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Der Politikthread

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Warum?




Doch, es ist in der Tat vollkommener Normalzustand für Staaten Schuldenberge anzuhäufen. Wenn der Schuldenberg Handlungsspielräume einschränkt, aber gleichzeitig der Grund für den Schuldenberg mehr Handlungsspielräume freigibt, dann ist das netto eine gute Sache. Und man kann sich jetzt auch nicht einfach an Italien aufhängen und so tun, als ob all die anderen Staaten, die ebenfalls riesige (wenn auch nicht so riesige) Schuldenberge haben, aber wunderbar funktionieren, nicht existieren würden.

Ein ganz simples Beispiel: das Highway System in den USA ist dadurch entstanden, dass man irgendwann einmal sich überlegt hat, dass es ein enormer Gewinn wäre, das ganze Land mit tollen Straßen zu verbinden. Dann hat man sich angeschaut was das kostet und was es bringt. Am Ende hat mans durchgezogen. Dabei wurde ein riesiger Schuldenberg angehäuft, aber das Potenzial, das die Wirtschaft dadurch gewonnen hat, war viel viel größer, als dieser vermeintliche riesige Schuldenberg.


Man könnte hier noch viel banaler vorgehen: lass uns doch das gesamte Gesundheitssystem abschaffen. Das verursacht doch nur einen riesigen Schuldenberg! Arbeitslosengeld? Schuldenberg! Rente? Schuldenberg! Straßen? Schuldenberg!


Ich glaube nicht, dass es so einfach ist. Und die komplexe Realität lässt sich nicht auf eine Gleichung mit den beiden Variablen Straßen und Wirtschaftswachstum herunterbrechen. Aber ich stimme dir auch nicht nicht zu. Ich sage nur, wes gibt zwei Seiten der Medaille.
Als Kompromiss könnte ich mir vorstellen, dass sich die Neuverschuldung auf ein Niveau beschränkt, dass unterhalb des Wirtschaftswachtums liegt. Also z.B. Wirtschaftswachstum von 1% des BIP, Neuverschuldung von 0,5% des BIP. Das erhöht unseren aktuellen Spielraum, ohne die Schuldenlast real ansteigen zu lassen.
 
Imo ist jetzt der richtige Zeitpunkt um für alles Wichtige richtig Schulden zu machen, denn jetzt kosten sie nix.
 
Imo ist jetzt der richtige Zeitpunkt um für alles Wichtige richtig Schulden zu machen, denn jetzt kosten sie nix.

Sind ja nur 30 Mrd. pro Jahr, bei aktuell niedrigem Marktzins, lass den mal in ein paar Jahren ein paar Prozente rauf gehen, dann kann das schnell mal das doppelte werden. Wir sollten erstmal gucken die über Jahrzehnte angehäuften Schulden endlich mal abzubezahlen.

An Geld mangelt es uns nicht, wir müssten nur mal die richtigen besteuern. Reiche, Super Reiche und Super Duber Reiche Unternehmen. Wäre mal ein Anfang.
 
Wir müssen das mit den Schulden ja nicht bis zu dem Punkt ankommen lassen, wo wir die Zinsen nur noch mit weiteren Schulden abbezahlen können. Ehrlich ihr haushaltet doch auch privat nicht so. Immer mehr Schulden machen und nichts davon abbezahlen bis auf die Zinsen.

Schulden abbezahlen ist halt auch eine Investition in die Zukunft die sich rentiert. Jedes Jahr weniger Ausgaben für die Zinslast. Da haste dann irgendwann dein Plus fürs reinvestieren drin ohne Schulden zu machen.
 
Dann wenn nicht massive Forschung und Entwicklung in neue, zukunftsweisende Technologien den Ton angeben (werden)

Die waren doch immer abverlangt. Wieso haben wir sonst Jahrzehnte lang immer wieder neue Schulden auf uns genommen lassen? Es gab immer etwas zu optimieren, immer irgendeine Technik in die Investiert werden musste.

