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Gelbe Westen missbraucht
Rechte Demos in Stuttgart und Wiesbaden / Rassismus und soziale Forderungen


Dass bundesweit vernetzte rechte Kreise gezielt die äußere Form der französischen Gelbwestenbewegung für ihre Zwecke zu kapern versuchen, wurde am Samstag in Stuttgart deutlich. Dort war die AfD zusammen mit einer rechten Gewerkschaft treibende Kraft einer Kundgebung von »Gelbwesten« gegen das Dieselfahrverbot.
...

neues-deutschland.de

Rechte Gewerkschaft? :skep:
 
DA es in Stuttgart war meinen die wahrscheinlich die hier im Artikel erwähnte.

https://www.stuttgarter-nachrichten...rat.c439b339-2bfc-4606-95d2-982ba4bb5e7a.html

Oder eben auch nicht. Soweit ich gehört hab, haben Leute von der AfD sogar das Parteilogo abgeklebt auf deren Plakaten und Politiker durften allgemein keine Reden auf der Diesel Demo schwingen..CDU hat von der Demo abgeraten, nicht aber weil die für doof befunden wurde, sondern weil die keinen Stau Samstags wollen.
 
Wenn man sich unseren Verkehrs-Idioten Scheuer anhört, dann verliert man auch immer mehr den Glauben an die menschliche Intelligenz.

Ein Tempolimit ist "gegen jeden Menschenverstand"? Ja, dann sind wirklich fast alle Länder weltweit wohl ziemlich dumm... :ugly: Mal abgesehen davon, dass es zweifelsfrei den CO2-Ausstoss senkt, so steigert es auch die Verkehrssicherheit und vor allem den Verkehrsfluss.

Ein Tempolimit oder höhere Abgababen senken auch nicht unseren Wohlstand. Denn BMW/Mercedes/Audi verkaufen gerade in China und USA sehr viele Autos... und siehe da, da gibt es Tempolimits. :ugly: So wie in fast allen anderen Ländern auch.

Und natürlich darf man keine Dieselsteuer erheben. Das würde ja viele Menschen treffen. Und Logistiker. Nichtmals das unberechtigte Steuerprivileg des Diesels darf man anfassen. Könnte sich ja was ändern...

Ich hoffe, die Regierung besteht nicht nur aus diesem Deppen.
 
Ich hatte gerade den direkten Vergleich zwischen Amsterdam und der Strecke München-Stuttgart.

Amsterdam: 4-spurige Autobahn, voll befahren, alle (!) mit 130 unterwegs und ein einwandfreier, entspannter Verkehrsfluss

München-Stuttgart: 3-spurige Autobahn, voll befahren, Krieg

Tempomat fahren ist nahezu unmöglich, fährt man 170 auf der linken Spur, wird man spätestens nach 30 Sekunden von hinten weggevettelt...

Nach Stuttgart wurde die Verkehrsdichte dann geringer, die Anzahl der Idioten nimmt aber leider nicht proportional ab...

edit: was ich aber eigentlich sagen will ist, dass es völliger Schwachsinn ist, ein Tempolimit so zu bezeichnen, wie Scheuer es tut. Es gibt viele positive Effekte die man nicht einfach mit einem Satz abtun kann. Zumindest eine sachlich fundierte Diskussion sollte möglich sein.
 
Mal abgesehen davon, dass es zweifelsfrei den CO2-Ausstoss senkt

Das stimmt wohl so nicht.
Gerade kurz gesucht und bei RP Online fündig geworden.

"Der Straßenverkehr ist für etwa zwölf Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Nach Schätzungen würde der Anteil um maximal 0,3 Prozentpunkte sinken - bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 120km/h. Mit Tempo 130 wäre der Effekt noch geringer. Wichtiger wäre, die Zahl der Staus zu reduzieren. Auch mehr Autos, die weniger verbrauchen oder auf alternative Antriebe setzen, wären effektiver."

Zudem wird der Verkehrsfluss auch nicht besser. Ich habe genau die gegenteiligen Erfahrungen gemacht und fahre 3-4x im Jahr richtung Dresden.
Auf der offenen A4 fährst du entspannt wie sonst nirgendswo. Auf den 130er Abschnitten der A7, A5 und A3 ist dagegen Krieg - weil sich auch viele nicht an das Limit halten (In beide Richtungen - zu Langsam oder zu schnell sind).

Richtig ist aber, das der Verkehr in Holland oder Belgien imo. deutlich entspannter war/ist. Imo. aber kein Sieg des Tempolimits sondern der Strafen, die bei Verstoß aufkommen.
 
ist halt immer das gleiche leidige thema: es gibt durchaus sehr gute argumente für ein tempolimit. was für mich dagegen spricht ist, dass ich relativ viel fahre und sich damit meine zeit im auto drastisch erhöht. mag für den, der nur 10k km im jahr fährt egal sein, für mich ist das suboptimal. für mich ist das übrigens auch suboptimal, mit 120/130 über die bahn zu juckeln, weil ich da viel unaufmerksamer bin.

und wenn wir mal weiterdenken und wir es tatsächlich irgendwann schaffen umweltfreundlichere autos zu bauen, fällt das thema auch schon wieder raus. persönlich sehe ich auch eher staus als problem. natürlich kann man auch in nrw auf der bahn mal ballern, aber dann doch in erster linie weil es frei ist. ich würde mal vermuten, dass es eine viel größere belastung ist, dass wir ohne ende staus haben in denen nix passiert.

und auch wenn usa und china tempolimits haben, in europa blasen wir trotzdem weniger ungesundes zeug in die luft. :grins:
 
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