Ihr habt doch alle keine Ahnung, sorry.
Mit so einer Aussage schießt man sich normal in beide Knie
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Ihr habt doch alle keine Ahnung, sorry.
Aber du kannst doch nicht die Augen davor verschließen, wo exzessive Verschuldung hinführt. Siehe Griechenland. Würden wir jetzt wieder Jahr für Jahr Schulden machen, würde das natürlich noch eine ganz Zeit lang gut gehen. Vielleicht sogar 20, 30 Jahre lang. Aber irgendwann ist eben Schluss. Und dann wird die Zeche bezahlt. Wie gesagt, siehe Griechenland.
30 Mrd Euro alleine für Zinsen jährlich und mit zusätzlichen Schulden sogar noch weit mehr, sind für dich also kein Problem?
Die EU gibt seit Jahren an, dass die Schulden für einzelne EU-Staaten nicht über 60% des jährlichen Bruttoinlandsprodukt liegen sollte um bei Krisenzeiten Handlungsfähig und nicht in Liquiditätsengpässe zu kommen. Wir können von Glück reden, dass der Marktzins aktuell so niedrig ist und es aktuell nur bei ~30 Mrd Euro jährlich blieb. Deutlschlad hält sich lediglich an EU vorgaben und versucht das Ziel "60% Schulden aufs BIP" umzusetzen.
Siehe oben. Es geht ja auch nicht darum gar keine Investitionen mehr zu machen, sondern darum Schulden die man seit den 70iger-2010er Jahren gemacht hat auch endlich mal etwas zu tilgen. Was soll den das bringen immer weitere Schulden zu machen und die jährliche Zinslast immer weiter zu erhöhen, von jetzt 30 Mrd zu 40, 50, 60 ... 100 Mrd? Wir liegen aktuell schon über 60% des jährlichen BIP. Die Richtline der EU kommt nicht von ungefähr.
So ein exponentieller zuwachs an Schulden ist einfach gefährlich. Die Wirtschaft wuchs im vergleich eher Linear. Das steht in keinem Verhältnis
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Auch Japans Schuldenquote wird von vielen Ökonomen als hochgradig problematisch angesehen ...
Wie kann man es als Problem sehen, wenn der Staat in eine vernünftige Zukunft investieren würde? Wo "lebt" Deutschland über seine Verhältnisse? Nur weil es nicht höchste Priorität hat, die Schulden zurück zu zahlen?
Geh mal in einige Schulen und behaupte weiterhin wir würden vernünftig in die Zukunft investieren. Das ist armselig was wir uns in diesem Bereich erlauben.
Aber ja in einigen Bereichen wird Geld verschwendet und es läuft absolut nicht rund. Alleine schon das gewisse Geldmengen vollkommen aufgebraucht werden müssen, nur damit das Geld das Jahr darauf nicht gekürzt wird.
@Steffko Dann sag mir doch einfach wo du mir die Grenze ansetzen würdest. Irgendwelche Richtwerte muss es ja geben. Deutschland setzt einfach EU Richtlinien um und wappnet sich durchs umsetzten dieser Richtlinie für Krisenzeiten. Zudem scheinen die Goldenen Wirtschaftsjahre einfach vorbei zu sein und die Konkurrenz einfach zu Hoch (Chine, Indien) welches eine gleichbleibend hohe Verschuldungsrate einfach wirtschaftlich nicht mehr her gibt. Die hohen Ausgaben die durch die Bankenkrise entstanden sind versucht man jetzt einfach zu korrigieren und ist auf dem Guten Weg in 2-5 Jahren die EU Richtline von 60% umzusetzen. Der Anteil der Verschuldung aufs BIP war mal 80% hoch.
Und mir ist es völlig egal was andere Ökonomen sagen, wenn sie kein alternativ Programm und Richtwerte liefern die breiten Anklag erhalten.
