Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Deine Einstellung ist Falsch und Ignorant. Sorry.

Es gibt viele Handwerker Jobs die schon immer zu den gering Verdienern zählten. Tischler z.Bsp.

Aber abseits von vielen Handwerker Jobs, gibt es da noch Leute im Einzelhandel, in der Pflege, Lehrer, Sozialarbeiter, Zeitungsverkäufer, Bäcker, Frisöre, die alle zu den gering Verdienern zählen. Wenn das so in Berlin weiter geht, wird sich keiner mehr finden diese Jobs in Berlin zu machen.

Arschkarte Angebot/Nachfrage

Bei den von dir genannten Jobs ist das aber nicht in erster Linie ein Wohnungs- oder Mietproblem, sondern ein Jobproblem. Die werden schlicht zu schlecht bezahlt. Insofern müsste da zuerst angesetzt werden.
 
Bei den von dir genannten Jobs ist das aber nicht in erster Linie ein Wohnungs- oder Mietproblem, sondern ein Jobproblem. Die werden schlicht zu schlecht bezahlt. Insofern müsste da zuerst angesetzt werden.

"Ein Job Problem", netter Strohmann das Miet Problem zu umschiffen.
Sag das mal ne Pflegekraft: "Selber Schuld wenn du in Berlin als Pflegekraft arbeiten willst/musst".

Höchst Ignorante Aussage, sorry.
 
Mach mal halb Lang, ich wohne in Köpenick und brauch 1,30 Stunde zur Arbeit weil es an der anderen Ecke in Berlin ist. Und ich höre in Berlin immer wieder, das viele sich kein Auto mehr leisten können und daher mit den Öffis fahren. Teilweise mal schneller oder weniger schneller damit sind als mit dem Auto, je nachdem wo du durch musst.

Als ich zur Schule gegangen bin war, diese auch immer ungefähr 45 Minuten weit weg. Ich glaube du weißt nicht wie groß Berlin tatsächlich ist.
irgendwie verstehe ich das nicht. du wohnst auf der einen seite von berlin und dein job ist auf der anderen seite. du nimmst einen pendelweg von 2 x 80 minuten täglich in kauf. weil? weil du in köpenick beheimatet bist? weil du gerne in berlin leben willst? ich nehme an, auf die andere seite zu ziehen ist keine option, weil die wohnungen inzwischen zu teuer sind? warum ist es keine option, den pendelweg von außerhalb berlins zu starten. vielleicht sparst du ja sogar zeit und das wohnen wird auch günstiger?
 
Bei den von dir genannten Jobs ist das aber nicht in erster Linie ein Wohnungs- oder Mietproblem, sondern ein Jobproblem. Die werden schlicht zu schlecht bezahlt. Insofern müsste da zuerst angesetzt werden.

Meine Rede. Hier liegt ein Einkommensproblem vor, kein Mietproblem. Die Mieten sind zwar hoch, aber im Vergleich zu z.B. München sind die Einkommen viel (!) niedriger.

Gibt es denn Statistiken, ob es in Berlin für Großstadtverhältnisse besonders viel gering Qualifizierte gibt? Im ganzen Osten wird ja laut der Karte weniger verdient, aber Berlin als "Metropole" sollte da ja eigentlich einen Sonderstatus haben.
 
"Ein Job Problem", netter Strohmann das Miet Problem zu umschiffen.
Sag das mal ne Pflegekraft: "Selber Schuld wenn du in Berlin als Pflegekraft arbeiten willst/musst".

Höchst Ignorante Aussage, sorry.

Wo sage ich, dass sie selbst Schuld sind? Es ist letztlich ein Tatsache. Ich würde es auch schön finden, wenn sie das verbessern würden. Gerade auch von staatlicher Seite. Die Sache mit den angestellten Lehrern und deren geringem Gehalt im Vergleich zu den Beamten ist z.B. ne Riesensauerei. Aber das ist wie gesagt in erster Linie ein Verdienstproblem.
 
irgendwie verstehe ich das nicht. du wohnst auf der einen seite von berlin und dein job ist auf der anderen seite. du nimmst einen pendelweg von 2 x 80 minuten täglich in kauf. weil? weil du in köpenick beheimatet bist? weil du gerne in berlin leben willst? ich nehme an, auf die andere seite zu ziehen ist keine option, weil die wohnungen inzwischen zu teuer sind? warum ist es keine option, den pendelweg von außerhalb berlins zu starten. vielleicht sparst du ja sogar zeit und das wohnen wird auch günstiger?


