Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Nachrichten Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sicherheit - Bundesregierung: Russland für Cyber-Angriff auf SPD verantwortlich

Die Bundesregierung macht eine Einheit des russischen Militärgeheimdienstes GRU für einen Cyber-Angriff auf die SPD Anfang vergangenen Jahres verantwortlich. Außenministerin Baerbock sagte während ihres Besuchs in Australien, staatliche russische Hacker hätten Deutschland angegriffen. 


https://www.deutschlandfunk.de/bund...cyber-angriff-auf-spd-verantwortlich-100.html
 
Ich finde diese Debatte absolut verlogen. Es wird die durchschnittliche Arbeitszeit hergenommen und gesagt die Deutschen seien faul. Man muss sich aber klar machen, dass früher Frauen sehr oft gar nicht am Arbeitsleben teilgenommen, sondern sich primär um die Kinder gekümmert haben. Das Einkommen des Mannes hat vollkommen ausgereicht. Mittlerweile arbeitet ein Gros der Frauen mit Kindern in Teilzeit und nimmt am Arbeitsmarkt teil. Wenn man dann aber über alle geleisteten Arbeitsstunden das Arithmetische Mittel bildet, dann kommt natürlich eine geringere Durchschnittsarbeitszeit heraus. Für sich hat diese Durchschnittswert überhaupt null Aussagekraft. Interessant wären nur die absolut geleisteten Arbeitsstunden aller Arbeitnehmer.

Was ich aber viel schlimmer finde ist, dass wir aus der aktuell problematischen Alterspyramide nichts lernen und Handlungsbedarf ableiten, sondern dafür sorgen, dass sich der Geburteneinbruch immer mehr verstärkt. D.h. wenn wir in Rente gehen wird alles noch viel kritischer, weil immer weniger Menschen in Deutschland Kinder bekommen. Der Grund ist klar: Kinder werden in der Gesellschaft absolut nicht wertgeschätzt sondern wie ein teures Privathobby behandelt. Am besten sollte man sein Kind nach der Geburt direkt in einer KiTa abgeben und sofort wieder arbeiten gehen. Zudem gibt es null Anreize Kinder zu bekommen. Eigentlich müssten Eltern für die zukünftigen Steuerzahler ganz anders entlastet werden. Derzeit sind Kinder ein Luxus, den man sich leisten können muss, der große monetäre Einschnitte bedeutet, von dem aber am Ende alle profitieren wollen. Irgendjemand muss ja die Rente und die Sozialsysteme finanzieren.

Letztendlich dann so etwas heraus und in 30 Jahren wundern wir uns warum in Deutschland der Ofen ganz aus ist:
https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...uer-den-deutschen-geburtenknick-19693680.html


Bezüglich Geburtenrate muss man fairerweise sagen, dass es so einfach nicht ist - denn die sinkt wirklich überall (gerade 2023). Ganz egal, ob Skandinavien, USA, China, Japan, Brasilien.......
 
Ich finde diese Debatte absolut verlogen. Es wird die durchschnittliche Arbeitszeit hergenommen und gesagt die Deutschen seien faul. Man muss sich aber klar machen, dass früher Frauen sehr oft gar nicht am Arbeitsleben teilgenommen, sondern sich primär um die Kinder gekümmert haben. Das Einkommen des Mannes hat vollkommen ausgereicht. Mittlerweile arbeitet ein Gros der Frauen mit Kindern in Teilzeit und nimmt am Arbeitsmarkt teil. Wenn man dann aber über alle geleisteten Arbeitsstunden das Arithmetische Mittel bildet, dann kommt natürlich eine geringere Durchschnittsarbeitszeit heraus. Für sich hat diese Durchschnittswert überhaupt null Aussagekraft. Interessant wären nur die absolut geleisteten Arbeitsstunden aller Arbeitnehmer.

Was ich aber viel schlimmer finde ist, dass wir aus der aktuell problematischen Alterspyramide nichts lernen und Handlungsbedarf ableiten, sondern dafür sorgen, dass sich der Geburteneinbruch immer mehr verstärkt. D.h. wenn wir in Rente gehen wird alles noch viel kritischer, weil immer weniger Menschen in Deutschland Kinder bekommen. Der Grund ist klar: Kinder werden in der Gesellschaft absolut nicht wertgeschätzt sondern wie ein teures Privathobby behandelt. Am besten sollte man sein Kind nach der Geburt direkt in einer KiTa abgeben und sofort wieder arbeiten gehen. Zudem gibt es null Anreize Kinder zu bekommen. Eigentlich müssten Eltern für die zukünftigen Steuerzahler ganz anders entlastet werden. Derzeit sind Kinder ein Luxus, den man sich leisten können muss, der große monetäre Einschnitte bedeutet, von dem aber am Ende alle profitieren wollen. Irgendjemand muss ja die Rente und die Sozialsysteme finanzieren.

