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Der Nachrichten Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • Selbst zu Hause ist man nicht sicher. Erst am Wochenende haben sie bei uns in der Nähe jemanden in seiner Wohnung überfallen. Zwei Täter sind gewaltsam in die Wohnung eingedrungen, haben den Mieter zusammengeschlagen und ausgeraubt. Bis jetzt wurden sie noch nicht gefasst.
     
    Ich geh einfach nicht mehr raus, außer zum Einkaufen oder Ärzten...
    (davon abgesehen bin ich eh nicht der mobilste)

    Unterm Strich ist Deutschland so sicher wie so ziemlich noch nie, auch wenn man angesichts der Berichterstattung genau das Gegenteil annehmen könnte.

    Absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht, gab es nie und wird es wohl auch nie geben.
     
    Ich war die letzten 7 Tagen nach Mitternacht am Holocaust Mahnmal unterwegs und habe mich nicht unsicher gefühlt.

    Man sollte sich wirklich nicht von der Berichterstattung verrückt machen lassen.

    Ich verurteile natürlich jeden Vorfall und wünsche den Opfern nur das Beste, aber es ist trotzdem so unwahrscheinlich, dass man selbst Opfer solch einer Tat wird.

    Selbst bei 10 Messer-Angriffen pro Tag in Berlin, liegt die Chance am Ende nur bei 0,1% pro Jahr, das man selbst betroffen ist.

    Und die reelle Chance ist wahrscheinlich noch geringer, da viele der Taten zwischen irgendwelchen rivalisierenden Gruppen passieren.
     
    Das ist wie bei Hai Angriffen, die Statistik bringt dir einen Scheiß, wenn es dein Bein ist, das ab ist. Die Tatsache dass es jeden jederzeit überall treffen kann ist es, was den Menschen Angst macht, auch weil es total random ist.

    Die Chance von einem Blitz getroffen zu werden ist auch extrem gering, dennoch fühlt man sich unwohl, wenn man auf freier Fläche im Gewitter spazieren geht.

    Und Deutschland so sicher wie noch nie klingt wie ein politisches Statement der Linken. Sorry, aber das kann doch niemand ernst behaupten nach den letzten Monaten.

    Zur Selbstverteidigung darf man weder Messer noch Teleskopschlagstock bei sich tragen, das Problem an der Sache ist nur, dass es Aggressoren und Täter einen Scheiß interessiert, dass es verboten ist.
     
    Zur Selbstverteidigung darf man weder Messer noch Teleskopschlagstock bei sich tragen, das Problem an der Sache ist nur, dass es Aggressoren und Täter einen Scheiß interessiert, dass es verboten ist.
    Wenn du keine Kampferfahrung hast, wird dir ein Messer oder Schlagstock auch nicht weiterhelfen. Wegrennen ist immer die beste Verteidigung. Am besten hat man seine Umgebung im Auge und ist wachsam, um eventuellen Gefahrensituationen aus dem Weg zu gehen.
     
    Wenn du keine Kampferfahrung hast, wird dir ein Messer oder Schlagstock auch nicht weiterhelfen. Wegrennen ist immer die beste Verteidigung. Am besten hat man seine Umgebung im Auge und ist wachsam, um eventuellen Gefahrensituationen aus dem Weg zu gehen.

    Mit einem Stock kann jeder auf einen einschlagen, ich trete ja nicht gegen einen Schwarzen Gürtel an.

    Außerdem ist wegrennen auch nicht immer eine Lösung. Mit meinem Asthma komme ich auch nicht sonderlich weit. :ugly:
     

    Sagen wir es mal so: Es genügt nicht, einfach nur die nackten Zahlen anzuschauen, sondern man benötigt auch weiteren Zusammenhang.

    Bei gewissen Straftaten wird heute z.B. ein höherer Teil der Fälle zur Anzeige gebracht (oder auch genau das Gegenteil). Bei anderen hat sich geändert, in welchen Fällen überhaupt eine Straftat vorliegt. Man denke beispielhaft daran, dass früher der Ehepartner keine Vergewaltigung begehen konnte. In die andere Richtung z.B. die Teillegalisierung von Cannabis.

    Bei Mord und Totschlag hat man diese beiden Probleme wohl eher nicht und dann schaue ich auf eine länger zurückreichende Statistik und sehe das:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tötungsdelikt_(Deutschland)

    In den letzten 10 Jahren hat sich da nichts getan, Rate 3,6-4,0, aber in den 1990ern waren noch Raten von 5 und mehr üblich.


