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Wish I Was Here

Mhm, minimal enttäuschend, wenn man ihn direkt mit Garden State vergleicht. Und das muss sich Wish I Was Here einfach gefallen lassen, da Zach Braff hier eine ähnliche Richtung einschlägt. Er wirkt nicht so homogen, glaubwürdig und natürlich wie Garden State. Eher etwas gezwungen und gezielt auf diesen sentimentalen Carpe diem-Aspekt hinarbeitend.

Für sich genommen aber trotzdem ein wohltuender, rührender und auch lustiger Film, der beweist, dass Braff genau dieses Genre hervorragend beherrscht. Das emotionale, von einer gewissen Tragik und Tod geprägte Fundament, wird hier herzlich, leichtfüßig, mit einigen überraschend zotigen Witzen und von einem charmanten Cast vorgetragen. Wie gesagt ein bisschen berechnend, aber in seiner Botschaft eindeutig sympathisch und liebevoll, weshalb ich Wish I Was Here jedem Freund solch tragisch-schöner Geschichten auch nur empfehlen kann. An Garden State oder beispielsweise Ganz weit hinten (letzteren fasse ich einfach mal unter das weite Genre des emotionalen Feel-Good-Movies, auch wenn er natürlich etwas anders gewichtet ist als Zack Braffs Filme) kommt er aber lange nicht heran, weshalb ich, trotz des einfühlsamen Filmvergnügens, nur

7/10 Comic-Cons

(Braff & Freunde-Bonus bereits inbegriffen) vergeben kann.

Wird übrigens mal Zeit, dass Ashley Greene endlich aus ihrem Twilight-Schatten heraustritt und ein paar vernünftige Rollen abstaubt, die ihrer Ausstrahlung gerecht werden. Ihre 40 Sekunden natürliche, leicht nerdige Screentime hier fand ich nämlich reizend. :liebe:
 
Zuletzt bearbeitet:
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Samstag morgen mit Staffel 1 angefangen und Sonntagabend mit Staffel 2 durch gewesen! :schock: :ugly:
Wirklich sehr beeindruckend was für eine Qualität hier abgeliefert wird, Schauspieler, Story, Spannungsbogen, Bildqualität, Ton, alles vom Feinsten!
Besonders gut gefällt mir das es hier nicht nur die typische schwarz/weiß Darstellung gibt, sondern sich das ganze immer in den Grauzonen bewegt.
Der ersten Staffel gebe ich eine glatte 10/10, der zweiten Staffel eine 8/10 (ich kann ja über ein, oder zwei Logiklöcher hin weg sehen, aber zum Ende hin wurde aus den Logiklöchern... Krater)
Ach ja Brody seine Frau ist eine Göttin!!! :huldig::sabber:
 
Predestination

Fand ihn ganz cool. Schade, dass so viel Zeit mit einem langweiligen "Oh, das Mädchen ist so ein Loser"-Flashback vertrödelt wurde. Als dann die erste Wendung kam, war imo auch schon zu offensichtlich, welche Wendungen es noch geben würde und da der Film sonst keinen Reiz hatte, war mir das etwas zu wenig. Es gab ja keine wirkliche fortlaufende Story, der Film war eher ein Standbild, das man verstehen wollte. Tolle Idee jedenfalls und auch recht sauber umgesetzt, aber so wirklich "Boom" hat es bei mir nicht gemacht.
 
Interstellar oder der bisher schlechteste Nolan Film ...

... was irgendwie auch gleich mein Fazit vorweg nimmt. Das soll nun nicht heißen, dass Interstellar kein guter Film ist, aber alle anderen Nolan Filme halte ich schlichtweg für besser. The Master of Mindfuck hat was den Mindfuck betrifft, hier schlicht versagt. In dem Moment wo er den Staub im Zimmer seiner Tochter entschlüsselt, weiß man, woher der kommt und man schaut bis zum Ende für die Bestätigung. Der Film hat aber seine Schauwerte und gerade die eingebauten IMAX Szenen, wie schon bei TDK, tragen zum guten visuellen Stil einiges bei.
Hans Zimmer scheint mittlerweile für alle großen Hollywoodproduktionen den Score zu schreiben, so kommt es einem aktuell jedenfalls vor, hat auch hier ganze Arbeit geleistet, denn die einsetzende oder auch ausbleibende Musik unterstützt fast symbiotisch das Geschehen auf der Leinwand. Analog dazu kann man hier den Raketenstart exemplarisch nennen. Der Score setzt mit lautem Getöse ein, Stimmen sind aufgrund der lauten Geräusche kaum zu verstehen und dazu gibt es tiefreichende Basssalven und Effekte die durch den Raum schwirren. Hervorragendes Soundsetting, welches sicherlich nicht jedem gefällt, da es definitiv nicht kompatibel zu hellhörigen Mietshäusern ist.