Letztendlich dann so etwas heraus und in 30 Jahren wundern wir uns warum in Deutschland der Ofen ganz aus ist:
https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...uer-den-deutschen-geburtenknick-19693680.html

Unabhängig der von dir beschriebenen Umstände und selbst wenn man die Teilzeitmütter ausklammert ist es aber trotzdem eindeutig, dass die Deutschen mit die geringste Wochenarbeitszeit und die meisten Urlaubstage aller Industriestaaten haben. Ob das jetzt gut oder schlecht ist hängt sicher davon ab, von welcher Seite man es betrachtet. Wenn die Produktivität steigt kann man sich sowas auch gut leisten. Da hapert es aber ebenfalls seit Jahren.
 
Ich persönlich hätte nichts dagegen wenn Überstunden Steuerfrei oder zumindest nicht so stark mehr besteuert werden würde.

Ich habe in meiner Firma zum Glück die Wahl und bummel dann die Stunden ab,auszahlen lohnt sich meiner Meinung nach nicht

wir haben allerdings momentan Kurzarbeit und dürfen keine Stunden aufbauen… garnicht so einfach in 3Schichten bei uns nicht aufzubauen


Was mich da stört das wieder unterschiedliche Statistiken von unterschiedlichen Seiten ausgeschlachtet werden…bei gefühlt jeden Thema passiert das.Anstatt sich zusammen zusetzen und Lösungen zu finden wird das alles wieder für die Wahlkämpfe benutzt werden,um dann danach wieder nichts zu machen
 
Unabhängig der von dir beschriebenen Umstände und selbst wenn man die Teilzeitmütter ausklammert ist es aber trotzdem eindeutig, dass die Deutschen mit die geringste Wochenarbeitszeit und die meisten Urlaubstage aller Industriestaaten haben. Ob das jetzt gut oder schlecht ist hängt sicher davon ab, von welcher Seite man es betrachtet. Wenn die Produktivität steigt kann man sich sowas auch gut leisten. Da hapert es aber ebenfalls seit Jahren.
Das stimmt so nicht, die Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten ist ziemlich genau im EU-Schnitt, nur wenn man die Teilzeitbeschäftigten miteinbezieht kommt man auf ein Ergebnis am unteren Ende, aber selbst da sind wir lange nicht Schlusslicht.

So sieht die Statistik aus, wenn man nur die Vollzeiterwerbstätigen hernimmt (https://www.destatis.de/Europa/DE/T...oziales/Arbeitsmarkt/Wochenarbeitszeiten.html):
Normalarbeitszeit_Vollzeit.png


und so wenn man die Teilzeitbeschäftigten miteinrechnet:
Normalarbeitszeit_Zeitreihe.png


Da wird gerade wieder eine Sau durchs Dorf getrieben, nur um von den eigentlichen Problem abzulenken. Wir arbeiten nicht zu wenig, wir haben eine überalterte Gesellschaft und deswegen gehen jetzt viel mehr in Rente als an jungen Berufsanfängern nachkommen. Aber Schuld sind natürlich die Frauen in Teilzeit, am besten vom Kreißsaal direkt ins Büro.
 
Das stimmt so nicht, die Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten ist ziemlich genau im EU-Schnitt, nur wenn man die Teilzeitbeschäftigten miteinbezieht kommt man auf ein Ergebnis am unteren Ende, aber selbst da sind wir lange nicht Schlusslicht.

So sieht die Statistik aus, wenn man nur die Vollzeiterwerbstätigen hernimmt (https://www.destatis.de/Europa/DE/T...oziales/Arbeitsmarkt/Wochenarbeitszeiten.html):
Anhang anzeigen 168311

und so wenn man die Teilzeitbeschäftigten miteinrechnet:
Anhang anzeigen 168310

Da wird gerade wieder eine Sau durchs Dorf getrieben, nur um von den eigentlichen Problem abzulenken. Wir arbeiten nicht zu wenig, wir haben eine überalterte Gesellschaft und deswegen gehen jetzt viel mehr in Rente als an jungen Berufsanfängern nachkommen. Aber Schuld sind natürlich die Frauen in Teilzeit, am besten vom Kreißsaal direkt ins Büro.

Da würde mich allerdings tatsächlich mal die Befragungsmethodik interessieren, denn das weicht so weit von dem ab was im Mittel in deutschen Arbeitsverträgen steht dass mir das eher nach traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast aussieht. "Wenn die mich schon fragen muss ich auch zeigen wie hart ich arbeite und wie viele "Überstunden" ich mache." Ich ernte mit meinem 40 Stunden-Vertrag jedenfalls in der Regel nur ungläubige Blicke.
 
