doch die Idylle trügt natürlich, die Kinder werden durch ihre Eltern eingesperrt, unterdrückt und infantilisiert. Sie dürfen das Grundstück nicht verlassen, sie gehorchen wie Hunde auf einen Pfiff, ihr komplettes Weltbild beruht auf dem, was ihre Eltern ihnen beibringen. Denn "Innen" ist es sicher und "Außen" droht ihnen das Unheil.
Nicht genehme Wörter werden anders erklärt (z.B. ist ein Zombie eine kleine, gelbe Blume), nicht genehmes Verhalten wird mit Gewalt beantwortet, genehmes Verhalten wird belohnt mit Stickern.
Dennoch sind sie fähig "aufrecht zu gehen" und wie überzeugende Menschen zu sprechen.
Das wird aber sofort wieder gebrochen durch eine durchwegs klinische Sprache, keine großartige Bildsprache, sehr analytisch und fast schon wie unter Trance und Hypnose.

"Dogtooth" schafft es, absurdes Kino mit psychologischem Realismus zu verknüpfen. Er vereint konstruierten Realismus in Bezug auf Sexualität, Geschwisterliebe, Gewalt, ergo das ganze Leben. Er zeigt, wie Menschen von einer Autorität klein gehalten werden können, verändert werden könne, von Grund auf umgepolt werden können.
Den letzten Funken Menschlichkeit, den Entdeckerdrang, die Neugier, kann aber auch diese Autorität dem Menschen nicht nehmen. Damit versteht sich "Dogtooth" auch als sehr politischer Film.

Handwerklich ist der Film gut gemacht, sehr elegant und kühl in seiner Inszenierung, keine Musik. Es hat fast schon den Flair einer TV-Überwachung.
Die Familie als Parabel zum autoritären Staat mit ihrer Herrschaft und unantastbaren Geheimnissen, die Fremdheit zu allem, was von unserem Maßstab der Realität abweicht mit. Es lässt sich wirklich einiges in dem Film finden. Hut ab.

8/10
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Dogtooth (2009)

Auf Anraten von @eape habe ich mir gestern das oscarnominierte griechische Drama "Dogtooth" angesehen.

Irgendwo in der griechischen Pampa lebt eine wohlhabende Familie, ein schönes Haus mit großem Garten und drei erwachsenen Kindern, zwei Mädels und ein Junge, ungefähr Anfang 20.
Doch die Idylle trügt natürlich, die Kinder werden durch ihre Eltern eingesperrt, unterdrückt und infantilisiert. Sie dürfen das Grundstück nicht verlassen, sie gehorchen wie Hunde auf einen Pfiff, ihr komplettes Weltbild beruht auf dem, was ihre Eltern ihnen beibringen. Denn "Innen" ist es sicher und "Außen" droht ihnen das Unheil.
Nicht genehme Wörter werden anders erklärt (z.B. ist ein Zombie eine kleine, gelbe Blume), nicht genehmes Verhalten wird mit Gewalt beantwortet, genehmes Verhalten wird belohnt mit Stickern.
Dennoch sind sie fähig "aufrecht zu gehen" und wie überzeugende Menschen zu sprechen.
Das wird aber sofort wieder gebrochen durch eine durchwegs klinische Sprache, keine großartige Bildsprache, sehr analytisch und fast schon wie unter Trance und Hypnose.

"Dogtooth" schafft es, absurdes Kino mit psychologischem Realismus zu verknüpfen. Er vereint konstruierten Realismus in Bezug auf Sexualität, Geschwisterliebe, Gewalt, ergo das ganze Leben. Er zeigt, wie Menschen von einer Autorität klein gehalten werden können, verändert werden könne, von Grund auf umgepolt werden können.
Den letzten Funken Menschlichkeit, den Entdeckerdrang, die Neugier, kann aber auch diese Autorität dem Menschen nicht nehmen. Damit versteht sich "Dogtooth" auch als sehr politischer Film.

Handwerklich ist der Film gut gemacht, sehr elegant und kühl in seiner Inszenierung, keine Musik. Es hat fast schon den Flair einer TV-Überwachung.
Die Familie als Parabel zum autoritären Staat mit ihrer Herrschaft und unantastbaren Geheimnissen, die Fremdheit zu allem, was von unserem Maßstab der Realität abweicht mit. Es lässt sich wirklich einiges in dem Film finden. Hut ab.

8/10

Ich habe es extra nicht vorher gesagt, weil der Film sehr interessante Motive hat, die etwas untergehen, wenn man ihn mit der Vorkenntnis guckt, aber der Film wächst extrem, wenn man sich etwas über Platos Höhlengleichnis informiert. Eigentlich ist der Film eine sehr direkte Adaption dieser Philosophie.