Weil ich das seit meiner Kindheit/Jugend gewohnt bin. Als Kind war die Oberschule zwischen 45-1 Stunde entfernt (mit Öffis), in Meiner Ausbildungszeit durfte ich 1,30 Stunden zur Berufsschule fahren. Meine Freunde wohnen hier und ich mag diesen Bezirk (er gehört allerdings auch zum äußersten Rand). Und ich hab kein Bock nach Brandenburg zu ziehen um noch weiter weg von meinen Freunden zu wohnen.
 
Wo sage ich, dass sie selbst Schuld sind? Es ist letztlich ein Tatsache. Ich würde es auch schön finden, wenn sie das verbessern würden. Gerade auch von staatlicher Seite. Die Sache mit den angestellten Lehrern und deren geringem Gehalt im Vergleich zu den Beamten ist z.B. ne Riesensauerei. Aber das ist wie gesagt in erster Linie ein Verdienstproblem.



Meine Rede. Hier liegt ein Einkommensproblem vor, kein Mietproblem. Die Mieten sind zwar hoch, aber im Vergleich zu z.B. München sind die Einkommen viel (!) niedriger.

Gibt es denn Statistiken, ob es in Berlin für Großstadtverhältnisse besonders viel gering Qualifizierte gibt? Im ganzen Osten wird ja laut der Karte weniger verdient, aber Berlin als "Metropole" sollte da ja eigentlich einen Sonderstatus haben.


Daher sind die Mieten auch zu Hoch, weil der Verdienst und die Möglichkeiten (kaum Industrie) in Berlin zu gering sind. Das hängt doch zusammen, ob man sich nun auf das eine oder andere bezieht. Am ende sind einfach die Mieten nicht bezahlbar. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Mensch...
 
Daher sind die Mieten auch zu Hoch, weil der Verdienst und die Möglichkeiten (kaum Industrie) in Berlin zu gering sind. Das hängt doch zusammen, ob man sich nun auf das eine oder andere bezieht. Am ende sind einfach die Mieten nicht bezahlbar. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Mensch...
die mieten sind aber symptom anderer probleme. pflegekräfte, angestellte lehrer usw werden generell in deutschland zu schlecht bezahlt. das hat auswirkungen nicht nur auf die miete. es hilft im grunde nix, nur die mieten einzubremsen. es würde eher helfen, für eine vernünftige bezahlung zu sorgen. aber die mietdiskussion verhindert, dass sich darüber mal jemand gedanken macht.
 
Weil ich das seit meiner Kindheit/Jugend gewohnt bin. Als Kind war die Oberschule zwischen 45-1 Stunde entfernt (mit Öffis), in Meiner Ausbildungszeit durfte ich 1,30 Stunden zur Berufsschule fahren. Meine Freunde wohnen hier und ich mag diesen Bezirk (er gehört allerdings auch zum äußersten Rand). Und ich hab kein Bock nach Brandenburg zu ziehen um noch weiter weg von meinen Freunden zu wohnen.

Nimm's mir jetzt nicht krumm, aber das, was du nicht willst, ist schon für sehr viele Menschen Lebensrealität.

Für mich käme es schon garnicht in Frage, jeden Tag 3 Stunden (!) nur für den Arbeitsweg zu brauchen. Da würde ich entweder a) umziehen oder b) mir einen anderen Job suchen.

Ich bin damals auch von Trier (und somit meinen Freunden und Familie) weggezogen, auch wenn es nicht fürchterlich weit ist. Diesen Weg willst du aber nicht gehen.

Und nein, die Mieten und Einkommen hängen nicht zwangsläufig zusammen. Eigentlich ist Berlin dafür sogar ein gutes Beispiel.
 
die mieten sind aber symptom anderer probleme. pflegekräfte, angestellte lehrer usw werden generell in deutschland zu schlecht bezahlt. das hat auswirkungen nicht nur auf die miete. es hilft im grunde nix, nur die mieten einzubremsen. es würde eher helfen, für eine vernünftige bezahlung zu sorgen. aber die mietdiskussion verhindert, dass sich darüber mal jemand gedanken macht.

