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ich frage nur mal so: warum lässt man zwischen den nato ländern und russland nicht ne art neutrale pufferzone?
wie soll putin denn reagieren wenn die natro sich ausbreitet und die amis theoretisch ihren schund in der ukraine, direkt neben russland, stationieren können?

das soll sein verhalten keines falls rechtfertigen, immerhin treten die länder freiwillig bei...im gegensatz zu jetzt
 
Wie soll das gehen? Willst Du zu selbständigen Ländern gehen und die zur Neutralität zwingen, auch wenn sie das gar nicht wollen? Nach der Invasion ist man da doch erst recht nicht mehr sicher. Selbst in Finnland und Schweden, ewig neutral, gibt es seit einiger Zeit Überlegungen, doch in die NATO einzutreten, weil man Putin nicht traut.
 
ich frage nur mal so: warum lässt man zwischen den nato ländern und russland nicht ne art neutrale pufferzone?
wie soll putin denn reagieren wenn die natro sich ausbreitet und die amis theoretisch ihren schund in der ukraine, direkt neben russland, stationieren können?

Hier liegt - aus meiner Sicht - genau der Denkfehler. Wer entscheidet denn, dass souveräne Staaten wie die Ukraine keinem Verteidigungsbündnis beitreten dürfen? Wir? Russland?

Was wäre gewesen, wenn damals die DDR Bestand gehabt hätte und Deutschland wäre eine Pufferzone geworden? Hätten wir uns damit abgefunden?

Man sieht doch gerade, dass eine Pufferzone scheinbar keine Rechte hat. Da werden Teile rausgetrennt und keiner reagiert.
 
das stimmt natürlich, wenn man sie nicht in die nato aufnehmen würde, dann würden sie sich wahrscheinlich russland anschließen.
wie gesagt, ich verstehe ja die intention putins. es schnürt sich um russland zusammen.

die frage ist eher: war der nato klar, dass es bei einem beitritt der russlandnahen länder zu problemen kommt? natürlich war es das...von daher kommt die reaktion nicht überraschend.
biden hat uns ja auch schon indirekt befohlen die pipeline zu sanktionieren, bzw dass sie es notfalls machen würden.

also so eindeutig ist der ganze kram mmn nicht. man muss es hier im forum immer wiederholen, ich rechtfertige damit auf keinen fall die reaktion, aber so eindeutig schwarz weiß ist es mmn nicht
 
ich frage nur mal so: warum lässt man zwischen den nato ländern und russland nicht ne art neutrale pufferzone?
wie soll putin denn reagieren wenn die natro sich ausbreitet und die amis theoretisch ihren schund in der ukraine, direkt neben russland, stationieren können?

das soll sein verhalten keines falls rechtfertigen, immerhin treten die länder freiwillig bei...im gegensatz zu jetzt
Das hört sich an als sei die NATO eine Krankheit, die sich ausbreitet und Schlechtes über die Welt bringt...

Die NATO hat erst mal seit langem eine "Politik der offenen Tür". Wer gerne beitreten will und damit die Schutzrechte - aber auch die Pflichten - der NATO in Anspruch nehmen will, kann das als souveräner Staat auch so tun. Es wäre ganz schön vermessen von einem freiheitlichen, freiwilligen Bündnis hier pauschal zu sagen "ihr auf keinen Fall, schaut wie ihr mit dem Aggressor nebenan umgeht"
Daher kann die NATO diese Garantien nicht geben.

Aber von "prinzipiell möglich" bis hin zu "konkreter Aufnahmeantrag" oder sogar Mitgliedschaft ist ein weiter Weg voller Hürden. Und soviel ich weiß müsste da Die Ukraine einige Arbeit leisten, bis das überhaupt realistisch ist.

Und mit solche Aktionen wie jetzt werden sich so einige Anrainerstaaten an Russland überlegen, ob es nicht doch Sinn machen würde.
 
also so eindeutig ist der ganze kram mmn nicht. man muss es hier im forum immer wiederholen, ich rechtfertige damit auf keinen fall die reaktion, aber so eindeutig schwarz weiß ist es mmn nicht
Doch, sorry. Hier ist es imo schwarz-weiß. Putin ist auf der falschen Seite.
Die NATO-Story ist doch auch nur ein Strohmann. Wie Putin wirklich denkt und was seine Traumvorstellungen sind, hat er doch gestern in seiner Rede kundgetan.
Für ihn hat die Ukraine kein Existenzrecht als souveräner Staat. Daher wehr der Wind, das ist seine Motivation.

