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Ich find das immer wieder bemerkenswert, wie stark anders meine Wahrnehmung des deutschen Sozialstaats so ist...

klar, es könnte (und müsste teilweise) noch viel besser sein, aber alles in allem haben wir nur wenig Grund uns zu beschweren.
Und "finanziell fertiggemacht" vom Staat fühl ich mich irgendwie eher selten bis nie...
 
Ich find das immer wieder bemerkenswert, wie stark anders meine Wahrnehmung des deutschen Sozialstaats so ist...

klar, es könnte (und müsste teilweise) noch viel besser sein, aber alles in allem haben wir nur wenig Grund uns zu beschweren.
Und "finanziell fertiggemacht" vom Staat fühl ich mich irgendwie eher selten bis nie...
naja, aber er hat zum teil schon recht. da wird unter dem eindruck der bankenkrise und dem daraus resultierenden drama ab 2008 eine regulierung des aktienhandels insbesondere bei hedgefonds und co versprochen und am ende greift man nur dem kleinanleger in die tasche. was natürlich desaströs ist, wenn man bedenkt, dass die rente nichts wirklich was wert ist und es derzeit keine wirklichen alternativen gibt um sich etwas für später aufzubauen. klar, es geht um gerinfügige beträge, aber die muss man erstmal verdienen. und auch bei den sachleistungen geht es erstmal um geringfügige beträge, die einen fragen lassen: wozu das alles?
 
Da geb ich euch natürlich recht. Das sind die Dinge, die falsch laufen.
Allgemein sind diese Probleme oft auf die Verwebungen zwischen Politik und Wirtschaft zurückzuführen. Eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus und so...
 
Ich mein, klar geht's uns nicht schlecht, mir auch nicht. Aber soweit ich mich erinnere haben wir im April diesen Jahres wieder Belgien als Abgabenweltmeister überholt, da liefert man sich ja immer ein Kopf an Kopf Rennen. Habt ihr wirklich das Gefühl, dass diese große Diskrepanz in der individuellen Belastung durch den Staat sich im Vergleich mit anderen westlichen/europäischen Ländern in der Lebensrealität 1:1 widerspiegelt? Zumal ein Staat ja eh kein eigenes Geld hat, sondern die Einnahmen seinen Bürger verteilt. Und Staaten waren in der Hinsicht noch nie auch nur annähernd effizient, außer vielleicht Singapur und Norwegen.
 
TikTok will Donald Trump verklagen

https://www.heise.de/news/TikTok-will-Donald-Trump-verklagen-4866226.html

ird TikTok vorbringen, dass der päsidentielle Erlass vom 6. August 2020 verfassungswidrig ist, weil Trump TikTok im Vorfeld keine Gelegenheit zu einer Stellungnahme eingeräumt hat. Außerdem entbehre die Begründung mit Gefährdung Nationaler Sicherheit einer tatsächlichen Grundlage. "Sie fußt auf reiner Spekulation und Mutmaßung",

Sollten Gericht oder Parlament den Erlass nicht stoppen oder begrenzen, tritt er 45 Tage nach Kundmachung in Kraft. Weil jegliche Geschäfte mit der ByteDance-Gruppe verboten wären, dürften auch die über 1.000 US-Mitarbeiter ihre Gehaltsschecks dann nicht mehr einlösen. Gleichwohl müssten alle Dienstleister, darunter Vermieter, Stromversorger, Internetprovider, Versicherungen, Banken, und so fort TikTok kündigen. Der Erlass enthält nicht einmal eine Ausnahme für anwaltliche Vertretung des Unternehmens in den USA.

Die nächste Stufe des Wahnsinns. Das muß man sich mal genau überlegen und darf sich nicht von "TikTok ist eh blöd" oder "logo die chinesen spionieren" ablenken lassen. Sollte Trump damit durchkommen, hätte man nach den Vertragsbrüchen zwischen staatlichen Vereinbarungen (Klimaabkommen und Co.) die nächste Stufe der rechtlichen Unsicherheit in den USA erreicht.

Kein ausländischer Investor/Unternehmen könnte dann sicher sein hier rechtsverbindlich auf Boden der USA Geschäfte tätigen zu können. Wenn es Trump nicht passt, kann er einfach so, ohne irgendwelche konkreten Beweiße einem innerhalb von 45 Tagen den wirtschaftlichen Boden unter den Füßen wegziehen. "Mercedes is uncool" und zack 45 Tage später ist Daimler seine Fabriken in den USA faktisch los. Sie können dann nicht mal einen Anwalt in den USA engagieren. Büros und Co - keine Mietverträge wären mehr gültig, keine Arbeitsverträge mit US Bürgern. Ich weiß nicht ob die Amerikaner schnallen was da grade drinsteckt. Das ist mehr als verrückt.
 
