Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Wie sich ja nun rausgestellt hat, ist das nur einer von mehreren Entwürfen, der nicht freigegeben war und an die Presse lanciert wurde, worüber sich die Senatorin heute geärgert hat. Da passt der Artikel auch gut rein.
 
@lüsterneLINDA

Ich weiss nicht, ob alle Vermieter mit Explosionen bei den Mieten gerechnet haben. Nicht für jeden Vermieter ist seine Immobilie ein Spekulationsobjekt. Aber natürlich rechnet man mal mindestens mit Steigerungen, die Inflation und Erhalt abdecken.
Ich bezog mich nur auf die von Urgs kommentierten Vermieter, die in Altersversorgungsschwierigkeiten geraten, wenn die Mieten nicht weiter explodieren wie bisher. Und zu denen sage ich halt scheiße gelaufen. Sie haben hoch gepokert und möglicherweise verkackt.

Alle anderen Vermieter, die nicht mit einer extremen Mietexplosion gerechnet haben können ja beruhigt sein, ihre Kalkulation geht auch mit Deckelung auf.
Die allgemeine Steigerung haben sie ja jetzt schon jahrelang übertroffen.
 
Alle anderen Vermieter, die nicht mit einer extremen Mietexplosion gerechnet haben können ja beruhigt sein, ihre Kalkulation geht auch mit Deckelung auf.

Nicht notwendigerweise. Die Kosten (ja auch vermietete Wohnungen verursachen Kosten) steigen ja weiter. Wenn die Mieten jetzt an der Grenze liegen, hast Du steigende Kosten und eine gedeckelte Einnahme. Was bei solchen Systemen passiert, konnte man ja regelmäßig im real existierenden Sozialismus sehen. Selbst wenn die Vermieter nur eine gemäßigte Steigerung kalkuliert haben, sind sie jetzt am Arsch.

Übrigens eine gute Lehrstunde für alle Vermieter, die keine Abzocker waren und bisher nur "normale" Mieten verlangt haben. Die werden spätestens jetzt an die Grenze gehen, um hinterher nicht im Regen zu stehen. Sorry, der Mietdeckel ist in jeder Hinsicht Blödsinn.
 
@Cale
Welche Kosten steigen denn in diesem Zeitraum an?

Beim zweiten Absatz gebe ich dir recht, der hypothetische Vermieter, der bislang zum Selbstkostenanteil vermietet hat, ist in dieser Situation gearscht.

In der Realität haben aber sicher alle Vermieter ihre zuvor kalkulierten Erwartungen stark übertroffen, weshalb ich denen marginale Kostensteigerungen ohne Mietpreiskompensation zumuten könnte und trotzdem nachts gut schlafen kann.

Ich bin ja Mal gespannt, was am Ende wirklich unternommen wird.
 
Alle Kosten, die nicht direkt auf den Mieter umgeschlagen werden können. Primär Reparaturen und Erhaltungsaufwendungen (idR in Form der Instandhaltungsrücklage), aber auch Verwaltungskosten, Steuerberatung, Erschließungskosten, etc.. Nicht Alles fällt jährlich an, aber doch regelmäßig. Zinsen sind ja aktuell eher kein Thema, können es aber auch wieder werden.

Wenn man kein Eigentümer ist oder sich damit nicht beschäftigt, kriegt man davon nichts mit. Wenn man aber (wie ich) regelmäßig die Steuererklärungen von Eigentümern sieht, weiß man, wie viel das sein kann. Und nein, das ist keine Lizenz zum Geld drucken. Oft macht man nur durch die Wertsteigerung überhaupt am Ende beim Verkauf einen Gewinn. Das werden sich auch viele Vermieter jetzt überlegen.
 
@Cale
Welche Kosten steigen denn in diesem Zeitraum an?

Beim zweiten Absatz gebe ich dir recht, der hypothetische Vermieter, der bislang zum Selbstkostenanteil vermietet hat, ist in dieser Situation gearscht.

In der Realität haben aber sicher alle Vermieter ihre zuvor kalkulierten Erwartungen stark übertroffen, weshalb ich denen marginale Kostensteigerungen ohne Mietpreiskompensation zumuten könnte und trotzdem nachts gut schlafen kann.

Ich bin ja Mal gespannt, was am Ende wirklich unternommen wird.
ich habe hier doch sogar ein bild mit der vorrechnung des kaufkraftverlusts durch inflation innerhalb 5 jahren gepostet. was genau brauchst du denn noch? wenn die miete gedeckelt und auf 5 jahre festgeschrieben wird und ich keine möglichkeit habe, meine miete anzupassen (was viele vermieter ja nicht einmal jährlich machen), dann hab ich schon allein den verlust der inflation.

das kann doch nicht so schweirig sein?!
 
