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Der Politikthread

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Ich verstehe total was du meinst.

Ich hab jetzt ehrlich gesagt keine Idee, wie es besser gehen sollte, das sag ich ganz klar... eine Armee funktioniert ja nicht mit Leuten ála "Komm ich heut nich, komm ich morgen", aber bei so typischen Dingen wie "Stillgestanden" oder diesem ganzen rangabhängigen Rumgebrülle seh ich mir nur mit Bierdose lachend auf der Mauer sitzen (oder fallend) wie ich denke "Schön, dass dir hier in diesem gesetzlich geregelten Kleinstkosmos ein bisschen Authorität angedichtet wurde, du Hilfskasper!"

Liegt wahrscheinlich daran, dass der Staat seine Kinder nicht verprügeln darf... man weiß es nicht :ugly:
Das "rangabhängige Rumgebrülle" kann in einem anderen Kontext aber leben retten - das darf man nie vergessen.... So ganz funktioniert das nämlich nicht, wenn man in Deckung unter Feindfeuer erst bei einer Kartoffel mit Quark ausdiskutiert, wer als nächstes seinen Kopf rausstreckt und die Lage sondiert. Solange diese Soldaten durch Einsätze in Lebensgefahr gebracht werden müssen, bin ich froh, dass denen jemand zubrüllt, was sie zu machen haben und das funktioniert nur, wenn es immer gemacht wird. In solchen Situationen sitzt Du auch nicht mit einer Bierdose auf der Mauer.

Schlimm an der ganzen Situation ist, dass es das leider immer noch geben muss.
 
Ich verstehe total was du meinst.

Ich hab jetzt ehrlich gesagt keine Idee, wie es besser gehen sollte, das sag ich ganz klar... eine Armee funktioniert ja nicht mit Leuten ála "Komm ich heut nich, komm ich morgen", aber bei so typischen Dingen wie "Stillgestanden" oder diesem ganzen rangabhängigen Rumgebrülle seh ich mir nur mit Bierdose lachend auf der Mauer sitzen (oder fallend) wie ich denke "Schön, dass dir hier in diesem gesetzlich geregelten Kleinstkosmos ein bisschen Authorität angedichtet wurde, du Hilfskasper!"

Liegt wahrscheinlich daran, dass der Staat seine Kinder nicht verprügeln darf... man weiß es nicht :ugly:


Der Unterschied liegt aber darin, dass die Soldaten mit ihrer Disziplin im Ernstfall dafür alles tun würden, damit du weiterhin mit deiner Bierdose in Frieden auf deiner Mauer sitzen bleiben kannst.

Wir reden hier von Menschen mit Familie und Angehörigen, die im Dienst für ihr Land ums Leben gekommen sind. Und dann kommen wieder so Internet-Weltverbesserer auf Twitter (siehe oben) und anderen Schmutzplattformen und echauffieren sich über militärische Ehrenzeremonien. Die würde ich gerne mal für ein paar Wochen im Auslandseinsatz sehen, mit ihren Exkrementen in der Unterhose natürlich, sobald der erste Schuss bricht.

Typische Internet Helden. Ganz groß beim rumlabern vorne mit dabei (am besten mit möglichst vielen Fremdwörtern um intellektuell zu wirken und den Durchschnittsbürger maximal zu verwirren) aber selber noch nie einen Finger krumm für ihr eigenes Land gemacht. Und damit bist nicht du Johnnyboy gemeint. ;)
 
Der Unterschied liegt aber darin, dass die Soldaten mit ihrer Disziplin im Ernstfall dafür alles tun würden, damit du weiterhin mit deiner Bierdose in Frieden auf deiner Mauer sitzen bleiben kannst.

Wir reden hier von Menschen mit Familie und Angehörigen, die im Dienst für ihr Land ums Leben gekommen sind. Und dann kommen wieder so Internet-Weltverbesserer auf Twitter (siehe oben) und anderen Schmutzplattformen und echauffieren sich über militärische Ehrenzeremonien. Die würde ich gerne mal für ein paar Wochen im Auslandseinsatz sehen, mit ihren Exkrementen in der Unterhose natürlich, sobald der erste Schuss bricht.

Typische Internet Helden. Ganz groß beim rumlabern vorne mit dabei (am besten mit möglichst vielen Fremdwörtern um intellektuell zu wirken und den Durchschnittsbürger maximal zu verwirren) aber selber noch nie einen Finger krumm für ihr eigenes Land gemacht. Und damit bist nicht du Johnnyboy gemeint. ;)
Hm, also ich zahle meine Steuern, achte auf meine Mitmenschen, nehme Rücksicht, gehe wählen, Wahlhelfer. Etc.

