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Der Politikthread

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Ich würde eher fragen: wenn nicht jetzt, wann dann? Sehr hohe Inflation, die vor allem Menschen in den unteren Gehaltsregionen richtig übel trifft. Dazu sehr niedrige und weiter fallende Arbeitslosenquote.

Es gibt immer zwei Seiten.
Der Unternehmer kotzt im Strahl.
Nehmen wir mal Taxiunternehmen.
Hohe Spritpreise und jetzt masisiv den Mindestlohn hoch.
Der, der im Taxi fährt, den freut es.
Wenn der Markt das mitmacht, funktioniert der Plan.
Wenn der Markt das nicht mitmacht, sprich die Preise akzeptiert denn am Ende wird es umgelegt werden müssen,
verlieren am Ende viele.

Dieses Jahr 11 und nächstes 12 wäre moderater gewesen und gibt dem Unternehmer auch Möglichkeiten
sich anzupassen.

Aber natürich, aus Sicht der Geringverdiener mit Blick auf die Inflation ist jetzt korrekt.
Ich finde es trotzdem zu viel auf einen Schlag.
 
Die ziemlich extreme Anpassung des Mindestlohns von unter 10 auf 12 Euro finde ich gerade unglücklich.
Anpassung ja aber doch nicht um diese Differenz.
Es klagen ja schon Friseure und Gastronomen über deutliche Rückgänge. Jetzt müssen sie ihren Angestellten deutlich mehr zahlen, müssen das entweder auf die Marge nehmen oder die Preise anpassen, was bedeutet, das noch weniger Leute kommen. Hmmm von 9.x auf 12 Euro. Find ich hart.

Das ist imo ein Ammenmärchen. Das wurde auch schon bei Einführung des Mindestlohns gesagt. Selbst die Arbeitgeberverbände waren (glaub ich) dafür. Sowas generiert ja auch Kaufkraft.
 
Es generiert Kaufkraft wenn die Leute weiter so einkaufen wie bisher. Aber Bäcker, Blumenladen, Friseur, Restaurant etc. sind das allererste, was Leute zurechtsutzen, wenn es mal nicht mehr so läuft oder wenn ihnen die Preise gegen den Strich gehen.

Dass es bisher geklappt hat ist zumindest keine Garantie, dass es auch in Zukunft klappt. Die bisherigen Mindestlöhne haben sich zu Recht vom damaligen Lohndumping weg bewegt. Das hier ist dann schon ne leicht andere Nummer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist das was ich meine. Von 9.xx auf 12.xx ist ein Gamechanger.
Und ist gibt auch immer ein Ende der Kette.
Nehmen wir mal Rentner. Sie bekommen weder die Energiepauschale, die selbst Topverdiener bekommen (ja ich weiß, wird über die Steuer teilweise geregelt) noch werden sie bei solchen Entscheidungen mitberücksichtigt.
Sie müssen aber auch zum Friseur und wollen auch einmal im Monat ins Restaurant oder sich ein Taxi rufen, weil der Gang zu Arzt zu beschwerlich geworden ist.

Die Preise werden umgelegt werden und die Frage ist, wie dias Duell gestiegende Kaufkraft vs. Inflation ausgeht.
 
Jeder bekommt anscheinend was außer Verdi verhandelt für Dich :gerri:

Ich bin das dritte Jahr im Unternehmen und jedes Jahr zwei Tariferhöhungen.
Jetzt bei ner Inflaiton die stramm Richtung 10 % klettert halt mal einfach….nichts. Überhaupt.nichts.
Ich konnte es nicht so richtig fassen als ich das gehört habe.

Aber ich will nicht meckern. Uns geht es gut aber man muss schon aufpassen, dass das so bleibt.
 
Schon witzig das Menschen, denen es finanziell gut geht und die aktuell steigenden Lebenshaltungskosten weitgehend ohne Einbußen bewältigen können, sich Sorgen um den Mindestlohn machen. :ulgy:
Wie wäre es wenn ihr mal an die Menschen denkt, die jeden Euro umdrehen müssen? Stattdessen wird sich wieder nur Sorgen um die armen armen Unternehmen gemacht. Firmen und Kunden müssen langsam begreifen, daß es mit dieser Form der Ausbeutung nicht ewig weiter geht.

Chicago hat vor paar Jahren den Mindestlohn stark erhöht und da wurden auch die Reiter der Apokalypse beschworen aber so wie ich gelesen habe, waren die Folgen überwiegend positiv.
 
Es geht nicht darum, daß man es den Leuten nicht gönnt, aber das mehr in der Tasche muß von Anderen bezahlt werden, und ob die das machen ist nun mal nicht sicher. Dann nützen Dir die 12 gerade mal Null, wenn deine Stelle dann wegen Unwirtschaftlichkeit wegfällt und Du zurück stempeln gehen darfst.
 
Ja sicher, dann werden keine Pakete mehr ausgeliefert.

Das sicher, aber ggf. zu höheren Preisen und keine kostenlosen Retouren mehr.
ich kann mir nicht vorstellen dass man aktuell stempeln gehen muss, es wird doch überall gesucht.
Fachkräfte werden gesucht, Hilfsarbeiter zum Mindestlohn eher weniger. So oder so gibt es halt eine Rentabilitätsgrenze und wenn die überschritten wird, lohnt es sich halt nicht mehr.
 
Schon witzig das Menschen, denen es finanziell gut geht und die aktuell steigenden Lebenshaltungskosten weitgehend ohne Einbußen bewältigen können, sich Sorgen um den Mindestlohn machen. :O_o:
Wie wäre es wenn ihr mal an die Menschen denkt, die jeden Euro umdrehen müssen? Stattdessen wird sich wieder nur Sorgen um die armen armen Unternehmen gemacht. Firmen und Kunden müssen langsam begreifen, daß es mit dieser Form der Ausbeutung nicht ewig weiter geht.

Chicago hat vor paar Jahren den Mindestlohn stark erhöht und da wurden auch die Reiter der Apokalypse beschworen aber so wie ich gelesen habe, waren die Folgen überwiegend positiv.

Du verstehst nicht um was es geht Fikka.
Das ist eine Diskussion um eine politische Entscheidung und nicht der Kotzen-Fred.

Wie eindimensional und ignorant muss man sein wenn einem sowas grundlegend egal ist, nur weil es auf dem eigenen Konto gut aussieht ? Eben.
 
Zum Taxi fahren bin ich schon seit Jahren zu geizig. Egal, wie weit der Weg ist, egal wie betrunken ich bin. Wer regelmäßig Taxi fährt, wird das in Zukunft nicht lassen. Und eine Welt, die sich das Taxifahren spart? Sorry, es gibt wirklich Schlimmeres. Es werden ohnehin händeringend LKW-Fahrer gesucht. Und wer spart sich schon nen Friseur? Was genau wird noch teurer durch die Erhöhung des Mindestlohns?
 
Was ja eine positive Entwicklung wäre.
Fände ich auch völlig okay, aber ich bestelle auch ziemlich selten und kaufe wo geht im Einzelhandel. Aber für den Durchschnittsdeutschen eher nicht so.
Ich verstehe es durchaus aber da wird immer groß Panik geschoben zum Schutz der Unternehmen. Das ist der falsche Ansatz wenn wir langfristig den gesellschaftlichen Frieden wahren wollen.
Nochmal, es geht nicht um die Unternehmen. Aber wenn die bei einer Stelle draufzahlen, wird die Stelle eben gestrichen, das ist nicht die Wohlfahrt. Und da muß man halt sehen, wo die Grenze ist, bei der es irgendwann kontraproduktiv wird.
 
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