    Hier auch ein schöner Artikel des ZDF zu dem Thema der Kriminalitätsentwicklung mit folgender Einleitung:

    Der Eindruck, Deutschland sei unsicherer geworden, prägt aktuell die politische Debatte. Doch mit der realen Kriminalitätsentwicklung hat das aus Expertensicht nur wenig zu tun.

    https://www.zdf.de/nachrichten/pano...eutschland-sicherheitslage-statistik-100.html

    Wer weiß - vielleicht war Deutschland in den 50ern oder 60ern sicherer als heute - aber zumindest der "früher war alles besser" Touch im Sinne von in den 2000ern, 90ern oder 80ern scheint mir nicht sonderlich faktenbasiert zu sein.


    Und dann vielleicht noch ein ganz anderes Feld als Beispiel: Im Jahr 1990 gab es noch ~11.000 Verkehrstote, heute sind es pro Jahr knapp 3.000.
     
    Unterm Strich ist Deutschland so sicher wie so ziemlich noch nie, auch wenn man angesichts der Berichterstattung genau das Gegenteil annehmen könnte.

    Absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht, gab es nie und wird es wohl auch nie geben.
    Mag sein, aber auf bestimmte Ecken von Berlin trifft das sicher nicht zu und ich habe schon ne Menge erlebt...
     
    Natürlich ist das statistische Risiko nicht sehr hoch, aber wenn ich erfahre dass ein Junge letzte Woche eine Rohrbombe am Westbahnhof zünden wollte, wo meine Tochter täglich zweimal umsteigt, ist mir das völlig egal und ich habe nicht das Gefühl dass es besser wird, ganz im Gegenteil. Der Typ, der seinen Mini in die Demo gefahren hat, war toll integriert. Bodybuiling Meister, sah gut aus, Wohnung, Job, Deutsch, Auto alles kein Problem, trotzdem radikalisiert er sich innerhalb weniger Monate.
     
    Gestern Abend wurde meine Mutter (72) überfallen. Der Täter wollte ihr die Handtasche entreißen. Der Drecksack hat ihr mehrere Schläge ins Gesicht verpasst. Großartig wehren konnte sie sich natürlich nicht. Hat nur ihre Handtasche fest umklammert bis der Täter weggelaufen ist.

    Mit Hilfe einer anderen älteren Frau haben sie den Täter unauffällig verfolgt und nebenbei mit der Polizei telefoniert. Der Täter konnte gefasst werden. Laut Polizei liegt es jetzt an der Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt wird oder nicht. Ich bin gespannt, befürchte aber, dass da nichts passieren wird. Botschaft ist dann klar.

    Meiner Mum geht es den Umständen entsprechend gut. Ist halt brutal fassungslos, dass ihr so etwas passiert ist. Hat im Leben nicht damit gerechnet, dass ihr sowas passieren könnte. Die Zeiten haben sich geändert.
     
    Ist nur eine Vermutung, zumal die Polizei diese Option explizit erwähnt hat. Allerdings mit der Ergänzung, dass sie jedoch „glauben“, dass es zu einem Verfahren kommt. Klingt für mich nach viel Grauzone. Eine eindeutige Aussage zu solchen Vorfällen hört sich imo anders an.
     
    Da kann die Polizei halt auch keine eindeutige Aussage tätigen da das eben die Staatsanwaltschaft entscheidet.
    Polizisten können da dann auch nur mit Erfahrungswerten dienen.

    Mich würde es wegen der Körperverletzung aber auch stark wundern wenn da das Verfahren eingestellt werden würde.
     
    Gestern Abend wurde meine Mutter (72) überfallen. Der Täter wollte ihr die Handtasche entreißen. Der Drecksack hat ihr mehrere Schläge ins Gesicht verpasst. Großartig wehren konnte sie sich natürlich nicht. Hat nur ihre Handtasche fest umklammert bis der Täter weggelaufen ist.

    Mit Hilfe einer anderen älteren Frau haben sie den Täter unauffällig verfolgt und nebenbei mit der Polizei telefoniert. Der Täter konnte gefasst werden. Laut Polizei liegt es jetzt an der Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt wird oder nicht. Ich bin gespannt, befürchte aber, dass da nichts passieren wird. Botschaft ist dann klar.

    Meiner Mum geht es den Umständen entsprechend gut. Ist halt brutal fassungslos, dass ihr so etwas passiert ist. Hat im Leben nicht damit gerechnet, dass ihr sowas passieren könnte. Die Zeiten haben sich geändert.

    Wir reden hier von einem versuchten Raub. Noch dazu gibt es Zeugen und der Täter wurde verfolgt und gefasst. Warum sollte das eingestellt werden? Ist ein Verbrechenstatbestand.

    Alles Gute für deine Mutter.
     
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