Ich mein, klar geht's uns nicht schlecht, mir auch nicht. Aber soweit ich mich erinnere haben wir im April diesen Jahres wieder Belgien als Abgabenweltmeister überholt, da liefert man sich ja immer ein Kopf an Kopf Rennen. Habt ihr wirklich das Gefühl, dass diese große Diskrepanz in der individuellen Belastung durch den Staat sich im Vergleich mit anderen westlichen/europäischen Ländern in der Lebensrealität 1:1 widerspiegelt? Zumal ein Staat ja eh kein eigenes Geld hat, sondern die Einnahmen seinen Bürger verteilt. Und Staaten waren in der Hinsicht noch nie auch nur annähernd effizient, außer vielleicht Singapur und Norwegen.

Auf was bezieht sich denn dieses "Abgabenweltmeister"?
 
@mushaaleste Es ist halt einfach abstrus, dass eine Person diese Machtfülle hat - Checks and Balances hin und her. Funktionieren die Checks nicht, da eine Partei im Gesamten hochkorrupt und machtzerfressen ist, sind die USA nicht so weit weg von einer Situation, die man als Bürger eines tatsächlich entwickelten Landes eher einer Monarchie zuordnen würde. Und dann gibts auch keine Balance mehr, alles kippt um.

Und ja, es gibt noch die Judikative. Durch das Zweiparteiensystem und Benennung möglichst linientreuer Richter ist aber auch diese imo viel zu nach an Parteilinien-Gusto dran als es sich für eine wahrhaft unabhängige Instanz gehören würde.
 
Auf was bezieht sich denn dieses "Abgabenweltmeister"?

Steuern und Sozialabgaben. Für 2019 war Belgien da noch vorne, angeblich soll es sich 2020 gedreht haben, dazu habe ich gerade aber keine vernünftige Quelle gefunden. Aber ob nun 1. oder 2. ist ja auch fast schon egal :D.

https://www.oecd.org/tax/tax-policy...ng-the-impact-of-covid-19-on-labour-taxes.htm

https://www.oecd-ilibrary.org//site...O=oecd&itemContentType=book#tablegrp-d1e10061

https://www.oecd-ilibrary.org//site...ea29c39562&itemIGO=oecd&itemContentType=book#
 
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Steuern und Sozialabgaben. Für 2019 war Belgien da noch vorne, angeblich soll es sich 2020 gedreht haben, dazu habe ich gerade aber keine vernünftige Quelle gefunden. Aber ob nun 1. oder 2. ist ja auch fast schon egal :D.

https://www.oecd.org/tax/tax-policy...ng-the-impact-of-covid-19-on-labour-taxes.htm

https://www.oecd-ilibrary.org//site...O=oecd&itemContentType=book#tablegrp-d1e10061

https://www.oecd-ilibrary.org//site...ea29c39562&itemIGO=oecd&itemContentType=book#

Auf den Vergleich der Abgaben aller OECD Länder.

Da haben wir Belgien wieder überholt und sind Platz 1.

Im Gegensatz dazu haben wir noch einen sehr geringen Teil an Eigenkapital/Eigentum im Vergleich zu den OECD Länder....

https://amp.welt.de/wirtschaft/arti...-Spitzenreiter.html?__twitter_impression=true

Macht sich dann auch gut, wenn man am meisten in den Aufbau Fonds zahlt.


Wenn man sich den Welt Artikel durchliest scheint das ganze nicht sonderlich aussagekräftig zu sein.
 
Bestimmte Kritikpunkte sind sicherlich berechtigt - aber es ist ja nun nicht so, dass die plötzlich nur für Deutschland gelten. Die Methodik ist für alle Länder nicht zu 100% wasserdicht. Und da es für alle Länder nicht 100% perfekt ist und nicht jede Besonderheit berücksichtigt wird, ist es wieder vergleichbar. Man muss sich nur mal fragen, wie es sein kann das z. B. ein Land wie die Niederlande so dermaßen besser dasteht.

Der Kommentar mit den niedrigen deutschen Kapitalertragssteuern greift auch nur bedingt. Viele Industrieländer lassen ihre Bürger nämlich mit Wertpapieren steuerfrei fürs Alter ansparen (dafür lassen sich diese dann nicht bzw. mit Nachteilen vor Renteneintritt verkaufen) bzw. haben immer noch Spekulationsfristen von z. B. 12 Monaten, nach denen steuerfrei oder steuerreduziert verkauft werden kann. Die USA haben sogar beides. Oder sie haben hohe Freibeträge. Die 801 Euro Sparerfreibetrag in Deutschland wurden bspw. seit Einführung 2009 (!) nicht ein einziges Mal angepasst geschweige denn per Inflationsausgleich aktualisiert.
 
