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Der Politikthread

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Die Pressemitteilung zur Durchsuchung im Finanzministerium wurde wohl ordentlich frisiert.

https://www.sueddeutsche.de/politik...olz-staatsanwaltschaft-1.5410611?reduced=true


Finde wir erreichen langsam das Niveau von US Wahlkämpfen.
Das ist für ALLE ein Skandal. Ich glaube auch Scholz kein Wort, auch wenn er 1000mal bekräftigt, dass er sich an den Inhalt der Gespräche mit Olearius zu seiner Zeit als Bürgermeister in Hamburg nicht mehr erinnern kann. Nicht nur Cum-ex ist ein einziger Sumpf aus Korruption und Vetternwirtschaft, den wir besser gar nicht serviert bekommen wollen, weil dann die Eckfpfeiler unseres Denkens und unserer politischen Vorstellungen erheblichen Schaden nehmen.
 
kann den Artikel nicht lesen. Kann mal jemand zisammenfassen?
Es ist kurz nach neun Uhr am vergangenen Donnerstag in Berlin, als es an der Pforte Wilhelmstraße 97 schellt. Davor stehen eine Staatsanwältin und ein Staatsanwalt aus Osnabrück, dazu drei Polizisten in Zivil. Man habe einen Durchsuchungsbescheid. So beginnt die Geschichte, die dann als "Razzia im Bundesfinanzministerium" die Schlagzeilen bestimmt.

Die Wucht der Nachricht ist enorm. 17 Tage vor der Wahl lässt die Staatsanwaltschaft Osnabrück das Ministerium von Olaf Scholz durchsuchen, der Kanzler werden will und dessen SPD in den Umfragen vor der Union liegt. Man fühlt sich an die US-Wahl 2017 erinnert, als kurz vor dem Wahltag die lange bekannte Untersuchung der E-Mail-Affäre der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ausgeweitet wurde.

Unionskandidat Armin Laschet wird gut drei Tage später beim Triell die Vorlage nutzen: "Es wird so wenig bei der Geldwäsche getan, dass ein Staatsanwalt sagt, ich brauche hier weitere Informationen", sagt er und erweckt den Eindruck, das Bundesfinanzministerium sei gefilzt worden, weil man dort Unregelmäßigkeiten vermute. Und dass Scholz mauere.

Den Eindruck erweckt auch eine Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Osnabrück vom 9. September. Darin heißt es, dass bei der Durchsuchung geprüft werden sollte, "ob und gegebenenfalls inwieweit die Leitung sowie Verantwortliche der Ministerien ... in Entscheidungen der FIU eingebunden waren".

Merkwürdig: Elektronische Akten wären von überall aus einsehbar
Wäre das so, wäre es tatsächlich ein Skandal. Die Finanzpolizei FIU ist unabhängig, sie ist die Speerspitze des Staates gegen Geldwäsche. Scholz hat als oberster Dienstherr nur die Rechtsaufsicht, operativ aber nichts zu melden.

Als die Aufregung sich legt, fällt auf, dass sich die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft an einer entscheidenden Stelle anders liest als der Durchsuchungsbescheid. Von wegen Leitungsversagen: In dem Beschluss des Amtsgerichts heißt es schlicht, die Durchsuchung diene der Identifizierung der beteiligten Mitarbeiter der FIU. Wolfgang Schmidt, Staatssekretär und Vertrauter von Olaf Scholz, hatte den Gerichtsbeschluss und die Diskrepanz öffentlich gemacht - und hat deswegen nun ein Ermittlungsverfahren am Hals.


Als Hintergrund der Durchsuchung gilt, dass die Finanzpolizei in Niedersachsen drei Hinweise auf Geldwäscheverdacht nicht weitergeleitet hatte. Man wolle die "Motivlage" klären, warum sie so gehandelt hätten, hieß es. Weder Ermittler noch Richter vermuten Beschuldigte im Ministerium. Im Prinzip sei das so, sagt ein Kundiger, als wenn man bei einem verdächtigen Drogendealer die Wohnung seines Freundes durchsucht, um zu sehen, ob dort auch Drogen versteckt sind.

Der Tross der Ermittler begibt sich in die einen Steinwurf entfernte Nebenstelle des Ministeriums in der Charlottenstraße, wo die Finanzpolizei zu finden ist. Weil alle Akten elektronisch verwaltet werden, schaut man diese und E-Mail-Postfächer gemeinsam durch, "erweiterte Sachverhaltsaufklärung" sagen Juristen dazu; einige elektronische Akten werden laut Staatsanwaltschaft gesichert. Welche Beschäftigte der FIU in Köln hatten Kontakte nach Berlin?

Was die Beteiligten irritiert: Elektronische Akten wären von überall aus einsehbar. Kein Grund, um nach Berlin zu fahren. Außerdem hatte die Staatsanwaltschaft Osnabrück das BMF "in den vergangenen 14 Monaten weder schriftlich noch mündlich um Einsicht in die Akten gebeten", so ein interner Vermerk. "E-Akten des BMF sind nicht nachträglich manipulierbar oder löschbar." Gegen 15.30 Uhr verlassen die Staatsanwälte das Ministerium, auf ihr Bitten hin durch einen Seitenausgang. Sie nehmen nichts mit.


