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360/PS3 Der Job ist erledigt - Mein Fazit zu GTA V

Meine Wertung für GTA V


  • Umfrageteilnehmer
    77

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nach 51 Stunden sah ich den Abspann (mache aber noch die 100 % voll) und was soll ich sagen? Ich wurde bedient bis ins Knochenmark, ein meisterhaftes Werk, danke danke Rockstar! :waah:

Sagenhafte Spielwelt, die Fülle an Natur, malerischen Bergen, Seen, Details, Soundkulisse in und um Los Santos, was für eine Atmosphäre. :huldig: Nach anfänglichen Bedenken bin ich nun auch vollends von der Fahrphysik überzeugt, vor allem Muscle Cars & Geländewagen fahren sich exakt so, wie ich es mir über Stock und Stein vorgestellt habe. Gameplay rockt auch, ich liebe träge veranlagte Steuerungen, GTA V schafft eine gute Mischung aus Bedienbarkeit und diesem "Gewichtsgefühl".

Missionen und Charaktere waren durch die Bank auf hohem Niveau, viele Missionen fühlten sich typisch GTA an und einigen sah man es an, dass es quasi ein Best Of von älteren Teilen war (was gut ist) und Highlights hatte ich genug (im Prinzip jeder Raubüberfall, Highnoon in North Yankton, Trevors Rage-Missionen gegen die Losts etc.). Von den Nebenaktivitäten bin ich auch begeistert, ich mache alles dank der schönen Map besonders gern und alleine mit dem deutlich umfangreicheren Tunen und Rumfahren kann man mich Stunden beschäftigen. Last but not least: der Soundtrack. Musik geht natürlich nicht subjektiver, aber zu sagen, der OST wäre schwach, kann ich nicht teilen. Natürlich gibt es langweilige Sender, gibt es immer, aber Blue Ark, Space 103 und Rebel Radio haben geniale Songs an Bord! Von Vice City- bis San Andreas-Flair wird alles geboten. :ruby:

Es ist das beste Spiel der Generation, mit Abstand, da besteht keinerlei Zweifel. Auch den Status des zweitbesten Spiels aller Zeiten hat es schon mal sicher bei mir. Ob es das alterwürdige San Andreas vom ewigen Thron stoßen wird, muss die Zeit zeigen. So eine bedeutende Entscheidung muss reifen, beide haben ihre Höhepunkte in anderen Disziplinen. :headbang: :headbang:
 
Ich bin ja noch nicht ganz durch, aber findet ihr nicht auch, dass das Game insgesamt, und auch im Vergleich zu den Vorgängern, eigentlich viel zu leicht geworden ist?
 
Gemessen daran, dass die bisherigen Spiele samt und sonders unspielbar waren und man 40 Minuten Fortschritt in einer halben Sekunden verlieren konnte, kann ich dir bei dieser Einschätzung nicht zustimmen, nein.
 
Du hast natürlich Recht. Aber dadurch, dass sie einem in vielerlei Hinsicht Zugeständnisse gemacht haben, die sicherlich auch sinnvoll und überfällig waren, wird das Spiel aber auch deutlich leichter, da sie im eigentlich Gameplay keinerlei Änderungen vorgenommen haben um eben das wieder ein bisschen auszugleichen.

Mit fehlt ein bisschen die Herausforderung. Sicher, ich könnte die Schießereien auf manuell umschalten, aber das gefällt mir nicht wirklich, da das Fadenkreuz, bzw. der Fadenpunkt so winzig ist, dass ich den fast gar nicht sehe. Und die Missionen nochmal spielen, um sie zu perfektionieren, mal sehen ob ich darauf wirklich Lust habe ...
 
Bart Wux schrieb:
Gemessen daran, dass die bisherigen Spiele samt und sonders unspielbar waren und man 40 Minuten Fortschritt in einer halben Sekunden verlieren konnte, kann ich dir bei dieser Einschätzung nicht zustimmen, nein.