Bevor es aber zum Start kommt, zieht der Film sich ein wenig und im All selbst hat er dann auch seine Längen. Der Film wird trotz Vorhersehbarkeit nie langweilig, aber einige Szenen driften schlicht in die Bedeutungslosigkeit ab. Sicherlich ist Interstellar kein SciFi Actionkracher, aber 20-30 Minuten weniger hätten dem Film auch nicht schlecht getan oder zumindest davon die Hälfte hinten dranpacken. Denn das Ende kommt nach der eigentlichen "Auflösung" schnell und fällt zudem sehr kurz und schon ein wenig unbefriedigend für den Zuschauer aus und nein, dass reicht weder für einen zweiten Teil, noch bedarf es einen zweiten Teil.

Alles in allem hat Nolan hier einen handwerklich sehr gut gemachten Film abgeliefert, der die Quadratur des Kreises versucht, aber das Genre weder neu erfindet, noch frischen Wind in dieses herein bringt. Der Film spiegelt eher den Zeitgeist wieder und versucht den Spagat anspruchsvolle Unterhaltung in einen Hollywood Blockbuster unterzubringen. Das zumindest ist Nolan meines Erachtens gut gelungen und dafür gibt es 8/10 Gravitation. Rein vom Unterhaltungswert würde ich aufgrund Längen sogar nur 7/10 Staubwolken geben, hinzu kommt das dafür zu kurze Ende.
 
Sehe ich ähnlich. Wirklich verzaubern konnte mich der Film auf Grund seiner nüchtern-naturwissenschaftlichen Umsetzung, dem (fast schon zu) hohen Erzähltempo und seiner Geradlinigkeit (der Plot ist schnell erzählt und fast noch schneller zu durchschauen) auch nie. Jedenfalls nicht so wie andere Nolan-Filme. Trotzdem aber ein überaus gelungener und eigentlich perfekter Blockbuster. Langeweile kam bei mir nie auf, ich habe jede Einstellung genossen und fand die oben angesprochenen "Kritik"punkte (naturwissenschaftliche Herangehensweise, flotter Einstieg) im Nachhinein sogar sehr angenehm. Muss ja nicht immer weit hergeholte, breitgetretene und kunterbunte Sci-Fi sein.

Von daher wurde ich hier fantastisch unterhalten, aber der ganz große Wurf, der das Genre neu erfindende Film, das nachwirkende, mir Gänsehaut bescherende Epos war er dann doch nicht. Eher ein handwerklich umwerfender, verhältnismäßig intelligenter, aber nicht unbedingt revolutionärer Blockbuster.
 
Ich finde Storywendungen sind Effekthascherei. Ich habe viel lieber einen geradlinigen Film als einen Plot der um einen Twist herum konzipiert wurde. Diese 'Mindfucks' mit der Zeit fand ich in Interstellar unnötig und war froh, dass er auf anderen Ebenen überzeugen wollte.
 
Welche Mindfucks denn überhaupt? Ich bin gar nicht der Meinung, dass Interstellar versucht auf der Ebene zu überraschen, einzig beim Ende vielleicht ein wenig, aber darauf wurde so konsequent drauf hingearbeitet, dass es eigentlich kein Twist oder ähnliches war. Die Zeitgeschichten ergeben sich doch zwangsläufig aus der geerdeten physikalischen Basis. Oder hab ich jetzt irgendetwas vergessen?
 
Bin ich mal gespannt, will ich jetzt unbedingt über Ostern sehen. Musste meinen Vater schon einbremsen, daß er nicht (nicht zuviel) verrät, denn er durfte den Film zuerst haben (meine Mutter ist mal wieder fast aus dem Bett gefallen, weil es wohl recht laut war :ugly:).

War ja schon fast zu overhyped, da tut eine etwas ruhigere Kritik mal gut bevor ich nur enttäuscht werde.

Freu mich (trotzdem) schon. :popcorn:
 
Welche Mindfucks denn überhaupt? Ich bin gar nicht der Meinung, dass Interstellar versucht auf der Ebene zu überraschen, einzig beim Ende vielleicht ein wenig, aber darauf wurde so konsequent drauf hingearbeitet, dass es eigentlich kein Twist oder ähnliches war. Die Zeitgeschichten ergeben sich doch zwangsläufig aus der geerdeten physikalischen Basis. Oder hab ich jetzt irgendetwas vergessen?

Also die ganze Sache in dem Raum der Tochter und die Auflösung der mehrdimensionalen Menschen und so waren doch recht offensichtlich konstruierte Mindfucks, aber an sich gebe ich dir recht. Der Film wollte auf andere Weise überraschen und deswegen empfand ich diese Auflösungen/Wendungen etwas unnötig. Ich mag den Film wegen seiner Geradlinigkeit.
 
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