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  • Okja

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    Okja ist gestern frisch auf Netflix erschienen (eine Eigenproduktion) und der neueste Film von Bong Joon-Ho (Snowpiercer, Mother, The Host, Memories of Murder). Im Gegensatz zu seinem letzten Werk Snowpiercer ist Okja jedoch weniger reich an Action und Gewalt.

    Es geht um ein Riesenschwein (Okja), ein genetisch manipuliertes Zuchtprojekt eines multinationalen Nahrungsmittelkonzerns und dessen perfider, 10-jähriger Marketingkampagne. Okja wurde, Teil dieser Marketingkampagne, in den südkoreanischen Bergen aufgezogen, von einem alten Mann und seiner Enkelin Mija. Als Okja nach 10 Jahren vom Konzern, zum Grand Finale ihres Marketingplans - welches die Markteinführung ihrer Superschweine einleiten sollte - abgeholt wird, beginnt das tatsächliche Abenteuer von Netflix hochkarätig besetztem Märchenfilm (Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal und Paul Dano, die alle drei super performen).

    Wer Bong Joon-Ho kennt, der weiß auch, dass er es hier wiederum mit einer facettenreichen, eklektischen und tonal vielschichtigen Gesellschaftskritik zu tun bekommt, die nicht davor zurück schreckt sich vieler hochstilisierte Klischees und Zuspitzungen zu bedienen (kann man mögen oder auch nicht, mir gefällt so was). Wobei er in manchen Dingen dann doch seltsamerweise sehr tiefstapelt, denn wer bereits einmal eine große Fleischfabrik in ihrer Gesamtheit erfahren durfte, mit ihrer Geräuschkulisse, den Gerüchen und der eigentümlich-perversen Atmosphäre, der kann sehr gut nachvollziehen, wieso mir Okjas Darstellung in dieser Angelegenheit noch ziemlich handzahm vorkam, trotz der stilisierten Regie.

    Da Bong Joon-Ho zu den Filmschaffenden gehört die mich bisher noch nicht enttäuscht haben, ging ich natürlich mit gewissen Erwartungen an Okja heran und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Okja ist intelligentes, trotz allem geradliniges, charmantes, amüsantes, cineastisch entzückendes aber auch bedrückendes Kino. Gefiel mir sehr gut.
     
    Bin mal gespannt drauf, ob das genauso eine hohle Methaperschleuder wie Snowpiercer geworden ist, oder ob das ein Ausrutscher in seiner sonst durchaus überzeugenden Vita war. Wollte ihn uns heute abspielen, aber ich habe irgendwie spontan Lust auf The Prestige gekriegt.
     
    Bin mal gespannt drauf, ob das genauso eine hohle Methaperschleuder wie Snowpiercer geworden ist, oder ob das ein Ausrutscher in seiner sonst durchaus überzeugenden Vita war.

    Dann prophezeie ich, dass er dir aller Voraussicht nach nicht gefallen wird. Okja und Snowpiercer (den ich auch hervorragend fand) sind sich in ihrer Machart nicht unähnlich. Beide sind voll von Aphorismen und Metaphern, mit gezielt übertriebenen Klischees, schwarzem Humor und dem großen tonalen, teils sehr widersprüchlichen Spagat. Okja ist allerdings viel gemächlicher als Snowpiercer und bietet wie erwähnt viel weniger Action und Gewalt. Als Vegetarier, aus moralischer Überzeugung heraus, hat der Film aber auch einen starken Nerv bei mir getroffen.

    Mir war als hätte man Miyazaki (Princess Mononoke) mit Gilliam (Brazil) gekreuzt.
     
    Fear the Walking Dead Staffel 3 nach bald einem Jahr Pause mal angefangen. Fuck ich kann die Serie nicht leiden... ich versuche es aber es geht nicht. Ich liebe Walking Dead aber das?! Als hätte Robert Kirkman im Suff gesagt:

    "Walking Dead fahren die alpha Kevins alle drauf ab, da kriege ich besoffen auch noch was anderes auf die Kette. Beim Feierabend Bier schüttel ich mir die aus dem Ärmel."


    Wenn da nicht Bezug auf Walking Dead bald kommt das die alle dort als Zombies vorkommen oder was weiß ich... bekomme ich die Gedanken an die Lebenszeit Verschwendung nicht wieder xD
     
    Der ist so ziemlich das beste, was man sich an Asia-Filmen antun kann. :dhoch:

    Ausserdem fand ich noch "The Yellow Sea" und "Dream Home" sehr stark.
    Letzteren sollte man aber nur ansehen, wenn man teils derben Splatterszenen nicht abgeneigt ist...

    Bei Yellow Sea auf die UK Version zurückgreifen. Die deutsche basiert nur auf der veränderten US R-rated Schnittfassung. Weisst du selber sicherlich und ist als Anmerkung für interessierte gedacht. Dazu bei Dream Home ist die deutsche Cut und bei der Uncut von Dragon sollte man schauen das man die korriegierte Disc bekommt.
     
    Gestern Hardcore (Henry) gesehen. Was für ein Nichts von Film. Wäre das Ego-Perspektiven-Konzept nicht, würde sich der Streifen vor Belanglosigkeit wahrscheinlich noch im Intro komplett in Luft auflösen. Und gerade als jemand der schon unzählige Videospiele aus der Ego-Sicht gespielt hat, vor allem großartig inszenierte und erzählte Spiele, ist das Gezeigte in Hardcore um so gewöhnlicher und der Selling-Point mit der Perspektive kein Selling-Point mehr, denn das was der Film abliefert hab ich so schon in unzähligen Spielen besser und interaktiv erlebt. Zumalen die Handlung des Films kompletter Müll ist und nicht mal mehr als notdürftiger Fugenkitt zwischen den Action-Sequenzen funktioniert. Was bleibt ist eine ideen- und emotionslose Aneinanderreihung von teils wirren Kämpfen und Parkour-Einlagen, welche wiederum durch das komplette Fehlen einer Bindung zum Protagonisten, den Nebencharakteren und den Vorgängen in der Handlung wirklich null Impact besitzen. Wären sie mal lieber beim Kurzfilm geblieben...

    Außerdem, schlechtester und peinlichster Humor seit langem...ne datt war nix.
     
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