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Gast
Ich Seh, Ich Seh 9/10
Kleiner, sehr guter Thriller mit Horror-Elementen. Anfangs ein wenig befremdlich, dass man einfach in eine vorhandene Situation hinein geschmissen wird, ohne überhaupt irgendwas im Vorfeld zu erfahren. Ist in dem Fall aber essenziell für die Handlung und macht den Film dadurch auch umso interessanter. Für viele wird der Film wahrscheinlich sehr langweilig sein, die ersten 30-40 Minuten ist das Pacing sehr langsam gehalten, gerade durch die fast fehlende Sounduntermalung mag alles ein wenig dröge wirken. Dafür entwickelt sich die Handlung mit der Zeit immer mehr, man wird zwischendurch mit schönen, teilweise sehr surrealen Bildern belohnt. Und gerade das letzte Drittel dreht dann ordentlich auf und endet mit einer (meiner Meinung nach) ziemlich guten Überraschung. Ich bin eigentlich jemand, der solche Filme relativ schnell durchschaut, aber mit solch einem Ende hätte ich ausnahmsweise nicht gerechnet. Muss man dem Film echt hoch anrechnen, dass sie das alles so gut verpackt haben.
Einzig befremdliche war der österreichische Dialekt. Da musste ich einige Male schon genauer hin hören.
Macht aber nichts, denn auch ohne Logik liefert San Andreas reichlich anspruchsloses Filmvergnügen. Eigentlich ist er sogar einer der besten Desaster-Filme der letzten Jahre.