Und man muss beides angehen. Die Mieten sind zu Hoch auch weil der Verdienst zu gering ist für viele Berufszweige, aber auch die Mieten an sich sind zu Hoch. Mein Bruder arbeitet in Bayern als Handwerker am Flughafen (verdient gutes Geld, weil er zwischen den Landungen den Innenraum der Flugzeuge wartet), kann sich trotzdem nicht innerhalb von München (egal wie weit außen) ne Wohnung leisten. Der wohnt gerade bei ner "vermögenden" alten Frau im Haus zur Untermiete (Dachboden).

Das liegt nicht alleine an schlecht bezahlten Jobs.
 
Daher sind die Mieten auch zu Hoch, weil der Verdienst und die Möglichkeiten (kaum Industrie) in Berlin zu gering sind. Das hängt doch zusammen, ob man sich nun auf das eine oder andere bezieht. Am ende sind einfach die Mieten nicht bezahlbar. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Mensch...

Du siehst es einfach von der falschen Seite. Es gibt Menschen, die die Berliner Mieten zahlen können. Diese Menschen aber vielleicht nicht. Ergo, Einkommemsproblem, nicht per se Mietproblem.
 
die mieten sind aber symptom anderer probleme. pflegekräfte, angestellte lehrer usw werden generell in deutschland zu schlecht bezahlt. das hat auswirkungen nicht nur auf die miete. es hilft im grunde nix, nur die mieten einzubremsen. es würde eher helfen, für eine vernünftige bezahlung zu sorgen. aber die mietdiskussion verhindert, dass sich darüber mal jemand gedanken macht.

Aber die Gehälter regeln doch Angebot und Nachfrage. Man kann ja auch in ein anderes Berufsfeld wechseln.
 
Nimm's mir jetzt nicht krumm, aber das, was du nicht willst, ist schon für sehr viele Menschen Lebensrealität.

Für mich käme es schon garnicht in Frage, jeden Tag 3 Stunden (!) nur für den Arbeitsweg zu brauchen. Da würde ich entweder a) umziehen oder b) mir einen anderen Job suchen.

Ich bin damals auch von Trier (und somit meinen Freunden und Familie) weggezogen, auch wenn es nicht fürchterlich weit ist. Diesen Weg willst du aber nicht gehen.

Und nein, die Mieten und Einkommen hängen nicht zwangsläufig zusammen. Eigentlich ist Berlin dafür sogar ein gutes Beispiel.

Wenn ich jetzt Umziehen würde, ich würde nicht mehr eine so tolle Wohnung finden. Ja mich hält es hier, an meine Heimat an meinen Freunde- und Familienkreis. Ich will hier nicht weg und nehme dafür ohne zu murren den langen Fahrweg in kauf. Ich habe mir das mehrfach überlegt und habe mich genau so entschieden. Ich Verdiene nicht schlecht, aber auch nicht so gut, dass ich mir im Speckgürtel ein Haus bauen könnte. Und in eine hässliche Platte im Umland will ich auch nicht wohnen.

Das ist der Preis den ich zu zahlen habe, wenn ich mir meine Qualitäten bewahren möchte und nicht absteigen möchte in Sachen "Wohnqualität und Umgebung".
 
Weil ich das seit meiner Kindheit/Jugend gewohnt bin. Als Kind war die Oberschule zwischen 45-1 Stunde entfernt (mit Öffis), in Meiner Ausbildungszeit durfte ich 1,30 Stunden zur Berufsschule fahren. Meine Freunde wohnen hier und ich mag diesen Bezirk (er gehört allerdings auch zum äußersten Rand). Und ich hab kein Bock nach Brandenburg zu ziehen um noch weiter weg von meinen Freunden zu wohnen.
das mag jetzt vielleicht etwas hart klingen, aber: so gehts halt im leben. freunde von mir sind für ihre jobs quer durch deutschland gezogen, obwohl sie da niemanden kennen. einer sogar nach berlin. andere sind ins ausland gegangen, weil es jobtechnisch "sein musste". man kann einfach nicht immer alles haben (sonst würde ich seit jahren nissan gtr fahren und nicht mehr arbeiten), sondern muss aus den umständen das beste machen. auch wenn es mal unangenehm ist. mich wird es wohl in absehbarer zeit aus dem ruhrgebiet ziehen, auch wenn ich gerne hier bliebe. schon heute würde mir ein anderer wohnort (innerhalb des ruhgebiets) besser gefallen, als ich habe.