Das kranke ist doch, dass seit Jahrzehnten sich Länder in die Schulden treiben um mit anderen Ländern die sich in die Schulden treiben zu konkurrieren. Das ist faktisch einfach Krank und Idiotisch.
 
Weil das kein reiner Schuldenberg mehr ist. Sondern bei gleichbleibender "Sparsamkeit" wie heute noch Jahrhunderte dauern dürfte bis er auf ein vergleichbares Niveau wie vor 20 Jahren gesenkt werden könnte.

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Man kann ruhig "mal" Schulden aufnehmen, aber man muss sie auch irgendwie zurückzahlen können.

Edit: Wir sollten die aktuell "relativ" guten Jahre einfach mal dazu nutzen Den Schuldenberg zurück zu zahlen. Denn die nächste Krise kommt sicher schneller als man denkt.

Es bringt überhaupt nichts sich die absoluten Schulden anzuschauen. Das muss immer in Relation zur Wirtschaftsleistung gesetzt werden.

Und nein, man muss als Staat nicht irgendwann alle Schulden zurückzahlen. Das beruht auf der untauglichen Annahme, dass Staaten ähnlich wie private Haushalte wirtschaften müssten. Müssen sie aber nicht. So zu wirtschaften wie private Haushalte wäre sogar ganz furchtbar fatal.


Aktuell kosten uns die Schulden:
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Wenn die mal wegfallen würden, wäre mächtig viel Geld für vieles da.

Weißt du wie viel unserer Wirtschaftskraft wegfallen würde, wenn wir jetzt auf Teufel komm raus anfangen unsere Schulden abzubauen? Dann haben wir keine Straßen mehr, keine Krankenhäuser, kein gar nichts. Und damit auch kein Geld.


Ich glaube nicht, dass es so einfach ist. Und die komplexe Realität lässt sich nicht auf eine Gleichung mit den beiden Variablen Straßen und Wirtschaftswachstum herunterbrechen. Aber ich stimme dir auch nicht nicht zu. Ich sage nur, wes gibt zwei Seiten der Medaille.
Als Kompromiss könnte ich mir vorstellen, dass sich die Neuverschuldung auf ein Niveau beschränkt, dass unterhalb des Wirtschaftswachtums liegt. Also z.B. Wirtschaftswachstum von 1% des BIP, Neuverschuldung von 0,5% des BIP. Das erhöht unseren aktuellen Spielraum, ohne die Schuldenlast real ansteigen zu lassen.

Ja mei, wenn man also mal ne heftige Rezession hat, dann muss die Neuverschuldung weit ins Negative gehen? Perfektes Rezept, um die eigene Wirtschaft komplett zu ruinieren :D


Wir müssen das mit den Schulden ja nicht bis zu dem Punkt ankommen lassen, wo wir die Zinsen nur noch mit weiteren Schulden abbezahlen können. Ehrlich ihr haushaltet doch auch privat nicht so. Immer mehr Schulden machen und nichts davon abbezahlen bis auf die Zinsen.

Schulden abbezahlen ist halt auch eine Investition in die Zukunft die sich rentiert. Jedes Jahr weniger Ausgaben für die Zinslast. Da haste dann irgendwann dein Plus fürs reinvestieren drin ohne Schulden zu machen.

Ich muss das hier nochmal sagen: private Haushalte wirtschaften komplett anders, als Staaten (oder z.B. auch Unternehmen). Was ein ganz wichtiger Unterschied ist: viele Ausgaben von dir hängen nicht mit deinen Einnahmen zusammen (bspw. Eis essen gehen oder in Urlaub fahren). Beim Staat ist das ganz anders (z.B. Arbeitslosengeld).
 
Was bringt es uns, ne schwarze Null zu haben, wenn wir nicht in die Zukunft investieren? Denn DAS bezahlen die nachfolgenden Generationen.
Schulden, die bedient werden können sind nicht wirklich ein Problem.


