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Der Politikthread

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... dann müssen diejenigen entsprechend entlohnt werden ...

Das ist halt sehr leicht gesagt. Ich habe mal ein Callcenter im medizinischen Bereich geleitet, das durch die Krankenkassen bezahlt wird. Da zählt jeder Euro Kosten.
Wenn Du da die Viertagewoche bei vollem Lohn einführst, fehlen über Nacht 20 Prozent Personal, weil halt im Callcenter wirklich jemand am Telefon sitzen muss. Heißt, du hast 20% mehr Kosten und musst 20% mehr medizinisch ausgebildete Leute einstellen, von denen es eh zu wenig gibt.

Die Viertagewoche hat meine Sympathie und in meinem Unternehmen haben meine Mitarbeiter alle immerhin 35-Stunden-Verträge. Aber das Modell hat auch Grenzen.
 
anstatt mehr Leute einzustellen kann man sie eben auch besser bezahlen. Klar hört sich das erstmal nicht machbar an aber genug Geld ist vorhanden, Konzerne fahren Milliardengewinne ein und die MA haben davon oft wenig bis nichts.

Viele Arbeitsplätze, sehr viele, werden in Zukunft durch KI wegfallen. Dann sollte man bei gerechter Umverteilung (höhö wann hats die mal gegeben) eben auch die anderen Arbeitsplätze die nicht ersetzbar entsprechend entlohnen. Und dieser Fall wird schneller eintreten als wir denken, gerade auch was z.b. Callcenter angeht.
 
... dann müssen diejenigen entsprechend entlohnt werden ...

Das ist halt sehr leicht gesagt. Ich habe mal ein Callcenter im medizinischen Bereich geleitet, das durch die Krankenkassen bezahlt wird. Da zählt jeder Euro Kosten.
Wenn Du da die Viertagewoche bei vollem Lohn einführst, fehlen über Nacht 20 Prozent Personal, weil halt im Callcenter wirklich jemand am Telefon sitzen muss. Heißt, du hast 20% mehr Kosten und musst 20% mehr medizinisch ausgebildete Leute einstellen, von denen es eh zu wenig gibt.

Die Viertagewoche hat meine Sympathie und in meinem Unternehmen haben meine Mitarbeiter alle immerhin 35-Stunden-Verträge. Aber das Modell hat auch Grenzen.


Spannend ist in dem Zusammenhang der Untersuchungen zu den Tests mit Vier-Tage Woche z.B., dass dabei tendenziell die Ausfallzeiten (arbeitsunfähig) deutlich gesunken sind. Die 20% fehlen also theoretisch, praktisch aber weniger. Die Motivation der Arbeitnehmer ist gestiegen, die Unzufriedenheit gesunken, (viel) weniger Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen, um woanders zu arbeiten. Das sind alles Faktoren, die ein vernünftiger Arbeitgeber einrechnen sollte. Ob sich das in einem Callcenter dann ausgeht sei mal dahingestellt.
 
Spannend ist in dem Zusammenhang der Untersuchungen zu den Tests mit Vier-Tage Woche z.B., dass dabei tendenziell die Ausfallzeiten (arbeitsunfähig) deutlich gesunken sind. Die 20% fehlen also theoretisch, praktisch aber weniger. Die Motivation der Arbeitnehmer ist gestiegen, die Unzufriedenheit gesunken, (viel) weniger Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen, um woanders zu arbeiten. Das sind alles Faktoren, die ein vernünftiger Arbeitgeber einrechnen sollte. Ob sich das in einem Callcenter dann ausgeht sei mal dahingestellt.

Ja, ich kenne diese Untersuchungen, sehe das aber auch mit einer Portion Skepsis, da solche Untersuchungen in einem 40-Wochenstunden-Umfeld durchgeführt werden, wo den Betroffenen einer 4-Tage-Woche im Vergleich mit ihren Bekannten/Verwandten etc. sofort klar wird, wie viel besser es ihnen geht, und wo man bei einem Unternehmenswechsel auch wahrscheinlich wieder 40 Stunden kloppen müsste. Die Frage ist halt (und das wird man vermutlich nicht über Studien sicher herausfinden können), ob diese Effekte in der Form erhalten bleiben, wenn man sich daran gewöhnt hat und die 4-Tage-Woche der Standard ist. So wie wir uns heute ja auch an 40 Stunden gewöhnt haben und es teils als Belastung empfinden, ohne uns daran zu erinnern, dass unsere Großeltern noch 60 Stunden und deren Großeltern noch 80 Stunden gearbeitet haben bei weit schlechteren Arbeitsbedingungen.

Auf der anderen Seite ist die 4-Tage-Woche natürlich eine Riesenchance für die Arbeitnehmer, im Rennen zwischen Unternehmergewinne und Lohnentwicklung mal wieder etwas Boden gut zu machen. Ich frage mich halt nur, ob wir mit unserer alternden Gesellschaft und tendenziell weniger Arbeitskraft uns erlauben können, die Wochenstunden zu kürzen.
 
