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Der Politikthread

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Aus der eigenen "Genervtheit" hätte ich das Theater auch lieber früher als später beendet gehabt. Aber man muss sich immer die Konsequenzen, auch und gerade für uns Europäer vor Augen halten.

Ein No Deal-Brexit morgen hätte erst ein unbeschreibliches Chaos zur Folge gehabt, in vielen Bereichen dann für eine lange Zeit massive Einschränkungen, die auch unsere Wirtschaft hart treffen würden.

Da kann sich auch ein Macron mal ganz gut als Weltpolitiker hinstellen, ER will auch nicht der Buhmann sein, der sein Land und die EU mit ins Chaos gezogen hat.
 
Isses nicht ein guter Move, die Briten nochmal an einer EU-Wahl teilnehmen zu lassen? Wäre doch quasi wie ein indirektes Referendum
 
Ich frage mich eben, was bis Oktober so anders werden soll. In den letzten Wochen wurde doch gezeigt, dass sich das Unterhaus auf überhaupt nichts einigen kann. Und wenn wir bei der Prämisse bleiben, dass die EU nicht nachverhandelt, wird es bis Oktober doch ganz genauso bleiben.
Wie gesagt, ich verstehe es nicht mehr. Mir bleibt nur die Hoffnung, dass ich eh keine Ahnung habe und hinter den Kulissen Wissen vorhanden ist, dass es doch noch alles gut ausgeht.
 
Unsere Digitalministerin:

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„Ich hab mir gedacht: Was ist die Berliner Variante für das Dirndl? Und dann bin ich auf das hier gekommen“, sagte Bär auf der Bühne zu Moderatorin Ina Müller.

:ugly:
 
Zur Sache mit dem Oktober: Das ist nur der Fall wenn die Brieten an der EU Wahl teilnehmen, sonst ist im Juni bereits Schluss, um die Bildung des neuen Parlaments nicht zu gefährden. Die Brieten hatten bisher keine Ambitionen teilzunehmen.
 
tenor.gif
 
Nachdem was die letzten Wochen passiert ist, kann ich mir nicht mehr vorstellen, das die dem Deal doch noch zustimmen.

Wir werden Ende Oktober in der gleichen Situation sein wie jetzt.

Die Briten wollen weiterhin Cherry picken, der Deal kommt für die nicht in Frage und die EU wird den hoffentlich keinen cm entgegen kommen.

Im Grunde müsste sich der Deal für die Briten jede Woche automatisch verschlechtern.
 
Mir als Mensch ist es da völlig Wurscht wie der Markt das seit Jahren in anderen Städten oder Ländern geregelt hat. In Hongkong wohnt man als gering Verdiener mittlerweile mit mehreren Familien in einer vier Zimmer Wohnung, wo man die einzelnen Zimmer zur "Apartments" umgebaut hat und teilt sich Küche und Bad. Anderswo in Hongkong lebt man in übereinander gestapelten 2m² Käfigen zu 6-8 in einem Zimmer.

M.M.n. sollte Wohnraum kein Spekulationsobjekt sein (ist es aber viel zu oft). Wohnen und ein Dach übern Kopf zu haben ist etwas so essenziell notwendiges wie der Zugang zu sauberer Luft, Wasser und Essen. Natürlich muss nicht jeder Zentral Wohnen, aber ich finde es sollte schon ein Anrecht bestehen auf eine würdevolle Wohnung (den Arbeits- und Lebensumständen entsprechend) und auch ein Anrecht auf seine Heimat. Ich habe in meinem privaten Umfeld eine handvoll Freunde die man eher als gering Verdiener einstufen würde:

