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Dass die Gehälter nicht gleich angestiegen sind, ist aber DER springende Punkt. Wenn ich zu meinem Chef geh und sag, alle sist teurer geworden, ich brauch mehr Geld, dann sagt er, alles ist teurer geworden, er kann mir nicht mehr Geld geben. Ist ja schön, wenn das in manchen Branchen besser funktioniert. In den meisten sicherlich nicht.
Du sagst es ja selbst: "Ander Branchen erhöhen die Preise ja auch". Ganz genau. Und genau deshlab ist man als Arbeitnehmer idR deutlich schelchter gestellt, weil man eben KEIN Mittel zum Inflationsausgleich hat und einfach die Preise für die Brötchen oder den haarschitt erhöht.

Also normaler Arbeitnehmer/ Endkunde hat man also fast nur die Möglichkeit, eben NICHT mehr die teuren Brötchen zu kaufen, sondern zB die günstigren vom Discounter und eben nicht mehr zu Udo Walz zu gehen sondern zu Mohammed.


Da zu sagen "Sber Geiz ist eben geil." finde ich ledier absolut unangebracht.

Daher ist es ja auch mMn wichtig, dass zB der Mindestlohn angepasst wird, dass das Bürgergeld entsprechend der Inflation angepasst wird. Alleine schon eine Erhöhung des Bürgergeldes würde für mehr Druck bei den Firmen sorgen, bessere Löhne zu bezahlen...Aber da befinden wir uns schon wieder auf dem schmalen Grad der Politdiskussion, deshalb sollten wir das vlt. lassen.

Dass meine Aussage mit Geiz ist Geil bei Brötchen in deinen Augen unangebracht war, damit kann ich leben. In meinen Augen sind die Preise aber nicht so gestiegen, wie hier teilweise dargestellt wird. Aber ich kann ja schlecht beweisen, dass jemand keine 15 Euro für 1 Brot und 2 Brötchen ausgegeben hat. Ich kann nur sagen, dass ich dafür hier in der Stadt keine 5 Euro bezahle...
 
Ja alles richtig aber das ein Besuch beim Bäcker kein Luxus ist sehe ich etwas anders. Wenn meine Frau für die Woche Brot und Brötchen holt, vllt noch ein zwei Stück Kuchen für je fast 3 Euro und am Ende 15 Euro ca da stehen finde ich das schon viel. Es bleiben am Ende nur Brötchen und Brot. Wie gesagt ich zahle das schon weil es gute Qualität ist aber trotzdem finde ich das nicht ohne. Als ich klein war zb musste ich bei meinen Eltern jeden Tag eine Sache im Haushalt erledigen um an Freitag Taschengeld zu bekommen, Müll runter bringen, Bett machen oder Brot und Brötchen holen. Klar ist das nicht so eins zu eins zu vergleichen aber ich weiß noch das ich für zehn Brötchen und ein halbes zwei Pfund Brot keine drei Mark bezahlt hab. Das ist einfach heute exorbitant gestiegen, wie gefühlt alles. Butter, Sprit usw usw
Kuchen kaufe ich nur sehr selten, daher kenne ich mich da nicht so aus. Falls noch nicht getan, probiere auf jeden Fall mal Toogoodtogo aus. Damit solltest du die wöchentlichen Ausgaben sicher von 15 Euro auf 4-5 Euro drücken können. Macht im Jahr dann immerhin auch über 500 Euro aus :)
 
Daher ist es ja auch mMn wichtig, dass zB der Mindestlohn angepasst wird, dass das Bürgergeld entsprechend der Inflation angepasst wird. Alleine schon eine Erhöhung des Bürgergeldes würde für mehr Druck bei den Firmen sorgen, bessere Löhne zu bezahlen...Aber da befinden wir uns schon wieder auf dem schmalen Grad der Politdiskussion, deshalb sollten wir das vlt. lassen.

Finde ich einen sehr interessanten Punkt, den ich auf Anhieb nicht nachvollziehen kann/ nicht verstehe. Vielleicht kommen wir wann anders mal darauf zurück- würde mich freuen.
 
Etwas offtopic: Aber warum ist denn maschinell schlechter?