30 Mrd Euro alleine für Zinsen jährlich und mit zusätzlichen Schulden sogar noch weit mehr, sind für dich also kein Problem?
Die EU gibt seit Jahren an, dass die Schulden für einzelne EU-Staaten nicht über 60% des jährlichen Bruttoinlandsprodukt liegen sollte um bei Krisenzeiten Handlungsfähig und nicht in Liquiditätsengpässe zu kommen. Wir können von Glück reden, dass der Marktzins aktuell so niedrig ist und es aktuell nur bei ~30 Mrd Euro jährlich blieb. Deutlschlad hält sich lediglich an EU vorgaben und versucht das Ziel "60% Schulden aufs BIP" umzusetzen.

Es bringt überhaupt nichts sich die absoluten Schulden anzuschauen. Das muss immer in Relation zur Wirtschaftsleistung gesetzt werden.

Und nein, man muss als Staat nicht irgendwann alle Schulden zurückzahlen. Das beruht auf der untauglichen Annahme, dass Staaten ähnlich wie private Haushalte wirtschaften müssten. Müssen sie aber nicht. So zu wirtschaften wie private Haushalte wäre sogar ganz furchtbar fatal.

Weißt du wie viel unserer Wirtschaftskraft wegfallen würde, wenn wir jetzt auf Teufel komm raus anfangen unsere Schulden abzubauen? Dann haben wir keine Straßen mehr, keine Krankenhäuser, kein gar nichts. Und damit auch kein Geld.

Siehe oben. Es geht ja auch nicht darum gar keine Investitionen mehr zu machen, sondern darum Schulden die man seit den 70iger-2010er Jahren gemacht hat auch endlich mal etwas zu tilgen. Was soll den das bringen immer weitere Schulden zu machen und die jährliche Zinslast immer weiter zu erhöhen, von jetzt 30 Mrd zu 40, 50, 60 ... 100 Mrd? Wir liegen aktuell schon über 60% des jährlichen BIP. Die Richtline der EU kommt nicht von ungefähr.
 
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Aber du kannst doch nicht die Augen davor verschließen, wo exzessive Verschuldung hinführt. Siehe Griechenland. Würden wir jetzt wieder Jahr für Jahr Schulden machen, würde das natürlich noch eine ganz Zeit lang gut gehen. Vielleicht sogar 20, 30 Jahre lang. Aber irgendwann ist eben Schluss. Und dann wird die Zeche bezahlt. Wie gesagt, siehe Griechenland.
 
Wir bekommen aktuell noch Geld, wenn wir schulden machen. Wir können nicht von heute auf morgen alle schulden tilgen. Dahingehend sind Einsparungen also minimal.
Dafür sind Straßen, die mangels fianzieller mittel repariert werden später teurer. Mangelnde Bildung wegen maroder Schulen und schlechter Ausstattung holen wir nie wieder auf. Usw usf.

Keine schulden machen klingt super. Klingt vernünftig. Ist es aber nicht. Ja, schulden werden später zurück bezahlt. Sie sorgen aber dafür, dass es ein vernünftiges später überhaupt gibt. Die schwarze Null ist einfach nur absolut kurzsichtig. Mir ist es doch lieber, meine Kinder zahlen sschulden zurück und haben eine Perspektive, als dass hier alles im Arsch ist.
 
Schulden sollten einfach nicht drastisch schneller anwachsen als die Wirtschaftsleistung eines Landes überhaupt zunimmt oder wächst. Aber dass Tat sie, trotz massiver Investition in marktwirtschaftliche Projekte über Jahrzehnte. Das was man Investiert hat sich bis heute noch nicht refinanziert um ehemalige Lasten mit der zukünftigen höheren Wirtschaftsleistung zu tilgen.


Wir bekommen aktuell noch Geld, wenn wir schulden machen.

Bullshit ... in welcher Welt ist das den Realität, außer für den Fall von Anleihen in form von Zins zuwachs. Wir investieren seit jahrzehnten in Programme die sich bis heute einfach nicht refinanziert haben, alte Lasten konnten die steigene Wirtschaftsleistung auch nicht tilgen. Es wurde stattdessen einfach Jahr für Jahr neue Schulden gemacht.

Ihr habt doch alle keine Ahnung, sorry.
 
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