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Bestimmte Kritikpunkte sind sicherlich berechtigt - aber es ist ja nun nicht so, dass die plötzlich nur für Deutschland gelten. Die Methodik ist für alle Länder nicht zu 100% wasserdicht. Und da es für alle Länder nicht 100% perfekt ist und nicht jede Besonderheit berücksichtigt wird, ist es wieder vergleichbar. Man muss sich nur mal fragen, wie es sein kann das z. B. ein Land wie die Niederlande so dermaßen besser dasteht.

Der Kommentar mit den niedrigen deutschen Kapitalertragssteuern greift auch nur bedingt. Viele Industrieländer lassen ihre Bürger nämlich mit Wertpapieren steuerfrei fürs Alter ansparen (dafür lassen sich diese dann nicht bzw. mit Nachteilen vor Renteneintritt verkaufen) bzw. haben immer noch Spekulationsfristen von z. B. 12 Monaten, nach denen steuerfrei oder steuerreduziert verkauft werden kann. Die USA haben sogar beides. Oder sie haben hohe Freibeträge. Die 801 Euro Sparerfreibetrag in Deutschland wurden bspw. seit Einführung 2009 (!) nicht ein einziges Mal angepasst geschweige denn per Inflationsausgleich aktualisiert.

Das kann vielleicht sein. Vielleicht aber auch nicht. Das ist so auf jeden Fall erstmal ohne genauere Betrachtung nicht haltbar.
 
Ich habe bereits viele Länder Europas besucht und ich kann sagen, dass nur wenige an die Standards heranreichen, die wir in Deutschland durch die Bank weg im fast allen Bereichen genießen. Trinkst du in Spanien Wasser aus dem Hahn, kippst du am besten gleich Chlor-Tabletten hinterher. Als ich mit meinem Sohn in Griechenland im Krankenhaus war, habe ich mich in die 80er Jahre zurückversetzt gefühlt. Und von der Infrastruktur Italiens will ich gar nicht erst anfangen. Oder fahr mal in Belgien über eine Bundesstraße. Da kann ich nur hoffen, dass du Vollkasko versichert bist. In den Niederlanden bekommt man übrigens nicht mal das an Kindergeld im Quartal, was hier monatlich überwiesen wird.
Klar, gibt viele Bereiche, wo einzelne Länder besser aufgestellt sind. In Norwegen ist gefühlt jedes Wildtier mit LTE-Netz ausgestattet, und die USA können zwei Kriege weltweit gleichzeitig führen, während die Kampfjets der Bundeswehr bestenfalls als Straßenbarrikaden herhalten. Aber insgesamt bin ich mit Preis/Leistung Deutschlands zufrieden.
 
Ich glaube auch, dass die Zahlen Gehalt und Abgabenlast für sich betrachtet nicht viel aussagen.

In Luxembourg verdient man mehr, weil man auch eine weitaus niedrigere Abgabenlast hat. Dafür ist der Lebensunterhalt wesentlich teurer. Die skandinavischen Länder sind auch nicht dafür bekannt, sonderlich günstig im Lebensunterhalt zu sein.

Noch dazu ist es mMn nicht sehr zielführend, Norwegen mit seinen 5 Millionen Einwohner mit einem Land wie Deutschland mit 82 Millionen Einwohnern zu vergleichen. Manche Dinge lassen sich nicht einfach skalieren.
 
Pulverfass Soziale Medien: Bill Gates warnt Microsoft vor TikTok-Übernahme

Microsoft-Gründer Bill Gates sieht das Vorhaben des aktuellen Konzernmanagements zur Übernahme der US-Sparte der chinesischen Videoplattform TikTok äußerst skeptisch. Bei dem geplanten Deal handle es sich um einen "vergifteten Kelch", der dem Softwareriesen zumindest schweren Schaden zufügen könnte, erklärte der jahrzehntelange frühere Konzernchef gegenüber dem US-Magazin Wired. Es sei grundsätzlich nicht einfach, im Geschäft mit Social Media zu einer echten Größe zu werden.
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Gates konstatiert in dem Interview, dass auf diesem Markt mit dem vorgesehenen Kauf mehr Wettbewerb entstehen könnte, was "wahrscheinlich eine gute Sache ist". Es sei aber schon "bizarr", dass Trump offenbar versuche, den "einzigen Herausforderer" dem Erdboden gleich zu machen. Dass der US-Präsident zudem noch die Hand aufhalte und forderte, ein "substanzieller Teil des Kaufpreises" müsse an die US-Regierung gehen, sei mehr als sonderbar in einem bereits an sich ungewöhnlichen Verfahren. Sollte die Microsoft-Spitze ihre Pläne weiter verfolgen, müsse das Unternehmen mit all diesen Merkwürdigkeiten fertigwerden.
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heise.de

Twitter hat wohl auch Interesse gezeigt.
 
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