  • Like
Reaktionen: pil
Alle Kosten, die nicht direkt auf den Mieter umgeschlagen werden können. Primär Reparaturen und Erhaltungsaufwendungen (idR in Form der Instandhaltungsrücklage), aber auch Verwaltungskosten, Steuerberatung, Erschließungskosten, etc.. Nicht Alles fällt jährlich an, aber doch regelmäßig. Zinsen sind ja aktuell eher kein Thema, können es aber auch wieder werden.

Wenn man kein Eigentümer ist oder sich damit nicht beschäftigt, kriegt man davon nichts mit. Wenn man aber (wie ich) regelmäßig die Steuererklärungen von Eigentümern sieht, weiß man, wie viel das sein kann. Und nein, das ist keine Lizenz zum Geld drucken. Oft macht man nur durch die Wertsteigerung überhaupt am Ende beim Verkauf einen Gewinn. Das werden sich auch viele Vermieter jetzt überlegen.
Für Reparaturen bildet man regelmäßig Rücklagen, die finanziert man sicher nicht durch Mieterhöhungen. Und mögliche Kostensteigerungen durch Verwaltungskosten oder Steuerberatung dürfte wohl auch nicht der Grund sein, warum man bei einer möglichen Mietpreisbremse verarmt. Wie schon gesagt, all diese kleinen Kostensteigerungen haben die im Vorfeld doch eh doppelt und dreifach eingetrieben. Das steht in keinem Verhältnis.
 
ich habe hier doch sogar ein bild mit der vorrechnung des kaufkraftverlusts durch inflation innerhalb 5 jahren gepostet. was genau brauchst du denn noch? wenn die miete gedeckelt und auf 5 jahre festgeschrieben wird und ich keine möglichkeit habe, meine miete anzupassen (was viele vermieter ja nicht einmal jährlich machen), dann hab ich schon allein den verlust der inflation.

das kann doch nicht so schweirig sein?!
Sorry, aber die Inflation sind KEINE Kosten. Aber darum geht es ja nicht.

Wären die Mieten in Berlin Jahr für Jahr nur um die Inflation gestiegen, dann hätten wir heute sicher nicht das Problem.:lol:
Das Problem ist, dass die Mieten Jahr für Jahr deutlich über der Inflation und dem Lohnniveau gestiegen sind.
Hast du dich überhaupt Mal kurz mit der Sachlage auseinandergesetzt?
Ein Argument sollte dir eigentlich nutzen, nicht umgekehrt.:D
 
Man wird nicht einfach eigentümer einer wohnung weil man reich ist sondern dass man eine gesicherte wohnung besitzt in der es einem gefällt. Ist ja nicht witzig aus seiner wohnung zu fliegen um sich dann in der schlimmsten zeit von wohnungsmangel sich eine neue wohnung zu suchen. Und genau das passiert jetzt durch den mietendeckel.
 
Für Reparaturen bildet man regelmäßig Rücklagen, die finanziert man sicher nicht durch Mieterhöhungen. Und mögliche Kostensteigerungen durch Verwaltungskosten oder Steuerberatung dürfte wohl auch nicht der Grund sein, warum man bei einer möglichen Mietpreisbremse verarmt. Wie schon gesagt, all diese kleinen Kostensteigerungen haben die im Vorfeld doch eh doppelt und dreifach eingetrieben. Das steht in keinem Verhältnis.

Aha. Diese Rücklagen hole ich also aus der festgesetzten Miete?

Wie hoch soll die denn dann sein? :ugly: Wenn ich 40.000 Euro für neue Fenster veranschlagen muss, die auf 10 Jahre Abtragung angelegt sind, dann sind das alleine schon über 330 Euro um Monat. Ohne Zinsen. Ich kann natürlich auch bis in alle Ewigkeit Rücklagen ansetzen, dann wird die monatliche Umlage aber auch nicht geringer, denn es kommen ja permanent andere Reparaturen und Erhaltungsaufwendungen hinzu, je älter das Gebäude wird.

Besitzt du eigentlich ein Haus und weisst, was so ein Kasten kostet?
 
Kann ich Dir beantworten: Nein, weiß er nicht.

Für Reparaturen bildet man regelmäßig Rücklagen, die finanziert man sicher nicht durch Mieterhöhungen. Und mögliche Kostensteigerungen durch Verwaltungskosten oder Steuerberatung dürfte wohl auch nicht der Grund sein, warum man bei einer möglichen Mietpreisbremse verarmt. Wie schon gesagt, all diese kleinen Kostensteigerungen haben die im Vorfeld doch eh doppelt und dreifach eingetrieben. Das steht in keinem Verhältnis.

