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Der Politikthread

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Brexit bis ende januar. Wie einen das alles anödet. Am ende gibts neuwahl, neue abfrage des volkes und dann ist der brexit passe. Ich denke mal darauf zielt die eu.
 
Wäre eigentlich die beste Lösung für Alle, aber ich fürchte, das wird viele innenpolitische Probleme in UK eher verstärken. Die sind inzwischen an einem Punkt angelangt, in dem der Brexit kommen muß, um danach den politischen Gesundungsprozeß anzustoßen. Ich weiß nicht, ob das in der EU funktionieren kann. Und ich weiß auch nicht, ob so ein zerissenes Land in der EU so eine gute Idee ist. Traurig eigentlich...
 
Der CDU-Landtagsabgeordnete und Vizefraktionschef Michael Heym schloss indes auch eine Koalition mit der AfD nicht aus. "Man tut der Demokratie keinen Gefallen, wenn man ein Viertel der Wählerschaft verprellt", sagte Heym der Nachrichtenagentur dpa. "Rechnerisch reicht es für ein Bündnis aus AfD, CDU und FDP. Ich finde, das sollte man nicht von vornherein ausschließen." Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deut...tionsvize-michael-heym-mit-afd-a-1293700.html

Mir kommt gerade spontan das Mittagessen wieder hoch :kotz:
 
Man kann auch warten, bis die AFD die Mehrheiten bekommt.
Oder man lässt sie an der langen hand verhungern.
In Österreich haben sie sich wunderbar selbst zerlegt.
 
Am wahrscheinlichsten ist momentan die Minderheits-Regierung und auch ein Bündnis aus Linken und CDU ist nicht ausgeschlossen. Wobei ich das doch noch als unwahrscheinlichere Variante ansehe.
 
Ja, und wenn ich dann noch lese: "Parteichefin Kramp-Karrenbauer verweist auf die Beschlusslage der Bundespartei." - Dann bringt mich das noch zusätzlich auf die Palme...
Da muss man auf den sofortigen Parteiaustritt verweisen - auf NICHTS anderes, wenn er es tatsächlich in Erwägung zieht, mit dem Faschisten-Schwein Adolf (da kann ich mich übrigens dran gewöhnen) Höcke zusammen zu arbeiten !!
 
Mir kommt gerade spontan das Mittagessen wieder hoch :kotz:

Nichts anderes ist von jemanden zu erwarten der praktisch falsche PI-News verbreitet hat um seine konservativen rassistischen Wähler noch zu halten. Eine CDU/AfD-Koalition mind. in einem ostdeutschen Bundesland ist nur eine Frage der Zeit. Mind. um die AfD "einzurahmen". Hat ja schonmal gut funktioniert mit Faschisten [ja, Höcke darf bspw. so bezeichnet werden, und Gauland hat ausgesagt das Höcke die "Mitte der Partei" sei].
 
ich könnte den ganzen text zitieren:

Für die knapp 24 Prozent der Thüringer hingegen, die die AfD und damit Höcke gewählt haben, fehlen noch immer einigen die Worte. Und anstatt den naheliegenden Gedanken in Betracht zu ziehen, dass, wer einen Rechtsextremen wählt, möglicherweise selbst einer sein könnte, werden laufend außerpolitische Erklärungen herangezogen, die den Blick aufs Eigentliche verunklaren. Mal seien AfD-Wähler frustriert, weil ihre Kinder weggezogen seien; mal käme der Bus nach Unter- oder Oberdorla nur noch einmal am Tag; mal wollen sie keine Windräder; mal kämen sie bei dem nicht mehr mit, was in Berliner Trendbezirken besprochen würde; mal sei die Treuhand schuld. Und all dies türme sich eben zu diesen Frustrationshalden auf, unter denen erdrückt der Wähler oder die Wählerin aus Verzweiflung gar nicht mehr anders könne, als AfD zu wählen.

Nun ist es vielleicht im Einzelnen müßig zu klären, woher die mentalen Verwahrlosungen stammen, die einen dazu bringen, für eine offen rassistische und offen antidemokratische Partei zu stimmen, nur weil der Bus nicht kommt oder ein Windrad den freien Blick auf eine Kuhwiese trübt. In etlichen Kommentaren zur Thüringen-Wahl aber wurde eine offensichtliche Erklärung einfach verworfen, indem es dort hieß: Knapp 24 Prozent hätten für die AfD gestimmt, obwohl an ihrer Spitze ein Rechtsextremer steht, als sei dies ein Beweis für die dramatische Lage des Seelenhaushalts, aus der heraus sich diese 24 Prozent nicht anders zu helfen wüssten. Dass sie allein deshalb für Höcke stimmten, weil er ein Rechtsextremer ist, scheint den Kommentatoren wohl zu abwegig gewesen zu sein. Den einen womöglich aus unerschütterlicher Gutmütigkeit, den anderen womöglich aus kalkuliertem Opportunismus, der in der AfD-Wählerschaft bloß verirrte Menschlein sieht, die fürderhin noch potenzielle Wähler, Zuschauer oder Leser sein könnten. Wenn man selbst nur eine Idee hätte, welches Angebot man ihnen machen müsste.
https://www.zeit.de/kultur/2019-10/afd-thueringen-bjoern-hoecke-waehler-rechtsextreme-kommentar
 
Was viele Ostdeutsche ja tatsächlich zu einen scheint, ist ja das grundsätzliche Lebensgefühl, Deutsche 2. Klasse zu sein. Für mich als Berliner ist das nicht leicht nachzuvollziehen, aber ich hatte neulich mit einer Freundin aus Brandenburg ein Gespräch, in dem sie mir das gut und sehr persönlich erklärt hat. Ich bekomme aber dennoch nicht den Sprung hin, wieso man dann die AfD aus diesem Grundgefühl heraus wählt und dann noch jemanden wie Höcke. Was sollen die oder der denn daran ändern? Es ist wohl auch eine grundsätzliche und tiefsitzende Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation. Unfähig, selbst etwas zu ändern und mit der dumpfen, rassistischen Lust daran auf Leuten herumzutrampeln, die noch weiter unter einem stehen. Dazu kommt dann noch eine klammheimliche, kindliche Freude am Tabubruch dazu.
 
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