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Der Politikthread

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:ugly:

Da war die Twitterverkürzung mal wenig hilfreich. Ich weiß schon, warum ich mich da nicht informiere.

Im Bundesarbeitsministerium allerdings mag man die Aufregung nicht teilen. „Die für den Bundeshaushalt 2023 im Entwurf vorgesehenen Mittel für Eingliederungsleistungen bewegen sich auf dem Niveau dessen, was im Jahr 2019 für Eingliederung ausgegeben worden ist“, heißt es aus dem Haus von Minister Hubertus Heil (SPD). Bislang seien nie alle zur Verfügung stehen Mittel abgeflossen, weshalb man nun angesichts der angespannten Haushaltslage den Mittelansatz gekürzt habe. Unterm Strich werde das Geld reichen.

Auch die These vom mittelfristigen Aus des Sozialen Arbeitsmarktes stimme so nicht, heißt es weiter. Zwar sei tatsächlich ein Abschmelzen der Mittel im Haushaltsentwurf vorgesehen, das liege aber daran, dass die Förderung künftig aus dem Bürgergeld finanziert werden soll, das die Ampelparteien in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart haben. „Mit dem Bürgergeld werden wir den sozialen Arbeitsmarkt entfristen und zu einem dauerhaften Instrument der Arbeitsmarktpolitik machen“, kündigte eine Sprecherin von Hubertus Heil an.
https://www.lvz.de/politik/kuerzung...ter-christian-UFW2X7NYNRB5DOFGXKIME3AF34.html

Also wieder heißer gekocht, als gegessen.
 
Deswegen ist Twitter bei mir auf dem Handy auch im Ordner „Unterhaltung“ und nicht im Ordner „Nachrichten“.
 
Hallo in die Runde

Da hier ja viele intelligente Menschen unterwegs sind eine Frage.
Es wird aktuell ja darüber diskutiert (zumindest privat unter Menschen) dass die Antwort auf die russische Gassituation Atomkraft wäre, und es hierzu auch keine Alternativen gäbe da

A) die AKWs bereits da sind und nur genutzt werden müssen
B) keine schnell also sofort verfügbare Alternative vorhanden ist

Ich verstehe hierbei mehrere Details nicht.

1) Das Gas wird doch hauptsächlich in der Industrie und zum Heizen benötigt, weniger zur Verstromung, wie können AKWs den Industrie und Wärmebedarf beeinflussen?
2) AFAIK ist der Atomausstieg in Deutschland auch zu großen Teilen daraus entstanden dass die AKWs sicherheits und servicenachrüstungen benötigt hätten, diese wären ja nicht mal eben weg?
3) Ich glaube mich an eine Diskussion auf DLF letzte Woche zu erinnern wo darüber gesprochen wurde die Deutsche Regierung arbeitet gerade an Mittel bis langfristigen Wegen mit Wasserstoff unabhängiger von Gas zu werden. Doch was wäre eine machbare kurzfristige Alternative?
LNG habe ich im Kopf, aber da scheinen ja die Terminalkapazitäten nicht auszureichen.
 
In der Theorie sollen die AKWs und Kohlekraftwerke die Gaskraftwerke entlasten oder ersetzen.
Damit würden wir dann Gas sparen, was bei uns zur Stromerzeugung verwendet wird.

Ich persönlich wäre nur für eine weitere AKW Nutzung, wenn man die vorhandenen Brennstäbe länger verwenden würde. Neue anschaffen, fand ich nett so geil.
 
Das Personal ist schon lange gekündigt, alles ist schon lange auf den Ausstieg programmiert, die Brennstäbe könnten bedingt kurz weiterlaufen, wenige Monate, neue könnte man besorgen aber _Uran kam bislang aus Russland, naja aber möglich wäre es. Wäre halt ne Meeeeenge Arbeit, dann heizt man lieber das Klima ein bisschen an mit den feinen Kohlekraftwerken. Kumpel meinte es geht dabei um die Spitzen des Strombedarfes, nicht um die Grundlast, die stimmt wohl in Deutschland, Spitzen muss man aber kurzfristig ausgleichen, das geht dann mit Kohle oder Gaskraftwerken. Aber wenige Monate die Atommeiler laufen zu lassen wäre wohl auch nicht so verkehrt wenn man Kohlekraftwerke dafür sein lassen könnte, wir sind doch meilenweit von Klimavorgaben entfernt.
 
