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Verstehe ich nicht. Selbst wenn ich jetzt davon ausgehe, dass es Leute gibt, die "das System ausnutzen"; in wie fern schaden sie damit andere Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind?

Ist doch ganz logisch. Für HartzIV werden rund 44 Milliarden im Jahr aufgewendet. Wenn da jetzt Menschen rausfallen die das System ausnutzen/mißbrauchen, stünden mehr Mittel für die "echt" Bedürftigen zur Verfügung.
 
Ist BGE denn jemals seriös durchgerechnet worden? Und damit meine ich nicht nur auf Basis der 2010er Jahre als Deutschland geboomt hat, sondern auch in hypothetischen Abschwüngen, wie sie jetzt vermutlich wieder bevorstehen. Letztendlich wird das immer ein absoluter Luxus sein, den man sich leisten können muss.

JAIN. Das ist halt doch noch "etwas" komplexer. Da muss man ja praktisch (fast) ALLES auch aus der 2. und 3. Reihe noch gegenrechnen.
Spontan fallen mir da gerade z.Bsp. die Kosten für die ganzen Gerichtsverhandlungen jedes Jahr ein die dann auch entfallen würden etc.
 
Leider muss es doch Sanktionsmöglichkeiten geben. Im Kern ist es ja auch so, dass diejenigen die das System ausnutzen eben denen Schaden die wirklich davon abhängig sind. Bekomme das ja beruflich teilweise mit aber auch durch ne Freundin die ne leitende Position im Jobcenter hat. Da wird schon auch wirklich viel betrogen bzw. Gelder abgegriffen. Ich bin immer fassungslos wie hilflos man da letzten Endes auch als Behörde ist.

Wir haben halt hier das übliche Problem - echt Bedürftige versus Menschen die das System auf Kosten der Allgemeinheit einfach ausnutzen und sich darauf ausruhen. Erstere müssten mehr Unterstützung erfahren und zweite müssten eher ausgeschlossen werden. Ich meine, das ganze wird mit unseren Geldern bezahlt. Da fällt es mir schwer einfach alles über einen Kamm zu scheren und weg zu schauen. Der Klassiker in dem Bereich ist ja halt Unterstützung vom Staat bekommen und dann noch schön schwarz Geld kassieren gehen. Habe noch nie verstanden, weshalb in dem Bereich die Ermittlungsbeamten nicht aufgestockt werden um Missbrauchsfälle besser aufzudecken. Genau solche Fälle werden ja auch niemals aus dem Thema rauskommen (wollen). Und dann hast du halt die wirklich schlimmen Fälle von älteren Langzeitarbeitslosen die beruflich einfach nicht mehr Fuß fassen können und den extremen sozialen und finanziellen Abstieg hinnehmen müssen und mit dem Geld über die Runden kommen müssen. Ich merke gerade dass ich ähnliches hier schon mal irgendwo geschrieben habe. Finde es halt extrem wie weit hier die Breite der Fälle geht und alle werden sie letztlich gleich behandelt. Ist halt ein ganz schwieriges Thema wie ich finde.

Aber der Anteil derer die es wirklich ausnutzen ist verschwindend gering.
 
Ist doch ganz logisch. Für HartzIV werden rund 44 Milliarden im Jahr aufgewendet. Wenn da jetzt Menschen rausfallen die das System ausnutzen/mißbrauchen, stünden mehr Mittel für die "echt" Bedürftigen zur Verfügung.

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Mal so als Vergleich….
 

