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Der Politikthread

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.. ich störe mich an dieser "Neudefinition" von Rassismus.
Letztlich ist natürlich ein Quäntchen Wahrheit dran, nämlich dann, wenn man von strukturellen bzw. systemischen Rassismus spricht.

Also der Begriff Rassismus wiegt doch so schwer ... weil es einfach mehr ist als eine auf die Herkunft bezogene Beleidigung würde ich jetzt sagen.
Daher würde ich das ungern von dem dir eingeworfenen strukturellen / systemischen Rassismus trennen.
Denn ein "Scheiß weiße Kartoffel" kann ich ganz leicht abschütteln, empfinde ich maximal als Beleidigung und hat mit Rassismus (Erfahrung, Unterdrückung, Benachteiligung ect.) so wie man ihn verstehen muss wenig zutun. Finde es daher in diesem Beispiel schwierig es auch nur irgendwie gleichzustellen. Weil Rassismus nicht nur eine Beleidigung sondern mit einer Form der Macht Unterdrückung einherkommt und viele zusätzliche Facetten hat.

Zudem würde ich auch unterscheiden, ob man sich nach Oben hin wehrt oder nach Unten hin unterdrückt. Die Machtverhältnisse spielen hier denke ich eine entscheidende Rolle bei der Einordnung. Prinzipiell würde ich aber sagen, dass man sich damit nur Angreifbar macht (man ist zwar ungleich in seiner Machtposition, die wehrhafte Beleidigung wird einem dann aber doch gleichgestellt und mit gleichen Maß bemessen = Rassistin ect. [mit allen was dazu gehört] nur sieht man hier keinen Rassismusgeschädigten, sondern lediglich verletzte weiße Egos [hat mit echten Rassismus aber wenig zutun]).

Edit: Hat irgendwie auch mit strukturellem Rassismus zutun, Gleiches Maß bei Ungleicher Voraussetzung und schwere der Aussagen (weil eigentlich nicht so einfach gleichzustellen sind). Wie gesagt, man kann das nicht unabhängig von Machtstrukturen sehen um die tatsächliche Ungerechtigkeit zu erkennen (Unterdrückung oder wehrhafte Emanzipation?). Also an der Gleichstellung [Position] und am gleich bemessen wollen [schwere und Auswirkung der Äußerung], störe ich mich zutiefst. Für mich hat das mit fehlendem Verständnis von Rassismus zutun und wird so flach beobachtet dann auch wieder ein Tool der Unterdrückung. Edit2: damit will ich nicht andeuten, dass daraufhin keinerlei Konsequenzen gezogen werden dürfen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also der Begriff Rassismus wiegt doch so schwer ... weil es einfach mehr ist als eine auf die Herkunft bezogene Beleidigung würde ich jetzt sagen.
Daher würde ich das ungern von dem dir eingeworfenen strukturellen / systemischen Rassismus trennen.
Wie zuvor gesagt, mir gefällt es nicht den allgemeinen Begriff "Rassismus" so stark einzugrenzen.
Wir haben Adjektive um diesen Begriff der Situation entsprechend zu konkretisieren.

Wenn bspw. "Schwarze" Eltern etwas gegen eine Verbindung des eigenes Kindes mit einer "kaukasischen" Person, aufgrund ihrer Hautpigmentierung haben, dann ist das, in meinen Augen, nicht weniger problematisch, als wie wenn es "Weiße" Eltern wären. Und ob dies nun im tiefsten Kongo, in Deutschland, oder sonstwo vorkommt, spielt hierbei für mich keine Rolle.

Überspitzt:
Wenn ich einen kaukasischen Rassisten in ein chinesisches Arbeitslager stecke, dann bleibt er auch dort erstmal ein Rassist.
 
Also darf ich mich als weißer hetero sexueller Mann nicht diskriminiert oder rassitsch behandelt fühlen, wenn mich schwule, lesben, Frauen oder POC beschimpfen? Also muss ich das ertragen weil ich zu einer angeblich privilegierten weißen männergesellschaft gehöre? Verstehe ich das jetzt richtig?
Nur mal für mich zum Verständnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also darf ich mich als weißer hetero sexueller Mann nicht diskriminiert oder rassitsch behandelt fühlen, wenn mich schwule, lesben, Frauen oder POC beschimpfen? Also muss ich das ertragen weil ich zu einer angeblich privilegierten weißen männergesellschaft gehöre? Verstehe ich das jetzt richtig?
Bedeutet das dann auch das ich heutzutage 0 Rechte habe wenn ich eventuell mit einer dieser Gruppen probleme hätte?