This. In der heutigen Zeit würde das auch nicht mehr gehen. An schweren Missionen sass man manchmal Stunden. Auch wenn die Missionszeit vielleicht gerade mal 15 Minuten ging. Verkackte man es, musste man neu laden, wieder zum Missionsstart fahren und nochmals alles von vorne versuchen. Dann kam man vielleicht ein wenig weiter, nur um dann irgendwo falsch abzubiegen und schon begann das Spiel wieder von vorne.
 
Is ja alles richtig. Ich will die bequemen Neuerungen auch nicht missen. Aber dann hätte man den Schwierigkeitsgrad anders hochschrauben müssen.
 
Hab's zweimal komplett mit FreeAim durch. Keine Probleme. Finde auch nicht, dass am Schwierigkeitsgrad etwas hätte gemacht werden müssen. Der ist schon so wie immer, nur erstmalig ist das Drumrum angepasst. Ich mein, man kann immer noch auf Grund einer falschen Bewegung sofort sterben, wenn da ein Helii wartet oder ein Shotgunner aus der Ecke kommt. Nur diesmal ist das nicht mit 40 Minuten Fortschrittsverlust verbunden.
 
Bart Wux schrieb:
Ich mein, man kann immer noch auf Grund einer falschen Bewegung sofort sterben, wenn da ein Helii wartet oder ein Shotgunner aus der Ecke kommt. Nur diesmal ist das nicht mit 40 Minuten Fortschrittsverlust verbunden.

Genau. In einer Mission muss man mit einem Jetski flüchten. Kommt man von der Bahn (Fluss) ein wenig ab, strandet man auf dem Asphalt. Mission gescheitert. Jetzt ist das zum Glück nicht mehr tragisch. Ich würde so gut wie keine Missionen mehr spielen, wenn ich jeweils die ganze Mission wieder von vorne anfangen müsste.
Oder beim Kran im Hafen: Da habe ich einen Container ein paar Zentimeter neben dem Lastwagen platziert und er fiel runter. Failed.

Ich finds sehr gut so!
 
Bart Wux schrieb:
Hab's zweimal komplett mit FreeAim durch. Keine Probleme. Finde auch nicht, dass am Schwierigkeitsgrad etwas hätte gemacht werden müssen. Der ist schon so wie immer, nur erstmalig ist das Drumrum angepasst. Ich mein, man kann immer noch auf Grund einer falschen Bewegung sofort sterben, wenn da ein Helii wartet oder ein Shotgunner aus der Ecke kommt. Nur diesmal ist das nicht mit 40 Minuten Fortschrittsverlust verbunden.

Naja, man ist früher dadurch strategischer vorgegangen, hat sich entsprechend vorbereitet. Dadurch, dass man alle Waffen behält fahre ich so gut wie nie zu Amunation, weil, man hat ja fast immer alles. Schutzwesten gibt es nun in etlichen Ausführungen, nur braucht man sie nicht. Ich habe nie eine an.

Ich gebe da Blub vollkommen recht. Man hätte das Gameplay dann komplett auf Freeaim ausrichten sollen und dem ganzen dadurch mehr Spieltiefe zu verpassen.
 
Urgs schrieb:
Bart Wux schrieb:
Hab's zweimal komplett mit FreeAim durch. Keine Probleme. Finde auch nicht, dass am Schwierigkeitsgrad etwas hätte gemacht werden müssen. Der ist schon so wie immer, nur erstmalig ist das Drumrum angepasst. Ich mein, man kann immer noch auf Grund einer falschen Bewegung sofort sterben, wenn da ein Helii wartet oder ein Shotgunner aus der Ecke kommt. Nur diesmal ist das nicht mit 40 Minuten Fortschrittsverlust verbunden.

