Gregs Tagebuch
Greg (Zachary Gordon) steht sein erster Tag an der Middle School bevor. Nervös und aufgeregt freut er sich nicht gerade auf diesen neuen Lebensabschnitt, zumal sein älterer Bruder Rodrick (Devon Bostick) ihm ständig Horrorgeschichten über diese Schulstufe erzählt. Hinzu kommt, dass Greg ein schmächtiges Kerlchen ist und bestimmt einen Kopf kleiner als die meisten seiner Altersgenossen. Doch immerhin kommt er mit seinem besten Freund Rowly (Robert Capron) in dieselbe Klasse, den er schon von klein auf kennt.
Die Middle School ist tatsächlich ein hartes Pflaster, doch Greg möchte unbedingt zu den coolen Kids gehören. Das ist gar nicht so einfach, vor allem mit dem kindlichen Rowley an seiner Seite. Doch Greg probiert alles - von Wrestling bis zur Schulhaus-Security. Schliesslich möchte er auch die hübsche Angie ("Hit Girl" Chloe Moretz) beeindrucken. So stürzt sich der schusselige Teenager Greg von einem Fettnäpfchen ins nächste und stellt sogar seine Freundschaft mit Rowley auf die Probe, nur um endlich einmal der Beliebteste zu sein.
Ich habe weder die Comics von Jeff Kinney noch die Filme gekannt. Als ich das letzte Mal im MM war, gab es die Doppel-DVD der ersten beiden Filme für CHF 5. Bei diesem Preis würde man nicht mal bei einem „Iron Man 2“ was falsch machen.
Die Darsteller sind die klassischen, stereotypischen Figuren. Trotzdem kann der Film auch Erwachsenen ans Herz gelegt werden. So finden sich doch überraschend emotionale Momente in der Handlung, welche Gregs Tagebuch über die durchschnittliche Kinderunterhaltung hinausheben. Auch die Gags sind oft sehr in Ordnung, obwohl ab und zu solche kommen, die sich klar an das ganz junge Publikum richten. Diese sind allerdings nicht so zahlreich und durchaus zu verschmerzen. Greg wirkt zwar meistens etwas arrogant und man mag ihm den Misserfolg manchmal sogar gönnen, aber immerhin kann man es nachvollziehen, dass er beliebt sein möchte. Dazu gesellt sich noch ein hörenswerter Soundtrack.
Die beiden (Kinder)hauptdarsteller gefielen mir sehr gut. Ein wenig schade ist, dass Gregs Eltern, (u.a. Steve Zahn als Vater), so gut wie keine Zeit bekommen um ihre Figuren entwickeln zu können. Chloe Moretz hat eine gute Rolle, ihre Angie ist eine witzige Parodie auf die feinsinnige, künstlerische Fotografin, die man aus unzähligen Teeniestreifen kennt. Trotzdem taucht sie manchmal für längere Zeit wieder unter und ist irgendwie ein Fremdkörper in der Story. Nervend sind einzig Gregs grosser Bruder Rodrick, der ausser einer guten Szene (Achsel) zu Beginn keine Lacher auf seiner Seite hat und der unbeliebte Schüler Fregley, der mir einfach zu extrem überzeichnet war.
Gregs Tagebuch ist eine charmante Kinderkomödie mit grossem Herz, die auch für Erwachsene unterhaltsam ist und trotz der manchmal zu übertrieben infantilen Witzen durchs Band amüsant und unterhaltsam ist.
7/10
Gregs Tagebuch 2
Die Sommerferien sind vorbei und damit heisst es "zurück zur Schule" für Greg Heffley (Zachary Gordon) und seine Klassenkameraden. Das neue Schuljahr wird mit einer fetzigen Rollschuhparty eröffnet. Auf dem Feld verguckt sich Greg in seine neue Mitschülerin Holly Hills (Peyton List). Doch seine scheuen Annäherungsversuche bleiben erfolglos, und der unbeholfene Junge tritt in Fettnäpfchen nach Fettnäpfchen. Doch nicht nur im Schulhaus ist die Hölle los, auch zu Hause gibt es für Greg nichts als Probleme.