* Da wäre zum Beispiel guter Bekannter (27 Jahre, Singel) der als Tischler arbeitet und maximal 1200 Euro im Monat Netto verdient. Der ist vor 2 Jahren in seine erste eigene Wohnung gezogen (hat davor mehrere Jahre mit Freunden in einer WG gewohnt). Da er nicht die hälfte seines mickrigen Gehalts für seine Wohnung ausgeben wollte hat der sich im absoluten Rand von Berlin abgesetzt und wohnt dort jetzt (unzufrieden) in einem kleinen 1 Zimmer Haushalt in einer Plattenbau Siedlung. Er meint als Tischler kann er froh sein, wenn er in Berlin die nächsten Jahre mal 1400 Euro raus haben wird. Mittlerweile ist er mit der Wohnsituation so unzufrieden dass er Berlin nur noch den Rücken kehren möchte.

* Weiteres Beispiel. Ne gute enge Freundin (34 Jahre, Singel), arbeitet als Sozialarbeiter und betreut behinderte Menschen. Die wohnt aktuell immer noch in einer 3 Mann/Frau WG in Kreuzberg (nicht in der schönen Ecke) und blättert dafür fast die Hälfte ihres Gehalts dafür hin. Sie würde aber schon gerne ausziehen (in eine eigene Wohnung), will aber nicht noch dezentraler Wohnen als jetzt. Auch will sie nicht vom schönen Altbau ablassen. Wohnt daher erstmal weiterhin für unbestimmte Zeit mit 34 in einer WG.

* Weiteres Beispiel. Ne Bekannte um drei Ecken (44 Jahre alt, neuerdings Singel mit 2 Kindern), hat sich vor 5 Monaten von ihrem Mann getrennt. Er ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Sie arbeitet als Pflegekraft im Altenheim. Muss jetzt beim Jobcenter (wegen ihren zwei Kindern Aufstocken, sonst würde es nicht reichen). Würde gerne in eine günstigere Wohnung umziehen, aber alles was der Markt für sie ausspuckt (gering Verdiener, Single plus 2 Kinder) wäre ne scheiß Plattenbau Wohnung im tiefsten Berliner Osten.


Leute, mir tut es um solche Leute echt leid. Das sind keine "normalen" Zustände in Berlin. Ich kann das einfach nicht mehr anderes Beschreiben als unwürdig und ekelhaft. Und jeder der mir mit Angebot und Nachfrage kommt, kann mir getrost den Buckel runterrutschen bis er an meinem Arsch ankommt.

Verstehe die Problematik, allerdings muss ich dir sagen, dass ich als Stuttgarter über die Berliner Mieten nur lachen kann. Berlin war viele Jahre ziemlich günstig zum Wohnen, mittlerweile passt es sich an.
 
Aus der eigenen "Genervtheit" hätte ich das Theater auch lieber früher als später beendet gehabt. Aber man muss sich immer die Konsequenzen, auch und gerade für uns Europäer vor Augen halten.

Ein No Deal-Brexit morgen hätte erst ein unbeschreibliches Chaos zur Folge gehabt, in vielen Bereichen dann für eine lange Zeit massive Einschränkungen, die auch unsere Wirtschaft hart treffen würden.

Da kann sich auch ein Macron mal ganz gut als Weltpolitiker hinstellen, ER will auch nicht der Buhmann sein, der sein Land und die EU mit ins Chaos gezogen hat.

Selbst die deutsche Industrie wünscht sich lieber einen harten Brexit als weiter diese unsichere und ewig dauernde Hängepartie.... die EU konnte sich gerade noch so auf einen gemeinsamen Kompromiss einigen, langsam bröckelt da der Zusammenhalt. Das kann nicht gut für uns sein....
 
Selbst die deutsche Industrie wünscht sich lieber einen harten Brexit als weiter diese unsichere und ewig dauernde Hängepartie.... die EU konnte sich gerade noch so auf einen gemeinsamen Kompromiss einigen, langsam bröckelt da der Zusammenhalt. Das kann nicht gut für uns sein....

Da hätte ich jetzt aber gerne ein paar valide Quellen für. Bitte nicht die BILD.