Du hast noch nie eine Immobilienkalkulation gesehen, oder? Die allermeisten VuV-Objekte sind im Jahr bestenfalls pari, die Meisten machen Verlust und rechnen sich nur durch die Wertsteigerungen beim späteren Verkauf (wenn man Glück hat). Da tut jeder Euro weniger weh. Wenn man das nicht über regelmäßige Mietanpassungen ausgleichen kann, rechnet es sich schlichtweg nicht.
 
Man wird nicht einfach eigentümer einer wohnung weil man reich ist sondern dass man eine gesicherte wohnung besitzt in der es einem gefällt. Ist ja nicht witzig aus seiner wohnung zu fliegen um sich dann in der schlimmsten zeit von wohnungsmangel sich eine neue wohnung zu suchen. Und genau das passiert jetzt durch den mietendeckel.
Sehe ich genauso, bin froh ein bald abgezahltes Haus in guter Lage zu besitzen, aus dem mich keiner außer Vater Staat werfen kann. Klar bei ner Miete braucht man sich um Reparaturen keine Sorgen zu machen und ist flexibler manchmal muss man es aber eben auch sein wenn man nicht will und sich ne neue wohnung suchen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist schon interessant, wie lange hier über ein völlig irrwitziges Unterfangen diskutiert wird.

Die Meldung über Trumps Atombomben gegen Hurricanes kann man ja fast schon auf eine Ebene mit dem Mietendeckel heben. Aber das Frau Lompscher nun mal gar keine Ahnung von Marktmechanismen o. ä. hat, bzw. diese jetzt regulieren will, wundert mich nach Uschi und Gretel nun auch nicht mehr.... Man kann sich hinsichtlich unserer Politiker eigentlich nur noch verwundert die Augen reiben. Wie alt ist die Dame ? Sind das schon die mittlerweile erwachsenen Pisa-Kinder ? Sorry für meine Ausdrucksweise, aber mittlerweile fällt mir einfach nichts anderes ein.... Da will ich auch gar nicht über Sinn und Unsinn diskutieren - das ist reine Zeitverschwendung.
 
@Zimtzicke
@Cale

Ich muss euch leider enttäuschen. Ich habe eine Eigentumswohnung. Wir zahlen jeden Monat einen festen Betrag an Rücklagen für eventuelle Reparaturen in der Zukunft. In diesem festgelegten Betrag sind selbstverständlich eintretende Kostensteigerungen von Reparaturen so gut es geht eingeplant. Die letzten Jahre war es entsprechend auch nicht nötig die Rücklagen jährlich beispielsweise um die Inflation zu erhöhen. Warum auch, weiß man ja schon vorher das es wahrscheinlich jährlich Inflation geben wird.

Wollt ihr mir tatsächlich sagen, dass unsere Vorgehensweise so ungewöhnlich ist und sonst alle jährlich ihre Rücklagen immer um die Inflation anpassen weil sie davon jedesmal überrascht werden?

Das war erst Mal meine Kurzfassung, die Langfassung kommt wahrscheinlich nach dr Arbeit.
 
Es ist völlig egal, ob Du die Rücklage an die Inflation anpaßt oder nicht. Oder ob Du überhaupt eine Rücklage bildest oder stattdessen das Ganze lieber aus der Portokasse zahlst. Die Rücklage nutzt man ja nur, weil man idR nicht das Geld für eine große Investition rumliegen hat, quasi ein Sparkonto.

Fakt ist aber, die Rechnung, die Du von deinem Handwerker bekommst, enthält die Inflation und alle Arbeiten rund um die Immobilien sind in den letzten Jahren überdurchschnittlich teuer geworden. Die Handwerker können sich ja zZt. aussuchen, bei wem sie was machen wollen. Man kann ja teilweise froh sein, überhaupt jemnd zu bekommen. Wenn ihr in letzter Zeit nicht machen mußtet, hattet Ihr Glück. Und Ihr werdet Euch wundern, wenn Ihr beim nächsten Mal eine große Rechnung bekommt.
 
Bei Eigentumswohnungen ganz lustig.

Da werden mit der Eigentümerversammlung Rücklagen errechnet, die auf Annahmen XYZ beruhen. Da ja aber keiner über die Jahre immer mehr Rücklagen bilden will, werden diese meist nur unzureichend erhöht.

Dann kommt die erste richtige Baumassnahme am Haus und die Gesichter sind lang, wenn die Angebote reinflattern. Ging meiner Schwägerin so. Und direkt danach hat sie die Wohnung verkauft. :D
 
Bei einer WEG ist das immer schwierig, weil man sich ja (zumindest einigermaßen) am finanziell schwächsten Eigentümer orientiert. Deswegen sind die idR niedriger, als es nach kaufmännischem Grundsätzen sinnvoll wäre. Ändert natürlich im Sanierungsfall nichts daran, daß man trotzdem blechen muß. Sowas kann dann eine Finanzinvestition schnell unrentabel werden lassen. Wenn man selber drin wohnt, sieht das immer etwas anders aus.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben