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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nur ist selber kündigen praktisch keine Option, weil es sich kaum jemand erlauben kann. Schließlich bekommt man bei eigener Kündigung direkt ne Sperre vom Amt. Wer kann schon drei Monate ohne Einkommen überbrücken. Man kann höchstens einen anderen Job suchen.
 
Ich sag ja nicht, dass es so sein soll.

Ich hab mir halt einen AG ausgesucht, der mich als Mensch mit Privatleben zu schätzen weiß.

Ist halt leider die Ausnahme, dass zuvor zu wissen bzw. wie die tolle Stellenauschreibung dann in der Praxis umgesetzt wird.

Ich hab momentan ca. 50k pro Jahr, 10-15k Bonus und nen Octavia.

Wie heissts so schön? Mit voller Windel isses leicht zu stinken. :D

Ich gratulier dir wirklich, dass dus so hinbekommen hast. Die Realität sieht aber leider bei vielen anders aus. Natürlich hast du Recht, dass man selbst etwas dagegen tun muss und Arbeitgeber sich diese Stellung auf Kosten vieler aufgebaut haben.

Edit: ich wollt mit meinem obrigen Post nur sagen, dass es immer relativ leicht ist zu sagen "selbst schuld, setz deine Prioritäten anders". Ist in vielen Branchen aber einfach verdammt schwer. Und das ist jetzt nicht persönlich gemeint, aber wenn mir das dann jemand mit 65k im Jahr und Dienstwagen sagt, komm ich mir auch leicht verarscht vor. :D

Wobei mir mit der Auswahl meines Berufs klar war, dass ich weder die wirklich große Kohle machen noch die wirklich ruhige Kugel schieben werde. ;D
 
Warum gleich kündigen? Einfach auf seine Rechte und vertraglichen Konditionen bestehen. Ist natürlich schwer, wenn man Teil des Problems ist, aber man muss dagegen wirken. Viele Arbeitnehmer zeigen Einsatz und Loyalität, indem sie sich ausbeuten lassen. Wir machen bei uns das Gegenteil und rühren unbezahlt keinen Finger. Niemand von uns am Standort macht unbezahlte Überstunden. Das führte jetzt dazu, dass wir immer freundlich gefragt werden, ob wir Überstunden machen können, wenn nötig. Und als zusätzlichen Anreiz werden Überstunden mit einem Bonus von 25% vergütet. (Die meisten arbeiten bei uns Teilzeit, also überarbeiten sich die meisten trotzdem nicht.) Und wir können sie immer auszahlen lassen oder abbummeln. Aber diesen Respekt vom Arbeitgeber erhält man nur, wenn man auch etwas Respekt vor sich selbst hat.
 
:lol: ÖD

Ich bin im Vertrieb/Account Management. Und hab trotzdem eine 40 Stunden Woche, nehm meinen Jahresurlaub (und allgemein bau ich keinen Urlaubsrückstand ins neue Jahr auf) und feiere Überstunden grundsätzlich zeitnah ab.

Lachst du, weil kiwi dich in den ÖD vermutet hat, oder über den ÖD allgemein? :D Wenn Antwort zwei: genau das was du beschreibst, trifft auf den ÖD zu. Bei den Arbeitnehmer-Rechten sind die ganz weit vorne. Dafür gibt es halt andere Nachteile.


Und ansonsten was eape und Marius sagen. Die Zeiten für qualifizierte Arbeitnehmer sind so gut wie selten zuvor. Etwas mehr Mut und was Neues suchen. (Damit sage ich nicht, dass alles paletti ist, denn es läuft immer noch eine ganze Menge falsch.)
 
