Ich finde diese Debatte absolut verlogen. Es wird die durchschnittliche Arbeitszeit hergenommen und gesagt die Deutschen seien faul. Man muss sich aber klar machen, dass früher Frauen sehr oft gar nicht am Arbeitsleben teilgenommen, sondern sich primär um die Kinder gekümmert haben. Das Einkommen des Mannes hat vollkommen ausgereicht. Mittlerweile arbeitet ein Gros der Frauen mit Kindern in Teilzeit und nimmt am Arbeitsmarkt teil. Wenn man dann aber über alle geleisteten Arbeitsstunden das Arithmetische Mittel bildet, dann kommt natürlich eine geringere Durchschnittsarbeitszeit heraus. Für sich hat diese Durchschnittswert überhaupt null Aussagekraft. Interessant wären nur die absolut geleisteten Arbeitsstunden aller Arbeitnehmer.
Was ich aber viel schlimmer finde ist, dass wir aus der aktuell problematischen Alterspyramide nichts lernen und Handlungsbedarf ableiten, sondern dafür sorgen, dass sich der Geburteneinbruch immer mehr verstärkt. D.h. wenn wir in Rente gehen wird alles noch viel kritischer, weil immer weniger Menschen in Deutschland Kinder bekommen. Der Grund ist klar: Kinder werden in der Gesellschaft absolut nicht wertgeschätzt sondern wie ein teures Privathobby behandelt. Am besten sollte man sein Kind nach der Geburt direkt in einer KiTa abgeben und sofort wieder arbeiten gehen. Zudem gibt es null Anreize Kinder zu bekommen. Eigentlich müssten Eltern für die zukünftigen Steuerzahler ganz anders entlastet werden. Derzeit sind Kinder ein Luxus, den man sich leisten können muss, der große monetäre Einschnitte bedeutet, von dem aber am Ende alle profitieren wollen. Irgendjemand muss ja die Rente und die Sozialsysteme finanzieren.
Letztendlich dann so etwas heraus und in 30 Jahren wundern wir uns warum in Deutschland der Ofen ganz aus ist:
https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...uer-den-deutschen-geburtenknick-19693680.html