Du vergisst zudem, dass Weltweit seit Jahren nur noch Wachstumssteigerung von 1-5% drin sind. Solche guten Jahre wie in den 70iger-90iger Jahren sind einfach rum. Einzig China und Indien erreichen noch gute 7%, das kommt aber so langsam auch zum erliegen.
Wichtig ist, dass Deutschland beim Wirtsschatfswachstum mit Ländern ähnlicher Entwicklungsstufe mit halten kann und dass tut es. Daher ist eine weitere Verschuldung gerade einfach auch nicht nötig. Und man kann sich eher dem Umsetzen der EU Richtlinie zuwenden.
Du vergisst zudem, dass Weltweit seit Jahren nur noch Wachstumssteigerung von 1-5% drin sind.

Einfach aufhören über unsere Verhältnisse zu leben, Problem solved.
Dieser Schulden Ping-Pong sollte einfach aufhören. Wir verschulden uns mehr und mehr und nehmen immer höhere jährliche Zinszahlungen auf uns auf, nur weil das andere auch machen? Und natürlich gibt es einen Punkt des no-Returns, wo auch keine weiteren Neuverschuldungen mehr helfen.
Und es ist ja nicht so, dass wir gar nicht in die Zukunft Investieren. Wir haben immer noch einen jährlichen Wirtschaftszuwachs und ein Haushalt der unterschiedlichste Projekte bedient und ermöglicht. Dafür muss man nicht zwingend Neu-Verschuldungen in kauf nehmen.
Und es gäbe noch andere Möglichkeiten an ein höheres Haushaltsgeld zu kommen, einfach mal ordentlich die besteuern, die seit Jahrzehnten von diesem System wie wild profitieren.
Auch Japans Schuldenquote wird von vielen Ökonomen als hochgradig problematisch angesehen ...

...Es wird höchste Zeit, die Deutschen daran zu gewöhnen, dass es weder wahrscheinlich noch wirtschaftlich wünschenswert ist, jedes Jahr eine schwarze Null zu kriegen - und im Gegenteil bald die bessere Nachricht sein könnte, dass der Finanzminister auch mal etwas Rotes aufstellt. Um das Land vor größeren Desastern zu bewahren. ...
"Du vergisst zudem, dass Weltweit seit Jahren nur noch Wachstumssteigerung von 1-5% drin sind." - Zitat Cycron
Ach ja![]()
Spanien hatte vor der Krise eine Staatsverschuldung in Höhe von etwa 40% des BIP, Deutschland lag zu dem Zeitpunkt bei etwa 60%. Ist Spanien deshalb besser durch die Krise gekommen? (Nein!)
Wichtig ist, dass man mit Augenmaß und mit Blick auf die Zukunft wirtschaftet. Heute Ausgaben nicht zu machen, die sich in Zukunft rentieren, ist der beste Weg um sicherzustellen, dass Deutschland in 5, 10 oder 20 Jahren nicht mehr so wettbewerbsfähig ist wie heute.
Und der Markt hat auch total Angst. Die verlangen aktuell nominal 0,071% Zinsen auf eine 10-jährige japanische Staatsanleihe (real verlieren die Investoren dabei also Geld!). Nicht, dass ich unbedingt den Weg Japans empfehlen würde. Es soll nur verdeutlichen, dass ein Staat nicht bei irgend einem Prozentsatz X an Verschuldung plötzlich zusammenbricht. So einfach ist es nicht.
https://de.investing.com/rates-bonds/japan-10-year-bond-yield
Eine Demokratie ist relativ langsam. Umverteilung dauert. Und zwar Jahre. Niemand plädiert für weiter so und stumpf weitere schulden. Wir haben aber einen großen berg an Investionen vor uns, der irgendwie gestemmt werden muss. Bis wir das allein durch Umverteilung uns intelligente eigene Lösungen geschafft haben, sind die strašen und die Bildung völlig im Eimer. Polizei unterbesetzt usw usf.
