Du, ich lebe an der Grenze zu Luxemburg, meine Frau arbeitet dort. Ich kenne das glaube ich ganz gut.
Du kannst DE und LUX einfach nicht miteinander vergleichen. Luxemburg ist ein Zwergenstaat mit 400k Einwohnern. Davon sind fast die Hälfte keine Luxemburger. Das Steuersystem schaufelt Geld in die Staatskassen, was halt anders investiert werden kann. Trotzdem hat der Wandel in Luxemburg mit der neuen Besteuerung für Grenzgänger ja schon begonnen. Das Renten- und KV-System steht auf der Kippe und wird auch nicht ewig halten.
Das mit den Spritpreisen ist ja so auch gewollt. Wenn es ein Beispiel für Tanktourismus gibt, dann Luxemburg. Orte wie Remich, Wasserbillig, Grevenmacher, usw. leben nur aufgrund von Ausländern, die tagtäglich tanken und billigen Tabak und Alkohol einkaufen kommen. Da könntest du sonst die Türen zumachen. Denn von den paar Bäckereien und Schreinereien könnten die nicht überleben.
Das ändert aber nichts an den Tatsachen. Man sucht sich hier die Rosinen raus und nimmt dafür in Kauf die Umwelt zu schädigen. Und da kommst du halt an einen Punkt, wo man Alternativen "vorschieben" kann, oder man bepreist es halt direkt richtig.
Natürlich wäre eine europäisch einheitliche Umweltpolitik im Prinzip die einzig richtige Lösung.
Ich sehe einfach, wie alle sich einfach an der Vergangenheit festhalten. So wie es war, so muss es immer bleiben. Und das wird nicht funktionieren. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo ein Energiekonzern wie EnBW die Regierung für ihre Mutlosigkeit kritisiert. DAS muss man sich erstmal reinziehen...