Was sollen das denn für Zahlen sein? Wenn ich den Artikel lese, der für die 60 Mio steht

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hartz-iv-sozialbetrug-bundesregierung-jobcenter-1.5402126

geht es da um Überschneidungsfälle die ausgewertet wurden - also wenn z.B. jemand offiziell als Aushilfe angemeldet war und dies dem Amt nicht mitgeteilt hat. Da steht noch nichts von irgendwelchen Menschen die überhaupt keinen Anspruch hätten, weil Sie schwarz Geld verdienen bzw. die Erwerbsgemeinschaft nicht angeben. Und das sind ja die "schlauen" auf die ich mich beziehe. Hier geht es also nur um faktisch festgestellte Werte ohne Schätzung was noch so ist. Wohin gegen die Steuerhinterziehungswerte reine Schätzwerte sind. Wenn ich also die faktisch verurteilten Werte für Steuerhinterziehung ins Boot hole:

https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...g-in-deutschland-auf-rekordhoch-17411164.html

sind das 1 Milliarde Steuerhinterziehung. Bemessen auf über 800 Milliarden Steueraufkommen also prozentual nahezu der gleiche Satz wie beim festgestellten Subventionsbetrug ( 60 Mio zu 44 Milliarden).

Macht das eine wie das andere nicht besser. Aber es ist müsig zu glauben wir hätten "nur" 60 Mio Sozialbetrug.
 
JAIN. Das ist halt doch noch "etwas" komplexer. Da muss man ja praktisch (fast) ALLES auch aus der 2. und 3. Reihe noch gegenrechnen.
Spontan fallen mir da gerade z.Bsp. die Kosten für die ganzen Gerichtsverhandlungen jedes Jahr ein die dann auch entfallen würden etc.

Das werden zwar Millionen sein, aber das sind Peanuts zu den hunderten Milliarden die man fürs BGE braucht.
 
Klar, man müsste am Ende alles gegenrechnen. Man müsste auch Teile des Rentensystems gegenrechnen Aber das alles dürfte nicht mal annähernd was daran ändern, das ein BGE viel teurer wäre als alles was wir bisher haben zusammen genommen.
 
Klar, man müsste am Ende alles gegenrechnen. Man müsste auch Teile des Rentensystems gegenrechnen Aber das alles dürfte nicht mal annähernd was daran ändern, das ein BGE viel teurer wäre als alles was wir bisher haben zusammen genommen.

Würde ich nicht meine Hand drauf verwetten...

Problem sehe ich eher darin das es nur funktionieren kann wenn es KONSEQUENT durchgezogen wird - womit Deutschland ja so seine Probleme hat!

Allein der Bürokratieapparat-Abbau mit etlichen tausend Personalstellen...
 
Btw überlege ich gerade, ob die mit dem Bürgergeld einhergehende Erhöhung um rund 50€ den, soweit ich weiß, jährlich stattfindenden Inflationsausgleich überhaupt ersetzt oder ob der im Laufe des Jahres 2023 auch noch stattfinden wird, sprich die Empfänger*innen dann Ende 2023 tatsächlich mit einem bescheidenden Plus dastehen werden.

Wie meinst du dass mit einem bescheidenen Plus dastehen werden?

Für das ganze Jahr 2022 wurden die Regelsätze um 0,7% zum Vorjahr angehoben, obwohl wir schon im Januar bei einem Verbraucherpreisindex von +4,9% lagen (der jetzt mittlerweile sogar bei ~10% liegt). Und wenn man jetzt zusätzlich bedenkt, dass Menschen am Existenzminimum deutlich mehr für Lebensmittel/Nahrung (Anteilig von ihrem Warenkorb) von ihrem verfügbaren Einkommen ausgeben... und die Lebensmittelpreise noch mit am stärksten (+20%) gestiegen sind. Da muss man wohl erstmal feststellen, dass das Jahr 2022 bei allen Empfänger*innen erstmal ein Loch ins eh schon kleine Geldbeutel gefressen hat.

Und das wird 2023 mit einer prognostizierten Inflationsrate von 6-7%, trotz der erstmal für Januar erhobenen Regelsätze um 11,8%, übers Jahr so weiter ziehen. Da wird kein einziger Empfänger*Inn mit einem bescheidenem Plus dastehen.
 
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