Mingo
wohnt mietfrei in deinem Kopf
Kannst du das irgendwie ausführen wie du darauf kommst?Gestern war noch X der böse Teufel und jetzt sind SPD und Grüne wieder happy mit Elon.
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Kannst du das irgendwie ausführen wie du darauf kommst?Gestern war noch X der böse Teufel und jetzt sind SPD und Grüne wieder happy mit Elon.
Halte diese Aussage für schwierig und lässt sich auch problemlos auf andere lebensgewohnheiten anwenden. Z.B. kann man ja auch die Bedingungen in irgendwelchen reudigen elendsstaaten scheiße finden aber solange man die (am besten so günstig wie möglich) wegkonsumieren kann ist alles in ordnung.Man kann Ellon Musk für ein Arschloch halten und X trotzdem nutzen.
Kannst du das irgendwie ausführen wie du darauf kommst?
Wollte eigentlich eine schöne Antwort liefern, dachte aber dann, du trollst einfach nur und kannst es dir selbst denken, warum SPD und Grüne wieder auf X zu finden ist.weil die jetzt wieder auf X zurück sind?
Wenn alle Leute mit Anstand und Intelligenz einfach Twitter und Tesla meiden würden wäre ziemlich schnell Schicht für Elon. Das braune Idioten Klientel kann sich die Autos größtenteils eh nicht leisten und die Plattform würde komplett irrelevant werden für Werbekunden.
Was willst Du da noch überlassen? X gehört doch einem Reaktionär. Und Musk hat auch schon den Ranking-Algorithmus anpassen lassen, die Plattform ist daher schon jetzt alles andere als neutral. Es wird auch schon gemunkelt, dass X mit Truth Social verschmelzen soll.X ist neben Facebook wohl die wichtigste Plattform. Die würde ich vor einer Wahl auch nicht den Konservativen und Extremparteien überlassen.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/x-elon-musk-the-guardian-lux.C51xQwQfteW2YoCJxpd1NuDer X-odus
Mit dem „Guardian“ verlässt ein Weltmedium Elon Musks Social-Media-Plattform X. Die ist inzwischen das Werkzeug ihres Besitzers und seiner Mission.
Der „Guardian“ bezeichnet X als „toxische Medienplattform“
Die Zeitung begründete den Schritt damit, dass die negativen Seiten des sozialen Mediums inzwischen überwiegen würden: Die US-Wahl habe nur noch bestätigt, dass „X eine toxische Medienplattform ist und dass ihr Besitzer, Elon Musk, sie benutzt, um den politischen Diskurs zu beeinflussen“. Insbesondere die Verbreitung von „ultrarechten Verschwörungserzählungen und Rassismus“ sieht der Guardian als Problem. Der Account ist seit Mittwochabend archiviert.
Der Ausstieg des Guardian ist aber nicht nur ein Imageverlust für X. Er wird die Debatte, ob man auf X bleiben soll oder nicht, auf eine neue Ebene bringen. Denn eines ist klar: Die Plattform X ist nicht mehr Twitter. Das war sie seit Musks Übernahme nicht mehr. Mit seinem Quereinstieg bei Trump, der Falschinformation zur Standardpraxis gemacht hat, wandelt sich X vom Sprachrohr seines Besitzers in einen Kanal der amerikanischen Regierung.
Auf zeit.online ist gerade ein Artikel erschienen, in dem ziemlich detailliert und genau rekonstruiert wird, wie die FDP-Spitze um Lindner den Bruch der Koalition wochenlang geplant hat. Teils sehr delikate Beschreibungen, in denen Lindner ganz bewusst das macht, was er dem Kanzler vorwirft, als der den Braten riecht und ihm mit dem Rauswurf zuvorkommt. Die ganze Nummer ist an Heuchelei kaum zu überbieten.
Der Artikel ist leider hinter der Paywall. Hier ein paar Auszüge:
An diesem Tag berät die engste Führung der FDP über zwei Dinge. Die Zukunft der Koalition und die Zukunft ihrer Partei, beides hängt miteinander zusammen. Was in den folgenden Stunden besprochen wird, ist der Anfang vom Ende der Ampelregierung. Es entstehen die ersten Konturen eines Plans, der in den kommenden Wochen immer weiter präzisiert wird: das Drehbuch für den Regierungssturz, das Projekt "D-Day".
Und ein drittes Szenario, das in der Partei später unter dem Namen "D-Day" firmiert: den Bruch der Regierung selbst zu provozieren, SPD und Grüne so weit zu reizen, bis der Kanzler die FDP-Minister rausschmeißt.
Aber allen hier im Raum sei klar, dass Christian Lindner die Partei in den Wahlkampf führen müsse. Und es darauf ankomme, welches Szenario er bevorzuge. Der beste Schauspieler kann seine Rolle nur authentisch spielen, wenn er sich in ihr wohlfühlt, soll Buschmann gesagt haben. Schauspieler, nicht Politiker – diese Formulierung brennt sich bei Teilnehmern der Runde ein.
Was nun folgt, ist ein Ausbruch des Parteichefs, der bei einigen in der Runde lange nachhallt: Die FDP müsse da raus, die Ampel müsse enden. Er könne diese Fressen einfach nicht mehr sehen, soll Lindner gerufen haben. Andere Teilnehmer können sich daran nicht erinnern.
Doch nach dem Abendessen verdichten sich auch im Kanzleramt die Indizien, dass die FDP den Ausstieg nicht nur plant, sondern bereits fest entschlossen ist. Am Montagmorgen, während in der FDP-Zentrale die Führungsrunde der Liberalen zusammensitzt, gibt Olaf Scholz bei seinen Mitarbeitern eine Rede in drei Varianten in Auftrag. Eine für den Fall, dass man sich doch noch einigt. Eine für den Fall, dass die FDP hinschmeißt. Und eine für den Fall, dass er die FDP hinauswirft.
Das sind nur einige Auszüge. Wer das ganze liest, kriegt das Kotzen darüber, wie hier mit unserer Werten und unserer Demokratie gezockt wird, um sich dann nach außen hin auch noch als besonders verantwortungsvoll zu inszenieren. Ich hoffe, das ist der Finish-Move für Christian Lindners politische Karriere.

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