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Der Politikthread

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Hehe, ja, ich weiß, was Du meinst. Aber ich sehe bei RRG nicht mehr Bewegung, höchstens mehr Symbolpolitik und eine weitere Spaltung des Landes. In vier Jahren dann eine deutlich nach rechts gerückte CDU-Regierung. Nicht erstrebenswert.
Das Risiko ist da, ja.

Aber irgendwie muss die Veränderung ja kommen, irgendjemand muss die dringenden Probleme mal angehen.
Es wäre ja in der Verantwortung der Union, NICHT nach rechts zu rutschen, sondern sich auf die Position der Mitte besinnen - ohne Bürgertum zu braun werden zu lassen, ohne den ausartenden Lobbyismus und teilweise die Bestechung in der Partei durch Unternehmen mit der Folge einer imo unterträglichen neoliberalen Politik zu dulden, ohne in den Populismus abzudriften (wie ich es bei Söder und auch bei Laschet als Beispiel sehe) und vor allem ohne zu denken, dass die Merkel'sche Politik des schläfrigen EInlullens der Markenkern der Union ist.


Es ist schon eine verfahrene Situation, die Fronten sind schärfer als man es in den letzten Jahrzehnten gewohnt ist.
Ich sehe keinen risikolosen Ausgang der Wahl kommende Woche.
Ich weiß auch, dass du die Risiken anders siehst als ich - was vollkommen OK ist.

Ich würde eben gerne das Experiment eingehen, RRG eine Chance zu geben. Denn mal vom Risiko ab sehe ich hier Chancen. Eine Chance, möglichst Grün und nachhaltig zu werden, soziale Ungerechtigkeiten abbauen, gegen den Filz aus Regierung und Unternehmensinteressen anzugehen - und nebenbei auch die LInken an der politischen Realität reifen zu lassen, ohne zu viel des sozialistischen Markenkerns aufzugeben.
Die Grünen waren auch mal ein nicht regierungsfähiger ideologischer Haufen - heute sind sie im Angesicht der Realitäten und Probleme der kommenden Jahrzehnte unabdingbar im Parlament.
 
Ich hingegen kann mir SGG/Jamaika nicht vorstellen. Es fehlt mir absolut an der Fantasie, wie Schwarz und Geld sich mit ihrer POsitionierung und ihren Vorhaben so hinstellen können, dass sie wesentliche und für die Grünen nicht verhandelbare Punkte akzeptieren. Koalitionsverträge müssen ja auch vom Parteitag und damit der Substanz der Parteien abgesegnet werden und ich bin mir sehr sicher, dass sich die Grünen nicht in eine Regierungsposition bringen lassen, mit der sie über die nächsten vier Jahre so blutleer gesaugt werden wie es der SPD geschehen ist.
Die Grünen passen vom Grundverständnis der dringenden Probleme dieser Zeit weder mit Union noch mit FDP zusammen und sich dazwischen einklemmen lassen und gegen die doppelte neoliberale Front anrennen... Das ist imo kein realistisches Szenario.

Ebenso fällt jegliche Koalition raus, bei der Union und SPD drin sind. Denn zum einen hat sich die Union sehr eindeutig positioniert, dass sie kein Juniorpartner werden, zum anderen betont die SPD sehr nachdrücklich, dass man die Union in der Opposition sehen will.
Da sehe ich auch zu verhärtete Fronten - zum Glück!

Was bleibt also? Rot Grün Gelb? Das wäre die 180° umgekehrte Situation wie Variante 1 mit der FDP als Gegenpol. Ich sehe hier nicht, wie man sich einigen will, wie man auch nur eine der liberalen Kernforderungen mit den Kernthemen von SPD und Grün vereinbaren kann. Außerdem gibts keine Leiter, mit der man über Lindners Ego rübersteigen kann.

RRG ist imo von der politischen Ebene die realistischste Variante, einfach weil es objektiv sehr sehr viele Übereinstimmungen in den Zielen der drei Parteien gibt UND in den Mitteln, die sie für deren Erreichung einsetzen wollen.
Wenn sich die Linke als zu Grundprinzipien wie der NATO bekennen kann, dann sehe ich hier wenig Hindernisse

Und wenn das wegfällt? Ich sehe keine Option außer Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung - z.B. Rot-Grün unter Linker Duldung. Wäre imo auch mal ein Versuch wert - mir ist ehrlich gesagt im Vergleich zu "weiter so" fast alles recht, was keinen Rechtsruck bedeutet.

Ich bin was Schwarz Grün Gelb angeht eigentlich deiner Meinung, allerdings auch schon vor 4 Jahren und da sind die Verhandlungen an der FDP gescheitert und nicht an den Grünen...ich vermute stark das sie sich diesmal leichter einigen können...Lindner wird es nicht nochmal platzen lassen und die Grünen scheinen "flexibel" zu sein

RRG wird nicht klappen da es viel zu knapp wäre, eine Minderheitsregierung könnte eine Alternative sein, innenpolitisch würde RG mit der Linken zusammen arbeiten, außenpolitisch sind sich ja fast alle einig, mit Ausnahme von Linken und AfD

Aber das wird in Deutschland nicht funktionieren vermutlich, da meist die Opposition lieber gegen die Regierung ist, aus dem Grund weil sie Opposition sind
 
So "konservativ" wie manche hier sind ist es echt kein Wunder das sich nichts ändert!

Erinnert mich ein bisschen an die "armer Arbeiter wird ausgebeutet und MUSS zu Hungerlohn arbeiten" Diskussion.

Der Arbeitnehmer jammert und wehklagt das er unzufrieden etc. in seinem Job ist.
Wenn man ihm dann sagt das er doch den Job wechseln kann heißt es dann:

- dann habe ich ja einen weiteren Weg zur Arbeit
- dann muss ich ja umziehen
- dann muss ich mich ja neu einarbeiten
- dann bekomme ich ja neue Kollegen
- usw. - also bleibt er im alten Job und jammert und wehklagt noch heute...
 
SPD + FDP + Grüne wirds!
Die feuchten Träume von einigen hier von wegen Rot Rot Grün werden am Sonntag brutal zerplatzen.

Solange die FDP-Luftpumpen die kleinste Geige spielen wäre das noch "überlebbar"...

Es heißt aber wenn Rot+Grün+Gelb :discord:

Vielleicht lässt es der Lindner ja auch wieder platzen , es gibt Neuwahlen, und dann
heißt es Grün + Rot :p
 
Solange die FDP-Luftpumpen die kleinste Geige spielen wäre das noch "überlebbar"...

Es heißt aber wenn Rot+Grün+Gelb :discord:

Vielleicht lässt es der Lindner ja auch wieder platzen , es gibt Neuwahlen, und dann
heißt es Grün + Rot :p
Ich bin tatsächlich am meisten gespannt auf die Prozente von FDP und Grüne, denke FDP so um die 13 - 14% und Grüne um die 15%, wird knapper als man denkt schätze ich.
 
Glaube auch das die Grünen nochmal 1-2% fallen werden. Die Kurve zeigt bei denen konstant runter. Wüsste nicht was diesen Trend stoppen sollte. Andererseits ist Freitag Weltklima-Streik. Könnte unschlüssige Wähler auf den letzten Metern nochmal mobilisieren.
 
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