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Der Politikthread

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https://www.spiegel.de/netzwelt/web...g-gefaehrdet-unseren-wohlstand-a-1264160.html

Ich hoffe so sehr, dass der Lobo Unrecht behält. Mir schwant aber böses...

Hier übrigens ein gutes Beispiel, wieso die schwarze Null uns mehr gefährdet als dass es nutzt. Alle führenden Volkswirtschaften investieren und verschulden sich dabei. Während wir den Finger gegen Griechenland heben und uns kaputt sparen.
ich fürchte schon länger, dass er damit recht hat. ich kenne einige leute im digitalen bereich die ernsthaft darüber nachdenken, mit ihrer firma ins ausland zu ziehen, weil sie in einem gewebegebiet im ruhrgebiet kein vernünftiges internet haben. die leute arbeiten teilweise von zu hause, damit sie überhaupt arbeiten können.

was hier derzeit abgeht ist eine vollkatastrophe und die regierung orientiert sich an veralteten technologien und lebt in ihrer konservativen ausrichtung so sehr im gestern, dass sie dieses land mit ansage vor die wand fahren. ich bin gespannt, was in 20-30 jahren von unserem wohlstand noch übrig ist.
 
Rache für irgendwas gegen irgendwen ist wahrscheinlich mit der häufigste Grund den die Führer der Terroristen ihren bekloppten Untergebenen einbläuen.

Rache ist der Grund schlechthin... man schaue sich nur die USA an... da gibts nen Anschlag oder ähnliches und die erste Reaktion muss immer sein irgendwo und irgendwas wegzubomben... ob das was damit zu tun hat? Egal, hauptsache erstmal nen Krieg angefangen und irgendein Land zurück in die Steinzeit bomben, wird schon keinen falschen treffen. Wie? Die wehren sich? Dafür gibts Rache... usw. und so fort...
 
Disney-Erbin platzt der Kragen.

Finde es echt bemerkenswert, wenn Menschen versuchen gute Dinge mit ihrem Geld anzustellen. Auch wie etwa die Gates. Sehr inspirierend.

Ganz ehrlich - normalerweise würde ich zustimmen. Aber Bob Iger hat Pixar gekauft, Marvel gekauft und er hat Star Wars gekauft. Die drei vielleicht besten Deals in der Geschichte der Medienbranche. Wenn ein Manager seine Kohle wert ist, dann er.
 
Wenn ein Manager seine Kohle wert ist, dann er.

Ähem... Nein ! 10 Mio. hätten es auch getan !

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Klar hätten die es auch getan. Aber er ist halt das denkbare schlechteste Beispiel für diese Debatte. Ohne ihn wäre Disney heute nur noch ein kleines Anhängsel irgendeines Medienkonzerns. Oder ein Bonus für Amazon Prime Mitglieder. Er hat das Unternehmen vorm Niedergang gerettet und zum größten Content-Konzern der Welt aufgebaut. Insofern ist er für den Werdegang von Disney quasi unbezahlbar.
 
Ganz ehrlich - normalerweise würde ich zustimmen. Aber Bob Iger hat Pixar gekauft, Marvel gekauft und er hat Star Wars gekauft. Die drei vielleicht besten Deals in der Geschichte der Medienbranche. Wenn ein Manager seine Kohle wert ist, dann er.
Ich kann mich täuschen, aber ihr ging es glaub ich gerade darum, dass es Iger wert sein sollte, dass alle seine Angestellten auch von ihrem Fulltimejob leben können sollten.
Er kann ja gerne so viel verdienen, nur sollten dann seine angestellten nicht weniger als ein Tausendstel von ihm bekommen. Kohle gibt es ja offensichtlich genug bei Disney.
 
Ich kann mich täuschen, aber ihr ging es glaub ich gerade darum, dass es Iger wert sein sollte, dass alle seine Angestellten auch von ihrem Fulltimejob leben können sollten.
Er kann ja gerne so viel verdienen, nur sollten dann seine angestellten nicht weniger als ein Tausendstel von ihm bekommen. Kohle gibt es ja offensichtlich genug bei Disney.