Ich hab vorgestern noch ein Interview mit einem BDI-Vertreter gehört, der sich ganz klar gegen einen No Deal ausgesprochen hat. Alleine das Chaos in Calais/Dover würde Milliarden kosten. Vom Chaos der Wartezeiten in den Produktionen ganz abgesehen. Da werden jeden Tag knapp 11.000 LKW abgefertigt.
 
Also als Teil der "deutschen Industrie", was auch immer das bedeuten mag, wünsche ich mir überhaupt keinen Brexit. Freier Handel ist besser für die "deutsche Industrie" als Zölle oder generell UK als Drittland.
 
Als einer der führenden Logistikkonzerne geht es uns auch so. Selbst das Ungewisse ist hier erheblich besser, weil so Contingency-Pläne ausgearbeitet werden können. Der Brexit wäre die eigentliche Katastrophe.
 
Mir als Mensch ist es da völlig Wurscht wie der Markt das seit Jahren in anderen Städten oder Ländern geregelt hat. In Hongkong wohnt man als gering Verdiener mittlerweile mit mehreren Familien in einer vier Zimmer Wohnung, wo man die einzelnen Zimmer zur "Apartments" umgebaut hat und teilt sich Küche und Bad. Anderswo in Hongkong lebt man in übereinander gestapelten 2m² Käfigen zu 6-8 in einem Zimmer.

M.M.n. sollte Wohnraum kein Spekulationsobjekt sein (ist es aber viel zu oft). Wohnen und ein Dach übern Kopf zu haben ist etwas so essenziell notwendiges wie der Zugang zu sauberer Luft, Wasser und Essen. Natürlich muss nicht jeder Zentral Wohnen, aber ich finde es sollte schon ein Anrecht bestehen auf eine würdevolle Wohnung (den Arbeits- und Lebensumständen entsprechend) und auch ein Anrecht auf seine Heimat. Ich habe in meinem privaten Umfeld eine handvoll Freunde die man eher als gering Verdiener einstufen würde:

* Da wäre zum Beispiel guter Bekannter (27 Jahre, Singel) der als Tischler arbeitet und maximal 1200 Euro im Monat Netto verdient. Der ist vor 2 Jahren in seine erste eigene Wohnung gezogen (hat davor mehrere Jahre mit Freunden in einer WG gewohnt). Da er nicht die hälfte seines mickrigen Gehalts für seine Wohnung ausgeben wollte hat der sich im absoluten Rand von Berlin abgesetzt und wohnt dort jetzt (unzufrieden) in einem kleinen 1 Zimmer Haushalt in einer Plattenbau Siedlung. Er meint als Tischler kann er froh sein, wenn er in Berlin die nächsten Jahre mal 1400 Euro raus haben wird. Mittlerweile ist er mit der Wohnsituation so unzufrieden dass er Berlin nur noch den Rücken kehren möchte.

* Weiteres Beispiel. Ne gute enge Freundin (34 Jahre, Singel), arbeitet als Sozialarbeiter und betreut behinderte Menschen. Die wohnt aktuell immer noch in einer 3 Mann/Frau WG in Kreuzberg (nicht in der schönen Ecke) und blättert dafür fast die Hälfte ihres Gehalts dafür hin. Sie würde aber schon gerne ausziehen (in eine eigene Wohnung), will aber nicht noch dezentraler Wohnen als jetzt. Auch will sie nicht vom schönen Altbau ablassen. Wohnt daher erstmal weiterhin für unbestimmte Zeit mit 34 in einer WG.

* Weiteres Beispiel. Ne Bekannte um drei Ecken (44 Jahre alt, neuerdings Singel mit 2 Kindern), hat sich vor 5 Monaten von ihrem Mann getrennt. Er ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Sie arbeitet als Pflegekraft im Altenheim. Muss jetzt beim Jobcenter (wegen ihren zwei Kindern Aufstocken, sonst würde es nicht reichen). Würde gerne in eine günstigere Wohnung umziehen, aber alles was der Markt für sie ausspuckt (gering Verdiener, Single plus 2 Kinder) wäre ne scheiß Plattenbau Wohnung im tiefsten Berliner Osten.


