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Der Politikthread

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Das sehe ich persönlich anders. Klar ist es den Schleppern egal, ob die gerettet werden. Einfluss hätte es nur indirekt, wenn mehr Migranten die gefährliche Reise wagen, weil sie ihre Chancen durch wartende Boote außerhalb der 12 Meilen Zone höher einschätzen. Ich persönlich denke, dass das definitiv einen gewissen Einfluss hat.

Ich kenne mich mit der Informationsdichte in Libyen über akut existierende oder nicht existierende Seenotrettung bei potentiellen Überfahrern nicht aus. Da aber tausende es versucht haben und gestorben sind, als es keine Seenotrettung gab, oder bevor sie sich überhaupt organisierte gehe ich nicht davon aus, dass es Unterschiede macht.
 
Das sehe ich persönlich anders. Klar ist es den Schleppern egal, ob die gerettet werden. Einfluss hätte es nur indirekt, wenn mehr Migranten die gefährliche Reise wagen, weil sie ihre Chancen durch wartende Boote außerhalb der 12 Meilen Zone höher einschätzen. Ich persönlich denke, dass das definitiv einen gewissen Einfluss hat.
Da kann ich aus persönlichen Erzählungen anderes berichten. Wer so lange auf der Flucht ist, teils jahrelang und sein komplettes Geld aufgebraucht hat, alles zurückgelassen hat und auf eine irgendwie bessere Zukunft hofft, der bestreitet die Überfahrt nicht, ob nun NGOs oder private Seenotretter auf dem Meer Schippern oder nur Frachtschiffe oder Schiffe der Nato.

Der Pull-Faktor ist ein Mythos.

Fakt ist, durch die private Seenotrettung werden deutlich mehr Menschenleben gerettet.
Fakt ist auch, dass das Retten auf internationalen Gewässern Pflicht ist und im See- und Völkerrecht festgesetzt ist.
Wenn ein NGO-Schiff also einen Distress Call erhält, müssen sie retten. Ansonsten drohen ziemlich saftige (Haft-)Strafen.
 
Wenn sie in unseren Gewässern in Seenot geraten oder ein Schiff zufällig in der Nähe ist, dann ja. Die bisherige Praxis... Naja, da kennst du meine Meinung vermutlich und es muss jetzt auch keine erneute Diskussion darüber geben.
Doch muss es wohl, weil das einfach nicht so stehen gelassen werden kann.
Das sehe ich persönlich anders. Klar ist es den Schleppern egal, ob die gerettet werden. Einfluss hätte es nur indirekt, wenn mehr Migranten die gefährliche Reise wagen, weil sie ihre Chancen durch wartende Boote außerhalb der 12 Meilen Zone höher einschätzen. Ich persönlich denke, dass das definitiv einen gewissen Einfluss hat.

Wie du das persönlich siehst ist dabei aber nunmal völlig unerheblich und schlichtweg falsch. Gerade deswegen muss die Diskussion immer wieder geführt werden, bis auch die letzten verstehen, Seenotrettung ist kein Verbrechen!

Mark Micallef hat darauf eine differenzierte Antwort: Die Schleuser hätten ihre Vorgehensweise auf die Präsenz von Rettungsbooten abgestimmt. Wie aus dem Bericht hervorgeht, reagiert ihr Geschäftssystem in allen Bereichen sehr schnell auf Veränderungen. So hätten sie sich auch auf die Möglichkeit eingestellt, Rettungsboote zu orten und dies in die Organisation der Mittelmeerüberquerungen miteinbezogen.

Dies würde aber "geschäftsmäßig" nicht ins Gewicht fallen. Die Aussicht, ob das Risiko einer Überfahrt durch Rettungsboote geschmälert wird, ist für Menschen, die eine lange Reise voller Risiken antreten, um nur an die Küste zu kommen, kein ausschlaggebender Pull-Faktor, lässt der Bericht verstehen. Ein ganz anderes Gewicht habe, dass das Schleuserfließband zur Küste funktioniere. Das Geschäft mit der Migration sei über die Jahre so angewachsen und konnte sich mit garantierter Nachfrage so professionalisieren, dass Entwicklungen vor der Küste nicht das Entscheidende sei.