Genau darum gehts. Meinetwegen können Manager gerne Millionen verdienen. Aber das Gehaltsgefälle innerhalb eines Unternehmens sollte schon auf einem okayen Niveau sein.
 
Natürlich... da sollte massiv reguliert und miteinander gekoppelt werden. In der Art dass ein Manager nur so und soviel mehr verdienen darf als der am schlechtesten bezahlte in der Firma.
 
Natürlich... da sollte massiv reguliert und miteinander gekoppelt werden. In der Art dass ein Manager nur so und soviel mehr verdienen darf als der am schlechtesten bezahlte in der Firma.
Vor ein paar Jahren wäre ich noch vehement gegen so einen Markteingriff gewesen.
Aber da der Turbokapitalismus sich immer mehr verselbstständigt und quasi täglich hässlicher wird, müssen solche Instrumente wohl wirklich ausgepackt werden, wenn man diese abstruse Ungleichverteilung der Vermögenswerte nicht irgendwann eindämmen will...
Früher oder später wird das sonst kein gutes Ende nehmen.

Niemand kann seinen Job so gut machen, dass er fast 70 Millionen Dollar pro Jahr wert ist. Vor allem nicht, wenn die eigenen Angestellten gleichzeitig unterbezahlt sind.
Dass solche Verhältnisse nicht jedem Menschen als absurd einleuchten, versteh ich nicht.

Egal, wie gut die Management-Entscheidung von Iger gewesen sein mögen. Ausgeführt und in Erfolg umgesetzt wurden sie immer noch von den Mitarbeitern. Aber wie es im Turbokapitalismus ist, gibt es das "Trickle Down" nur bei Misserfolgen. Denn dann muss man ja "natürlich" Einsparungen vornehmen und Stellen kürzen, während das Management weiterhin Kohle verdient und nur im Extremfall auf einen (ebenso lukrativen) POsten in einem anderen Unternehmen verschoben wird.
Misserfolge werden also auf die Belegschaft verschoben, während sich das Management dann im Erfolgsfall den Erfolg auf die eigenen Fahnen schreibt und damit solch absurden Gehälter rechtfertigt.
 
Niemand kann seinen Job so gut machen, dass er fast 70 Millionen Dollar pro Jahr wert ist.
Doch, eigentlich schon... Sie dir an, was er aus Disney gemacht hat. Ein Milliardenkonzern mit einer unglaublich Marktmacht. Ein Mensch mit solch einem Gespür ist für jede Firma eigentlich unbezahlbar.

Und ob ein Manager jetzt 7 oder 70 Millionen verdient, für uns kleine Fische ist das doch eine Größenordnung, die wir garnicht mehr begreifen. Aber für eine Firma wie Disney ist es nur eine weitere Zahl die den Zweck hat, den Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und dafür zu sorgen, dass er die Firma weiter voran bringt.
 
Doch, eigentlich schon... Sie dir an, was er aus Disney gemacht hat. Ein Milliardenkonzern mit einer unglaublich Marktmacht. Ein Mensch mit solch einem Gespür ist für jede Firma eigentlich unbezahlbar.

Und ob ein Manager jetzt 7 oder 70 Millionen verdient, für uns kleine Fische ist das doch eine Größenordnung, die wir garnicht mehr begreifen. Aber für eine Firma wie Disney ist es nur eine weitere Zahl die den Zweck hat, den Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und dafür zu sorgen, dass er die Firma weiter voran bringt.
Nochmal: Das hat nicht er alleine gemacht, sondern auch seine Angestellten. Die unterdurchschnittlich bezahlt werden...
Ich bin niemand, der behauptet, dass Manager nichts machen. Aber wenn ein Unternehmen Erfolg hat, sind sie nur ein Faktor von oft vielen. Gerade bei einem Kreativkonzern wie Disney braucht es erst mal die Kreativen. Und die Heere an Menschen, die diese kreative Vision in zugkräftige Filme und sonstige Produkte übersetzen.
Dann kommen noch externe Effekte dazu, im Fall von Disney der in der FOrm wohl auch zu Zeiten der Anbahnung der Marvel-Übernahme der nicht absehbare Hype um das MCU.


