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Der Politikthread (2 Betrachter)

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Das ist ja auch sinnbildlich gesprochen.
Wenn er es nicht selber tut, muss es ein anderer im Unternehmen, was am Ende wieder zu selben Ergebnis führt.
 
Das ist eher eine Bullshit-Aussage. Wenn der AN nun mal nicht seine 12 € erwirtschaftet, plus Lohn-Nebenkosten, plus Miete, plus Arbeitsmittel, plus Risiko-Aufschlag, etc. etc. dann ist er schlicht unnütz. Ich sehe schon, daß sich hier kaum jemand unternehmerisch betätigt oder mal die nötigen Kalkulationen durchgeführt hat. Ist wohl auch besser so …
Aber man muss natürlich alle preisse hinterfragen, kann na nicht sein dass wirklich jeder die preise anhebt aber der an soll die fresse halten.
 
Natürlich nicht, aber am Ende muß der Laden Gewinn abwerfen. Unternehmen, die zwar tolle Löhne zahlen, aber dauerhaft Minus machen, sind nicht lange im Geschäft. Und unbegrenzt an die Kunden weitergeben ist halt auch nicht drin, da muß eine anständige Balance gefunden werden.
 
Ein Mindestlohn von 12 Euro würde auch jenseits von Branchen mit traditionell vielen Niedriglohnbeschäftigten wie dem Gastgewerbe oder dem Einzelhandel eine breite Wirkung entfalten. Mehr Geld für ihre Arbeit könnten etwa auch Beschäftigte in Arztpraxen, Anwaltskanzleien und den Büroetagen deutscher Unternehmen erwarten. Frauen würden von einem höheren Mindestlohn überdurchschnittlich profitieren, insbesondere wenn sie in Teilzeit arbeiten oder einen befristeten Arbeitsvertrag haben. Beschäftigte in kleineren Betrieben ohne Tarifbindung zählen ebenfalls zu den Hauptbegünstigten. Regional würde ein höherer Mindestlohn vor allem Beschäftigte im Osten und Norden der Republik erreichen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Für die Untersuchung wurden Gehaltsangaben von annähernd 200.000 Beschäftigten aus dem Gehaltsportal Lohnspiegel.de ausgewertet. Lohnspiegel.de wird vom WSI wissenschaftlich betreut.

https://www.boeckler.de/de/pressemi...ohn-neue-studie-zeigt-die-50-berufe-35515.htm

Ich hatte ja heute gefragt, welche Berufe denn da betroffen sind. Die Antwort hab ich mir nun selbst rausgesucht. Natürlich nicht nur Spargelstecher und Taxifahrer, sondern durchaus profitable Arbeitsplätze in Jobs für die man eine mehrjährige Ausbildung benötigt.

Anhang anzeigen 151470
 
Daher weht der Wind.
48. Landschaftsgärtner

Urgs profitiert selber und freut sich auf die 12 Euro :D

Spaß. Sind ein paar Überraschungen dabei aber ein paar Berufe, bei denen man sich das fast nicht vorstellen kann.

Aber ja, bei den o.g. Gruppen ist das schon mehr als gerechtfertigt.
 
Nichtstdestotrotz fällt auf, das bis auf die wenigen Jobs, bei denen man schon während der Pandemie gemerkt hat, dass man sie braucht (Altenpflege, Fahrer, Supermarktmitarbeiter), viele Jobs dabei sind, die entweder nicht essentiell für den täglichen Bedarf sind (Floristik, Bäcker, Friseure) oder aus sterbenden Branchen stammen (Touristik, Buchhändler, Einzelhandel) oder künftig durch K.I. wegrationalisiert werden (Datenerfassung und diverse andere Bürojobs). Amazon, Booking.com & Co. werden sich freuen.
Bei anderen Jobs wiederum dreht sich das schon seit einigen Jahren. Versuch mal heutzutage gute Tischler zu finden. Ähnlich wie in anderen handwerklichen Berufen verdienen die oftmals besser als so manch anderer typischer Mittelklasse Job.
 
Das ist eher eine Bullshit-Aussage. Wenn der AN nun mal nicht seine 12 € erwirtschaftet, plus Lohn-Nebenkosten, plus Miete, plus Arbeitsmittel, plus Risiko-Aufschlag, etc. etc. dann ist er schlicht unnütz. Ich sehe schon, daß sich hier kaum jemand unternehmerisch betätigt oder mal die nötigen Kalkulationen durchgeführt hat. Ist wohl auch besser so …

Wenn ein Job keine 12€ Stundenlohn "wert" ist, d.h. also einem Vollzeitbeschäftigen wenigstens so etwas ähnliches wie eine Partizipatipn an der Gesellschaft ermöglicht, sollte dieser Job vielleicht einfach nicht existieren.
 
Wenn ein Job keine 12€ Stundenlohn "wert" ist, d.h. also einem Vollzeitbeschäftigen wenigstens so etwas ähnliches wie eine Partizipatipn an der Gesellschaft ermöglicht, sollte dieser Job vielleicht einfach nicht existieren.

Alleine dass ein Mensch eine Stunde seiner Lebenszeit hergibt sollte mindestens 12€ wert sein, auch wenn er nur bezahlt wird um in der Nase zu bohren.
 
