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Der Politikthread

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Ich bin froh über jeden Aussteiger und auch entsprechende Hilfsprogramme wie Exit, aber... bei aller Liebe... in der "aktiven" Zeit könnte ich das nicht liefern. Im Nachhinein kann man über alles sprechen und ich habe heute einen Kumpel, der in seiner Jugend über den Einstieg Black Metal fast bis zu Blood & Honour abgerutscht ist, dann irgendwann das Hirn reaktivierte und zur Besinnung kam.

Nie im Leben hätte ich da damals aber n Auge zudrücken können.
Kann ich gut verstehen. Ich hatte in meiner Schulzeit auch einen Freund der über den Fußball dann in die Hooligan und Neo Nazi Ecke abgedriftet war. Ich konnte die Aussagen auch nicht ertragen und hatte da dann den Kontakt abgebrochen.

Ist halt, wie so oft, leichter gesagt als getan.

Edit
Und zu Meuthen, ja bei dem habe ich auch das Gefühl das der nur gekränkt ist das er den Machtkampf in der AfD verloren hat. Bei dem sehe ich auch kein wirkliches eingestehen von Fehlern.
 
Ich stelle mir mehr und mehr die Frage, wie sehr wir als Zivilgesellschaft und speziell die Medien die heutige AfD zu dem gemacht haben, was sie ist. Man erinnere sich an den Start der AfD. Das war mal eine ultra-neoliberale Partei mit vor allem wirtschaftlichen Forderungen wie der Rückkehr zur DM. Die Medien sind aber schnell auf den Zug aufgesprungen, die AfD von Anfang an als rechtsradikales Sammelbecken zu verunglimpfen.
Man erinnere sich an die Vorsitzenden, die diese Partei bereits verschlissen hat, weil sie alle von jeweils Rechteren verdrängt wurden: Erst Lucke, dann Petry, dann Meuthen. Man kann diese Figuren ja skurril finden und deren erzkonservative Haltung ablehnen, aber alle drei waren und sind keine Rechtsradikalen und weit unproblematischer als die heutige Parteiführung. Ich würde die heutige AfD jedenfalls jederzeit gegen einen Anti-Euro-Verein unter Lucke tauschen!

Ich befürchte, die Medien haben durch ihre Berichterstattung über die AfD erst deren Radikalisierung ermöglicht. Die ständig postulierte rechtsnationale Ausrichtung der Partei hat genau solche Leute angelockt, die die Partei Stück für Stück übernommen und den öffentlichen Diskurs verschoben haben. Wären wir einfach etwas lockerer mit der Lucke- oder Petry-AfD umgegangen, hätten wir heute vielleicht keine Höcke-AfD. Eine erzkonservative, ja, aber keine rechtsradikale. Auch Meuthen halte ich zugute, dass er noch versucht hat, die Rechtsradikalen in der AfD zurückzudrängen. Leider ja ohne Erfolg.
 
Ich stelle mir mehr und mehr die Frage, wie sehr wir als Zivilgesellschaft und speziell die Medien die heutige AfD zu dem gemacht haben, was sie ist. Man erinnere sich an den Start der AfD. Das war mal eine ultra-neoliberale Partei mit vor allem wirtschaftlichen Forderungen wie der Rückkehr zur DM. Die Medien sind aber schnell auf den Zug aufgesprungen, die AfD von Anfang an als rechtsradikales Sammelbecken zu verunglimpfen.
Man erinnere sich an die Vorsitzenden, die diese Partei bereits verschlissen hat, weil sie alle von jeweils Rechteren verdrängt wurden: Erst Lucke, dann Petry, dann Meuthen. Man kann diese Figuren ja skurril finden und deren erzkonservative Haltung ablehnen, aber alle drei waren und sind keine Rechtsradikalen und weit unproblematischer als die heutige Parteiführung. Ich würde die heutige AfD jedenfalls jederzeit gegen einen Anti-Euro-Verein unter Lucke tauschen!

Ich befürchte, die Medien haben durch ihre Berichterstattung über die AfD erst deren Radikalisierung ermöglicht. Die ständig postulierte rechtsnationale Ausrichtung der Partei hat genau solche Leute angelockt, die die Partei Stück für Stück übernommen und den öffentlichen Diskurs verschoben haben. Wären wir einfach etwas lockerer mit der Lucke- oder Petry-AfD umgegangen, hätten wir heute vielleicht keine Höcke-AfD. Eine erzkonservative, ja, aber keine rechtsradikale. Auch Meuthen halte ich zugute, dass er noch versucht hat, die Rechtsradikalen in der AfD zurückzudrängen. Leider ja ohne Erfolg.

Sehe ich anders.

Die Medien (TV) haben der AFD zuviel Bühne gegeben - hat aber halt Einschaltquoten beschert...

Die Petry hat nichts gegen Höcke und Co. unternommen sondern einfach "laufen" lassen - hat ja Wähler beschert...
 
Jop.
Da dachten einfach viel zu viele Leute das man die Rechtsextremen kontrollieren und im richtigen Moment dann Aussortieren kann.
Ich denke die werden vor allem den Höcke massiv Unterschätzt haben. Irgendwo sogar verständlich, ich habe den lange auch nicht ernst genommen. Der Typ hat ja absolut Null Charisma und Ausstrahlung, ein guter Redner ist der auch nicht, aber was er wohl kann ist sich gut Intern zu vernetzten, und das haben die meisten wohl viel zu spät realisiert.
 