Naja, man ist früher dadurch strategischer vorgegangen, hat sich entsprechend vorbereitet. Dadurch, dass man alle Waffen behält fahre ich so gut wie nie zu Amunation, weil, man hat ja fast immer alles. Schutzwesten gibt es nun in etlichen Ausführungen, nur braucht man sie nicht. Ich habe nie eine an.

Ich gebe da Blub vollkommen recht. Man hätte das Gameplay dann komplett auf Freeaim ausrichten sollen und dem ganzen dadurch mehr Spieltiefe zu verpassen.

Jein, kann ich so nicht sagen.
Mehr vorbereitet habe ich mich früher auch nicht, ausser dass ich wirklich etwas häufiger in den Waffenladen musste.
Aber strategischer vorgegangen bin ich nicht. Das Vorgehen bleibt dasselbe, der Frustfaktor wird aber deutlich minimiert wenn du

- wieder irgendwo hängengeblieben bist
- dich aus dem Nichts irgendwas getroffen hat
- der Wagen wegen 3 Remplern explodiert
- der Schuldige in seinem Wagen abgehauen ist, weil man aus der eigenen Karre aus nur schlecht fahren und zielen kann oder weil dich irgendwas weggerammt hat oder man an einem Mülleimer hängenbleibt :ugly:

und dadurch dann NICHT wieder ganz von vorne anfängst und durch die halbe Stadt fahren musst um überhaupt erstmal wieder die Mission starten zu können.
Denn das hat nichts mit Vorbereitung oder Strategie zu tun, sondern sind Sachen die Dir bei GTA eben immer wieder begegnen. Egal wie akribisch und Gewissenhaft man an die Sache rangeht.
 
Hab die Story gerade beendet :dhoch: Gegen Ende wurde es mir dann doch etwas SEHR SEHR SEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEHR viel Geballer*. Da meint man dann zum großen Finale nochmal alles raushauen zu müssen, nur imo in der falschen Art und Weise (wird ja gerne so gemacht: 10 Gegner sind gut, 100 sind besser, ach Quatsch, wir nehmen 1.000!). Ich habe von dem Bankraub ab den Rest in einem durchgespielt und als ich dann diesen Fritzen noch entführen sollte und es wieder zwangsläufig Geballer geben musste, wollte ich mich wirklich nicht mehr rummachen und bin mal von dem Freien Zielen weg.

Nebenbei... klar ist es dann zu einfach. Wie soll ein Spiel mit Autoaim denn nicht zu einfach sein, außer man führt einfach irgendwelche Zufallsaktionen ein? :ugly: Ich verstehe auch gar nicht, wie man das so spielen kann, da fehlt doch jeglicher Reiz in den Feuergefechten :?

Unabhängig davon hat Rockstar hier wirklich unheimlich viel aufgefahren. Es waren auch wieder ein paar wirklich dämliche Missionen dabei, aber die Balance passte diesmal (80% gut-sehr gut, 20% Mumpitz, GTA IV: 80% Mumpitz, 20% gut-sehr gut).

Die Spielwelt ist klasse, die drei Charaktere sind jeweils auf ihre eigene Art köstlich, wobei ich Franklin und sein dämliches Gelaber irgendwann wirklich nicht mehr hören konnte :ugly: Die Story dagegen ist vielleicht die "Schwäche" schlechthin, auch hinsichtlich des Endes. Lasst uns einfach alles und jeden töten (ich konnte die einzelnen Hanseln gar nicht mehr auseinanderhalten, weil sei imo doch einigermaßen gesichtslos blieben) und dann wars das..


Technisch. Rockstar in Perfektion, das heißt eine bestenfalls zweifelhafte Framerate, gottverdammtes Geflimmere wohin das Auge sieht und teilweise extreme Probleme, die Spielwelt schnell genug "nachzuladen". Von einem Komplettfreeze und diversen 2-5 Sekunden Hängern mal abgesehen.

