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Der Politikthread

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Mir geht es dabei nur um die Einstellung. Was sicher eine Rolle dabei spielt, wieso die USA immer und UK vor ihrem Brexit Desaster wirtschaftlich erfolgreicher waren/sind als wir. Ähnliches gilt für die Holländer, die wirtschaftlich traditionell eher dem angelsächsischen Raum nahe stehen.

Wie gesagt, wünsch dir erstmal ne Gute Nacht und ich Antworte gerne nochmal ausführlicher.
Sind ja auch Dinge dabei die ich für richtig halte.

Dir auch @Cale
 
Als Denkansatz nur noch kurz: Reichtum hat einen Gegenpart, der nennt sich Armut.
„Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich“ sagte mal ein Mann.

Das ist exakt das Motto, nach dem Donald Trump lebt. Alles ist ein Nullsummenspiel - wenn man etwas haben will, muss man es jemand anderem wegnehmen. Diese Ansicht ist aber erwiesenermaßen falsch. Wirtschaftliche Interaktion ist nicht zwangsläufig ein Nullsummenspiel, was Jahrzehnte internationaler Zusammenarbeit gezeigt haben. Ich empfehle dazu auch das Buch "Factfulness" von Hans Rosling. Es gab nie weniger Arme Menschen auf der Welt als heute.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist exakt das Motto, nach dem Donald Trump lebt. Alles ist ein Nullsummenspiel - wenn man etwas haben will, muss man es jemand anderem wegnehmen. Diese Ansicht ist aber erwiesenermaßen falsch. Wirtschaftliche Interaktion ist kein Nullsummenspiel, was Jahrzehnte internationaler Zusammenarbeit gezeigt haben. Ich empfehle dazu auch das Buch Factfulness. Es gab nie weniger Arme Menschen auf der Welt als heute.


Die Momentaufnahme ist erstmal eine konstante und die lässt sich aufteilen in Gewinner und Verlierer.
Und diese Gewinner und Verlierer kannst auch auf einer Zeitachse messen.
Dass wir heute nicht mehr mit Stöckern und Steinen rum hantieren, musst du mir glaube ich nicht erklären.
Insgesamt geht es halt für alle "irgendwie" voran (Lehmhaus, Steinhaus, Hochhaus, Fahrrad, Auto, Waschmaschine, Computer, Handy, Smartphone, ect.)

Insgesamt machst du es dir mit dieser einer Antwort aber doch etwas zu einfach würde ich jetzt sagen. Und das ist auch eine sehr typische neoliberale Haltung dem Thema gegenüber. "Insgesamt geht es nach vorn, siehe BIP und irgendwann hast du auch was davon" aber die Frage zur Verteilung jenes Augenblicks, häufig scheinbar egal. Denn zur jeweiligen Ungerechtigkeit hat sie keine Antwort. Demnach völlig richtig:

„Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich“



Aber wie gesagt gerne die Tage.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Im angelsächsischen Raum und den USA wird wenn die Leute den Reichtum oder Erfolg anderer sehen in der Regel gefragt "Wie kann ich auch dahin kommen?" In Kontinentaleuropa fragt man sich eher "Wie kann ich es ihm am effektivsten wegnehmen?"

Das ist allein schon ne Geisteshaltung, die mich anwidert.

Deutlich mehr widert es mich an, wenn manche Leute so vermögend sind, dass ihr Gebaren wirklich schon ins Obszöne geht. (Ihre AN nicht auch angemessen profitieren, usw)

Diese Grenze muss natürlich jeder selbst ziehen, aber wenn man nur mal sieht _wie_ gut es manchen geht, die sich dann noch beschweren....

Und die Glückes Schmied-Ansicht nimmt einfach an, dass das vorherrschende Verteilungssystem so gegeben ist und bleiben muss. Wir vergeben/verlosen/verteilen die wenigen vorhandenen Bestverdiener Plätze an die fähigsten Leute (Realität: oft Kontakte; zudem bleiben Gleichfähige auf der Strecke, wenn es mehr Bewerber als Stellen gibt).