Leute, mir tut es um solche Leute echt leid. Das sind keine "normalen" Zustände in Berlin. Ich kann das einfach nicht mehr anderes Beschreiben als unwürdig und ekelhaft. Und jeder der mir mit Angebot und Nachfrage kommt, kann mir getrost den Buckel runterrutschen bis er an meinem Arsch ankommt.

Ist halt die Frage, was man möchte. In deiner Wunschvorstellung gibt es eigentlich nur noch einen Akteur, der Wohnhäuser baut - der Staat. Für niemanden sonst würde es dann noch Sinn ergeben, größere Wohngebäude zu bauen. Das Chance/Risiko Verhältnis für private Anbieter ist schon jetzt relativ schlecht in Deutschland. In dem Fall wäre es dann völlig illusorisch.
 
@Zimtzicke : finde übers Handy gerade nur Einzelstimmen dazu...

Also als Teil der "deutschen Industrie", was auch immer das bedeuten mag, wünsche ich mir überhaupt keinen Brexit. Freier Handel ist besser für die "deutsche Industrie" als Zölle oder generell UK als Drittland.

Natürlich aber so wird der Zusammenhalt der EU gefährdet und das kann auf Dauer viel schlimmere Auswirkungen haben als die Briten jetzt endlich rauszuwerfen.... va lähmt dieses Chaos ja auch alle anderen politischen Prozesse und bindet unheimliche Ressourcen.
Gibt es einen hatten Brexit könnte die EU sogar gestärkt daraus hervorgehen wenn alle Mitglieder sehen wie scheiße es den Briten dann geht... siehe abgesagter Swexit Versuch....
 
Wahrscheinlich ist es jetzt so, dass die Gespräche zwischen Labour und Tories tot sind. Labour denkt durch die Verlängerung jetzt wieder, dass sie doch genug Zeit hätten, um auf Neuwahlen hinzuarbeiten. Und die Tories machen das, was sie vorher gemacht haben - alles ablehnen. Und im Oktober sind wir wieder genau da, wo wir jetzt sind und wo wir auch 2016 schon waren :).
 
@Zimtzicke : finde übers Handy gerade nur Einzelstimmen dazu...



Natürlich aber so wird der Zusammenhalt der EU gefährdet und das kann auf Dauer viel schlimmere Auswirkungen haben als die Briten jetzt endlich rauszuwerfen.... va lähmt dieses Chaos ja auch alle anderen politischen Prozesse und bindet unheimliche Ressourcen.
Gibt es einen hatten Brexit könnte die EU sogar gestärkt daraus hervorgehen wenn alle Mitglieder sehen wie scheiße es den Briten dann geht... siehe abgesagter Swexit Versuch....

Also ob es in organisatorischen Organen der EU Chaos oder eine hohe Ressourcenbindung gibt, ist mir als Unternehmen völlig egal. Ich will einfach meine Waren und Dienstleistungen nach UK shippern können und das mit minimalen Hinternissen.
 
Also ob es in organisatorischen Organen der EU Chaos oder eine hohe Ressourcenbindung gibt, ist mir als Unternehmen völlig egal. Ich will einfach meine Waren und Dienstleistungen nach UK shippern können und das mit minimalen Hinternissen.

Wenn dein Unternehmen den Großteil des Geldes in UK verdient mag das nachvollziehbar sein. Falls nicht kann das langfristig auch ein Schuss ins Knie sein. Spätestens wenn Du von Chinesen und Amerikanern gefickt wirst und eine immer schwächere, mit sich selbst beschäftigte und politisch destabilisierte EU nichts dagegen unternehmen kann.
 
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