8,5/10 (vor den letzten 2 Missionen wars noch ne 9/10 :p )


* Nebenbei bemerkt hasse ich es auch wie die Pest - ja, wie die Pest - wenn ich in Spielen irgendwelche anderen Dumpfbacken beschützen muss, obwohl ich selbst schon mehr als genug zu tun habe (wie in/um die Gießerei geschehen) :D



Edit: Wenn das Checkpoint System noch wie in GTA IV wäre (also nicht existent), dann hätte ich garantiert bei einer der letzten zwei Missionen den Controller gegen die Wand gefeuert. Da kommt ein Helikopter irgendwoher, man holt ihn nicht in zwei Sekunden runter (was bei freiem Zielen nun mal auch erstmal irgendwie funktionieren muss)... *rattattattattatta* tot....
 
Steffko schrieb:
Ich verstehe auch gar nicht, wie man das so spielen kann, da fehlt doch jeglicher Reiz in den Feuergefechten :?

Eben nich...
Auto-aim ist mir gar viel lieber als das freie Zielen, ist mir einfach zu hakelig, erspart mir einiges an Frustfaktor..und mindert den Spielspaß auch nicht am geringsten.
 
Gerade das die Hauptstory beendet. Habe ca. 35 Stunden gebraucht. Was soll ich großartig schreiben? Das meiste wurde bereits von meinen Vorpostern erledigt.
Rockstar Games hat mit GTA 5 die Messlatte für ein Open-World-Action Spiel sehr, sehr Hoch gelegt und es wird sehr schwer sein, dieses Meisterwerk vom Thron zu schmeißen.

Ich wurde durchgehend köstlich von den amüsanten Dialogen und den Filmreifen Szenen unterhalten. Des Weiteren hat jede Figur für sich, eigenständige Merkmale, die man mit der Zeit sehr lieb gewinnt, vor allem Trevor.
Die Welt ist sehr riesig gehalten und ich habe selbst jetzt nach dem Durchspielen, sehr viele Stellen im Spiel noch nicht entdeckt und werde in den nächsten Tagen, mich etwas an den Nebenmissionen heranwagen.

Der Soundtrack hatte diesmal leider keine großartigen Momente. Klar, es sind der ein oder andere Hit der vergangenen Jahre dabei, aber an die Meisterwerke aus San Andreas oder Vice City kommt es nicht heran. Außerdem konnte ich nirgendswo den Unterpunkt der eigenen Playlist finden, wie es bei den Vorgängern der Fall war.

Die Grafikengine von Max Payne hat dem Spiel einen guten Schub nach Vorne verliehen, da die alte Engine kaum noch großartig etwas hergeben konnte. Jedoch muss man bei so einem riesigen Open-World Spiel auch mit einigen Einbrüchen in der Framerate und Kantenglättung leben.

Für mich war das Spiel mein absolutes Game of the Year, wenn nicht der letzten Jahre.

:dhoch:
 
Aus der Praxis von Dr. Isiah Friedlander
Patientennotizen - streng vertraulich

Hmmmm ... da fehlen mir die Worte.

Versucht, in jedem das Gute zu sehen, mit katastrophalem Ergebnis.

Hasst sich selbst nicht annähernd so sehr, wie es ein geistig normaler Mensch tun würde.

Liebt es, mit Geld anzugeben.

Neigt dazu, Schwächen zu verurteilen, nur nicht die eigenen.

Verurteilt manche sexuellen Dinge.

Faul und selbstverliebt, aber bedürftig.

Avoids speculation.

Furcht einflößend kurzsichtig in Bezug auf das Leiden (anderer).

Scheint mir ein ausgewachsener Fall von Kleptomanie.

Hält Yoga für unter seiner Würde. Bevorzugt zur Beruhigung seiner Nerven lieber Massenmorde.

Körperlich ohne Ehrgeiz.

Focused, in a fashion.

A.D.D.?

Well, well, well, a maniac.