Gestützt wird diese Aussage durch eine aktuelle Studievon Elias Steinhilper and Rob Gruijters, die anhand von Vergleichen der Migrationszahlen auf der zentralen Mittelmeerroute zu Zeiten mit größerer Präsenz von Seenotrettungsschiffen und dann Zeiten mit weniger Präsenz zum Ergebnis kommen, dass die Search and Rescue(SAR)-Operationen zwar die Zahl der Toten tatsächlich verringern, aber keinen Effekt auf die Zahl der Migranten haben.

https://www.heise.de/tp/features/Mi...notrettung-im-Mittelmeer-3666705.html?seite=2
 
Wegen von der Leyen
CDU-Chefin fordert Kurswechsel der SPD

Die Vorsitzende der Christdemokraten hat ihren Koalitionspartner aufgefordert,
ihre ablehnende Haltung zur Wahl von Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin zu überdenken.

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Lächerliches Affentheater. :fp:

"einen Spitzenkandidaten durchzusetzen ... die Sozialisten haben dazu nichts beigetragen ...
ob sie mit einer Deutschen EU-Kommissarin an der Spitze ... blockieren ...
ob das im nationalem Interesse ist ... SPD ... sollen ihre Position verändern."


(┛ಠ_ಠ)┛彡┻━┻
Fuck off... die SPD und du sind keine besten Freunde und die SPD muss DIR gar nix!
Ihr arbeitet aktuell einfach nur so gut wie es eben halt geht zusammen. Fertig!
Und nein, ob Ursula von der Leyen als EU-Kommissarin im nationalem Interesse ist,
ist eben halt noch nicht geklärt nur weil sie (unter euch) gewonnen hat.
Und wenn die SPD das halt eben einfach mal anders sieht, hast du das zu akzeptieren!
Versteh das doch einfach mal AKK!

Was hat diese Frau nur für ein verschobenes Politik und Demokratie-Verständnis.
Junge, was regt mich diese homophobe alte Schachtel manchmal auf.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Martin Sonneborn:

Kurze Anmerkungen zu den Personalvorschlägen des Rates. Korrigieren Sie mich gern, aber ein erster kurzer Überblick ergibt folgendes:

Josep Borrell: Ein spanischer Tüp, der als Präsident des Europäischen Hochschulinstituts zurücktreten musste, weil er vergessen hatte, ein 300.000-Euro-Jahreseinkommen bei einem Energieversorger anzugeben, soll Außenbeauftragter der EU werden?

Christine Madeleine Odette Lagarde: Eine Französin, die wegen Veruntreuung von 400 Millionen Euro öffentlicher Gelder im Falle Tapie schuldig gesprochen wurde und noch nie eine nationale Notenbank geleitet hat, soll die EZB leiten?

Charles Michel: Ein Belgier, der nicht einmal in Belgien eine funktionierende Regierung bilden konnte, und der mit Rechtsradikalen paktiert, soll Ratspräsident werden und für den Ausgleich immer komplexerer nationaler Interessen in der EU sorgen?

Ursula vonderLeyen: Eine erfolglose deutsche Ministerin, die lediglich durch einen irren Hang zu überteuerten externen Beratern, Missmanagement und Euphemismen („Trendwende Finanzen“ für die größte deutsche Aufrüstungsanstrengung seit Kriegende) aufgefallen ist, und die von den illiberalen Visegrád-Staaten gestützt wird, die zuvor den konservativen Sozialdemokraten Timmermans als linksradikal abgelehnt haben, soll EU-Kommissionspräsidentin werden?

Was für eine Parade der Inkompetenz! Europa nicht den Leyen überlassen...

https://www.derwesten.de/politik/ma...er-von-der-leyen-id226377015.html?service=amp
 
Wenn sie in unseren Gewässern in Seenot geraten oder ein Schiff zufällig in der Nähe ist, dann ja. Die bisherige Praxis... Naja, da kennst du meine Meinung vermutlich und es muss jetzt auch keine erneute Diskussion darüber geben.
Wenn dann rein zufällig keins da ist dann können die ja ruhig ertrinken? Hauptsache sie kommen nicht her und machen mein liebes Deutschland putt?
 