Hallo in die Runde

Da hier ja viele intelligente Menschen unterwegs sind eine Frage.
Es wird aktuell ja darüber diskutiert (zumindest privat unter Menschen) dass die Antwort auf die russische Gassituation Atomkraft wäre, und es hierzu auch keine Alternativen gäbe da

A) die AKWs bereits da sind und nur genutzt werden müssen
B) keine schnell also sofort verfügbare Alternative vorhanden ist

Ich verstehe hierbei mehrere Details nicht.

1) Das Gas wird doch hauptsächlich in der Industrie und zum Heizen benötigt, weniger zur Verstromung, wie können AKWs den Industrie und Wärmebedarf beeinflussen?
2) AFAIK ist der Atomausstieg in Deutschland auch zu großen Teilen daraus entstanden dass die AKWs sicherheits und servicenachrüstungen benötigt hätten, diese wären ja nicht mal eben weg?
3) Ich glaube mich an eine Diskussion auf DLF letzte Woche zu erinnern wo darüber gesprochen wurde die Deutsche Regierung arbeitet gerade an Mittel bis langfristigen Wegen mit Wasserstoff unabhängiger von Gas zu werden. Doch was wäre eine machbare kurzfristige Alternative?
LNG habe ich im Kopf, aber da scheinen ja die Terminalkapazitäten nicht auszureichen.

Eigentlich treffen deine Punkte alle zu. Deswegen sind wir Kurz- bis mittelfristig auch gefickt, falls gar nichts mehr fließt.
 
Hallo in die Runde

Da hier ja viele intelligente Menschen unterwegs sind eine Frage.
Es wird aktuell ja darüber diskutiert (zumindest privat unter Menschen) dass die Antwort auf die russische Gassituation Atomkraft wäre, und es hierzu auch keine Alternativen gäbe da

A) die AKWs bereits da sind und nur genutzt werden müssen
B) keine schnell also sofort verfügbare Alternative vorhanden ist

Ich verstehe hierbei mehrere Details nicht.

1) Das Gas wird doch hauptsächlich in der Industrie und zum Heizen benötigt, weniger zur Verstromung, wie können AKWs den Industrie und Wärmebedarf beeinflussen?
2) AFAIK ist der Atomausstieg in Deutschland auch zu großen Teilen daraus entstanden dass die AKWs sicherheits und servicenachrüstungen benötigt hätten, diese wären ja nicht mal eben weg?
3) Ich glaube mich an eine Diskussion auf DLF letzte Woche zu erinnern wo darüber gesprochen wurde die Deutsche Regierung arbeitet gerade an Mittel bis langfristigen Wegen mit Wasserstoff unabhängiger von Gas zu werden. Doch was wäre eine machbare kurzfristige Alternative?
LNG habe ich im Kopf, aber da scheinen ja die Terminalkapazitäten nicht auszureichen.

1) Die Industrie hat einen enormen Strombedarf. Oft wird dieser selbst mit firmeninternen Gaskesseln erzeugt, häufig aber auch einfach nur von aussenstehenden Energieerzeugern eingekauft. Hier greifen dann die AKWs.

2) Nicht weg, aber sicher mehr oder weniger kurzfristig umsetzbar. Einer der letzen in Deutschland ansässigen Konzernarme, der so etwas realisieren könnte und grundsätzlich viel zur Energiewende beitragen könnte wird allerdings grade platt gemacht. (Google mal Mitsubishi Power Europe)

3) Die einzige unbequeme Wahrheit ist in meinem Augen, dass man noch für einige Jahre die Stromerzeugung aus Kohleverbrennung forcieren muss und einige Altanlagen hinsichtlich Emission und Wirkungsgrad rehabilitieren sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
„Rehabilitieren“ ist nett ausgedrückt. Wenn einige der Reservekraftwerke jetzt wieder ans Netz gehen sollen, brauchen die schlichtweg Ausnahmegenehmigungen.

Das Problem werden aber eher die Tagebaue werden, die sind jetzt bis 2038 (Kohleausstieg) geplant. Wenn wir jetzt außerplanmäßig mehr Kohle verfeuern, um den Gasausfall zu kompensieren, fehlt uns die Menge ggf. später. Wird lustig, wenn dann doch ein paar sicher geglaubte Dörfer doch noch weggebaggert werden sollen.
 
Hallo in die Runde

Da hier ja viele intelligente Menschen unterwegs sind eine Frage.
Es wird aktuell ja darüber diskutiert (zumindest privat unter Menschen) dass die Antwort auf die russische Gassituation Atomkraft wäre, und es hierzu auch keine Alternativen gäbe da

A) die AKWs bereits da sind und nur genutzt werden müssen
B) keine schnell also sofort verfügbare Alternative vorhanden ist

Ich verstehe hierbei mehrere Details nicht.