:gerri:
 
Nach fast 70 Stunden wage ich den großen Vergleich zwischen GTA V und San Andreas. Vom Gefühl her kann ich es einfach nicht sagen, welches der beiden ich besser finde. So geil alles, aber ein Punkt für Punkt-Vergleich meiner Ansichten wird faktische Klarheit schaffen. :D

Map
Los Santos und Blaine County in V bilden zusammen die imposanteste Sandbox-Map, die mir je untergekommen ist. Stadtkulisse, Wüste & Natur, mehrere Berge und Gewässer sind outstanding. Das Feeling von 3 Städten, die mit Natur zusammenhängen und inhaltlich auf weniger Raum noch mehr Abwechslung bieten, kann V aber nicht übertrumpfen. Hätte V ebenfalls noch San Fierro & Las Venturas in selben Ausmaß wie Los Santos an Bord (was bei diesem Produktionsaufwand für immer ein feuchter Traum bleiben wird), wäre die Entscheidung einfach. 1:1 nach der ersten Runde, da Größe vs. Dreistadtkonzept beide auf ihre Weise Reiz ausüben.

Lebendigkeit/Details
Der Detailreichtum von V ist nicht übertreffbar. Alleine die klappernden Flipflops, die knisternden Motoren, die funktionstüchtigen Verdecke und dutzende weitere Kleinigkeiten stellen V eindeutig über SA. Dort wurde natürlich auch ein großartiges Feeling in den jeweiligen Städten geboten, aber V setzt neue Maßstäbe. Auch, was Atmosphäre bei Gewitter, Nacht, Sonnenuntergang und Nebel angeht. Wasserdarstellung (Wellen und Unterwasserwelt), Tierwelt und extrem dichter Verkehr setzen zusammen mit der Soundkulisse (vor allem bei vorbeifahrenden Zügen) den Schlussstrich. 2:1 für GTA V.

Fahrzeugauswahl
Hier nehmen sich beide wieder nichts. Beide haben eine homogene Mischung, alle Arten sind reichhaltig vertreten (Autos, Flugzeuge, Boote). Bei Geländewagen und Sportwagen ist V aber deutlich vorn, während SA den guten alten Stallion (mein Lieblingsauto in GTA) und ein paar mehr spezielle Fahrzeuge (wie Hotring Racer oder Monstertruck) zu bieten hat. Das sich Polizeifahrzeuge je nach Stadt (SA) oder LS/BC (V) unterscheiden, finde ich in beiden Spielen sehr geil. 3:2 für GTA V.

Fahrphysik
Garkeine Frage! Die von V ist wahnsinnig geil. Hier merkt man die Next-Gen- und IV-Gene, besonders die weichen Federungen im Gelände oder die behäbigen Muscle Cars bereiten Freude. Ein völlig anderes Level beim Lenkspiel, auch bei Flugzeugen. Motorräder und Seefahrzeuge fühlen sich aber in beiden gleich gut an. Alles in allem ist SA aber gnadenlos altbacken in dieser Kategorie. 4:2 für GTA V.

Individualisuerung
GTA V bietet unzählige Outfits und Klamotten, ist bei Haarschnitten und Bärten aber beschränkt. Das Skillsystem wirkt hier zudem etwas aufgesetzt. Es gab zwar auch wieder eine Mission, für die man besser seine Flugskills verbessern sollte, war aber kein Muss, wie noch bei der einen Tauchmission in SA. Überhaupt fand ich hier das dick/dünn mampfen, Sport treiben sowie Waffen und Attribute spürbar hochskillen sehr viel cooler als die von Anfang an definierten Charaktere in V. Nur noch 4:3 für GTA V.