Noch dazu ist die aktuelle Situationen nun Mal günstig, um neue schulden aufzunehmen und diesem investitionsstau Herr zu werden.
Den Staatshaushalt in Griff zu haben klingt natürlich immer gut. Aber dafür ist Timing wichtig. In einer Welt von Schuldnern der einzige Gläubiger zu sein, der sein Geld nie zurück belommen wird, ist schlicht dumm. Während andere Länder investieren, exportieren wir unser Kapital und werden einen beträchtlichen Teil davon nie wiedersehen - während gleichzeitig unsere Infrastruktur bröckelt oder gar nicht erst vorhanden ist (siehe Internet).
Als ob Thomas Fricke unsere Diskussion gesehen hätte
StaatshaushaltWann wird Deutschland rot?
Die Frage ist nicht, ob Finanzminister Olaf Scholz Defizite im Etat einfährt, sondern wann - und wie gut die Schulden dann investiert sind. Höchste Zeit, das Land darauf vorzubereiten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...wird-der-deutsche-haushalt-rot-a-1259068.html
Ja, weil du - so wie ich dich verstanden habe - bei der Staatsverschuldung für ein weiter so plädierst ähnlich wie wir es in den 70igern- 2010er Jähren betrieben haben. Daher der wink, dass diese Fetten Jahre schlich weg vorbei sind und solche Verschuldungsraten bei einem realen Wirtschaftswachstum von lediglich 1-5% nicht mehr angebracht sind. Außer man quer refinanziert sie durch neue oder höhere Steuern. Und wir sind uns beide sicherlich Einig, dass die Steuerbelastung für kleine bis mittlere Haushalte sin Deutschland schon hoch genug sind. Denn dass man denen an den Kragen geht die von dieser Wirtschaftsleistung seit Jahrzehnten am meisten profitieren sehe ich einfach auch in Zukunft nicht kommen.

Wir müssen nicht Zwingend immer wieder neue Schulden aufnehmen, wir müssen einfach mal Anfangen es von dort abzuzweigen wo es im Überfluss ankommt und es gerechter verteilen. Dann wäre auch das Geld da für Projekte wie sie dir vorstreben.
Richtig, die 60% zum BIP sind ja auch "NUR" ein Richtwert und zudem nur eines von vielen, da gäbe es noch die Grenzwerte die von der IWF und Weltbank angegeben werden. Beides sind lediglich Richtlinien an die man sich nicht halten muss, aber ökonomisch Sinn ergeben um vor allem in Krisenzeiten Handlungsfähig zu bleiben. Und Spanien hat die Immobilien Krise einfach weitaus härter getroffen als Deutschland. Und Deutschland hat sich zudem das abflachen der Krise teuer erkauft die Staatsschulden zum BIP sind von ~60% auf ~75% zum BIP angestiegen. Und genau das bauen wir gerade ab und sind auf einem guten Weg (liegt heute nur noch bei 63% zum BIP).
Wichtig und Interessant ist auch das Realeinkommen des Bundeshaushaltes Versus Ausgaben, ob das Einkommen ausreicht um die Zinslast der Staatsschulden jährlich auch zu bedienen. Das Realeinkommen des Bundeshaushaltes lag 2018 im Vergleich zum BIP (3.386 Mrd. Euro) bei "nur" 343 Mrd. Euro und die Ausgaben für die Zinslast bei einem traumhaft historisch niedrigen Zinssatz bei "nur" 19 Mrd. Euro. Nimmt aber trotzdem mit "nur" 5,65% der gesamt Ausgaben den 4t größten Posten ein. Mehr fressen nur die Posten Arbeit und Soziales (139 Mrd. Euro), Verteidigung (38 Mrd. Euro) und Verkehr und digitale Infrastruktur (27 Mrd. Euro).