Die UN-Antirassismuskonvention definiert rassistische Diskriminierung als „jede auf der vermeintlichen ethnischen Herkunft, „Rasse“, Hautfarbe, Abstammung oder nationalen Ursprungs beruhende Unterscheidung, Ausschließung, Beschränkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird“.

Quelle: https://www.antidiskriminierungsste...sismus/ethnische-herkunft-rassismus-node.html
Wird hier in Deutschland schwierig mit dem Rassismus.
Und natürlich hast du Rechte :).

Aber ich denke du wolltest dies einfach nur empört und wutentbrannt so schreiben oder?
 
Nein nein alles gut. Wollte es nur wissen. Also dürfte ein POC mich blöd anmachen und ich dürfte mich nicht dagegen wehren, weil dieser mich dann direkt wegen Rassismus anzeigen könnte, ohne das ich etwas provoziert hätte? Dann hätte ich sogar vor Gericht keine Chance?
 
Nein nein alles gut. Wollte es nur wissen. Also dürfte ein POC mich blöd anmachen und ich dürfte mich nicht dagegen wehren, weil dieser mich dann direkt wegen Rassismus anzeigen könnte, ohne das ich etwas provoziert hätte? Dann hätte ich sogar vor Gericht keine Chance?
Wenn du ihn gleich direkt rassistisch beleidigst...dann ja.
 
Aber wie will man da das Gegenteil beweisen wenn man als weißer schon von Geburt als rassitsch gilt. Man glaubt da sicher eher der Minderheit.
Wie gesagt ich frage nur nach, hab da keine Ahnung davon.
Ist ja so ähnlich wie beim Sexismus, wo der Mann, nach einer Beschuldigung von einer Frau erstmal solange schuldig bleibt bis eine Unschuld bewiesen wird. Dies kann sich aber lange hinziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wie will man da das Gegenteil beweisen wenn man als weißer schon von Geburt als rassitsch gilt. Man glaubt da sicher eher der Minderheit.
Wie gesagt ich frage nur nach, hab da keine Ahnung davon.
Ist ja so ähnlich wie beim Sexismus, wo der Mann, nach einer Beschuldigung von einer Frau erstmal solange schuldig bleibt bis eine Unschuld bewiesen wird. Dies kann sich aber lange hinziehen.
Hey, gut konstruiert kann Dir jeder was anhängen. Ich hoffe, das machts Dir leichter.
 
Aber wie will man da das Gegenteil beweisen wenn man als weißer schon von Geburt als rassitsch gilt. Man glaubt da sicher eher der Minderheit.
Wie gesagt ich frage nur nach, hab da keine Ahnung davon.
Ist ja so ähnlich wie beim Sexismus, wo der Mann, nach einer Beschuldigung von einer Frau erstmal solange schuldig bleibt bis eine Unschuld bewiesen wird. Dies kann sich aber lange hinziehen.
Das ist mit dem Rassismus und der Macht gegenüber anderen heutzutage doch m. E. gar nicht mehr überall allgemeingültig. Gerade in Deutschland hat man eine enorme Macht, wenn man sich, aus welchen Gründen auch immer, unterdrückt fühlt und sich mit den sozialen Medien auskennt. Man muss sich doch nur mal die Macht anschauen, die Gil Ofarim „entfacht“ hat. Die Unschuldsvermutung kann man sich da plötzlich mal ganz schnell an die Backe schmieren, wenn ein C-Promi so was bei Twitter raushaut. Ich hoffe, das hat auch bei Gil ein juristisches Nachspiel, egal, ob die Vorwürfe stimmen oder nicht. Jedem muss klar sein, was die Nutzung der modernen Netzwerke bedeutet und jeder muss dafür selbst Verantwortung übernehmen, so wie auch Sarah für Ihre Vergangenheit und natürlich auch ihre jetzigen Peiniger. Sehr viele Menschen sind allem Anschein nach nicht in der Lage und sozial zu inkompetent, diese Werkzeuge entsprechend zu nutzen - und genau das macht m. E. alles so brandgefährlich.
 