Eindeutiger falsch liegen kann man nicht als dieser revisionistische Schmu gestern.

Aber auch so: Die NATO ist kein Aggressor. Die NATO ist ein Schutzbündnis, das passiv agiert und höchstens mal gemeinsame Manöver fährt (was ja auch sinnvoll ist). Wenn Putin sich ebenso ruhig verhalten würde und die Ukraine (sowie die anderen ehemaligen Sowjetstaaten) als komplett autonome Staaten verstehen würde, wäre eigentlich kein Problem da.
Beziehungsweise wenn Putin nicht aggressiv agieren würde hätten die ehemaligen Sowjetstaaten sowie andere Anrainerstaaten keinerlei Bedürfnis, der NATO beizutreten.
Aber stattdessen nimmt sich Russland seit Jahren Land oder unterstützt aktiv die Abspaltung russlandtreuer Gebiete (Krim, Südossetien sowie jetzt die ukrainischen Gebiete).
Das ist doch eindeutig aggressives Verhalten, das es einfach so bei der NATO nicht gibt.
 
Das hört sich an als sei die NATO eine Krankheit, die sich ausbreitet und Schlechtes über die Welt bringt...

Die NATO hat erst mal seit langem eine "Politik der offenen Tür". Wer gerne beitreten will und damit die Schutzrechte - aber auch die Pflichten - der NATO in Anspruch nehmen will, kann das als souveräner Staat auch so tun. Es wäre ganz schön vermessen von einem freiheitlichen, freiwilligen Bündnis hier pauschal zu sagen "ihr auf keinen Fall, schaut wie ihr mit dem Aggressor nebenan umgeht"
Daher kann die NATO diese Garantien nicht geben.

Aber von "prinzipiell möglich" bis hin zu "konkreter Aufnahmeantrag" oder sogar Mitgliedschaft ist ein weiter Weg voller Hürden. Und soviel ich weiß müsste da Die Ukraine einige Arbeit leisten, bis das überhaupt realistisch ist.

Und mit solche Aktionen wie jetzt werden sich so einige Anrainerstaaten an Russland überlegen, ob es nicht doch Sinn machen würde.

Aber die Anrainer werden auch wissen dass kein Land aufgenommen wird welches in einem aktuellen Konflikt steht und Putin weiß das auch....
 
Aber die Anrainer werden auch wissen dass kein Land aufgenommen wird welches in einem aktuellen Konflikt steht und Putin weiß das auch....
Klar.
Solange Russland die Gebiete besetzt hält, hat die Ukraine keine Chance auf einen Beitritt.
Außer sie würden auf die besetzten Gebiete verzichten - denn Putin wird das nicht tun.
 
Das hört sich an als sei die NATO eine Krankheit, die sich ausbreitet und Schlechtes über die Welt bringt...

Die NATO hat erst mal seit langem eine "Politik der offenen Tür". Wer gerne beitreten will und damit die Schutzrechte - aber auch die Pflichten - der NATO in Anspruch nehmen will, kann das als souveräner Staat auch so tun. Es wäre ganz schön vermessen von einem freiheitlichen, freiwilligen Bündnis hier pauschal zu sagen "ihr auf keinen Fall, schaut wie ihr mit dem Aggressor nebenan umgeht"
Daher kann die NATO diese Garantien nicht geben.

Aber von "prinzipiell möglich" bis hin zu "konkreter Aufnahmeantrag" oder sogar Mitgliedschaft ist ein weiter Weg voller Hürden. Und soviel ich weiß müsste da Die Ukraine einige Arbeit leisten, bis das überhaupt realistisch ist.

Und mit solche Aktionen wie jetzt werden sich so einige Anrainerstaaten an Russland überlegen, ob es nicht doch Sinn machen würde.
das is quatsch, weißte auch. so hört sichs nicht an. aber so ist die ansicht wenn sich eine grenzlinie von einem militärbündnis, dem du nicht angehörst, in deine richtung verschiebt.

die rede hab ich nicht gesehen, sorry...wenn der da solche sachen fallen lässt ist das natürlich nahe am wahn oder einfach taktik, in der hoffnung es macht eindruck und er bekommt mehr als erhofft.

edit: seine außendarstellung verliert er dabei mmn natürlich, zumindest bei denkenden menschen.
 
