House of Wax fand ich von der Idee her klasse. Und dass einer der Protagonisten wirklich gleich mal von Anfang an ordentlich zurückschlägt, war sehr cool
Fire & Ice
4(!!!) Exemplare stehen von dem Teil in der Videothek rum. Genausoviele wie einst von No Country for Old Men. Ich frage mich allerdings, wie der Film zu dieser "Ehre" kommt. Null Exemplare hätten es auch getan. Was für eine billige B-Grütze. Die Story für'n Arsch, die Schauspieler für'n Arsch die Effekte für'n Arsch. Einzig die Kämpfe wussten zu begeistern. Das aber auch nur aus dem Grund, dass sie so unglaublich lächerlich waren, dass ich aus dem Abfeiern nicht heraus kam. Garantiert hat bei den Kämpfen ein Darsteller jemals das Schwert oder den Körper eines anderen Darstellers berührt.

Aber der Film versprüht irgendwie so einen Billigcharme und ist nicht so eine nervtötende Gülle wie Diary of the Dead. Ergo gibt es einen Punkt mehr.
Schade auch, wie tief John Rys-Davies nach Herr der Ringe wieder gefallen ist.
2/10
Dead Silence
Gruselfingerübung von den Saw-Machern (also von denen, die die Idee zu Saw 1 hatten). Geht um ne tote Bauchrednerin und ihre Puppen, die rumspukt und Leute killt. Die Story ist ziemlich schick und am Ende lauert ein fieser Twist. Kann ich empfehlen.
7/10
Anamorph
Serienkiller-Thriller mit Willem Dafoe. Schwimmt im Sieben-Fahrwasser, erreicht nie dessen Qualität kann aber trotzdem aufgrund einer obskuren Neigung des Serienmörders überzeugen. Ist auch gut gemacht und gespielt - zum Ausleihen sehr gut geeignet
6/10
Krabat
Leidet am typischen Literaturverfilmungssyndrom. Die Story lässt Potential erkennen, krankt aber extrem an den vorgenommenen inhaltlichen Kürzungen und Straffungen. Daher haben Nichtkenner der Vorlage (u.a. meine Wenigkeit) große Probleme, dem Ganzen zu folgen. Insbesondere der Umstand, dass niemals ein Sinn der Geschehnisse erkennbar ist, tötet den Film. Zwar kann man sich so einige Vorkommnisse in der Handlung mit der Zeit selber zusammenreimen, aber WARUM das so ist, wird nie erklärt.
Sehr schade - schön in den Sand gesetzt
5/10
Hatchet
Was immer das Cover suggeriert - es stimmt nicht. Das hier ist kein harter Oldschool-Horror. Wir haben einen lupenreinen Funsplatterfilm vorliegen, der alle Zutaten mitbringt. An vorderster Stelle steht natürlich das 10-kleine-Negerlein-Prinzip, welches hier von einer ungemein nervtötenden Reisegruppe umgesetzt wird. Die Herrschaften wollen sich während des Mardi Gras in New Orleans eine Grusel-Boot-Tour durch den nahen Sumpf reinziehen. Mit dabei sind ein Typ, der über die Trennung von seiner Ex hinwegkommen will und keinen Bock auf Party, Alk und Titten hat (ergo unser Held und wir wetten jetzt schon mal, dass er es bis zum Ende schafft). Dazu kommt sein Kumpel, der lieber Party Alk und Titten will (du bist so tot Junge), zwei doofe Schlampen, die für einen Pornofilmer die Titten vor der Kamera schwenken und sich ansonsten nur anzicken, ein spießiges Ehepaar älteren Jahrgangs, der bekloppte Reiseleiter (tot, tot, tot, tot, tot und tot) und ein stilles Mädchen (die überlebt also auch bis zum Sxchluss).
Ab geht's in die Büsche und somit ins Revier von Victor Crowley...
Na ja, was soll ich sagen? Die Plotte ist extrem doof und nur eine Entschuldigung dafür, die Protagonisten abzufrühstücken. Sind allerdings immer mal wieder gelungene Gags dabei und der Film verteilt auch so einiges an Augenzwinkern an andere Genrevertreter. Die Kills sind extrem blutig aber auch extrem überspitzt und somit in die Kategorie Funsplatter einzuordnen.
Größtes Ärgernis ist der Killer. Hier sollte anscheinend eine neue Slasherikone geformt und Potential für mindestens 20 Sequels geschaffen werden. Aber dafür nimmt man doch bitte nicht den eklig mutierten Irren aus dem Sumpf, der hysterisch kreischend sein Hackebeil schwingt. Die Figur hat null Potential und andere Ikonen wie Freddy, Jason oder Michael würden sich über den Typen nur den Arsch ablachen, bevor sie ihn in die Wurst hacken.
Egal, Hatchet unterhält über seine Laufzeit, gerät dann aber schnell wieder in Vergessenheit. Sollte man sich maximal ausleihen.
5/10
Dance of the Dead
Okay, es ist hiermit amtlich. Wann immer ich künftig auf einer DVD-Hülle Anzeichen dafür finde, dass der Streifen bei irgendeinem Festival irgendwelches Lob/Preise eingefahren hat, wandert er wieder ins Regal. Das ist bestimmt das 4. Mal, dass ich so einen Krempel ausleihe und immer war es mittelmäßiger Firlefanz. Manchmal frage ich mich, ob nur Idioten zu Filmfestivals gehen bzw. dort Bewertungen vornehmen.
In einer Stadt kommen die Untoten aus ihren Gräbern. Der Friedhofswärter sieht's gelassen. Hände, die unautorisiert aus Gräbern ragen, werden einfach abgeschnitten. Der Grund für die ganze Chose liegt im nahegelegenen Atomkraftwerk. Scheint schon länger so zu sein, aber bislang ist alles unter Kontrolle.
Auftritt: Unsere ähempt "Helden" = nervige Teenagertruppe bestehend aus Nerds, Freaks, Cheerleadern und coolen Jungs (hat da jemand "Klischeekiste" gerufen?). Der Abschlussball an der High School steht auf dem Plan. Und natürlich werden just an dem Abend die Zombies auf dem Friedhof freigelassen und ziehen fressend und grunzend durch die Stadt. Unsere Helden schlagen zurück und versuchen, irgendwas zu erreichen. Das Ganze geschieht mit einem gewissen Augenzwinkern und 1-2 guten Gags. Aber im Endeffekt wird dem Zombiegenre rein gar nix Neues hinzu gefügt. Was Parodien angeht, bleibt Shaun of the Dead hier unerreicht.
Es wird auch schön gesplattert und die Effekte gehen in Ordnung. Aber ansonsten ist das das vollkommene Mittelmaß. Eigentlich möchte ich gar nicht auf solche Filmfestivals. Wenn Sachen wie dieser Film dort groß ankommen, muss der Rest des Lineups ja aus geradezu unterirdischer Grütze bestehen.
4/10