Hat das eigentlich einen bestimmten Grund, warum bei Gil Ofarim immer mit diesem Begriff "C-Promi" (oder wahlweise ein anderer Buchstabe) hantiert wird, wenn der Vorfall thematisiert wird?

Soll ihn das ins Herz treffen, wenn er mal zufällig ins Konsolentreff oder den Kommentarbereich von irgend ner Newsseite guckt oder was is da der Grund nicht nach Nennung seines Namens einfach Schluss zu machen?! :ugly:
 
es soll ihm unterstellen, dass er dadurch mehr fame will. was er ja auch erreicht hat.

edit: sprich wenn mila kunis das gemacht hätte, wäre klar dass es nicht wegen des fames wäre, denn sie hat es ja nicht nötig.
 
top 5 ist halt nicht nr.1
wenn du mich fragst machen viele promis aktuell alles um im gespräch zu bleiben. ob das hier zutrifft würde ich mir nicht anmaßen, aber so tickt fb, twitter usw. da bekommt er das mit sicherheit um die ohren gehauen
 
Das ist mit dem Rassismus und der Macht gegenüber anderen heutzutage doch m. E. gar nicht mehr überall allgemeingültig. Gerade in Deutschland hat man eine enorme Macht, wenn man sich, aus welchen Gründen auch immer, unterdrückt fühlt und sich mit den sozialen Medien auskennt. Man muss sich doch nur mal die Macht anschauen, die Gil Ofarim „entfacht“ hat. Die Unschuldsvermutung kann man sich da plötzlich mal ganz schnell an die Backe schmieren, wenn ein C-Promi so was bei Twitter raushaut. Ich hoffe, das hat auch bei Gil ein juristisches Nachspiel, egal, ob die Vorwürfe stimmen oder nicht. Jedem muss klar sein, was die Nutzung der modernen Netzwerke bedeutet und jeder muss dafür selbst Verantwortung übernehmen, so wie auch Sarah für Ihre Vergangenheit und natürlich auch ihre jetzigen Peiniger. Sehr viele Menschen sind allem Anschein nach nicht in der Lage und sozial zu inkompetent, diese Werkzeuge entsprechend zu nutzen - und genau das macht m. E. alles so brandgefährlich.

Das ist so unglaublich zynisch ihm oder anderen Personen, die Diskriminierung outcallen, eine nebulöse Macht zu unterstellen. Als ob Ofarim nicht massiv antisemitisch angegangen wird, seit der Vorfall an der Öffentlichkeit ist. Als ob er nicht liebend gern auf diese Art der Berühmtheit verzichtet hätte, wenn er stattdessen nicht antisemitsche Diskriminierung erleben müsste.
Ich kann's echt kaum glauben wie viel Neid und Missgunst gegenüber den Opfern von Diskriminierung entgegengebracht wird: da wird man noch für den mit Sicherheit alles andere als leichten Gang an die Öffentlichkeit (Ofarim ist z.B. offensichtlich den Tränen nah als er auf seinem Insta-Kanal über den Vorfall spricht) angefeindet statt sich der Solidarität einer empathisch-verständnisvollen Gesellschaft sicher sein zu können.
Aber auch so äußert sich eben Antisemitismus und Rassismus. Da wird den antisemitisch und rassistisch angefeindeten Opfern noch zum Vorwurf gemacht, dass wir als Nicht-Betroffene nun erwzungenermaßen zu Beobachter*innen ihres doch eigentlich rein privaten Problems individueller Diskriminierung werden müssen.
Absolut ekelhaft!

Und für den vermeintlich-vermutlich antisemitischen Hotelangestellten gilt natürlich die heilig-deutsche Unschuldsvermutung, ebenso für Luke Mockridge, für Sebastian Kurz etc. Aber das jüdische potentielle Opfer ist in jedem Fall schuldig - selbst wenn die Vorwürfe stimmen sollten werden ihm rechtliche Konsequenzen an den Hals gewünscht.

Speaking of "soziale Inkompetenz", selten einen beschämenderen Beitrag gelesen.
 
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