Mingo
wohnt mietfrei in deinem Kopf
Kurzes Follow-Up zur Causa Berlinale, die zeigt welche absurden Blüten der deutsche Diskurs zu Palästina/Israel trägt:
Eigentlich ist es ja traurig, aber es nimmt halt teilweise schon komödiantische Züge an wenn Politiker*innen es für eine gute Rechtfertigung zu halten scheinen, dass sie nicht das israelisch-palästinensische Filmemacher-Duo beklatscht haben, sondern ihr Applaus selbstverständlich nur dem Israeli gegolten haben mag und nicht dem Palästinenser.
Es geht dann nur noch um legitime Sprecherpositionen und nicht um tatsächliche Positionen. Dass hier ein Palästinenser und ein Israeli gemeinsam auf der Bühne stehen und für ein und die selben Werte einstehen, geschenkt! Es ist besonders ironisch (und auch besonders traurig), dass Abraham in seinem Statement einen Zustand von Apartheid beklagt, der auf diese Weise quasi doppelt bestätigt wird.
Im Guardian-Artikel wird der Zustand des deutschen Diskurses mit britischer Höflichkeit schließlich so kommentiert:
"While the conflict in the Middle East divides opinion across western societies, it is proving especially explosive in Germany’s culture sector, where a strong pro-Israel consensus across the main political parties and media publishers is rubbing up against a more politically heterogenous crowd of international artists, who have been drawn to Berlin by its liberal reputation and generous cultural subsidies."
https://www.theguardian.com/world/2...nly-applauding-israeli-filmmaker-at-berlinale
Eigentlich ist es ja traurig, aber es nimmt halt teilweise schon komödiantische Züge an wenn Politiker*innen es für eine gute Rechtfertigung zu halten scheinen, dass sie nicht das israelisch-palästinensische Filmemacher-Duo beklatscht haben, sondern ihr Applaus selbstverständlich nur dem Israeli gegolten haben mag und nicht dem Palästinenser.
Es geht dann nur noch um legitime Sprecherpositionen und nicht um tatsächliche Positionen. Dass hier ein Palästinenser und ein Israeli gemeinsam auf der Bühne stehen und für ein und die selben Werte einstehen, geschenkt! Es ist besonders ironisch (und auch besonders traurig), dass Abraham in seinem Statement einen Zustand von Apartheid beklagt, der auf diese Weise quasi doppelt bestätigt wird.
Im Guardian-Artikel wird der Zustand des deutschen Diskurses mit britischer Höflichkeit schließlich so kommentiert:
"While the conflict in the Middle East divides opinion across western societies, it is proving especially explosive in Germany’s culture sector, where a strong pro-Israel consensus across the main political parties and media publishers is rubbing up against a more politically heterogenous crowd of international artists, who have been drawn to Berlin by its liberal reputation and generous cultural subsidies."
https://www.theguardian.com/world/2...nly-applauding-israeli-filmmaker-at-berlinale



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