Und man muss beides angehen. Die Mieten sind zu Hoch auch weil der Verdienst zu gering ist für viele Berufszweige, aber auch die Mieten an sich sind zu Hoch. Mein Bruder arbeitet in Bayern als Handwerker am Flughafen (verdient gutes Geld, weil er zwischen den Landungen den Innenraum der Flugzeuge wartet), kann sich trotzdem nicht innerhalb von München (egal wie weit außen) ne Wohnung leisten. Der wohnt gerade bei ner "vermögenden" alten Frau im Haus zur Untermiete (Dachboden).

Das liegt nicht alleine an schlecht bezahlten Jobs.
münchen ist aber auch ein extrembeispiel. da kenne ich auch einige leute, die absurde summen für ihre wohnung zahlen. ich kenne jetzt keine exakten zahlen für münchen, aber von landshut aus braucht er ne halbe stunde zum flughafen und da kostet der qm im schnitt keine 7€. das ist keine option für ihn?
 
münchen ist aber auch ein extrembeispiel. da kenne ich auch einige leute, die absurde summen für ihre wohnung zahlen. ich kenne jetzt keine exakten zahlen für münchen, aber von landshut aus braucht er ne halbe stunde zum flughafen und da kostet der qm im schnitt keine 7€. das ist keine option für ihn?

Er wohnt gerade bewusst sehr günstig, weil er sparen will für ein Eigenheim im Umland.
 
Du siehst es einfach von der falschen Seite. Es gibt Menschen, die die Berliner Mieten zahlen können. Diese Menschen aber vielleicht nicht. Ergo, Einkommemsproblem, nicht per se Mietproblem.


Wenn die Mieten schneller steigen als der Verdienst hast du ein Miet Problem. Fertig ist die Sache. So schnell wie die Mieten hier explodiert sind, glaubst du doch nicht wirklich, dass der Verdienst ansteigen würde. Niemals.

Und jetzt hört bitte auf von einem "Verdienst Problem" zureden um das Miet Problem klein zu Reden. In Berlin ist es hauptsächlich ein Miet Problem, der Verdienst ist lediglich eine andere Baustelle. Am Ende geht das beides Hand in Hand über und es bleibt ein Miet Problem.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
das mag jetzt vielleicht etwas hart klingen, aber: so gehts halt im leben. freunde von mir sind für ihre jobs quer durch deutschland gezogen, obwohl sie da niemanden kennen. einer sogar nach berlin. andere sind ins ausland gegangen, weil es jobtechnisch "sein musste". man kann einfach nicht immer alles haben (sonst würde ich seit jahren nissan gtr fahren und nicht mehr arbeiten), sondern muss aus den umständen das beste machen. auch wenn es mal unangenehm ist. mich wird es wohl in absehbarer zeit aus dem ruhrgebiet ziehen, auch wenn ich gerne hier bliebe. schon heute würde mir ein anderer wohnort (innerhalb des ruhgebiets) besser gefallen, als ich habe.

Das mag tatsächlich eine "Normalität" für viele geworden sein, macht es aber keines Wegs besser. Ich hab vorher eine weile mit meiner Freundin in Wedding gewohnt, da war es zur Arbeit fast nur noch ein Fußweg. Wir haben uns halt vor Jahren Entschieden wieder zurück ins schöne Köpenick zu ziehen, zur Familie und zu Freunden. Mich stört es nicht wirklich 1,30 Stunden zur Arbeit zufahren, wenn das drumherum passt. Ich muss halt einmal durch die Stadt hindurch Fahren, das ist halt kein üblicher Fahrweg zu Stoßzeiten wie auf dem Land. Nehme ich aber irgendwie in Kauf. Ich bin in Berlin aufgewachsen und würde hier auch gern Sterben.

Ich finde es tatsächlich gruselig, was Menschen mit sich wegen ihrem Job machen lassen. Ich hab mir extra einen Job gesucht, der in Berlin auch gefragt ist um hier nicht in Zukunft wegziehen zu müssen, weil mir Heimat, Freunde und Familie wichtig ist. Wenn ich hier in Zukunft (trotz relativ guten Jobs) wegziehen müsste, hätte ich tatsächlich nichts dagegen wenn viele Autonome Chaostage in Berlin veranstalten würden. Wenn das die Zukunft für Berlin ist, kann Berlin gerne mit mir Untergehen.

Egal für wie "Normal" man mir das ganze verkaufen möchte. Das ist meine Heimat und die nimmt mir keiner. Im absoluten Notfall gehe ich in den Untergrund und schließe mich der Antifa an und zerficke den ganzen kapitalistischen Landen mit.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben