So finster die Nacht/Let The Right One In/Låt den rätte komma in
Mal ein etwas anderer Vampir-Film. Kein Shocker, kein Slasher, keine triefende Romanze, keine Kick-Ass-Matrix-Action, kein bisschen durchgestyled,...die Liste mit gängigen Klischees, die sich quer durch die Bank durch die meisten Vampir-Filme der letzten Jahre ziehen, wird von So finster die Nacht vollständig umgangen.
Die Vampir-Thematik an sich ist eigentlich sogar ziemlich in den Hintergrund gerückt, der Fokus liegt ganz auf den zwei jungen Darstellern, die wirklich eine hervorragende Leistung abgegeben haben.
Für den Film stand mit Sicherheit kein all zu großes Budget zur Verfügung, was aber im Grunde vollkommen egal ist. Die beiden Protagonisten liefern einen hervorragenden Job ab, die Bildsprache ist genial und fängt die trostlose, melancholische, unterkühlte, fast schon statische Stimmung perfekt ein.
Der Film basiert ja auf einem Buch, zu dem sich aber auch ein paar Unterschiede auftun: Das Buch erklärt sehr viel mehr, stellt Dinge klar und löst auf, während Alfredson eine sehr vielschichtige Story aufbaut, vieles nur diffus beleuchtet, andeutet und der Vorstellungskraft des Zusehers überlässt. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man sogar so etwas wie einen fragilen, tiefschwarzen Humor. Ich könnte mich jetzt nicht einmal entscheiden, ob ich das Buch oder das was Alfredson daraus gemacht hat nun besser finde. Alfredsons Version ist aber definitiv größeres Kopfkino.
Die Zeit, die einem ein Film zur Verfügung stellt, reicht natürlich auch nicht aus, um den kompletten Umfang des Buchs wiederzugeben, aber genau hier setzt die hervorragende Bildsprache an. Hier wird viel lieber in Form von Bildern erzählt und Stimmung vermittelt, statt auf konventionelle Art und Weise den Plot voran zutreiben, was in einer sehr dichten Atmosphäre und einem unglaublich ruhigen Tempo resultiert (den meisten wahrscheinlich wieder viel zu ruhig und "langweilig").
Insgesamt ein Film, von dessen wunderschön-kalten Bildern man sich zwar berieseln lassen kann, aber durchwegs aufmerksam sein sollte. Überall befinden sich Fragen, Anspielungen, Puzzle Stücke,...So finster die Nacht haftet definitiv etwas lyrisches an und fordert einen zum Gedankenspiel auf.
9/10
Mal ein etwas anderer Vampir-Film. Kein Shocker, kein Slasher, keine triefende Romanze, keine Kick-Ass-Matrix-Action, kein bisschen durchgestyled,...die Liste mit gängigen Klischees, die sich quer durch die Bank durch die meisten Vampir-Filme der letzten Jahre ziehen, wird von So finster die Nacht vollständig umgangen.
Die Vampir-Thematik an sich ist eigentlich sogar ziemlich in den Hintergrund gerückt, der Fokus liegt ganz auf den zwei jungen Darstellern, die wirklich eine hervorragende Leistung abgegeben haben.
Für den Film stand mit Sicherheit kein all zu großes Budget zur Verfügung, was aber im Grunde vollkommen egal ist. Die beiden Protagonisten liefern einen hervorragenden Job ab, die Bildsprache ist genial und fängt die trostlose, melancholische, unterkühlte, fast schon statische Stimmung perfekt ein.
Der Film basiert ja auf einem Buch, zu dem sich aber auch ein paar Unterschiede auftun: Das Buch erklärt sehr viel mehr, stellt Dinge klar und löst auf, während Alfredson eine sehr vielschichtige Story aufbaut, vieles nur diffus beleuchtet, andeutet und der Vorstellungskraft des Zusehers überlässt. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man sogar so etwas wie einen fragilen, tiefschwarzen Humor. Ich könnte mich jetzt nicht einmal entscheiden, ob ich das Buch oder das was Alfredson daraus gemacht hat nun besser finde. Alfredsons Version ist aber definitiv größeres Kopfkino.
Die Zeit, die einem ein Film zur Verfügung stellt, reicht natürlich auch nicht aus, um den kompletten Umfang des Buchs wiederzugeben, aber genau hier setzt die hervorragende Bildsprache an. Hier wird viel lieber in Form von Bildern erzählt und Stimmung vermittelt, statt auf konventionelle Art und Weise den Plot voran zutreiben, was in einer sehr dichten Atmosphäre und einem unglaublich ruhigen Tempo resultiert (den meisten wahrscheinlich wieder viel zu ruhig und "langweilig").
Insgesamt ein Film, von dessen wunderschön-kalten Bildern man sich zwar berieseln lassen kann, aber durchwegs aufmerksam sein sollte. Überall befinden sich Fragen, Anspielungen, Puzzle Stücke,...So finster die Nacht haftet definitiv etwas lyrisches an und fordert einen zum Gedankenspiel auf.
9/10