Kommt auf den genauen Prozess an. Wenn alles, vom Anmischen des Teiges, bis zum Formen der Teiglinge alles maschinell passiert und nur jemand über die Prozesse drüber schaut, dann leidet da mMn die Qualität ggü einer Bäckerei, wo noch richtige Bäcker arbeiten und teile der Produktion übernehmen, selbst wenn am Ende dann auch "nur" Teiglinge rauskommen...
 
Also 15€ wöchentlich für Brot und Brötchen und etwas Kuchen finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich teuer, zumindest wenn man in Lohn und Brot (haha) steht.
Es gibt natürlich Menschen für die sind das Unsummen aber ich glaube von denen ist hier niemand anwesend.
 
Also 15€ wöchentlich für Brot und Brötchen und etwas Kuchen finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich teuer, zumindest wenn man in Lohn und Brot (haha) steht.
Es gibt natürlich Menschen für die sind das Unsummen aber ich glaube von denen ist hier niemand anwesend.
Finde ich auch nicht teuer, vor allem für 2 Personen. Aber wollte nur aufzeigen, dass es auch für weniger geht :) zb für die Hälfte.
falls einem das zu viel ist.
 
Kommt auf den genauen Prozess an. Wenn alles, vom Anmischen des Teiges, bis zum Formen der Teiglinge alles maschinell passiert und nur jemand über die Prozesse drüber schaut, dann leidet da mMn die Qualität ggü einer Bäckerei, wo noch richtige Bäcker arbeiten und teile der Produktion übernehmen, selbst wenn am Ende dann auch "nur" Teiglinge rauskommen...

Imo liegt es nicht daran sondern an den Zutaten bzw der Zeit die den Hefen etc. gegeben wird mit dem Teig zu interagieren.
 
Aber sind die Kosten für Brötchen denn so sehr gestiegen? Wir wohnen hier seit 6 Jahren und kaufen nahezu immer beim gleichen Bäcker, jeden Samstag und Sonntag. Der Bäcker gilt schon als einer der teuersten der Stadt, aber man zahlt für ein wirklich großes und hochwertiges Körnerbrötchen 75 Cent. Ich kann mich nicht mehr an den Preis vor 1, 2 und 5 Jahren erinnern, daher frage ich.
Aber davon brauche ich morgens 1,5 Brötchen und bin pappsatt. Das kostet mich also 1 Euro und das finde ich wirklich nicht teuer.

Die normalen Brötchen kosten 35 Cent, wir holen aber immer nur Körnerbrötchen (Weltmeister, Kürbis, Mehrkorn, Dinkel usw. - kosten alle das gleiche).

Alles wohlgemerkt auch in der Aktion, die gibt es so aber schon viele Jahre.

Ohne Aktion wären es glaub ich 1,40 Euro wenn ich 1,5 Brötchen esse. Aber auch das finde ich eigentlich nicht viel.

Da kannst du aber echt froh sein. Ich bin relativ viel unterwegs und muss sagen, die Inflation ist kaum woanders so sehr zu merken, wie bei Bäckern. Das ist auch nicht mit gestiegenen Kosten zu erklären. Energiekosten sind ja auch wieder deutlich gesunken. Mein Mitleid mit Bäckern hält sich sehr in Grenzen. Ich bezweifele stark, dass diese Mehreinnahmen auch an die Mitarbeiter*innen fließen.
Ein ganz einfaches Weizenbrötchen bekommt man hier ab 70-80ct. Wenn man es etwas gesünder haben möchte, geht es nicht unter 1,50€ pro Brötchen. Brot unter 5€ wird auch schon schwer. Ganz krass ist es beim Kuchen, ein Berliner für 2,80€, der vor 3 Jahren noch 1,20€ gekostet hat, dazu ein Cappuccino 4€. Wenn das keine Luxuspreise sind, weiß ich auch nicht.
 
Auch das belegte Zeugs oder die "specials" sind halt einfach unverhältnismäßig teuer. 4,xx€- 6€ für was belegtes. 3,80 fürn bagel mit frischkäse...

Brötchen sind bei uns zwischen 0,70-1,20€
 
Wenn alles, vom Anmischen des Teiges, bis zum Formen der Teiglinge alles maschinell passiert und nur jemand über die Prozesse drüber schaut, dann leidet da mMn die Qualität ggü einer Bäckerei, wo noch richtige Bäcker arbeiten und teile der Produktion übernehmen, selbst wenn am Ende dann auch "nur" Teiglinge rauskommen...