Hast den Film jedenfalls sehr ähnlich wie ich wahrgenommen und Plato wird dir dann vermutlich auch den ganzen Film in eine andere Richtung schieben. :)
 
Ich habe es extra nicht vorher gesagt, weil der Film sehr interessante Motive hat, die etwas untergehen, wenn man ihn mit der Vorkenntnis guckt, aber der Film wächst extrem, wenn man sich etwas über Platos Höhlengleichnis informiert. Eigentlich ist der Film eine sehr direkte Adaption dieser Philosophie.

Hast den Film jedenfalls sehr ähnlich wie ich wahrgenommen und Plato wird dir dann vermutlich auch den ganzen Film in eine andere Richtung schieben. :)
Hatte vor Jahren mal ein ganzes Seminar zu Platons Politeia und eine hierbei eine Arbeit zum Sonnen-, Linien- und Höhlengleichnis geschrieben. Wäre also mal an der Zeit, das Wissen wieder aufzufrischen.
Denn jetzt wo du's sagst, kann ich's endlich zuordnen. Und ich hab überlegt und überlegt. :O_o:
 
Zufällig über die Doku Russland von oben auf arte gestolpert und direkt hängen geblieben :schock: Was für Wahnsinns Bilder :huldig: Dazu noch tolle Musik, Benjamin Völz als Sprecher und knackige, interessante Fakten. Eine der besten Dokus, die ich bisher sehen durfte. Pure Magie und löst sofort mein Fernweh aus. 10/10

https://www.arte.tv/de/videos/076653-000-A/russland-von-oben/

Noch bis morgen verfügbar, am 25.07. nochmal im Programm.
 
Rampage
Das Spielprinzip des Achtzigerjahre-Arcade-Klassikers „Rampage“ ist denkbar einfach: Darin übernimmt man die Kontrolle über ein Monster, wobei der Spieler die Wahl hat zwischen einem überdimensionierten Gorilla namens George, dem Werwolf Ralph und dem Dinosaurier Lizzie. Anschließend geht es in stolzen 766 Leveln ausschließlich darum, Großstädte zu Klump zu schlagen – je mehr kaputtgeht, desto mehr Punkte gibt es. Mit dieser simplen Prämisse avancierte „Rampage“ zum Spielhallen-Kult, der nicht bloß von James Cameron einen kurzen Cameo-Auftritt in „Terminator 2“ spendiert bekam, sondern auch noch vier Fortsetzungen erhielt, die für insgesamt 19 verschiedene Konsolen veröffentlicht wurden. Das Spiel ist ein Klassiker aber man fragt sich schon wie man daraus ein Film machen kann. Ganz einfach: Regisseur Brad Peyton schnappt sich wie schon in San Andreas The Rock und macht einen einfach gestrickten Kopf aus Action Film. Nicht mehr und nicht weniger. Man muss auch gleich sagen das der Film mit The Rock ne ganze Ecke besser wirkt, ohne ihn wäre er wohl nur halb so gut. Hier zur Handlung sag ich mal nicht viel, es ist auch alles sehr offensichtlich und ohne große Twists. Aber das muss ja solch ein Film auch nicht haben. Sonst macht der Film Spaß, die Effekte sind nice, die Witze gut und nicht zu plump gesetzt und Action bis zum abwinken. Wer mal wieder ein guten Actionfilm sehen will schaut sich den an, kann man eigentlich nichts verkehrt machen.
 
Hab mir dieses Wochenende tatsächlich zum ersten mal The Game reingezogen.
Abgesehen vom fragwürdigen Ende hat der mich komplett weggeblasen. Hail Fincher*!

*für Alien 3 gehört er dennoch verdroschen

Das Ende ist einfach too much. Aber ansonsten grandioser Film. Hat mich damals auch wirklich umgehauen, weil ich nicht viel drüber wusste. Müsste ich mir nochmal ansehen.

Und bei Alien 3 ist die Schuld ja weniger bei Fincher zu suchen, als beim Studio.
 
Das mag sein, ich wollte damit auch niemanden kränken. Für mich persönlich funktioniert der dritte Teil einfach nicht. Auf keiner Ebene.
 
Alien 3 ist geil!

The Game aber auch... wobei mich wundert dass flexx den erst jetzt gesehen hat... dafür hat er eigentlich ne schelle verdient... :D
 
Alien 3 ist 'ne Katastrophe. Als Alien-Fan blutet mir da jedes Mal das Herz.

Alien 3 Verantwortlicher A
"Hey, wir haben hier ein reichhaltiges Franchise und Film-Universum, mit einer interessanten Sci-Fi-Vision, einzigartigen und starken Charakteren, spannender Story und tollen Effekten."

Alien 3 Verantwortlicher B
"Jo, lass uns komplett drauf scheißen und nichts davon machen. Noch besser, lass es uns mit Füßen treten. Oder noch besser, lass uns alle umbringen bis auf einen und den einzigen Überlebenden versuchen wir dann noch zu vergewaltigen."

Alien 3 Verantwortlicher C
"Hah, da werden die Fans aber staunen, wenn wir ihr Franchise ab Minute 1 mit der Brechstange fisten."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Noch viel besser, lass alles auf 'nem kackbraunen Schrottplaneten spielen. Schmeiß die gesamte Sci-Fi-Technik raus und lass es aussehen wie ein beliebiger Endzeit-Film."