Alleine Putins Aussage, daß die Ukraine kurz davor wäre, sich Atomwaffen zu verschaffen, ist schon so weit weg von jeder Rationalität, daß man seine gesamten Aussagen getrost in die Tonne kloppen kann. Davon ist nichts real.

Ich sag ja, kein Mensch will Russland auch nur 1m² Ödland wegnehmen, aber sie tun ständig so als knüppelten da schon die ersten Leute gegen die Grenzzäune, wie testosteronübersättigte Fussballhools.
 
Ich rechne nicht damit, dass Putin Angst hat, dass die Nato in einfach angreift. Er will die Nato nur auf Distanz halten, weil er weiß, dass er Scheiße bauen will und die Nato dann nicht direkt vor seiner Tür und allen Fenstern stehen soll.
Und jedes russische Nachbarland in der Nato, kann er nicht mehr einfach besetzen.
 
Das mit den Medien hab ich auf Nostradamus bezogen. Und bei der SZ oder auch SpOn hab ich davon nix gelesen. In der Tagesschau wurd das afair auch nicht irgendwie erwähnt.

EDIT: Zumindest in der Politik und Weltgeschehen Rubrik. Was bei dem Schmu wie "Panorama" oder die Spinoffs wie Bento passiert, weiß ich nicht. Aber das beeinflusst nicht die saubere Berichterstattung ohne Nostradamus dafür zu zitieren :D


Und wie ich schon schrieb - ich denke nach wie vor nicht, dass die Situation die Gefahr eines umfassenderen Krieges als das, was es momentan schon ist, birgt.
Im "besten" Fall gibt Putin sich mit den beiden Separatistennationen zufrieden, die dann irgendwann zu Russland gehören werden.
Im schlimmsten Fall gibts einen Invasionskrieg mit Kiev als Ziel, der für die Menschen dort hässlich wird und dazu führen wird, dass Putin eine ihm gewogene "Regierung" in der Ukraine installiert.

Auch auch dieser Worst Case führt nicht dazu, dass Putin Europa oder gar die Welt mit Krieg überzieht. Denn auch dann wird sich der Westen nicht direkt militärisch einmischen.
Und Putin mag vieles sein. Dumm ist er nicht. Er wird sich nicht proaktiv mit der NATO militärisch anlegen. Wie er schon sagte: Da kann es nur Verlierer geben.

Ich wünsche mir sehr, dass du recht behältst. Manchmal schaukeln sich die Dinge aber hoch, auch wenn es für die Zeitgenossen noch gar nicht absehbar ist. Den markierten Satz hätte so auch ein Niederländer oder Italiener oder Däne oder US-Amerikaner am Tage des Überfalls von Deutschland auf Polen sagen können :(
 
Ich wünsche mir sehr, dass du recht behältst. Manchmal schaukeln sich die Dinge aber hoch, auch wenn es für die Zeitgenossen noch gar nicht absehbar ist. Den markierten Satz hätte so auch ein Niederländer oder Italiener oder Däne oder US-Amerikaner am Tage des Überfalls von Deutschland auf Polen sagen können :(
Natürlich. Das kann man nie wissen.
Aber die Welt ist nicht mehr die selbe wie in den 1940ern - auch wegen den Erfahrungen der Welt aus em 2. WK.

Und: Putin mag hier absolut falsch liegen und ein seltsames Weltbild haben - aber mit dem Fanatismus von Hitler und den daraus erwachsenen Konsequenzen würd ich es dann auch nicht vergleichen.

Wenn überhaupt, dann wäre Putins größt anzunehmendes Ziel die Restauration der UdSSR-Grenzen. Abgesehen davon, dass dafür weder Geld noch militärische Schlagkraft da wäre* würde auch das nicht uns hier in Zentraleuropa tangieren.


* Grade vorhin eine Analyse der SZ gelesen (leider hinter der Paywall) mit den drei wahrscheinlichsten Szenarien laut Militärexperten. Die größte Variante wäre eine Invasion der gesamten Ukraine. Das Land ist aber so groß, dass die 200.000 Soldaten nicht ausreichen würden, das Land dauerhaft in Gewalt zu halten.
Das würde auch auf russischer Seite mit massiven Verluste einhergehen - die man ja dann für folgende Feldzüge betrachten muss.
Außerdem - wie gesagt: Sobald so etwas auch nur im Ansatz passieren würde, wäre Russland international absolut isoliert. Selbst China würde sich hier ziemlich sicher komplett abwenden. Russland hätte dann schlicht kein Geld mehr, um weitere Kriege zu finanzieren.