Was genau meinst du mit "Krum machen fürs Land?" :)
 
Der Unterschied liegt aber darin, dass die Soldaten mit ihrer Disziplin im Ernstfall dafür alles tun würden, damit du weiterhin mit deiner Bierdose in Frieden auf deiner Mauer sitzen bleiben kannst.

Wir reden hier von Menschen mit Familie und Angehörigen, die im Dienst für ihr Land ums Leben gekommen sind. Und dann kommen wieder so Internet-Weltverbesserer auf Twitter (siehe oben) und anderen Schmutzplattformen und echauffieren sich über militärische Ehrenzeremonien. Die würde ich gerne mal für ein paar Wochen im Auslandseinsatz sehen, mit ihren Exkrementen in der Unterhose natürlich, sobald der erste Schuss bricht.

Typische Internet Helden. Ganz groß beim rumlabern vorne mit dabei (am besten mit möglichst vielen Fremdwörtern um intellektuell zu wirken und den Durchschnittsbürger maximal zu verwirren) aber selber noch nie einen Finger krumm für ihr eigenes Land gemacht. Und damit bist nicht du Johnnyboy gemeint. ;)

Sehe ich auch so. Gerade auch weil die Gesellschaft ihnen keinerlei Wertschätzung entgegen bringt, wird die Bundeswehr als Lachnummer zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Kein Geld, kein Material, keine Wertschätzung - und resultierend daraus auch immer weniger qualifiziertes Personal.
 
Das Problem an der Sache ist, dass es sich die Bundeswehr auch selbst zuzuschreiben hat, dass ihnen keine Wertschätzung entgegen gebracht wird. Ich weiß nicht, ob das als selbsterfüllende Prophezeihung so durchgeht - sehe da den Kausalzusammenhang anders.

Quasi jede*r Verteidigungsminister*in der letzten Zeit war inkompetent bis hinten raus, dann hat die Truppe ein massives Problem mit Rechtsauslegern und straight up Neonazis, die immer wieder unter den Tisch gekehrt werden sollen - ich will nicht wissen, wie viel Nazi-Scheiße da niemals ans Tageslicht kommt, weil es etliche Kameraden und Vorgesetzte decken oder sogar gutheißen.
Wie soll ich mich mit einer Truppe "verbunden" fühlen, die zu einem unterträglich großen Teil aus fucking Neonazis, Sympathisanten oder Menschen, die die Neonazis decken, besteht? Sorry - damit kann ich mich nicht identifizieren.


Aber abgesehen davon halte ich nix davon, das Militär anzuhimmeln wie das z.B. in den USA Usus ist.
Finde das befremdlich ohne Ende - zumindest solange den vielen Menschen, die zivile Jobs haben und deutlich mehr für die Gesellschaft machen, nicht mindestens genauso viel "Ehre" und Respekt entgegen gebracht wird.

Und fast niemand würde sich über Ehrenzeremonien beschweren, wenn diese halt nicht diese Kluft zwischen Truppe und Bevölkerung durch ihre befremdlichen Bilder wie Fackelzüge oder Stahlhelmen nur betonen würden. Es geht ja nicht um die Ehrung an sich - wer bei einem Einsatz fällt hat natürlich Ehrung verdient - sondern um das WIE - das sich seit 1860 kaum verändert hat, während die Welt drumrum eine komplett andere ist.


Ach ja, und solche herablassenden Anmerkungen wie von @geckZ gegebüber Ungedienten tun dann ihr übriges, um die Truppe nicht gerade in ein gutes Licht zu rücken.
Im Gegensatz zu solchen Formulierungen weist z.B. der Tweet da oben lediglich auf die Tatsache hin, dass die Bräuche der Truppe nach wie vor die selben sind wie vor 90 Jahren und belegt das mit dem bearbeiteten Video.

Klar, ich würde mich vor Angst einscheißen, wenn ich im Kriegseinsatz wäre, das halte ich für absolut sicher und da mach ich keinen Hehl daraus. Ich hatte nie eine Waffe in der Hand und hab daran auch keinerlei Interesse. Und schon gar nicht will ich "für mein Land" (ich hasse diese Formulierung so) sterben. Seh ich keinen Grund zu.

Aber wenn ich der Mensch wäre, der so etwas machen WILL, dann wäre ich auch nicht so drauf, dafür unbedingten Dank, Respekt und Klatschen haben zu wollen ohne die Zustände und Hintergründe der Truppe zu hinterfragen.
 