In der Beziehung zu seinem älteren Bruder Rodrick (Devon Bostick) hat sich nicht viel geändert im letzten Jahr. Nach wie vor wird Greg von Rodrick gequält und genervt, wann immer es geht. Mamma Susan (Rachael Harris) hat genug von diesen endlosen Feindseligkeiten und wünscht sich nichts mehr, als dass sich die beiden endlich verstehen. Doch Rodrick übt lieber mit deiner Band "Löded Diper", als sich mit seinem kleinen Bruder abzugeben, den er sowieso nur peinlich findet. Die Voraussetzungen für ein aufregendes Jahr und unzählige Tagebucheinträge sind also optimal!
Schon die Beschreibung verheisst nichts Gutes: Einer der wenigen schwachen Figuren aus Teil 1, wird hier in den Fokus gestellt (Rodrick). Und leider nicht nur deswegen ist alles mindesten eine Stufe schwächer als der Vorläufer. Alles ist schneller, bunter und doofer als im doch überraschend guten Vorgänger. Während dieser auf junges Publikum abzielte, aber gleichzeitig das Erwachsene Publikum nicht ganz aussen vor liess, hat man im Nachfolger nur die U12-Kinder im Blickfeld gehabt. Der Humor ist äusserst simpel gestrickt und dürfte wirklich nur die ganz Kleinen zum Lachen bringen. Der Film ist ein Vorzeigebeispiel für den typischen, schlechten Nachfolger.
Viele Schulkumpels aus dem ersten Teil erhalten noch kleinere Rollen, Angie ist ganz weg (vielleicht ist sie jetzt auf der High School, keine Ahnung), einzig die Hefley-Eltern (gespielt von Rachael Harris und Steve Zahn) erhalten mehr Screentime, aber gut nutzen tuen sie diese nicht. Sie sind zwar gutmütig und liebenswert, dann aber doch wieder zu tollpatschig und meistens sehr inkompetent.
Der zweite Teil erreicht den Charme des ersten Filmes nie und der stümperhafte Humor kann wirklich nicht lange unterhalten. Zwar sind die Kinderdarsteller wiederum ganz gut, aber ich war schon enttäuscht vom Film.
Bin nun gespannt ob wo sich der dritte Teil der Serie orientiert. Ich ahne aber böses…
4/10
Winter's Tale
Der junge Peter Lake (Colin Farrell) ist ein talentierter Einbrecher im New York des frühen 20. Jahrhunderts. Da er es sich mit seinem Vorgesetzten Pearly Soames (Russell Crowe) zünftig verdorben hat, muss er allerdings schleunigst aus der Stadt verschwinden. Um das nötige Kleingeld zu besorgen, begibt er sich auf einen letzten Raubzug. Als er in die vermeintlich leere Villa des Engländers Isaac Penn (William Hurt) einbricht, stösst er auf dessen älteste Tochter Beverly (Jessica Brown Findlay). Den englischen Höflichkeiten entsprechend, lädt diese Peter kurzerhand zum Tee ein. Dabei verlieben sich die zwei auf den ersten Blick ineinander, obwohl Beverly an Schwindsucht leidet und nicht mehr lange zu leben hat.
Als Beverly schliesslich zu ihrer Familie aufs Land aufbricht, wird sie von Soames abgefangen, der glaubt, so an Peter heranzukommen. Jedoch kann Peter sie im letzten Augenblick retten und bringt sie sicher zu ihrem Vater. Während die zwei Verliebten ihre kurze gemeinsame Zeit im grossen Landhaus der Penns verbringen, braut sich in der Stadt ein Sturm ganz anderer Art zusammen: Anscheinend ist Beverlys Krankheit nicht der einzige Stein im Weg der jungen Liebe. Ein eifriger Untertan Luzifers persönlich möchte auf jeden Fall verhindern, dass Peters Liebe zu Beverly sie unsterblich macht...
Nun ja. Ein Fantasy Liebesfilm mit kitschigen Hintergründen. Die Geschichte ist zu Beginn eigentlich ziemlich gut und spannend. Von Russel Crowe hat man sicherlich Respekt. Allerdings hat der Film danach zu viele Längen. Irgendwie wirkt der zweite Teil nicht mehr so rund. Dafür sind die Auftritte von Will Smith gut (wenn auch nicht überragend), aber immerhin. Kein wirkliches Highlight, aber man kann den Film durchaus mal ansehen. Passt durch die Thematik und der Jahreszeit in dem er spielt gut zur Weihnachtszeit.
6/10