Deswegen ist ja auch die Auflösung des Flügels inzwischen eigentlich eher irrelevant. Als es den gab, gab es noch viele gemäßigte Konservative in der Partei, gegen die sich der Flügel formiert hat. Heute völlig egal, ich glaub die "gemäßigste" Person überhaupt ist Alice Weidel, und die wird auch noch gegangen, nur eine Frage des Zeitpunkts.
 
Sehe ich anders.

Die Medien (TV) haben der AFD zuviel Bühne gegeben - hat aber halt Einschaltquoten beschert...

Die Petry hat nichts gegen Höcke und Co. unternommen sondern einfach "laufen" lassen - hat ja Wähler beschert...

Aber damit widersprichst Du mir ja nicht. Die Medien haben der AfD aus so einer bizarren Faszination heraus viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Und ich will die Ex-Vorsitzenden nicht von jeder Schuld freisprechen - die haben natürlich immer wieder mit Rechtsaußen-Positionen gespielt, als sie gemerkt haben, dass das funktioniert. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Rechtsradiaklität so lange von den Medien herbeigeredet worden ist, bis sie aus dieser Dynamik heraus Realität wurde.
 
Aber damit widersprichst Du mir ja nicht. Die Medien haben der AfD aus so einer bizarren Faszination heraus viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Und ich will die Ex-Vorsitzenden nicht von jeder Schuld freisprechen - die haben natürlich immer wieder mit Rechtsaußen-Positionen gespielt, als sie gemerkt haben, dass das funktioniert. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Rechtsradiaklität so lange von den Medien herbeigeredet worden ist, bis sie aus dieser Dynamik heraus Realität wurde.

Nö,die waren schon vorher da - hielten sich aber halt erst noch zurück.
 
Ich will Petry jetzt absolut nicht verteidigen, aber sie hat immerhin noch das Parteiausschlussverfahren gegen Höcke begonnen. Als sie dann ging, wurde das natürlich beendet und fertig. Egal, wie man sie damals schon verabscheut hat, die heutige AfD legt nochmal ein paar Schippen drauf.

Stichwort: Overton Window.

Nö,die waren schon vorher da - hielten sich aber halt erst noch zurück.

So ist es, sieht man auch in der Reportage. Auf einem Parteitag kommen Höcke & Co zwar alle mit Kampfansagen angereist, aber als es heißt, ob sie sich zur Wahl stellen (ich glaub für den Parteivorsitz) heißt es nur "Noch nicht." Alles was wir heute erleben ist eiskalt kalkuliert vom Flügel-Personenkreis.
 
Leute wie Höcke waren schon von Anfang an da, aber sie waren lange eine Randerscheinung. Bis zu Meuthens Abgang war es ja noch offen, ob die Rechtsradiakeln oder die Erzkonservativen die Herrschaft über die Partei erringen würden.
 
Es geht da um die EU-Wahlen (erst mal hauptsächlich) da braucht es keine 5% und schon können sie ohne EU-Land zu sein, Einfluss auf EU-Politik nehmen - in welchen Umfang sei mal dahingestellt.
 
hier hatte mal jmd ne geile zeichnung bzgl dem teufelskreis und toleranz ggü afd usw.

aussage war in die richtung: man muss nicht ggü allem toleranz bringen, denn damit fördert man intoleranz

Meinst du das:
toleranz.png
 
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Die Anzahl der WTFs die innerlich gefallen sind, unfassbar.
 
Offener Brief an Scholz - Wirtschaftsverbände fordern Aufbruchssignal für Deutschland

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben in einem offenen Brief an Bundeskanzler Scholz Reformen für einen wirtschaftlichen Aufbruch in Deutschland gefordert. Der Frust und die Verunsicherung bei vielen Betrieben nähmen zu, heißt es in dem Schreiben, über das mehrere Medien berichten. Der Standort Deutschland habe an Attraktivität verloren.


https://www.deutschlandfunk.de/wirtschaftsverbaende-fordern-aufbruchssignal-fuer-deutschland-100.html


Wo
steckt der eigentlich?
 
IWF-Chefökonom Gourinchas: „Deutschland zahlt den Preis für seine sehr harte Schuldenbremse“
Deutschland ist Schlusslicht in der Prognose des Internationalen Währungsfonds zum Wirtschaftswachstum. IWF-Chefvolkswirt Gourinchas spricht über die Gründe – und gibt Berlin einen nachdrücklichen Ratschlag.

https://www.handelsblatt.com/politi...eine-sehr-harte-schuldenbremse/100011189.html

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ruft Deutschland zu einer Lockerung der Schuldenbremse auf, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. „Deutschland zahlt den Preis für seine sehr harte Schuldenbremse“, sagte IWF-Chefökonom Pierre-Olivier Gourinchas im Interview mit dem Handelsblatt und drei weiteren europäischen Zeitungen.

Die Bundesrepublik befinde sich in einer anderen Lage als einige ihrer europäischen Partner. „Der deutsche Schuldenstand ist völlig unter Kontrolle“, so Gourinchas.

Danke FDP.....
 
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