Radio-Soundtrack
Hier scheiden sich ja sehr die Geister. Fakt ist aber, dass ich in SA auch nicht mehr Radiosender bzw. Songs genial fand, als jetzt in V. SA hat die Klassiker K-DST (Reggae), K-ROSE (Country) und Bounce FM (Funk), in V liebe ich Blue Ark (Reggae), Space 103.2 (Funk) und Rebel Radio (Country). Man erkennt, die Genres ähneln sich wie ein Ei dem anderen! Bei den restlichen Radiosendern fand ich immer nur ein paar coole Songs, sowohl in SA als auch V. Wegen der Gleichheit heißt es nun 5:4 für GTA V.

Missionen (Umfang/Highlights)
SA hatte round about 100 Storymissionen, V 69 (man kann die Raubüberfälle aber auch doppelt zählen, da sie komplett anders gespielt werden können). An Abwechslung und klassischen GTA-Missionen (wie das lange Fahren in ein neues Gebiet, Out-Of-The Map-Missionen oder spektakulär inszenierten Szenen) fehlt es keinem der beiden Spiele. Auch ein geplanter Raubüberfall ist SA nicht fremd, aber in V sind sie das Salz in der Missionssuppe, und zwar alle 6. SA hingegen hat das konzeptbedingte Flair, in einer Stadt zu starten und langsam aber sicher ganz San Andreas kennenzulernen. Stellt man beide Storystränge direkt gegenüber ist es sehr schwer zu sagen, wer hier der Sieger ist. V punktet noch bei der tadellosen und fließenden Inszenierung der Startsequenzen sowie Tonnen an Checkpoints. Nach dem Stöbern in der Missionsliste von SA entscheide ich jetzt aber, dass SA im Gesamtpaket noch etwas homogener und vor allem umfangreicher war, während V mehr auf gut gemachte Show und das Dreier-Gameplay setzt, was aber womöglich etwas weniger zeitlos ist. Daher jetzt 5:5.

Charaktere
Während in SA die storyrelevanten Charaktere geiler waren (wie z.B. CJ's Gang-Kollegen, The Truth, Wu Zi Mu oder Officer Tenpenny), fanden die besten Begegnungen in V meist neben der Story statt (Epsilonisten, Mary-Ann, Josh, Patrioten, Lester, Michaels Kinder). Bei den Hauptcharakteren hat V die Nase vorn. Michael Townley gefällt mir sehr und hätte alleine schon ein GTA tragen können, Trevor & Franklin sind aber sehr gute Ausgleichsventile, mit CJ wurde ich nie so warm, wie man jetzt denken könnte, da waren Tommy Vercetti oder Johnny Klebitz noch ganz andere Hausnummern. Es gleicht sich im Gesamten wieder ziemlich aus. Daher 6:6.

Story
Storytiefe ist in einem GTA ein ganz, ganz kleiner Bestandteil. Abwechslung und Design der Missionen sowie die Charaktere sind wesentlich wichtiger. Aber CJ's Weg vom Hood bis hin zum Las Venturas-Strip und wieder zurück blieb mir intensiver im Gedächtnis. Während ich Michaels Luschi-Dasein unter Pseudonym sowie seine Privatfehde mit Trevor sehr gut finde, wirken Franklins Ambitionen blass. In der Hauptstory an sich ging es ja auch mehr oder weniger nur um die Raubüberfälle und die launischen Fantasien des FIB. Also erstmals Führung für San Andreas, 7:6.

