Nö... mag man denken, ist aber nicht so. Alle suchen händeringend Fahrer, aber auszuhandeln gibt es nichts. Ganz im Gegenteil, weil ja nicht nur ein Fahrer fehlt darf man zusätzlich zu den üblichen Scheiß noch mehr machen.
Einer meiner Klienten wollte eben von seinem evtl. zukünftigen Chef zugesichert bekommen dass er 1x die Woche einen Nachmittag frei bekommt (um zu seinem Therapeuten bzw. zu mir zu kommen). Nichts gibts... sowas kann man nicht zusichern. Das geht bei 60-80 Stunden die Woche (bei vertraglichen 40) nicht. Überstunden! Ausbezahlung? Nix da... Abfeiern? Nö... wir erwarten Einsatz für die Firma, und wenn dann nur in den Wintermonaten. Ahja... feste Pausen? Quatsch... an der Kiesgrube muss man oft 15 Minuten auf das Beladen warten... das ist Pause genug. Ahja... Schüttgut gibts im Winter nicht. Also wird man für die Wintermonate ausgestellt... entweder meldet man sich für die Zeit arbeitslos oder man arbeitet vorher einfach doppelt (also bei 12 Stunden Schichten echt witzig). Navigation für den Lastwagen ist übrigens selbst zu bezahlen (und nein... Google-Maps geht mit dem Laster nicht). Am Feierabend muss man übrigens Rund um die Uhr erreichbar sein... es könnte ja sein dass man am nächsten Tag früher los muss und das muss dann am Abend um 20h, bzw. wenn dem Chef es einfällt, durchgegeben werden. Das gilt natürlich nicht als Bereitschaftszeit... aber wenn man nicht erreichbar ist braucht man erst gar nicht mehr erscheinen. Ahja... Lastwagen putzen und reparieren... selbst ist der Mann... aber bitte auch in Stehzeiten am Bau. Federung des Führerhauses defekt... was? Bandscheibenvorfall? Egal... Reparatur evtl. im Winter, vorher darf der Lastwagen nicht ausfallen. Bezahlung für den Scheiß: Mindestlohn.
usw. usw.
Und... wann können Sie anfangen?