Wäre dann doch im Interesse von allen, wenn nicht mehr diese 10% ganze 50% der Einkommensteuer zahlen müssten. ;)


Aber im Ernst: Ich halte das Auseinanderdriften der Schere und vor allem die sich steigernde Konzentration des Wohlstands wirklich für eins der ganz grundlegenden gesellschaftlichen Probleme. Ich möchte keine derart gespaltene Gesellschaft wie in den USA, keine gated communities, und glaube dass besser verteilt werden kann. Andere wollen, dass es so bleibt, andere sagen klar friss oder stirb.

Und wenn für den konkreten Einzelfall jetzt z.B. diese monumentale Krise extra Aufwendungen _notwendig_ macht, müssen diejenigen sie leisten, die es können. Wie auch sonst?
 
Im angelsächsischen Raum und den USA wird wenn die Leute den Reichtum oder Erfolg anderer sehen in der Regel gefragt "Wie kann ich auch dahin kommen?" In Kontinentaleuropa fragt man sich eher "Wie kann ich es ihm am effektivsten wegnehmen?"

Das ist allein schon ne Geisteshaltung, die mich anwidert.
Absolut - hier in Deutschland hast Du immer schnell eine Neiddebate.

Ich komme selber aus einer sozialschwachen "Familie" (Mutter alleinerziehend in den 70er Jahren) und ich musste hart kämpfen dort rauszukommen. Aber es funktioniert - wenn man es eben will und seine Prioritäten in der Jugend anders setzt.
 
Aber das ist halt auch der Punkt. Wenn du bis zu nen gewissen Zeitpunkt den Dreh nicht bekommen hast wird es verdammt schwer. In nem Land mit enormen Fachkräftemangel brauchst du dich "nur" als entsprechende Fachkraft auszubilden und du verdienst ordentliches Geld. Aber erzähl das mal nem 16 Jährigen. Wenn der Groschen zu spät fällt kommst du aus der beruflichen Negativspirale kaum noch raus. Oder wenn du halt einfach von Anfang an nie die Chance hattest.
 
Im angelsächsischen Raum und den USA wird wenn die Leute den Reichtum oder Erfolg anderer sehen in der Regel gefragt "Wie kann ich auch dahin kommen?" In Kontinentaleuropa fragt man sich eher "Wie kann ich es ihm am effektivsten wegnehmen?"

Das ist allein schon ne Geisteshaltung, die mich anwidert.

Sehr, sehr wahr. Aber für die Betroffenen sind Neid und Missgunst eben auch sehr viel einfacher und bequemer. Die Alternative könnte ja bedeuten, dass man aus seiner Komfortzone ausbrechen und selbst den Hintern hochbekommen muss.
 
Für mich ist Söder der einzige Kandidat der in den letzten Monaten zumindest irgendwas versucht hat zu machen in der Pandemie. Er hat Engagement gezeigt und war immer Front und Center. Klar sein Gottgeschafel ist unerträglich und manch eine seiner Ansichten fischt vielleicht etwas weit rechts, aber generell wirkt er aktuell wie ein Macher Typ.

Also schon einfach ne Typ-Frage. Macht dir mehr Eindruck.

Inhaltlich jetzt eher nicht so zu untermauern.
Und ist es nicht sogar eher negativ, wenn er stets an der Front war und Sachen machen wollte, aber Bayern trotzdem nicht besser dasteht?

Aber es funktioniert - wenn man es eben will und seine Prioritäten in der Jugend anders setzt.

Dafür ist die Jugend ja da. Um Business-Prioritäten zu setzen.
 
Naja, so ein Hexenwerk ist das nun auch nicht.

Bin auch eher unter einkommenschwachen Bedingungen groß geworden. Frühe Scheidung der Eltern, Mutter alleinerziehende Zustellerin bei der Post. Ich hab mit 19 die Oberstufe geschmissen und Schlosser gelernt. Irgendwann mit 24 hat es dann klick gemacht und ich ich hab mich zwei Jahre lang weiter gebildet (Techniker). Damit stehen einem schon viele Türen auf. Hab dann in nem Konzern angefangen und in den folgenden 13 Jahren eine Reihe guter Entscheidungen getroffen. Und heute habe ich einen Top Job mit guter Bezahlung. Ich würde nicht sagen, dass das ein außergewöhnlich großer Kraftakt war.
 
Es zwingt Dich niemand dazu. Aber von nichts kommt nunmal nichts und dann darf man sich später nicht beschweren. Wer viel arbeitet und gegenüber anderen die Extrameile geht, soll dafür auch entsprechend entlohnt werden.