Nebenaktivitäten
Königsdisziplin in einem GTA? Vielleicht. SA wusste zu begeistern. Klassische Hupmissionen (Bürgerwehr, Feuerwehr, Sanitäter, Taxi, Zuhälter, Zug) ergänzten sich mit Kurierfahrten, dem RC Shop, Trucker- und Steinbruchmissionen sowie den beiden besten Aktivitätsarten in SA, Parkboy & Import/Export-Garage. 4 Arten an Fahrschulen (Auto, Boot, Motorrad, Flugzeug), Ganggebieteinnahme, Hotring-Events, Affären, Straßenrennen und einige Kleinigkeiten (wie Triathlon und Schießstand) kommen obendrauf. V bietet auch jede Menge. Die kompletten Freak-Missionen waren Klasse in Szene gesetzt und boten gute Abwechslung, waren aber teilweise sehr kurz. Dafür gibt es auch hier fahrzeugbasierte Missionen wie Taxi (+ Promi-Taxi), Kopfgeld- und Attentatsmissionen, Flugschule, Waffenschmuggel zu Luft & Land (die besten Nebenmissionen finde ich), Abschleppdienst sowie auch jede Menge Rennen. Auftrumpfen kann V aber bei Sportarten, Tennis, Golf und Jagd machen sehr viel Spass, Yoga oder Triathlon sind glaubwürdiger gemacht als in SA. Anrechnen kann man aber noch die dutzenden Random-Events wie Anhalter, Hinterhalte oder Diebstähle. Beiden gemeinsam sind aber Sammelaufgaben. Waren es in SA noch Graffitis und Hufeisen, sucht man in V Atommüll, Briefschnipsel oder Ufo-Teile. Monsterstunts, versteckte Pakete kommen bei beiden noch dazu. Was ist da jetzt geiler? Sehr schwer zu sagen, doch während viele Missionen und Sportarten in V nur einmalig Spass machen, spielte ich Bürgerwehr oder Parkboy in SA gefühlt ewig, und Import/Export-Garagen sowie die Fahrschulen waren etwas nachhaltig besonderes. Daher bekommt SA den Punkt hauchdünn zugesprochen, V gleicht es insgesamt nicht aus. 8:6 für SA.

Tuning
Ein Schlüsselelement beim Cruisen. SA bot solides Tuning, hatte noch Nitro & Hydraulik und man musste je nach Fahrzeugtyp eine bestimmte Werkstatt aufsuchen. V hingegen bietet mehr Tiefe bei der Gestaltung, es gibt unglaublich viele (schöne) Felgen, technisches Tuning mit unerwartet hohen Auswirkungen beim Handling sowie erstmalig die Möglichkeit, auch Motorräder gestalten zu können. Ein wenig schade finde ich, dass der klassische Pay & Spray sowie die Tuningläden wie "TransFender" nun zu Los Santos Customs zusammengelegt wurden. Das ist zwar im spielerischen Alltag bequemer, nimmt aber auch Charme vom Spiel. LS Customs wirkt jetzt nicht umsonst wie West Coast Customs, eine hippe Prunkwerkstatt aus dem echten Los Angeles. Was wiegt nun mehr? Eigenständiges Flair oder besseres optisches/technisches Tuning? Das Rockstar V wieder Tuning schenkte war natürlich überfällig, ich nutze dieses Feature in V sehr gerne und es enstehen sehr schöne Unikate, aber das Werkstatt-System und die Tuningmöglichkeiten, die in SA gewiss nicht schlechter waren, zählen doch noch mehr als die reine Optik. 9:6 für SA mittlerweile.

Immobilien
Bei diesem Punkt zählen alle kauf- und/oder betretbaren Gebäude in der Spielwelt, also Unterkünfte, Unternehmen und Geschäfte. SA hatte sagenhafte 31 Speicherhäuser zum Verkauf. Außerdem gab es 10 erwerbbare Unternehmen, die mit Nebenaktvitäten Hand in Hand gehen. Fastfood-Filialen und Shoppinggeschäfte waren auch zu Genüge vorhanden und betretbar. In V hingegen besitzt jeder Charakter seine eigene Bleibe, vorallem Michaels Villa hat es mir angetan, sehr liebevoll ausgearbeitet. Neue Unterkünfte sind nicht kaufbar, man erhält aber im Spielverlauf desöfteren mal neue Wohnungen. Mit seinem Geld kann man aber trotzdem auch hier wieder 10 Unternehmungen kaufen, die per Handy (P) mit Nebenmissionen wie Lieferung bringen, Flugblätter verteilen oder Ortschaft verteidigen verbunden sind. Viele dieser Minimissionen machen Spass, sind aber nur sehr kurze Intermezzi. Bei ausstaffierten Gebäuden nebenbei bietet aber V nur geringfügig mehr als SA und meistens sind diese auch noch storygebunden, Burgershot-Filialien sind z.B. nur reine Fassade. Alles in allem hat SA auch hier die Nase vorn, da das Geld aus den Immobilien von V im Grunde keinen wert hat, Speicherhäuser über die ganze Map verteilt (in Zeiten, wo es noch kein Handy gab) aber sehr wohl. Schon 10:6 für SA.

