Kollege fährt mir auf dem PP rückwärts rein und zerstört meine Stoßstange.
OK, ärgerlich, Schuldfrage klar, keinen Stress deswegen.
Ich wollte rückwärts ausparken, als hinter mir der Kollege in die gegenüberliegende Lücke fährt. Er stoppt, ich setzte dann einen knappen Meter zurück und halte wieder an, weil ich sehe, das er nochmal rausfährt. 21...22...er wird im Rückspiegel immer größer. Ich bin so perplex weil ich nicht glauben konnte, das er seinen Rückspiegel nicht benutzt. BAM, er fährt in mich rein.
Wir steigen aus und er gibt seine Schuld auch sofort zu und wollte den Schaden gleich seiner Versicherung melden. Gab mir seine Versicherungskarte und damit war die Sache für mich vom Tisch. Er arbeitet in der gleichen Firma und ich habe ihn ja im Zugriff. Gab auch keine Zeugen. Also alles unaufgeregt und stressfrei. Kann halt mal passieren, dafür ist man ja versichert.
Jetzt kommt aber die Krönung. Seine Versicherung weigert sich, den vollen Schaden zu tragen und redet von 50/50, da wir beide ja rückwärtsgefahren sind.
WTF??? Nein, ich stand ettliche Sekunden.
Die Sache liegt auch schon beim Anwalt, weil mein Autohaus so etwas nicht mehr selber regelt. Die haben auf den Stress mit den Versicherungen keinen Bock mehr.
Der Anwalt meint zwar, das wird schon klappen. Er schreibt der Versicherung jetzt, das ich lange stand und der Bestand von beidseitigen rückwärtsfahren nicht erfüllt ist.
Ich bin sehr gespannt...
Neue Stoßstange mit allem Gedöns plus Schadensgutachten machen bei 50/50 knapp 1000 EUR.
Mein Kollege hat bei seiner Versicherung angegeben, das er zu meiner Fahrweise keine Auskunft geben kann, weil er ja nicht geguckt hat.