Vor gut einem Monat klagte meine Oma plötzlich über Gedächtnisstörungen. Auch Schwindel und Probleme beim Gehen gesellten sich dazu. EKG, EEG, MRT und CT sowie Blutbild ergaben allesamt nichts. Trotzdem ging es ab dem Zeitpunkt steil bergab. Sie konnte eh immer schlecht sehen, doch plötzlich gar nichts mehr. Verlor die Fähigkeit zu sprechen, dann sich zu bewegen. Irgendwann landete sie auf der Intensivstation, weiterhin wusste niemand was es damit auf sich hat.
Heute Mittag hat sie letztlich ihren frieden gefunden und ist verstorben. Ich persönlich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht wie ich damit umgehen soll. Vor 10 Jahren mein Stiefvater, vor 6 meine Mutter und nun meine Oma. Ich bin bei ihr aufgewachsen und sie war immer der Zugangspunkt zu meiner Familie und bis zuletzt wie eine zweite Mutter für mich. Sie war 84 und hat ihr leben gelebt, aber ich bin wirklich nicht gut im trauern. Aktuell bin ich noch dabei die Teile zusammen zu setzen und zu verstehen wie das Leben nun weiter geht. Ich habe noch andere Familienmitglieder, auch mein Opa lebt noch, so ist es nicht aber trotzdem fühlt es sich an als wäre man nun alleine. Schwer zu beschreiben. In jedem Fall tut es gut hier ein paar Worte dazu zu verlieren.