Muss da nochmal nachhaken (ist wichtig!):
Aber was wird durch die maschinelle Arbeit denn schlechter? Ich mein, dadurch werden doch Zutaten immer grammgenau abgemessen, Zeiten und Arbeitsschritte auch immer identisch.
Warum sollte dadurch die Qualität leiden? Leidet die nicht eher darunter, wenn der richtige Bäcker Abweichungen in seinen Prozessen hat?

Oder anders: Du hast keinen grund dafür genannt, warum maschinell schlechter ist. Aber im Ernst, mich würde interessieren, warum das so sien sollte oder warum du das denkst.
Aber das Thema können wir natürlich auch gerne im Brötchen-Thread behandeln.
 
Muss da nochmal nachhaken (ist wichtig!):
Aber was wird durch die maschinelle Arbeit denn schlechter? Ich mein, dadurch werden doch Zutaten immer grammgenau abgemessen, Zeiten und Arbeitsschritte auch immer identisch.
Warum sollte dadurch die Qualität leiden? Leidet die nicht eher darunter, wenn der richtige Bäcker Abweichungen in seinen Prozessen hat?

Oder anders: Du hast keinen grund dafür genannt, warum maschinell schlechter ist. Aber im Ernst, mich würde interessieren, warum das so sien sollte oder warum du das denkst.
Aber das Thema können wir natürlich auch gerne im Brötchen-Thread behandeln.

Das lässt sich tatsächlich abseits meiner Meinung nicht erklären. Das ist ja keine Tatsachenbehauptung, weshalb ich ja extra nochmal "mMn" davor geschrieben habe.

Ich kenne eben "gute" Bäckerqualität, sowohl aus dem familiären, als auch aus dem Bekanntenkreis und ich kenne da auch den "Teilmaschinellen" Betrieb in einer Bäckerei mit mehreren Fillialien und die Discounterbrötchen eben auch.

Rein maschinell ist für mich seelenlos. Ja es schmeckt immer gleich, ist immer exakt die gleiche Menge an Zutaten, aber gerade die Erfahrung eines Bäckers, auch mal leichte Anpassungen vorzunehmen. Oder dass eben nicht jedes Brötchen exakt gleich ist. Mein Vater mag seine Brötchen zB lieber dunkler, meine Mutter lieber heller, sowas hast du beim maschinellen Brötchen nicht. Man schmeckt eben, wenn da Menschen mit Leidenschaft beteiligt sind, mMn, selbst wenn es nicht von Anfang bis Ende komplett Handarbeit war. Aber andersherum schmeckt man eben auch, wenn da jemand keinen Bock drauf hatte, nen schlechten Tag hatte, oder einfach nur stumpf seine Arbeit nach Schema F macht.

Discounterbrötchen dagegen sind eben ein Massenprodukt. Sehen immer gleich aus, schmecken immer gleich, enthalten evtl. Sachen, die nicht sein müssten (achtung Spekulation meinerseits, aber ich denke eben dass da auch Tricks zur Gewinnmaximierung zum Einsatz kommen). Anderes Beispiel ist Whisky. Es gibt vielen "guten" Kaufhauswhisky, was man da halt so in der Spirituosenabteilung finden kann, Glenfiddich, Glenlivet, etc. Die haben aber eines gemeinsam: sie sind alle immer gleich. Erreicht wird das durch Farbstoffe, denn der Kunde, will nicht nur, dass er immer gleich schmeckt, sondern auch gleich aussieht und er wird kältegefiltert, sprich ihm wird das Fett entzogen, damit der Whisky im Tiefkühlfach (ja solche Leute gibts) nicht ausflockt...Dabei ist Fett Geschmacksträger und es ist normal, dass Whisky selbst aus einem Fass leicht unterschiedliche Färbungen haben können. Oder aus unterschiedlichen Chargen, aber beim Kaufhauswhisky, wie ich ihn nenne, darf das nicht sein und entsprechend fehlt dem auch die "Seele".

Mag hochtrabend klingen, aber bei Geschmack, bin ich eigen...
 
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