Aber abgesehen davon halte ich nix davon, das Militär anzuhimmeln wie das z.B. in den USA Usus ist.
Macht hier auch keiner und wird auch nicht erwartet. Aber von Vielen wird halt auf das Militär herabgeblickt und daß haben sie schlichtweg nicht verdient. Erst recht nicht von Jemand, der nicht dabei gewesen ist. Ich urteile auch nicht über den Zivi-Alltag.

Und was die Stahlhelme und Fackelzüge angeht, daß ist halt Tradition beim Militär und auch erstmal nicht zu beanstanden. Wem das nicht gefällt, muß es ja nicht nachmachen. Aber man sollte halt auch jetzt beim Zapfenstreich kein Lagerfeuer und einen Trommelkreis erwarten.
 
Und was die Stahlhelme und Fackelzüge angeht, daß ist halt Tradition beim Militär und auch erstmal nicht zu beanstanden.
Diesen Satz lehne ich (nicht nur hier, sondern allgemein) komplett ab.
Tradition muss natürlich auch hinterfragt und unter Umständen auch beanstandet oder sogar abgelehnt werden.

Wo kämen wir denn da hin, wenn man "Tradition" grundsätzlich einen Freifahrtschein geben würde?
 
Tradition muss natürlich auch hinterfragt und unter Umständen auch beanstandet oder sogar abgelehnt werden.

Ich habe nicht gesagt, daß man sie nicht hinterfragen darf, ich sagte, daß das erstmal nicht zu beanstanden sei. Wenn Du bessere Vorschläge oder Anregungen hast, nur zu. Und bitte auch Gründe für eine Änderung, "mag ich nicht" zählt nicht. Stahlhelme gehören nun mal in 2021 auch immer noch zum Militär und Fackelumzüge machen selbst die Kleinen an St. Martin.
 
Context matters :D

Wenn der Kindergarten nen Martinsumzug macht, bekommt da niemand in der Zivilbevölkerung unangenehme Gefühle. Bei Menschen in Stahlhelm und Uniform, die im Gleichschritt bewaffnet laufen, sieht das anders aus.

Und auf den alten Diskussionstrick "mach doch bessere Vorschläge" fall ich nicht rein. Man muss keine Vorschläge haben, wenn man Dinge kritisiert. Ich bin kein Militärexperte, sondern argumentiere aus der Warte "wieso entfremdet sich die Zivilbevölkerung vom Militär".
 
Das "rangabhängige Rumgebrülle" kann in einem anderen Kontext aber leben retten - das darf man nie vergessen.... So ganz funktioniert das nämlich nicht, wenn man in Deckung unter Feindfeuer erst bei einer Kartoffel mit Quark ausdiskutiert, wer als nächstes seinen Kopf rausstreckt und die Lage sondiert. Solange diese Soldaten durch Einsätze in Lebensgefahr gebracht werden müssen, bin ich froh, dass denen jemand zubrüllt, was sie zu machen haben und das funktioniert nur, wenn es immer gemacht wird. In solchen Situationen sitzt Du auch nicht mit einer Bierdose auf der Mauer.

Schlimm an der ganzen Situation ist, dass es das leider immer noch geben muss.

Der Unterschied liegt aber darin, dass die Soldaten mit ihrer Disziplin im Ernstfall dafür alles tun würden, damit du weiterhin mit deiner Bierdose in Frieden auf deiner Mauer sitzen bleiben kannst.

Wir reden hier von Menschen mit Familie und Angehörigen, die im Dienst für ihr Land ums Leben gekommen sind. Und dann kommen wieder so Internet-Weltverbesserer auf Twitter (siehe oben) und anderen Schmutzplattformen und echauffieren sich über militärische Ehrenzeremonien. Die würde ich gerne mal für ein paar Wochen im Auslandseinsatz sehen, mit ihren Exkrementen in der Unterhose natürlich, sobald der erste Schuss bricht.

Typische Internet Helden. Ganz groß beim rumlabern vorne mit dabei (am besten mit möglichst vielen Fremdwörtern um intellektuell zu wirken und den Durchschnittsbürger maximal zu verwirren) aber selber noch nie einen Finger krumm für ihr eigenes Land gemacht. Und damit bist nicht du Johnnyboy gemeint. ;)


Ich greif die beiden Beiträge mal gesammelt auf... ich sagte ja extra, "Ich hab auch keine bessere Idee" und ich weiß auch, dass Armee abseits utopischer Träumereien leider notwendig ist und jeder der das machen will (Das ist für mich persönlich übrigens eine undiskutierbare Bedingung! Also gar nicht erst versuchen :p) soll auch seine Chance bekommen, aber mir gibt das nix. Ich weiß auch nicht ob den Soldaten diese Uffta-Uffta-Uffta-Marschgedöns bei diesen "Ehrenzeremonien" wirklich irgendwie gefällt - aber man macht es halt, weil man es gesagt bekommt und weil es immer so gemacht wurde.