Und nochmal außerdem: Im Gegensatz zu Hitler ist Putin KEIN absolutistischer Herrscher, sondern "nur" ein Präsident mit weitreichenden - aber begrenzten - Rechten. Spätestens wenn die russische Wirtshcaft unter einer Totalisolation komplett zusammenbricht bekommt er Probleme mit der eigenen Bevölkerung, die stark im Kontrast mit irgendwelchen Expansionskriegen stehen.
 
London friert Vermögen russischer Oligarchen ein
[...]
Das Königreich verhängte am Dienstag Sanktionen gegen fünf Finanzinstituten, die dem Kreml besonders nahe stehen, nämlich die Rossiya Bank, IS Bank, General Bank, Promsvyazbank und Black Sea Bank. Die Promsvyazbank stehe hinter 77 Prozent der Staatsverträge, die das russische Verteidigungsministerium unterzeichne, erklärte Johnson.

Zudem werden drei bekannte Oligarchen auf die Sanktionsliste gesetzt, nämlich der Öl-Oligarch Gennady Timchenko, der eng mit Gasprom verbundene Milliardär Boris Rotenberg und dessen Neffe, der Bauindustrielle Igor Rotenberg. Ihre Vermögen in Britannien werden eingefroren und sie dürfen nicht mehr ins Königreich einreisen.
[...]
Als weitere Maßnahme kündigte wiederum Johnson an, russische Unternehmen vom britischen Kapitalmarkt abzuschneiden. „Wir stoppen, dass russische Unternehmen Mittel in Pfund Sterling oder Dollar auf unserem Markt aufnehmen.“
https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...russische-oligarchen-und-banken-17824713.html
 
Natürlich. Das kann man nie wissen.
Aber die Welt ist nicht mehr die selbe wie in den 1940ern - auch wegen den Erfahrungen der Welt aus em 2. WK.

Und: Putin mag hier absolut falsch liegen und ein seltsames Weltbild haben - aber mit dem Fanatismus von Hitler und den daraus erwachsenen Konsequenzen würd ich es dann auch nicht vergleichen.

Wenn überhaupt, dann wäre Putins größt anzunehmendes Ziel die Restauration der UdSSR-Grenzen. Abgesehen davon, dass dafür weder Geld noch militärische Schlagkraft da wäre* würde auch das nicht uns hier in Zentraleuropa tangieren.


* Grade vorhin eine Analyse der SZ gelesen (leider hinter der Paywall) mit den drei wahrscheinlichsten Szenarien laut Militärexperten. Die größte Variante wäre eine Invasion der gesamten Ukraine. Das Land ist aber so groß, dass die 200.000 Soldaten nicht ausreichen würden, das Land dauerhaft in Gewalt zu halten.
Das würde auch auf russischer Seite mit massiven Verluste einhergehen - die man ja dann für folgende Feldzüge betrachten muss.
Außerdem - wie gesagt: Sobald so etwas auch nur im Ansatz passieren würde, wäre Russland international absolut isoliert. Selbst China würde sich hier ziemlich sicher komplett abwenden. Russland hätte dann schlicht kein Geld mehr, um weitere Kriege zu finanzieren.

Und nochmal außerdem: Im Gegensatz zu Hitler ist Putin KEIN absolutistischer Herrscher, sondern "nur" ein Präsident mit weitreichenden - aber begrenzten - Rechten. Spätestens wenn die russische Wirtshcaft unter einer Totalisolation komplett zusammenbricht bekommt er Probleme mit der eigenen Bevölkerung, die stark im Kontrast mit irgendwelchen Expansionskriegen stehen.

Ich muss auch sagen, dass mich Putins Fernsehauftritt gestern extrem schockiert hat - auch abseits von seinen Aussagen. Wie er da sitzt, der verbitterte Blick. Er wirkt um Jahre gealtert, wirkt festgefahren und getrieben. Ich frage mich, wo der gewitzte dynamische Putin hin ist, der oberkörperfrei auf Pferden reitet und Judo-Moves vorführt. Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass Putin 70 ist. Aber ich habe das Gefühl, dass er sich auch in seinem kompletten Wesen zum Negativen gewandelt hat.
 
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