Nach rund 3 Jahren Dampfen und unzähligen Geräten sehe ich das realistischer.
Bei einem hohen Preis erwartet man natürlich auch eine gehobene Qualität, wahrscheinlich auch ein besseres Qualitätsmanagement. Aber das ist halt oft Wunschdenken. Und damit befasst man sich besser früher als später, auch in der Dampfer-Branche.
dotMod lässt in China produzieren. Die Stückzahlen sind hoch und es gibt einfach Schwankungen. Alleine O-Ringe können schon bei der Produktion kleinste Schwankungen haben. Und dann heisst es hoffen, dass es noch hinhaut... Wenn dotMod 30.000 dotAIOs produzieren lässt, wer soll denn jede einzelne Box kontrollieren? Wer kontrolliert die Teile?
Beim Vapor Giant V6S waren es auch zwei O-Ringe, die falsch dimensioniert waren. Fällt nicht auf, und die werden von Hand zusammengebaut... dotAIOs nicht.
Jetzt mal nur das, was ich mit teuren Verdampfern erlebt habe.
Taifun GT III: O-Ringe ab Werk trocken. Verdampfer liess sich nur schwer öffenen, AFC und LC liessen sich kaum bewegen. Nach dem Wickeln ist das Teil jedes Mal ausgelaufen. Also komplett auseinander gebaut und irgendwann festgestellt, dass sich ein O-Ring verkantet hat. Der liess dann das Tankglas reissen. Ersatzglas wurde kostenlos geliefert.
Taifun GT IV (X2): O-Ringe ab Werk trocken. LC liess sich bei beiden Verdampfern auch nach massivem Einsatz von Labello kaum drehen. Wenn er auf dem Akkuträger sass, hat man sich den Verdampfer dann abgedreht... Im zweiten Batch waren dann andere O-Ringe verbaut, als Besitzer hat man kostenlos neue O-Ringe bekommen.
VG V5S: hat gepfiffen, wenn man die AFC mehr als ein Drittel geschlossen hat. Später gab es kostenlos ein "Anti-Pfeif-Kit", was auch wirklich geholfen hat, aber auch den Zugwiderstand veränderte.
VG V6S: Bei einem Teil des ersten Batch (meine 2 sind von Day 1 an staubtrocken) wurden falsche O-Ringe verbaut. Erst wurde der Peek-Isolator des Plus-Pols als Fehlerquelle ausgemacht, der war es aber nicht. Neue O-Ringe wurden kostenlos verteilt.
Kayfun Prime/5/5²: O-Ringe ab Werk trocken. Nur mit massivem Kraftaufwand und Tiefkühlfach bekommt man sie im Werkszustand auseinander. Dazu kommt der Umstand, dass wenn der AFC-Ring nicht 100% korrekt nach oben gedrückt wird, man nach kürzester Zeit Schleifspuren am Tank haben kann.
Corona V8: O-Ringe ab Werk trocken. Ich habe am WE 145€ für den Corona V8 MtL Deluxe bezahlt. Plus 50€ für das V6-Kit. Plus 15€ für eine V6 AFC-Hülse, die man braucht, aber nicht im V6 Kit dabei ist.

Und wie bei meinen anderen Coronas bekommt man das Teil ohne viel Zeit und Geduld, passendem "Werkzeug" und oft auch Kälte nicht auseinander. Beim MtL kommt noch dazu, dass man die AFC-Hülse nur begrenzt drehen kann. Wer da die Geduld verliert oder nicht Gummihandschuhe oder Grip-Bänder benutzt, der a) schlitzt sich die Finger auf und b) macht sich Macken in den Verdampfer.
Brunhilde MtL: stark unterschiedliche Dochtlänge. Muss man beachten, wenn der Nachfluss nicht stimmen sollte. Das Loch der AFC hat teilweise auf der Innenseite minimale Grate (kann man erfühlen). Dadurch bricht sich der Luftstrom an dieser Stelle und es gibt unschöne Geräusche. Muss man dann schleifen oder damit leben. Und selbst erfahrene Dampfer taten sich schwer mit der richtigen Wattemenge, wenn sie nicht YT-Videos geschaut haben. Denn tendenziell würde man weniger Watte reinmachen.
Wenn man sich viele Videos anschaut weiss man auch, dass fast jedes Pod-System seine Schwachstelle beim Tank hat. Kaum ein Gerät ist da wirklich dicht. Klar, meist ist es nur ein Tröpfchen, es reicht aber oft für schmierige Finger...
Perfekt ist in der Branche nur selten ein Gerät. Oft sind das wirklich die 30€ China-Böller, aber selbst da gibt es oft Schwankungen. Ich kann mich noch beim Ammit MtL erinnern, wo in der Top Cap teils die O-Ringe ganz gefehlt haben und der Verdampfer dadurch massiv Nebenluft gezogen hat...