Und was noch wichtig ist bzw. es auch einfacher macht ist das man den Job macht der einem auch Spass macht und wo man voll drin aufgehen kann!

Wenn das nicht gegeben ist - Job wechseln!

Wenn der Job nicht existiert - Selbständig machen!

Keine Ausreden,nicht jammern - sondern machen!
 
Aber erzähl das mal nem 16 Jährigen.

Und die sollen doch demnächst sogar wählen dürfen, weil sie so entwickelt sind, wenn es nach einigen Gruppen geht :D

Aber mal ernsthaft, man kann sein Leben auch später noch umkrempeln, auch mit 20-30 noch. Je später, desto schwieriger und anstrengender, und desto weniger weit nach oben kommt man, klar. Aber ich habe das Gefühl, daß da Viele zu unflexibel und zu bequem sind.
 
Und was noch wichtig ist bzw. es auch einfacher macht ist das man den Job macht der einem auch Spass macht und wo man voll drin aufgehen kann.

Das ist meiner Meinung nach sogar der wichtigste Punkt überhaupt. Man arbeitet sein ganzes Leben und da sollte einem sein Job verdammt nochmal auch Spaß machen. Und mit umso mehr Freude man dabei ist, desto weniger empfindet man seine Tätigkeit auch als Arbeit im klassischen Sinne. Ein Job, den man ungerne macht oder mit dem man sich nicht identifizieren kann, ist einer der sichersten Wege sich selbst unglücklich zu machen. Das Problem bei vielen ist nur, dass sie garnicht wissen was sie wollen bzw. was ihnen wirklich Spaß machen würde.
 
Das ist meiner Meinung nach sogar der wichtigste Punkt überhaupt. Man arbeitet sein ganzes Leben und da sollte einem sein Job verdammt nochmal auch Spaß machen. Und mit umso mehr Freude man dabei ist, desto weniger empfindet man seine Tätigkeit auch als Arbeit im klassischen Sinne. Ein Job, den man ungerne macht oder mit dem man sich nicht identifizieren kann, ist einer der sichersten Wege sich selbst unglücklich zu machen. Das Problem bei vielen ist nur, dass sie garnicht wissen was sie wollen bzw. was ihnen wirklich Spaß machen würde.

Yep. Auch nur deshalb habe ich über 10 Jahre im Schnitt 70 Stunden die Woche arbeiten können...

Wobei man aber auch sagen muss das mindestens 10 Stunden die Woche nur für die tolle deutsche ausufernde Bürokratie angefallen sind...
 
Also schon einfach ne Typ-Frage. Macht dir mehr Eindruck.

Inhaltlich jetzt eher nicht so zu untermauern.
Und ist es nicht sogar eher negativ, wenn er stets an der Front war und Sachen machen wollte, aber Bayern trotzdem nicht besser dasteht?



Dafür ist die Jugend ja da. Um Business-Prioritäten zu setzen.
Wenn man anstatt seine Zeit, mit was anderen als Lernen und Schule verbringt, dann ist das OK. Aber dann bitte nicht beschweren, wenn man eben keine 100k verdient.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und die sollen doch demnächst sogar wählen dürfen, weil sie so entwickelt sind, wenn es nach einigen Gruppen geht :D

Aber mal ernsthaft, man kann sein Leben auch später noch umkrempeln, auch mit 20-30 noch. Je später, desto schwieriger und anstrengender, und desto weniger weit nach oben kommt man, klar. Aber ich habe das Gefühl, daß da Viele zu unflexibel und zu bequem sind.
THIS - viele jammern jahrelang rum, aber wirklich etwas ändern an ihrer Situation tun sie nicht. Obwohl sie z.b. ein Ingenieur Studium haben,sind Sie zu unflexibel ihren Standort zu ändern.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sehr, sehr wahr. Aber für die Betroffenen sind Neid und Missgunst eben auch sehr viel einfacher und bequemer. Die Alternative könnte ja bedeuten, dass man aus seiner Komfortzone ausbrechen und selbst den Hintern hochbekommen muss.
Klar.. den "anderen" die Schuld zu geben, ist für ein bestimmtes Klientel immer die einfachste Lösung.
 
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