1) Das Gas wird doch hauptsächlich in der Industrie und zum Heizen benötigt, weniger zur Verstromung, wie können AKWs den Industrie und Wärmebedarf beeinflussen?
2) AFAIK ist der Atomausstieg in Deutschland auch zu großen Teilen daraus entstanden dass die AKWs sicherheits und servicenachrüstungen benötigt hätten, diese wären ja nicht mal eben weg?
3) Ich glaube mich an eine Diskussion auf DLF letzte Woche zu erinnern wo darüber gesprochen wurde die Deutsche Regierung arbeitet gerade an Mittel bis langfristigen Wegen mit Wasserstoff unabhängiger von Gas zu werden. Doch was wäre eine machbare kurzfristige Alternative?
LNG habe ich im Kopf, aber da scheinen ja die Terminalkapazitäten nicht auszureichen.
Der Strom ist übrigens so Scheiss teuer, weil die Franzosen den kaufen wie bekloppt und den Preis hochtreiben. Das müssen sie tun weil ihre tollen Atomkraftwerke derzeit heruntergefahren werden weil die Flüsse durch die Hitzewellen zu warm sind um die Reaktoren zu kühlen.

Ja, die Atomkraft kann die Lösung sein....

Es gab vor kurzem in Arte ne Klasse Doku über die Atomkraft in Frankreich als CO2 neutrale alternative. Inklusive der Aussagen zu Aufbereitungsanlagen.

Da werden zahlen herbeigezogen das einem schlecht wird. Die Atommüll Recycling qoute liegt nicht Mal bei 3%

Der Atommüll wird derzeit nur gelagert. Endlager haben die auch keine. Eine Lösung ist weiterhin nicht in Sicht und das ganze kostet Zug Milliarden im Jahr.

Was könnte man mit diesen Milliarden Solarfarmen, Speicher und Netzausbauten bezahlen...

2020 wurden 6,1 terrawattstunden solar Strom einfach durch abregellung der Netzbetreiber hierzulande weggeworfen.

Wir haben nicht zu wenig Strom, wir können ihn nur nicht speichern und da hinbringen wo er gebraucht wird.

Leider hat man eben gepennt und Lobbyarbeit betrieben, wie jetzt wieder mit dem Atomstrom. Siehe habecks rede ein paar Beiträge oben drüber.

Die Kraftwerksbetreiber wollen das ja selber nicht mehr. Aber das ist ja kein Hindernis für die Lobbypartei FDP.
 
Riesen Dank an Euch für die Antworten/ Infos/ Beteiligung an der Diskussion!

Mein aktuelles Zwischenfazit wäre dass Atomstrom in der aktuell Situation tatsächlich eine brauchbare Option wäre um Gas dass ansonsten in der Industrie für Verstromung benötigt wird „kurzfristig“ zu ersetzen/ entlasten.

Gleichzeitig gibt es, so zumindest hätte ich euch jetzt verstanden, kurzfristig gar keine Alternative.

So als Zusammenfassung ok?
 
Ne anscheinend ist es so dass Gas unersetzlich ist wenn es darum geht die Spitzen mit Strom abzudecken. Also keine Alternative zu Gas. Jetzt sagen die Russen wiederholt man soll die Turbine ins Land lassen, dann gibts wieder das volle Gas, ich befürchte dass die Regierung lieber will, dass ein paar Millionen Menschen ihre Arbeit verlieren sollen, statt eine Ausnahme der Sanktionen zuzulassen. Es ist nicht mal unser Krieg, man macht ihn aber dazu. Es ist absolut niemandem geholfen, auch nicht der Ukraine oder sonstwem, wenn man nicht alles versucht diesen anstehenden Gasmangel in diesem Land zu beiseitigen, dabei gehts mir jetzt weniger um Privathaushalte.

Wenn die Bürger jetzt auf Strom umsteigen werden weil das Gas unermesslich teuer wird, dann steigt auch die Grundlast an Strom, deswegen ist es gar nicht falsch mehr Strom künftig zu erzeugen. Kaufen sich die Leute künftig natürlich einen Radiator um zu heizen, ist doch logisch, statt zu frieren, deswegen muss man natürlich mit einem deutlichen Stromhunger rechnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Leute kaufen ja alle Heizlüfter wie die Bekloppten. Mal sehen, wieviele Buden im Winter abfackeln.
 
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