Nichtstdestotrotz fällt auf, das bis auf die wenigen Jobs, bei denen man schon während der Pandemie gemerkt hat, dass man sie braucht (Altenpflege, Fahrer, Supermarktmitarbeiter), viele Jobs dabei sind, die entweder nicht essentiell für den täglichen Bedarf sind (Floristik, Bäcker, Friseure) oder aus sterbenden Branchen stammen (Touristik, Buchhändler, Einzelhandel) oder künftig durch K.I. wegrationalisiert werden (Datenerfassung und diverse andere Bürojobs). Amazon, Booking.com & Co. werden sich freuen.
Bei anderen Jobs wiederum dreht sich das schon seit einigen Jahren. Versuch mal heutzutage gute Tischler zu finden. Ähnlich wie in anderen handwerklichen Berufen verdienen die oftmals besser als so manch anderer typischer Mittelklasse Job.

nicht essentiell für den täglichen Bedarf…. Friseure und Bäcker? Schaff die mal von heute auf Morgen ab und guck mal was dann los ist.

ich brauch auch beide nicht zwingend aber das ist halt die eigene Bubble. Gesellschaftlich werden die benötigt, sonst gäb es nicht so viele….
 
Das ganze ist doch letztendlich zutiefst demokratisch, denn letztendlich bezahlt die Gesellschaft als Ganzes dafür, auch wenn Staaten heute gern den Eindruck erwecken, daß Geld käme von ihnen. Entweder man bezahlt den Preis, oder die Jobs verschwinden.
 
Kaputtschuftet, immer diese extreme, kommt mal runter, als ob jeder minijob akkordarbeit bedeutet. Sorry aber absurd das so stehen zu lassen.

Das du dich ausnutzen lässt von deiner Arbeit is eh bekannt aber andere haben darauf keinen Bock darauf.

Wie du jetzt auf Minijobs kommst weiß ich auch nicht die meisten schlecht bezahlten Jobs wie Erntehelfer, Putzkraft etc sind eher dreckige Knochenjobs.
 
nicht essentiell für den täglichen Bedarf…. Friseure und Bäcker? Schaff die mal von heute auf Morgen ab und guck mal was dann los ist.

Niemand braucht sie, wenn er/sie den Gürtel enger schnallen muss. Das heißt nicht, dass viele nicht dennoch den Service nutzen. Wenn man dann noch bedenkt, dass mittlerweile viele "Bäckereien" ihre Brötchen auch nur noch gekühlt von Großbäckereien liefern lassen und aufbacken und dafür dann knapp nen Euro pro Brötchen verlangen, können die Leute auch direkt zum Backshop im Supermarkt gehen. Die echten Bäcker mit Handwerk werden dann auch weiter existieren. Es werden nur weniger.
 
Wenn ein Job keine 12€ Stundenlohn "wert" ist, d.h. also einem Vollzeitbeschäftigen wenigstens so etwas ähnliches wie eine Partizipatipn an der Gesellschaft ermöglicht, sollte dieser Job vielleicht einfach nicht existieren.
Kann man so sehen, dann ist derjenige halt arbeitslos. Auch eine Möglichkeit, aber ob das besser ist? Nur Interessehalber, für Teilzeitjobs, Nebenjobs, etc. gilt das nicht?
 
Kann man so sehen, dann ist derjenige halt arbeitslos. Auch eine Möglichkeit, aber ob das besser ist? Nur Interessehalber, für Teilzeitjobs, Nebenjobs, etc. gilt das nicht?

Für Teilzeitjobs gilt das genauso.

"Dann ist er halt arbeitslos" kann man natürlich auf alles entgegnen, was von staatlicher Seite passiert - von Mindestlohn über Krankenversicherung, bezahlten Urlaub, Arbeitsschutz, Kündigungsschutz usw. usw.
 
Tja, daß ist schlicht die Konsequenz, die man bei solchen Sachen im Hinterkopf haben sollte. Das war keine Wertung, einfach nur der Effekt.
 
Tja, daß ist schlicht die Konsequenz, die man bei solchen Sachen im Hinterkopf haben sollte. Das war keine Wertung, einfach nur der Effekt.

Deswegen ist es ja gut, dass es in der Realität dann doch etwas anders aussieht. Im Gegensatz zu den Horrorszenarien, die insbesondere die Arbeitgebervertreter und arbeitgebernahen Forschungsinstitute an die Wand gemalt haben, ist bei Einführung des Mindestlohns mit der Arbeitslosigkeit eigentlich irgendwie... naja, nichts passiert :D Oder sagen wir es anders: Der Trend (weniger Arbeitslose; mehr Erwerbstätige) ging einfach so weiter, nur dass dann Millionen Menschen - und zwar gerade diejenigen, die das bitter nötig haben - ein höheres Einkommen hatten.

Sprich: vielleicht gibt es gar nicht so viele Jobs, die die 8,50€ oder jetzt 9,82€, ab Juli 10,45€ und dann ab Oktober die 12€ nicht erwirtschaften.
 
Das bestreite ich auch gar nicht, aber die Grenze, wo das Ganze volkswirtschaftlich kippt, die gibt es ganz sicher. Und die Tatsache, daß die Erhöhung größtenteils von den Kunden bezahlt werden muß, bestreitet auch niemand. Denn „erwirtschaften“ muß man ja nicht nur die 12 €, sondern auch noch Alles, was da dran hängt.

Mich stört das nicht, ich kann es mir leisten. Aber ich höre jetzt schon das Gejammer, daß Alles teurer wird und das kommt letztlich auch daher.
 
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