Aber selbst in einem seltsamen Universum, in dem Iger der Haupt- oder einzige Veranwortliche für den Erfolg war: Ich bleibe dabei, dass niemand so ein abstruses Gehalt wert ist. Mit Hinblick auf die Ungleichverteilung der Einkommen, die immer größer werdende Armutsklasse (v.a. in den USA) etc. macht es einfach nur widerlich.

Es ist klasse, wenn ein Unternehmen Erfolg hat. Aber dann muss der Erfolg auf das GESAMTE Unternehmen verteilt werden, nicht nur auf jemanden an der Spitze, während der Rest höchstens mal ne schöne Massen-Mail vom CEO bekommt und dann weiter schauen kann, wie das Einkommen für den Alltag reicht.

EDIT: Und erst mal schauen, welcher Teil des Erfolgs der momentane Hype mit dem MCU und Star Wars ist. Disney scheint mir hier aber nicht nachhaltig zu agieren, sondern JETZT die Cash Cows zu melken. Aber was, wenn die tot sind und die Ideen wieder versiegen?
Dann hat Iger seine hunderte Millionen auf dem Konto und segnet Massenentlassungen ab, weil man ja die Anteilseigner zufrieden stellen muss... Während er auf der Sonnenseite des Lebens alt werden wird.

Aber das ist ja auch so ein Ding mit dem Turbokapitalismus. Es werden nur die Quartalsergebnisse gefeiert, scheißegal, wie überhitzt die Maschine war, mit der diese erwirtschaftet werden. Wer braucht schon Nachhaltigkeit!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass können wir in erster Linie unseren Schülern verdanken. Schön, dass Fridays for Future tatsächlich Früchte trägt und das Bewusstsein für die Umwelt deutlich steigt, während die Fremdenfeindlichkeit abnimmt.

Anhang anzeigen 103268
ich habe ja die leise Hoffnung, dass sich die Welt ein wenig zum besseren wendet, wenn die derzeitige Machtgeneration ausgestorben ist und "die Millenials" die Führung in Unternehmen und Politik übernehmen.
Das Wertegefüge vieler junger Menschen ist jedenfalls schon mal tausendmal besser als das vieler aus den älteren Generationen.
 
Aber selbst in einem seltsamen Universum, in dem Iger der Haupt- oder einzige Veranwortliche für den Erfolg war: Ich bleibe dabei, dass niemand so ein abstruses Gehalt wert ist.
Bitte verstehe mich nicht falsch. Im Prinzip stimme ich dir zu...

Aber solange er am Ende bedeutend mehr als die 70 Millionen im Jahr wieder rein bringt durch Deals/Managen/was auch immer ist er eben diese 70 Millionen für eine Firma wert. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.

Das Wertegefüge vieler junger Menschen ist jedenfalls schon mal tausendmal besser als das vieler aus den älteren Generationen.

Glaube ich nicht... die Generation ist auch nicht anders, als die jetzige. Hier in Münster haben in den Ferien 1000 Schüler demonstriert... bei weit über 30tsd Schülern alleine in Münster. Im direkten Umland wird es noch mal weit mehr Schüler geben... Sie sind laut, ja. Aber ich glaube, sie sind zu wenige, um an der Wahlurne später wirklich etwas zu ändern.
 
Die Statistiken zeigen doch gerade, dass sie etwas verändern? Es müssen ja auch nicht alle demonstrieren, solange die Aufmerksamkeit da ist. Und das ist sie. Und damit steigt auch das Bewusstsein.
Dass an einem Karfreitag in den Schulferien an einem verregneten Tag nachdem die Aktion schon monatelang läuft weniger los ist, hat auch viele Gründe.

Ich bin trotzdem nicht ganz so optimistisch, wenn es um die Veränderung in der Gesellschaft geht. Es wird stetig besser, aber ich erwarte da keinen radikalen Schnitt, wenn die aktuelle Generation ausgestorben ist. Am Ende regiert meistens das Geld.
 
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