Aber als Autofahrer weisst du doch dass man selbst in der Stadt mit 80 durchheizen kannst, das gilt auch für Autobahnen bei denen 130 erlaubt sind, natürlich fahren dort fast alle 150 bis 180. Wofür gibts Bliitzerapps denn sonst? Wer fährt bei Tempo 30 denn 30? Richtig niemand. Der Durchschnittswert ist wieder was anderes. Das merk ich als Scooterfahrer, so manch Autofahrer ist nicht schneller als ich obwohl er 50 fahren darf, während ich sie immer und immer wieder aufhole an Ampeln obwohl ich mich an alle Regeln halte, dann beschleunigen sie wieder auf 60 und werden irgendwo wieder ausgebremst, ich denke mit Tempo 30 im Schnitt sind Autos schneller als wenn auch 50 erlaubt sind. Und bei der Autobahn ist das genauso, die Schnellfahrer werden permanent ausgebremst weil das ständige Spurwechsel und überholen den Verkehr nur bremst statt beschleunigt, man weiss ja wie Staus entstehen, genau das soll ein Tempolimit ja verhindern. Aber als ob der Deutsche sich dabei maßregeln lässt, never.
Ist so - ich fahr 1x pro Woche mit dem Auto nach Frankfurt (ansonsten eher Bahn oder momentan Home Office) weil ich da einen Termin mitten in der Stadt habe. Wenn ich dann vom Norden reinkomme und die Höhenstraße runterfahre, die eigentlich zweispurig aber von Ampeln durchsetzt ist, kommst du von keinem noch so langsamen Fahrad davon. Grade im Corona Peak letztes Jahr hat man das gut gemerkt, da sind auffallend viele mit dem Fahrrad gefahren, vermutlich um die öffis zu meiden. Somit wurde die rechte Spur zur reinen Fahrradspur.
Es lief trotzdem super und gechillt - auch wenn da nur etwas über 30 drin war. Nur ab und an so ein Spacken der meint er muß im zickzack immer wieder nach rechts, überholen und dann beim nächsten Radfahrer wieder nach links, anstatt wie alle in der linken zu bleiben. Dann fängt es an zu haken, streßig zu werden und gefährlich vor allem für die Radfahrer. Bringen tut das nie was - hatte da mal einen hektischen Porschefahrer der bis zu meinen Schlußpunkt mitten in der Innenstadt sich nie von mir absetzen konnte. Den hat das voll genervt - nur gebracht hat es ihm nichts.
Auf der Autobahn wäre ein Tempolimit einfach wegen der hohen Differenzgeschwindigkeit angebracht. Das was Lesch auch gleich am Anfang erzählt. Das würde auch im Sinne der automatischen Fahrassistenten was bringen, denn auch für den "Autopilot" wird es ja einfacher wenn er nicht damit rechnen muß das einer von hinten mit der doppelten Geschwindigkeit angerauscht kommt.
Und ja - ich trau mir schon zu hier gut mitreden zu können. In meiner "Jugend" hatte ich 10 Jahre lang schön einen Firmenwagen unterm Hintern. BMW 330d war mal das "kräftigste". Ansonsten Passat V6, Mercedes C220 (zum Schluß). Klar bin ich mit dem Ding langgedonnert aber man muß schon sehr genau wissen was man da tut und wann man es tut. Wenn ich in der Strecke Luxemburg - >Trier -> Kaiserlautern gefahren bin, konnte man auf der Strecke zwischen Trier und Kaiserslautern meist gut durchballern. Die Strecke ist hügelig und kurvig. Wenn du dann gemerkt hast das der BMW bei 230 sich kaum noch auf der Strecke hielt aber von hinten ein Audi und Mercedes mit Lichthupe angejagt kommen und sich ein Wettrennen liefern, weißt du ganz genau das die schlicht auf Glück spielen. Mit können hat das gar nichts mehr zu tun, das ist einfach nur noch ausblenden der Physik.
Auch das wissen das du an jeder und wirklich absolut jeder Auffahrt damit rechnen mußt das dir einer auch bei völlig freier Strecke von rechts auf die linke vor die Schnautze zieht gehört dazu. Die meisten tun das nur nicht. Auch mir ist ab und an die "Oma" voll vor die Kiste gezogen, obwohl es gar keinen Grund gab. Das war dann auch irgendwann der Punkt an dem ich einfach kein Bock mehr drauf hatte. Da kann man noch so ein toller Autofahrer sein, das nützt einem gar nichts.
Seitdem die Kids da sind, ist das alles over. Schön chillig mit 120-130 ist perfekt. Automatischer Abstandshalter rein, in der Baustelle an den LKW anhängen, ziehen lassen, bischen lenken.