Da würde mich allerdings tatsächlich mal die Befragungsmethodik interessieren, denn das weicht so weit von dem ab was im Mittel in deutschen Arbeitsverträgen steht dass mir das eher nach traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast aussieht. "Wenn die mich schon fragen muss ich auch zeigen wie hart ich arbeite und wie viele "Überstunden" ich mache." Ich ernte mit meinem 40 Stunden-Vertrag jedenfalls in der Regel nur ungläubige Blicke.
Verstehe irgendwie nicht, worauf du genau hinaus willst. Ist die Zahl deiner Meinung nach zu hoch oder zu niedrig? Und was hat dein 40-Stunden-Vertrag damit zu tun?
 
Zu hoch. Dass die tatsächlich geleistete Arbeitszeit so stark von der durchschnittlich vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nach oben abweicht halte ich für relativ unglaubwürdig. Never ever arbeitet der deutsche Vollzeitarbeitnehner im Schnitt 40,5 Stunden die Woche.
 
Zu hoch. Dass die tatsächlich geleistete Arbeitszeit so stark von der durchschnittlich vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nach oben abweicht halte ich für relativ unglaubwürdig. Never ever arbeitet der deutsche Vollzeitarbeitnehner im Schnitt 40,5 Stunden die Woche.
Ist das nicht de facto eine super niedrige Abweichung? Vollzeit ist doch min. 38 Stunden, also irgendwas zwischen 0,5 und 2 Überstunden in der Woche finde ich sehr wenig.
Zumal deine "Kritik" an der Methodik ja auf alle Länder gleichermaßen zutrifft, was den relativen Vergleich ohnehin nicht beeinflusst.
Darüber hinaus finde ich das jetzt nicht so ein sensibles Thema, dass man da in einer sauberen, anonymisierten Befragung ehrliche Antworten erhält.
Finde das insgesamt sehr weit hergeholt, nur weil dir dein subjektive Bauchgefühl oder was auch immer was anderes vermittelt.
 
Zumal deine "Kritik" an der Methodik ja auf alle Länder gleichermaßen zutrifft, was den relativen Vergleich ohnehin nicht beeinflusst.

Ja, das auf jeden Fall, das gilt für alle. Aber ich kenne auch die Webseiten, die in Deutschland gegen Vergütung regelmäßig von Universitäten und Behörden für offizielle "Befragungen" genutzt werden und weiß wie viele Bullshitter da unterwegs sind, die sich ausschließlich schnell für die Euro da durchklicken.

Dein Punkt mit der Vollzeit von min. 38 Stunden wäre aber interessant. Ich denke jeder Tarifvertrag der unter 38 Stunden vereinbart müsste ebenfalls unter "Vollzeit" gezahlt werden, sonst wäre die Befragung ja witzlos.
 
Ja, das auf jeden Fall, das gilt für alle. Aber ich kenne auch die Webseiten, die in Deutschland gegen Vergütung regelmäßig von Universitäten und Behörden für offizielle "Befragungen" genutzt werden und weiß wie viele Bullshitter da unterwegs sind, die sich ausschließlich schnell für die Euro da durchklicken.

Dein Punkt mit der Vollzeit von min. 38 Stunden wäre aber interessant. Ich denke jeder Tarifvertrag der unter 38 Stunden vereinbart müsste ebenfalls unter "Vollzeit" gezahlt werden, sonst wäre die Befragung ja witzlos.
Keine Ahnung, allzu viele Branchen mit einer Vollzeitwoche unter 38 Stunden kenne ich jetzt nicht, aber klar wird das dann auch zählen.
Daher ist das Ergebnis dieser Umfrage ja auch die gemittelte Arbeitszeit über alle Branchen hinweg.
Um nochmal anekdotisch zu werden fallen mir aus meinem persönlichen Umfeld jedenfalls ausschließlich Beispiele ein, die entweder halt ihre 38-40 Stunden (wenn Vollzeit) arbeiten oder aber einfach massiv Überstunden anhäufen, also deutlich mehr arbeiten. Am schlimmsten war es bei meiner Mutter in der Pflege (Leitung), in der Jugendhilfe, im Sozialdienst, im wissenschaftlichen Mittelbau... Da wird in meinem Umfeld überall deutlich mehr als 40 Stunden gearbeitet.
Aber wie gesagt, das ist keine Grundlage für eine Aussage zu dem Thema. Die haben wir ja aber dafür durch eine solche wissenschaftliche Erhebung.
 
Zurück
Oben