2012 lag der Posten aber mal mit 32 Mrd. Euro an Zweiter Stelle. Da lag der Zinssatz aber auch "nur" bei knapp unter 2%, der lag aber viele Jahre zuvor stabil bei 3-4%. Man sollte also nicht den Fehler begehen die Schuldenlast erneut zu erhöhen, nur weil der Marktzins aktuell das bedienen "leicht" macht. Der Posten kann nämlich bei einem wieder anstieg des Markzins mächtig durch die Decke gehen. Wir können von Glück reden das der für Deutschland aktuell so niedrig liegt und man uns eine hohe Bonität voraussagt und daher solch niedrige Zinssätze gewährt.
Das gleiche Augenmaß ist aber auch für die Höhe der zukünftigen Belastung geboten und gefragt. Wer wie wild immer mehr und höhere Schulden aufnimmt und den jährlichen Etat immer höher und stärker durch Bundesschulden belastet, fickt sich irgendwann damit auch ins eigne Knie. Die Mischung machts, für viele Ökonomen sind sogar die Richtlinien der EU zu hoch angesetzt und Empfehlen eher 40% des BIP. Deutschlands hohe standards in Form von Sozialleistungen sollte man hier auch nicht vergessen. Wir haben vergleichsweise extrem Hohe Grund und Fixkosten im vergleich zu anderen EU Staaten. Dass lässt einfach deutlich weniger Spielraum für Schuld-Zins-Rückzahlungen.
Schön, dass Japan das noch bedienen kann. Aber wie lange noch? Die stecken TATSÄCHLICH in einer Krise, Händeln das aber einfach noch vergleichsweise gut. Zudem sind das lediglich versprechen für die nächsten 10 Jahre, wie sieht der Kurs dann erst nach diesen 10 Jahren aus? Und wie lange schiebt Japan altlasten schon vor sich her?
Ist also kein Punkt für "Mehr schulden machen ist ok, Japan kriegt das aktuell ja auch hin"
Erstens habe ich das nirgends geschrieben und zweitens habe ich doch schon geschrieben, dass gerade diese Zeitspanne nicht als Maßstab taugt, weil sie zwei riesen Ereignisse (Wiedervereinigung und schwerste Rezession seit 1929) drin hatte, die die Zahlen verzerren!
Ich muss das nochmal sagen: die Aussage ist so einfach untauglich. Du gehst da mit extrem grobem Pinsel über öffentliche Ausgaben und Einnahmen von jeweils einer Billion Euro+. Da musst du schon entweder ins Detail gehen (was KONKRET soll weg? Was soll wohin verteilt werden? Welche Konsequenzen hätte das für die Wirtschaft?) oder du lässt es ganz.
Ich muss das nochmal sagen: man kann nicht sagen, dass irgend ein pauschaler "Richtwert" für eine Gesamtverschuldungsquote ökonomisch Sinn ergibt. Deswegen kritisieren ja gerade viele Ökonomen die 60%. Wenn 60% gut sind, warum dann nicht 40, 20, 0 oder sogar ein +?
Das sind interessante Zahlen, aber was willst du damit jetzt sagen? Vielleicht sind 32 Mrd. ein Problem, vielleicht auch nicht, weil die Schulden, durch die diese 32 Mrd. an Zinszahlungen zustandegekommen sind, das ganze wunderbar refinanzieren. Wenn der Zinssatz wieder ansteigt, könnten wir übrigens immernoch anfangen, weniger neue Schulden aufzunehmen. Das ist einer meiner Punkte. Aktuell ist der Zinssatz so niedrig, dass wir das Geld praktisch geschenkt bekommen. Da könnte man unglaublich viele Projekte auf 5, 10 oder gar 20 Jahre auflegen (auch die 20-jährige deutschen Staatsanleihen rentieren lächerlich niedrig: https://de.investing.com/rates-bonds/germany-20-year-bond-yield ). Wenn bis dorthin der geforderte Zinssatz plötzlich bei 3, 4, 5% liegt, kann man immernoch den Gürtel enger schnallen.
Wer denn z.B.?
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