Ist das nicht die kleine
Little Miss Sunshine und
Zombieland-Göre Abigal? ... Tatsache, groß und hübsch geworden, die junge Dame.

Auch schön, dass sie nicht auf die Mager-Wahn-Welle aufgesprungen ist.
Bei mir gab es heute 'nen Komödientag.
Wir sind die Millers
Fast zehn Jahre nach seiner Völkerball-Comedy
Dodgeball - Voll auf die Nüsse meldet sich Regisseur und Autor Rawson Marshall Thurber mit einem Komödien-Knall zurück.
Wir sind die Millers ist ein aberwitziges, frech-frivoles Roadmovie, das nicht mit derben Sprüchen und Sexappeal geizt, das Herz schlussendlich aber doch am rechten Fleck hat.
In der vorhersehbaren, aber überaus effektiven Story, muss Drogendealer David (Jason Sudeikis), zusammen mit seiner Fake-Familie (Strippende Fake-Mutter: Jennifer Aniston, obdachlose Fake-Tochter: Emma Roberts, nerdiger Fake-Sohn: Will Poulter), eine Drogenlieferung über die mexikanische Grenze schmuggeln. Das bleibt weitgehend überraschungsarm, bietet aber Raum für allerlei absolut bescheuerte Situationen, aus denen sich unsere hinreißende Fake-Film-Familie herauswinden muss. Der Humor schwankt dabei zwischen derben, lachtränen-tauglichen Späßen (Die Kuss-Szene bspw.

), grandiosen Albernheiten und charmanten Feel-Good-Momenten. Dazu ein komödiantisch talentierter, wie sympathischer Cast (Nick 'The Mustache' Offerman ist einfach nur guut!), launige Musik und eine rasantes Erzähltempo.
Fertig ist eine wunderbare Vorzeigekomödie, die zum herzhaften Lachen anregt und einfach nur hervorragend unterhält. Für mich die beste Komödie des Jahres. Sicherlich auch, weil Jennifer Aniston genau da weiter macht, wo sie bei
Kill the Boss aufgehört hat, was vor allem die männlichen Zuschauer freuen dürfte.
8/10 Black Cocks Down
Das ist das Ende
Ich war noch nie ein Fan von Seth Rogan bzw. seinen Filmen und werde es wahrscheinlich auch nie werden. Auch nicht nach
Das ist das Ende. Trotzdem oder gerade deswegen wurde ich von seiner neusten Komödie aber durchaus positiv überrascht.
Was wie eine seiner typischen, von mir nicht unbedingt geliebten, Kiffer-Komödien beginnt, wandelt sich nämlich schnell zu einer herrlich bescheuerten Weltuntergangsparty, bei der der unglaubliche Cast sich gekonnt selbst inszeniert und für keinen dämlichen Witz zu schade ist. Eben eine waschechte, Rogan'sche "Pimmel-Komödie" mit reichlich Unter-Gürtellinien-Gags, Unmengen an genialen Filmverbeugungen und einer überraschend originellen Handlung - auch wenn letztere schlussendlich doch nur als lockerer Aufhänger für die gerade erwähnten Pimmel-, Drogen-, Vergewaltigungs-, etc.-Witze dient.
Das ist teilweise ziemlich plump und nicht gerade anspruchsvoll, bespaßt alles in allem aber solide bis gut. Wobei es eigentlich genau zwei Leuten zu verdanken ist, dass ich diesen Film tatsächlich bis zum (gelungenen) Ende geschaut habe: Jonah Hill und Danny McBride. Die beiden sind schlicht und ergreifend genial! Während der namhafte Schauspieler-Rest meist nur ihre gewohnten Klischee-Rollen runterspielt - was von Rogan sogar selber selbstironisch angemerkt wird - oder (leider) viel zu schnell von der apokalyptischen Bildfläche verschwindet - Schade um den wunderbaren Arschloch-Michael Cera oder auch die bezaubernde Emma Watson - sind es Hill und McBride, die diesen Film nahezu im Alleingang stemmen und immer wieder für beknackt-gute Unterhaltung sorgen.
Insgesamt war mir der Humor dann aber doch zu platt. Nah, "platt" ist vielleicht nicht das richtige Wort, stehe ich normalerweise doch unheimlich auf stumpfsinnigen Witz (siehe
Wir sind die Millers). Ich weiß nicht wie ich es erklären soll, aber Seth Rogans Komödien bestehen eben fast ausschließlich aus Penis-Sprüchen und Drogensequenzen. Das funktioniert mal, bietet mir auf 90 Minuten ausgeweitet dann aber doch zu wenig humoristischen Inhalt. Aber das ist Geschmackssache. Ich stehe - ganz subjektiv gesehen - einfach nicht auf diese Art von Witz. Gut, dass
Das ist das Ende mit seiner biblischen Apokalypse einen etwas anderen Weg einschlägt als die übliche Kiffer-Komödie und mich deshalb auch zum Weiterschauen motivieren konnte. Für mich persönlich leider kein Meisterwerk, aber ein runder, überwiegend lustiger und daher insgesamt sehenswerter Genrevertreter. Für Rogan-Fans wahrscheinlich ein wahr gewordener Traum.
7/10 Milky Ways