Wenn ich versuche mich da reinzuversetzen wäre mir persönlich eigentlich egal, wo ich "falle"... wenn man mich danach ehren wollte bitte in einer religiös neutralen Kapelle mit einem Akustiksong von Herrenmagazin und dazu statt Fackeln bitte n Schnaps ^^
 
@Cale Ich beurteile das Militär als Außenstehender, denn das war der Ursprung der Diskussion.
Auch als Außenstehender kann ich eine Meinung haben. Aber nein, ich habe keine Ahnung vom Militär außerhalb Laienwissen.

So what?

Sehe hier kein Problem außer ein rhetorischer Kniff von dir, der Gegenseite in der Diskussion die Legitimierung abzusprechen.

Aber wurscht. So wichtig ist mir das Thema nicht. Meine Meinung habe ich bekannt gegeben und es soll für mich damit erledigt sein.
Militär ist eine Welt, die mich absolut nicht anspricht. War schon immer so, wird wohl auch immer so sein.
 
Also die Bundeswehr ist aus sehr gutem Grund eine Parlamentsarmee, ist also gerade kein Staat im Staate mehr.
Daher leuchtet es mir überhaupt gar nicht ein, warum sich die Bundeswehr - und auch die Gepflogenheiten der Bundeswehr - nicht ziviler Kritik stellen können muss. Müsste man für bestimmte Kritik selbst gedient haben, würde das doch die demokratische Legitimation, die die Bundeswehr genießt, ad absurdum führen.
 
Bevor ich es noch siebenundzwanzigmal lesen muss: es gibt einen semantischen Unterschied zwischen "ekliger, weißer Mehrheitsgesellschaft" und "eklig weißer Mehrheitsgesellschaft".

Den gibt es wohl, aber war ihr dieser Unterschied damals bewusst? Sie selbst argumentiert nicht mit Semantik, sondern mit einem unreifen Alter. Ich finde es etwas schwierig, unreife Aussagen inhaltlich mit einem gesteigerten Sinn für Sprachwissenschaften zu rechtfertigen.
 
Du vermischst Sachen. Sie hat ihre unreifen Tweets mit ihrem damaligen Alter entschuldigt, das (oftmals eben falsch wiedergegebene) Zitat ist aber aus einem Podcast von vor zwei Jahren.

Dafür hat sie afaik auch nicht um Entschuldigung gebeten - und dazu besteht auch überhaupt kein Grund.

Ich finde es etwas schwierig, unreife Aussagen inhaltlich mit einem gesteigerten Sinn für Sprachwissenschaften zu rechtfertigen.
Ich finde es schwierig sich über etwas zu empören, was so nie gesagt wurde. Und es ist einfach ein inhaltlicher (!) Unterschied ob man von einer "ekligen" weißen Mehrheitsgesellschaft spricht oder der Mehrheitsgesellschaft attestiert "eklig weiß" zu sein.
 
Du vermischst Sachen. Sie hat ihre unreifen Tweets mit ihrem damaligen Alter entschuldigt, das (oftmals eben falsch wiedergegebene) Zitat ist aber aus einem Podcast von vor zwei Jahren.

Danke für den Hinweis. Ich verfolge das Thema nicht wirklich und bin nur von Tweets ihrerseits ausgegangen ohne zu wissen, dass es noch einen Podcast gibt, aus dem sie falsch zitiert wird.

Ich finde es schwierig sich über etwas zu empören, was so nie gesagt wurde. Und es ist einfach ein inhaltlicher (!) Unterschied ob man von einer "ekligen" weißen Mehrheitsgesellschaft spricht oder der Mehrheitsgesellschaft attestiert "eklig weiß" zu sein.

Was den inhaltlichen Unterschied angeht bin ich bei dir. Ich habe es nur wie du sagst vermischt und bin darüber dann gestolpert, wie man auf der einen Seite das unreife Alter anführt und auf der anderen mit Semantik kommt. Mea culpa.
 
Ich höre nur das Komma nicht in ihrer rede, wie hörst du das heraus? Sie sagt doch ganz deutlich "eklig weiße Mehrheitsgesellschaft".
 
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