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Der Ukrainekrieg

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich wäre bei dem Thema Geländegewinne sehr vorsichtig. Das Zählen von Quadratkilometern in Echtzeit via Twitter (was beide Seiten betreiben) ist aus militärischer Sicht völlig beknackt. Es hat null Aussagekraft. Entscheidend sind Geländegewinne nur, wenn sich aus diesem taktischen Erfolg eine strategische Bedeutung entwickelt (als z.B. im letzten Jahr bei Charkiw die russische Front kollabiert ist und die Ukrainer binnen Tagen die gesamte Region befreien konnten. Bis dahin ist das Thema unbedeutend, da wir Außenstehende ohnehin nicht nachvollziehen können, was sich vor Ort militärisch gerade abspielt. Im schlimmsten Fall sind taktische Geländegewinne sogar negativ, weil man auf schwieriger zu verteidigendes Gebiet vorgestoßen ist und nun besser beschossen werden kann.

Als historischer Vergleich will ich mal die Schlacht um Verdun heranziehen, die fast ein Jahr lang dauerte. In dieser Zeit konnten die Deutschen durchaus Geländegewinne erzielen. Hätte es damals Twitter geben, wäre dann jede eroberte französische Stellung ebenfalls online gefeiert worden. Nach 8 Monaten härtester Kämpfe hatten dann beide Seiten jeweils mehr als 300.000 Tote und Verwundete zu beklagen. Die deutschen Geländegewinne hatten weder die strategische Position Deutschlands verbessert noch den Krieg gewonnen.

Abgerechnet wird im Krieg leider zum Schluss - und ich halte das Kriegsende noch für absolut offen, auch wenn ich der Ukraine jeden Meter Rückeroberung von Herzen gönne.
 
Hast Du eine Quelle für diese Behauptung? Minen sind keine Panzer und eigentlich supereinfach zu produzieren. Zudem hatten die Russen gigantische Lagerbestände. Ich würde mich darauf daher nicht verlassen.
 
Hat Christian Henrichs (oder wie heißt) die letzten Tage erwähnt dass 60% aller Minen vor bzw in der ersten Verteidgungsreihe sind/waren und nur 40% auf die anderen beiden verteilt weil nicht genug vorhanden sind.
 
@DaMeep Die Russen werden solche Verteidigungslinien in der Form nicht mehr aufbauen können, die haben keine Minen mehr. Natürlich wird da auch nachproduziert aber das dauert halt.
Mit solchen Aussagen wäre ich extrem vorsichtig. Denn was gerne übersehen wird ist ja das ein Potentieller Durchbruch ja auch nur wenige Kilometer Breit sein wird und damit die eventuell Notwendig werdenden Verteidigungsanlagen auch deutlich kleiner sein würden.

Die Verminte Frontlinie im Süden ist ~160km lang, die Stelle an der die Ukraine durchbrechen könnte aber nur ca.15km. Die Russen bräuchten da also auch um Größenordnungen weniger Minen.
Dazu kommt das Russland die Produktion auch stark gesteigert hat und man solche Low-Tech Waffen wahrscheinlich auch noch in großen Mengen im Iran oder Nordkorea kaufen kann.

Generell gab es schon so viele Meldungen was den Russen alles grade ausgeht. Raketen, Artillerie Munition, Panzer, IVFs, Soldaten usw.
Und die sind immer noch in der Ukraine und schießen offensichtlich weiterhin zurück
An den ersten Tagen wurde Russland viel größer und stärker geredet als es war, das hat sich aber irgendwie umgedreht so das die jetzt gerne kleiner geredet werden als sie (vermutlich) sind.

Evtl. stimmt das mit den Minen aktuell sogar, aber sicher wissen kann das bis auf ein paar wenige Verantwortliche in Russland keiner, auch nicht die Militärexperten die das ganze im TV Analysieren.
 
Die Aussage 60% zu 40% bezieht sich auf die Ressourcen, die die Russen in die Errichtung der verschiedenen Verteidigungsanlagen gesteckt haben. 60% der Mittel gingen in die erste Linie, jeweils 20% in die zweite und dritte. Das hat nichts mit der Zahl verfügbarer Minen zu tun.
 
Also wenn ich etwas gelernt habe aus diesen Kriegshandlungen, dann, dass es keinen Sinn macht, sich einen einzelnen Faktor wie Mienenvorräte herauszupicken und daraus den weiteren Kriegsverlauf herleiten. Wir haben alle so gut wie keine Ahnung, wie man einen Krieg führt und wir sind zum ersten Mal quasi live dabei.
Dafür mussten Historiker früher jahrelang recherchieren, um das alles zu rekonstruieren. Wir sehen ja, mit Prognosen haben ja teilweise auch Profis oft ihre Schwierigkeiten und die unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander.
 
In erster Linie bekommen wir ja nur die Meldungen mit einiger Verspätung, milblogger gut und schön, aber das ist auch eher ungenau. Von der Ukraine selbst hört man aktuell sehr wenig, von den Ruzzen auch, was ich gefühlt als gutes Zeichen deute. Natürlich lässt sich die Ukraine in einer laufenden Operation nicht in die Karten schauen… siehe den Angriff auf sevastopol, der für uns aus dem nichts kam.
Ich feiere grade wie sehr die Ukraine Stück für Stück den Nachschub der Orks stört… die greifen grad an so vielen Orten an, dass niemand vorhersagen kann, wo letztendlich ein Durchbruch geplant ist. Die Russen haben zum Glück wohl offensichtlich ein Nachschub- und Truppenverschiebungsproblem … kein Wunder bei ner 1000km Front…

ich bin mittlerweile eher zumindest etwas optimistisch, was die Offensive angeht, zumal man bisher kaum etwas von den gelieferten Mardern/Leoparden/Bradley gehört oder gesehen hat… die werden offensichtlich nicht einfach verheizt, sondern werden wohl zurückgehalten… für was auch immer…
 
In letzter Zeit mehren sich die Gerüchte rund um den Anführer der Russischen TikTok Armee (Kadyrowzy).
Kadyrow, soll laut Meldungen (ua. Welt) im Koma liegen.
Weitere Quelle: https://www.fr.de/politik/krieg-kad...luthund-schwer-krank-ukraine-zr-92523285.html

Vor wenigen Tagen noch gelesen das Kadyrow verwirrt/drugged/whatever vom FSB (?) aufgegriffen wurde.
Die Gerüchteküche brodelt mal wieder.

Heute noch selber Status - man weiß nichts genaues:
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Edit:
Ein Video ist aufgetaucht:
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Zuletzt bearbeitet:
Ukraine-Krieg - Armee meldet Durchbrechen russischer Verteidigungslinie nahe Bachmut

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine russische Verteidigungslinie nahe Bachmut an der Ostfront durchbrochen. Das meldet die Zeitung „Ukrainska Pravda“ unter Berufung auf die Armee. Demnach sollen die russischen Truppen versucht haben, bereits verloren gegangene Stellungen zurückzuerobern. Dies sei aber nicht gelungen.


https://www.deutschlandfunk.de/arme...cher-verteidigungslinie-nahe-bachmut-100.html
 
Weiß nicht in welchen Thread an besten. Aber kracht jetzt in Aserbaidschan/Bergkarabach

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https://www.faz.net/aktuell/politik...insatz-gegen-armenische-kraefte-19184795.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hat man in den vergangenen Wochen ja auch schon einiges zu gesehen/gelesen, war ja leider nur eine Frage der Zeit wann es los geht. Früher hatte Russland Armenien ja immer noch einen gewissen Schutz gebracht, das ist aber halt auch vorbei.
 
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