Homer schrieb:
Und zum Thema Kochen und Essen. Wie schaffst du es den Fleischkonsum so weit es geht aus dem Programm zu nehmen und die ausgewogen zu ernähren? Bücher? Oder sonstige Tipps? Wie findet man Geschmack an alternativen wie Brokkoli oder Spinat

?

Naja, ich hab das Glück, dass ich Broccoli, Spinat und anderes Gemüse und auch Tofu sowieso sehr, sehr liebe und Fleisch nie sonderlich mochte!

Pur sowieso nicht, sondern immer in irgendwelchen Saucen ertränkt. Dass jemand bei Fleisch so extrem abfeiert, kann ich also so oder so nicht verstehen, es schmeckt mir nicht sonderlich. (Soja"milch" mag ich übrigens auch nicht wirklich. Den "Joghurt" find ich eklig und der Cappuccino schmeckt mit Soja"milch" auch scheiße. Zwei Gründe, wieso ich bisher darauf nicht verzichten konnte - also echter Joghurt. Ich probiere jetzt Hafer- und Reis"Milch"

)
Ich kann nur empfehlen, bei Gemüse halt möglichst mal Bioprodukte und eben frisch zu kaufen, der Geschmack ist oft einfach besser und weniger wässrig. Ich "zerkoche" kaum etwas, Gemüse bereite ich so zu, dass alles den Eigengeschmack behält und was geht, mache ich selbst, ich verwende kaum fertige Saucen und Pulver. Meine Geschmacksnerven haben sich mittlerweile wieder so an die echten Geschmacke der Dinge gewöhnt, dass ich von Chemie-versetztem Fruchtjoghurt das Kotzen kriege. Sie schmecken zu intensiv, zu falsch, zu zuckrig und unecht.
Ich hab die letzten Jahre halt immer wieder auch sehr gerne Obst und Gemüsesorten ausprobiert, die ich vorher nie gegessen habe. Avocado-Broccoli-Salat mit Senf-Sauce zum Beispiel. Da würde ich, wenn du mal Zeit hast, einfach mal in eine größere Buchhandlung gehen und dir einfach mal in Ruhe einige vegetarische Kochbücher durchblättern.
@Slurms
Bei uns verhält es sich irgendwie sehr so nach dem Motto "Es stört mich nicht, solange es nicht in meinem Umfeld passiert"

Das ist in meiner Familie glaub ich dann irgendwie einerseits schon Unverständnis, andererseits wohl auch ein bissel schlechtes Gewissen, weil sie es nichtmal schaffen würden, ihren Konsum hier und da wenigstens auf Bio umzustellen, geschweige denn, es ganz zu lassen. Und ich bin da zwar gerne diskussionsbereit (je nach Stimmung auch regelrecht diskussionswütig!

) aber nie und nimmer "militant-bekehrend. Ich bin immerhin mit einem Fleischesser verheiratet und es gibt bei uns keine großartigen Diskussionen. Ich glaube, viele haben Angst, dass man sie bekehren will.