Erzähl mal bitte wie das bei euch funktioniert.
Wollte das auch für meine Mitarbeiter und hatte da verschiedene Konzepte für, aber die alten Sesselverwachsenen im Büro fanden das natürlich nicht geil.

Bei uns war 24/7 Betrieb über 3 Schichten.

Bei mir ist ja ein größerer, tarifgebundener Betrieb. 24/7 mit 5 Gruppen und Wahlarbeitszeit von 32-36h pro Woche. 8h pro Schicht. 2 Früh, 2 Spät, 2 Nacht, 4 Tage frei.
 
Ja, ich kenne diese Untersuchungen, sehe das aber auch mit einer Portion Skepsis, da solche Untersuchungen in einem 40-Wochenstunden-Umfeld durchgeführt werden, wo den Betroffenen einer 4-Tage-Woche im Vergleich mit ihren Bekannten/Verwandten etc. sofort klar wird, wie viel besser es ihnen geht, und wo man bei einem Unternehmenswechsel auch wahrscheinlich wieder 40 Stunden kloppen müsste. Die Frage ist halt (und das wird man vermutlich nicht über Studien sicher herausfinden können), ob diese Effekte in der Form erhalten bleiben, wenn man sich daran gewöhnt hat und die 4-Tage-Woche der Standard ist. So wie wir uns heute ja auch an 40 Stunden gewöhnt haben und es teils als Belastung empfinden, ohne uns daran zu erinnern, dass unsere Großeltern noch 60 Stunden und deren Großeltern noch 80 Stunden gearbeitet haben bei weit schlechteren Arbeitsbedingungen.

Auf der anderen Seite ist die 4-Tage-Woche natürlich eine Riesenchance für die Arbeitnehmer, im Rennen zwischen Unternehmergewinne und Lohnentwicklung mal wieder etwas Boden gut zu machen. Ich frage mich halt nur, ob wir mit unserer alternden Gesellschaft und tendenziell weniger Arbeitskraft uns erlauben können, die Wochenstunden zu kürzen.

Ich finde die Frage absolut legitim und man muss sich diese Frage stellen.

Ich finde aber man muss sich auch die andere Frage stellen: Können wir (und das ist jetzt nicht auf Deutschland beschränkt) es uns angesichts der Überarbeitung, der psychischen Probleme und den daraus resultierenden Ausfällen eigentlich erlauben, die Wochenstunden nicht zu kürzen?
 
Aber ganz ehrlich, es gibt sicher überarbeitete Branchen, aber die, bei denen jetzt immer die Rede von 35 Stunden (oder schon umgesetzt) ist, sicher nicht. Keiner bei VW am Band, von den Büro-Arbeitern oder im Bus hat sich bei 40 Stunden die Woche tot gearbeitet. Das betrifft wohl hauptsächlich die Care Branchen wie Pflege, medizinischer Bereich etc. Und ich denke die meisten psychischen Probleme sind da, wo sich Unternehmen bei der (effektiven) Arbeitszeit eh nicht an geltende Gesetze halten.
 
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Es zeigt sich auch immer mehr, dass das alles nur noch zum Selbstzweck verkommt, weil es für den Staat nichts Besseres gibt als möglichst viele Menschen, deren Leben komplett vom Staat abhängt, denn das sind sichere Wähler...
 
möchte nicht wissen wieviel bürokratenstellen durch die Cannabislegalisierung geschaffen werden müssen um dieses Wirrwarr von Regulierung zu überwachen.
Frage mich sowieso wer das durchsetzen soll? Die Polizei? Als hätte die nicht schon genug zu tun.
 
das ist sehr einseitig gedacht, wieviel Strafverfolgung in Exekutive und Judikative werden dadurch wegfallen? sicher bedeutend mehr.
Dazu werden dem Staat auch noch Einnahmen generiert und die Kriminalität gesenkt.
 
Der Ausbau des Sozialstaates und des Staatsapparates und damit der Staatsquote. Immer mehr Geld und immer mehr staatliche Stellen, um die eigenen "Kunden" zu versorgen. In der Hoffnung dass sich das dann in Zukunft wieder in Wählerstimmen umschlägt. Daher auch das fast schon vorsätzliche Ziel des Staates möglichst viele Menschen in die Altersarmut zu treiben. Das zieht sich aber durch alle Parteien, nicht nur die Ampel jetzt.
 
möchte nicht wissen wieviel bürokratenstellen durch die Cannabislegalisierung geschaffen werden müssen um dieses Wirrwarr von Regulierung zu überwachen.
Frage mich sowieso wer das durchsetzen soll? Die Polizei? Als hätte die nicht schon genug zu tun.

Verstehe ich nicht. Wie soll die Polizei die Legalisierung durchsetzen? Mir n Joint in den Mund drücken?
 
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