Gameplay
Dickster Pluspunkt für V neben der Spielwelt überhaupt. Besagte Fahrphysik, Gunplay (Free-Aim ftw), Spezialfähigkeiten, Cover-System, Charakter-Switch, aufrüstbare Waffen, jede Menge Checkpoints, Klasse Map und Orientierung, Quick-Save per Handy sowie ein brauchbares Nahkampfsystem treten SA gehörig in die Eier. Denn dieses funktionierte zwar in seinen Grundfesten, war aber hakelig und dank der fehlenden Komfortfeatures oft sehr frustrierend. "Fahrt überspringen" sowie einen Checkpoint in der Mitte der letzten Mission hatte es aber tatsächlich, wieso das nicht für alle Missionen übernommen wurde, weiß der Geier. In GTA V stirbt man hingegen im Free-Roam arg schnell und einen Ammu-Nation sucht man wegen der Weichspülung im positiven Sinne nur noch selten auf, dafür ist das Fahndungssystem mit autarken Sichtkegeln göttlich. SA gleicht es aber ETWAS mit dem coolen Jetpack, den klassischen 6 Sternen (V rationalisierte leider einen Weg) sowie dem schrittweisen Aufdecken der Map aus, das war in den klassischen GTA's (auch noch in IV) eine besondere Eigenheit. Seine Überlegenheit im Gesamtpaket unterstreicht V aber noch mit dem ultra-umfangreich ausgearbeiteten Ingame-Internet, dem handlichen Smartphone mit allen Kontakten und Benachrichtigungen sowie der Möglichkeit, willkürlich Leute grüßen zu können. 10:7 am Ende.


Das Ergebnis überrascht mich doch ein wenig, wenn man alles konsequent nebeneinander stellt und seine Erinnerungen nochmal auffrischt. San Andreas gewinnt mit 10:7. Selbst bei den Punkten Map und Fahrzeugauswahl herrscht Gleichstand auf hohem Niveau, da haben beide ihren ganz besonderen Reiz bzw. legte SA die Messlatte so dermaßen hoch, dass es eigentlich schon perfekt war. GTA V hingegen ist technisch, spielerisch und von den Ausmaßen her das Beste, was man auf Current-Gen kriegen kann, SA bleibt aber mit dem Dreistadtkonzept, dem Nostalgiebonus und der Homogenität einzigartig.

Wie dem auch sei. San Andreas war bisher das beste Spiel aller Zeiten und ist es nach GTA V immer noch, wenn auch eher knapp. Bedenkt man den Aufwand für GTA V wird ein derartig ambitioniertes GTA vielleicht nie wieder kommen. SA hat den Thron wohl auf ewig sicher. Dafür ist GTA V auf Current-Gen unschlagbar in jeder Hinsicht und ein würdiger Vize. :D
 
Das überrascvht mich persönlich weniger da bei mir San Andreas auch klar die Nase vorne hat ;)
Mich überrascht eher das du bei Charakteren ein Unentschieden gibts da dies bei GTA V ein Hauptkritikpunkt für mich ist.
V kann dort nur bei den Hauptcharakteren punkten die NPC sind alle langweilig und austauschbar egal ob Lamar,Weston oder Simeon kein Vergleich z.B zu Woozie oder OG Loc
 
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