Chef der Staatsanwaltschaft in Osnabrück ist ein CDU-Politiker
Wie kam es zu der irreführenden Pressemitteilung? Die Staatsanwaltschaft Osnabrück kann keinen Widerspruch erkennen. Man ermittle in alle Richtungen, sagt ein Sprecher, ergebnisoffen. Chef der Behörde ist der Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck, ein Jurist und Politiker. Er ist CDU-Mitglied und war Chef des CDU-Stadtverbandes Cloppenburg, einer Hochburg der Union. Er war auch mal Büroleiter des früheren niedersächsischen Justizministers Bernd Busemann (CDU). Ende August hatten Südbeck und der Chef der FIU einen Gesprächstermin für September vereinbart. Trotz Übermittlung aller Unterlagen an die Staatsanwaltschaft sind bis heute keine Verdächtigen benannt.

Strafverfolger Südbeck fällt nicht zum ersten Mal auf. Vor Jahren überschritt er seine Kompetenzen, um den Fleischfabrikanten Tönnies vor Gericht zu bringen. Er hatte dabei an einer anonymen Strafanzeige mitgewirkt, ohne dies zu dokumentieren. 2012 wurde er Chef der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Zur Amtseinführung sagte Niedersachsens damaliger CDU-Justizminister Busemann unter anderem dies: Südbeck gehe gerne seinem Hobby, "der Jagd nach. Ihre Jagd nach Verbrechern geht nun im Osnabrücker Land weiter!"
 
Hab mir jetzt beide Viererduelle (CSU, AFD, FDP, Linke) angeschaut.

Hätte man auch einfach "David gegen Goliat alias die dreiköpfige Kotzgestallt" betiteln können.
 
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:lol:

Ich als Rheinländer fand des damals immer interessant und durchaus beeindruckend am Tagebau spazieren zu gehen. War immer ein Teil unserer Heimat und regionalen Identität. Hab das nie als übermäßig hässlich empfunden. Kannte viele Menschen die bei Rheinbraun gearbeitet haben und so ihren Lebensunterhalt bestritten. Dementsprechend war das alles immer normal für mich und ich hege auch heute noch keinen Groll dagegen.

Unser Kohlekraftwerk wurde auch immer liebevoll die "Wolkenfabrik" genannt. Ach gute alte Heimat-Vibes. :D

Das man davon irgendwann abweichen muss ist natürlich eine Notwendigkeit. Wobei ich im globalen Bereich die Verantwortung erstmal bei anderen Nationen sehe.
 
[QUO
Das man davon irgendwann abweichen muss ist natürlich eine Notwendigkeit. Wobei ich im globalen Bereich die Verantwortung erstmal bei anderen Nationen sehe.

Nur um da kurz einzuhaken, wen meinst Du konkret? Österreich, Belgien und Schweden sind seit 2020 aus der Kohle ausgestiegen, noch bis 2025 folgen Slowakei, Großbritannien, Portugal, Irland und Italien. Dänemark wird 2028 aussteigen. Bis 2030 Niederlande, Finnland, Ungarn und Griechenland.

Wollen wir Schlusslicht in Europa sein? Oder mit wem vergleichen wir? :O_o:
 
Wobei ich im globalen Bereich die Verantwortung erstmal bei anderen Nationen sehe.

Also die Verantwortung und Mitschuld am Klimawandel tragen auch wir.
Und den größten Handlungsspielraum haben wir halt nur dort wo wir auch die Regierung stellen und Gesetze machen können.

Edit: Zudem zählt Deutschland beim pro Kopf Co2 Verbrauch zu den Spitzenreitern.
 
[QUO


Nur um da kurz einzuhaken, wen meinst Du konkret? Österreich, Belgien und Schweden sind seit 2020 aus der Kohle ausgestiegen, noch bis 2025 folgen Slowakei, Großbritannien, Portugal, Irland und Italien. Dänemark wird 2028 aussteigen. Bis 2030 Niederlande, Finnland, Ungarn und Griechenland.

Wollen wir Schlusslicht in Europa sein? Oder mit wem vergleichen wir? :O_o:

Wir haben doch Übung darin letzter bzw. 1. von hinten zu sein... :ugly:
 
Früher gabs immer noch so eine Außenseiter-Sendung, wo dann die "Freaks" von APPD bis Graue Panther zu Wort kamen und mit einem Videobeitrag vorgestellt wurden. Das war teilweise erstklassige Unterhaltung... natürlich war dann auch Dreck wie die NPD dabei, aber galt halt für alle, die es zumindest geschafft haben irgendwo eine Landesliste aufzustellen.
 
Gibt es eigentlich keine Runde mit allen Parteien? Eventuell wäre das vielleicht zu viel, aber diese Elefantenrunden mit allen gibt es ja auch immer, warum dann nicht vor der Wahl?

Das ist wohl der Versuch, den kleineren Parteien auch Raum und Zeit im Wahlkampf zu geben.
Wenn man die CDU, SPD und die GRÜNE neben dem Triell jetzt auch nochmal zum Vierkampf dazu geladen hätte, kämen diese ja noch weniger zu Wort.
 
Ja das stimmt wohl, kann ich in gewisser Weise auch nachvollziehen. Bin von diesen Triell oder Duell auch nicht unbedingt begeistert. Mir wäre lieber sie machen Runden mit allen Spitzenkandidaten. Können es gerne "Und sie wissen nicht, was passiert" nennen und auf RTL versenden
 
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ACAB folgt nächste woche..
 
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