Alien 3 Verantwortlicher B
"Geil. Und nur unsymphatische, versiffte Arschgesichter als Haupt- und Nebenfiguren. Und übertrieben religiöses Geschwurbel."

Alien 3 Verantwortlicher C
"Und das Alien muß richtig scheiße aussehen, so richtig schlechte Greenscreen-Effekte, die selbst 1992 schon zum Kotzen sind. Absolut zeitlos."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Und die Action beschränken wir auf überlange POV-Verfolger-Shots in langen, immergleichen, kackbraunen Tunnels. Minutenlang nichts als schreiende, weglaufende Menschen. Dazwischen dann ein paar schlecht geschnittene Szenen mit dem Alien.

Alien 3 Verantwortlicher B
"Achso, und die Weaver will unbedingt ein Alien ficken, können wir das auch noch mit reinpacken?"

Alien 3 Verantwortlicher C
"Auch noch? Wir haben das Script jetzt schon so oft für ihre absurden Wünsche umgeschrieben, sag ihr das mit dem Alien-Sex kriegt sie im Nachfolger. Da darf sie dann ihren ganzen unter- und überschwelligen Scheiß ausleben..."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Na dann haben wir's ja fast. Fehlt noch was?"

Alien 3 Verantwortlicher B
"Coca Cola will auch noch drin vorkommen. Kann da auf dem Schrott-Gefängnis-Planeten nicht irgendwann mal in der Runde wer 'ne kühle Cola zischen?"

Alien 3 Verantwortlicher C
"Wir stellen einfach ein paar Flaschen mitten in's Bild und einer von den Siffköppen hält sie in die Kamera."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Gut, dann haben wir's ja. Als Regisseur schlage ich einen Newcomer vor. Hat noch nie 'nen Film gedreht, aber ein paar lustige Music Videos. Der hält dann wenigstens die Fresse wenn man ihm reinredet."

giphy.gif
 
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Alien 3 ist 'ne Katastrophe. Als Alien-Fan blutet mir da jedes Mal das Herz.

Alien 3 Verantwortlicher A
"Hey, wir haben hier ein reichhaltiges Franchise und Film-Universum, mit einer interessanten Sci-Fi-Vision, einzigartigen und starken Charakteren, spannender Story und tollen Effekten."

Alien 3 Verantwortlicher B
"Jo, lass uns komplett drauf scheißen und nichts davon machen. Noch besser, lass es uns mit Füßen treten. Oder noch besser, lass uns alle umbringen bis auf einen und den einzigen Überlebenden versuchen wir dann noch zu vergewaltigen."

Alien 3 Verantwortlicher C
"Hah, da werden die Fans aber staunen, wenn wir ihr Franchise ab Minute 1 mit der Brechstange fisten."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Noch viel besser, lass alles auf 'nem kackbraunen Schrottplaneten spielen. Schmeiß die gesamte Sci-Fi-Technik raus und lass es aussehen wie ein beliebiger Endzeit-Film."

Alien 3 Verantwortlicher B
"Geil. Und nur unsymphatische, versiffte Arschgesichter als Haupt- und Nebenfiguren. Und übertrieben religiöses Geschwurbel."

Alien 3 Verantwortlicher C
"Und das Alien muß richtig scheiße aussehen, so richtig schlechte Greenscreen-Effekte, die selbst 1992 schon zum Kotzen sind. Absolut zeitlos."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Und die Action beschränken wir auf überlange POW-Verfolger-Shots in langen, immergleichen, kackbraunen Tunnels. Minutenlang nichts als schreiende, weglaufende Menschen. Dazwischen dann ein paar schlecht geschnittene Szenen mit dem Alien.

Alien 3 Verantwortlicher B
"Achso, und die Weaver will unbedingt ein Alien ficken, können wir das auch noch mit reinpacken?"

Alien 3 Verantwortlicher C
"Auch noch? Wir haben das Script jetzt schon so oft für ihre absurden Wünsche umgeschrieben, sag ihr das mit dem Alien-Sex kriegt sie im Nachfolger. Da darf sie dann ihren ganzen unter- und überschwelligen Scheiß ausleben..."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Na dann haben wir's ja fast. Fehlt noch was?"

Alien 3 Verantwortlicher B
"Coca Cola will auch noch drin vorkommen. Kann da auf dem Schrott-Gefängnis-Planeten nicht irgendwann mal in der Runde wer 'ne kühle Cola zischen?"

Alien 3 Verantwortlicher C
"Wir stellen einfach ein paar Flaschen mitten in's Bild und einer von den Siffköppen hält sie in die Kamera."

Alien 3 Verantwortlicher A
"Gut, dann haben wir's ja. Als Regisseur schlage ich einen Newcomer vor. Hat noch nie 'nen Film gedreht, aber ein paar lustige Music Videos. Der hält dann wenigstens die Fresse wenn man ihm reinredet."

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