Wenn dann rein zufällig keins da ist dann können die ja ruhig ertrinken?
Nene, das würde ja nicht passieren. Wenn es keine Seenotrettung gibt, gibt es auch keine Flüchtlinge, die den Seeweg nutzen und es würde auch keiner mehr ertrinken. Die machen sich ja nur auf den Weg, weil sie wissen, dass sie gerettet werden würden. So zumindest habe ich die krude Logik mancher Menschen verstanden. :O_o:
 
Nene, das würde ja nicht passieren. Wenn es keine Seenotrettung gibt, gibt es auch keine Flüchtlinge, die den Seeweg nutzen und es würde auch keiner mehr ertrinken. Die machen sich ja nur auf den Weg, weil sie wissen, dass sie gerettet werden würden. So zumindest habe ich die krude Logik mancher Menschen verstanden. :O_o:

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Das war eines der Kommentare die ich heute auf einer deutschen 4Chan ähnlichen Seite lesen durfte.
Unter einem Video, dass original von hier ( Spiegel Online ) stammt.

Kontext des Videos:
"Menschen ertrinken neben dem libyschen Küstenwachschiff, Helfer werden bedroht: Ein "New York Times"-Video rekonstruiert hautnah eine Hilfsaktion auf dem Mittelmeer, bei der mindestens 20 Menschen ihr Leben verloren. ACHTUNG - einige der hier gezeigten Szenen könnten verstörend wirken."


Edit: Ich könnte kotzen vor Wut.
 
Das war eines der Kommentare die ich heute auf einer deutschen 4Chan ähnlichen Seite lesen durfte.
Unter einem Video, dass original von hier ( Spiegel Online ) stammt.

Kontext des Videos:
"Menschen ertrinken neben dem libyschen Küstenwachschiff, Helfer werden bedroht: Ein "New York Times"-Video rekonstruiert hautnah eine Hilfsaktion auf dem Mittelmeer, bei der mindestens 20 Menschen ihr Leben verloren. ACHTUNG - einige der hier gezeigten Szenen könnten verstörend wirken."


Edit: Ich könnte kotzen vor Wut.

Unerträglich, kann ich kaum gucken. Vor allem die verdammte libysche Küstenwache ist das allerletzte, wie sie da teilnahmslos auf ihrem Schiff stehen während unter ihnen Menschen ertrinken. Was für ein menschlicher Abfall.
 
Unerträglich, kann ich kaum gucken. Vor allem die verdammte libysche Küstenwache ist das allerletzte, wie sie da teilnahmslos auf ihrem Schiff stehen während unter ihnen Menschen ertrinken. Was für ein menschlicher Abfall.

Mensch, du solltest das doch ohne Emotionen gucken!
 
D



Fakt ist, durch die private Seenotrettung werden deutlich mehr Menschenleben gerettet.

Fakt ist, das die Zahl der Toten auf dem Mittelmeer deutlich zurück gegangen ist, seit dem Italien die Häfen dicht macht und weniger NGO´s draußen sind.
Es geht doch um Menschenleben retten, oder?
Die Zahl der Migranten kann Italien nicht mindern - die Schlepper rüsten nun eben wieder auf.
 
Fakt ist, das die Zahl der Toten auf dem Mittelmeer deutlich zurück gegangen ist, seit dem Italien die Häfen dicht macht und weniger NGO´s draußen sind.
Es geht doch um Menschenleben retten, oder?
Die Zahl der Migranten kann Italien nicht mindern - die Schlepper rüsten nun eben wieder auf.

Dies ist völlig korrekt und wird durch Zahlen von UNHCR und Imo belegt.
 
Fakt ist, das die Zahl der Toten auf dem Mittelmeer deutlich zurück gegangen ist, seit dem Italien die Häfen dicht macht und weniger NGO´s draußen sind.
Es geht doch um Menschenleben retten, oder?
Die Zahl der Migranten kann Italien nicht mindern - die Schlepper rüsten nun eben wieder auf.
Hab ich das irgendwo geschrieben, dass es nicht so wäre?
Dass das Bild vielschichtiger ist, wie du es darstellst und sich auch nicht in nackten Zahlen erklären lässt, zeigen auch die Grafiken und der Text von @Cycron bzw. des UNHCR.

Gott, dass man bei diesem Thema wirklich diskutieren muss.
 
Und wer weiß wie viele da noch unbekannterweise (weil sie nirgendwo dokumentiert wurden, weil kaum mehr Präsenz auf den Meeren herrscht), seit dem Rückgang der Seenotrettung, im Mittelmeer ertrunken sind.
 
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