Ja kündigen ist nicht so einfach... bin ja inzwischen auch immerhin Arbeitstechnisch und aufm Papier in die zweite Führungsebene hoch, vom Gehalt verdien ich leider immer noch weniger wie ein Sachbearbeiter... insofern bin ich selbst Teil des Problems. Aber die Zeiten nerven mich nicht mal so, is einfach immer viel Arbeit aber das ist okey... die Überstunden Bau ich in der Regel dann auch wieder irgendwann ab so dass immer maximal 30 Stunden rum liegen... aber die Entscheidungen die von ganz oben diktiert werden gefallen mir zunehmende nicht so... und in Summe halt mit der Belastung vom Studium, dann Wohnungssuche und zu guter letzt fand ich es noch ne kluge Idee auch noch eine Diät anzufangen sonst Fress ich mir bei dem Stress einfach 10kg drauf...

Joa, summa summarum: bis Ende September heißt es Bluten. Danach gibts eine Woche Urlaub :) muss nur halt mal kotzen, dafür ist der Thread ja da
 
Und ansonsten was eape und Marius sagen. Die Zeiten für qualifizierte Arbeitnehmer sind so gut wie selten zuvor. Etwas mehr Mut und was Neues suchen. (Damit sage ich nicht, dass alles paletti ist, denn es läuft immer noch eine ganze Menge falsch.)

Naja, ich Arbeit in der Nische einer Branche die dauerhaft stellen abbaut... so rosig ist das nicht ;-)
 
Warum gleich kündigen? Einfach auf seine Rechte und vertraglichen Konditionen bestehen. Ist natürlich schwer, wenn man Teil des Problems ist, aber man muss dagegen wirken. Viele Arbeitnehmer zeigen Einsatz und Loyalität, indem sie sich ausbeuten lassen. Wir machen bei uns das Gegenteil und rühren unbezahlt keinen Finger. Niemand von uns am Standort macht unbezahlte Überstunden. Das führte jetzt dazu, dass wir immer freundlich gefragt werden, ob wir Überstunden machen können, wenn nötig. Und als zusätzlichen Anreiz werden Überstunden mit einem Bonus von 25% vergütet. (Die meisten arbeiten bei uns Teilzeit, also überarbeiten sich die meisten trotzdem nicht.) Und wir können sie immer auszahlen lassen oder abbummeln. Aber diesen Respekt vom Arbeitgeber erhält man nur, wenn man auch etwas Respekt vor sich selbst hat.
Das meine ich. Direkt kündigen sollte immer nur die Ultima Ratio sein, um sich vor dem Burnout zu schützen.

Aber vorher einfach nur DAS machen, was man vertraglich muss, wofür man also sein Geld bekommt. Nicht versuchen loyal zu sein, indem man schuftet ohne Ende. Das bringt im Endeffekt ausschließlich dem Arbeitgeber etwas.

Wie du du ja aus deiner Erfahrung schreibst: Wenn der AG merkt, dass es die Lakaien nicht mit sich machen lassen und auf ihren Rechten beharren, dann klappt das auch.
Wenn aber sofort jeder 2. Angestellte "JA MEIN HERR UND GEBIETER" ruft, sobald man mal wieder länger bleiben, keinen Urlaub nehmen oder seine Seele verkaufen soll, ist das aber die Normalität und "ungeschriebenes Gesetz".

@Trekkie2063 : Weil er mich dort vermutet hatte, da anscheinend die Auffassung vorherrscht, dass die von Nooby beschriebene Situation der Normalfall bei privatwirtschaftlichen AGs ist. Sozusagen "wer sich nicht für den Chef bückt, muss im ÖD arbeiten".
Rein von den Arbeitnehmerrechten ist das wirklich so, wie es überall sein sollte. Auch vom Mindset der Angestellten her.
Ich arbeite recht viel mit dem ÖD in Projekten zusammen und sehe aber auch die viele Bürokratie, die naturgemäß vorherrscht.
Ich muss aber sagen, ich hätte auch Bock auf ÖD als Arbeitgeber. Fuck Leistungsgesellschaft.
 
Ich hatte da brutal Glück.
Komm aus der Branche Elektro jedoch Vertrieb und das im inhabergeführten Mittelstand.
Jetzt kauf ich das ein, was ich vorher verkauft habe nur in nem großen Unternehmen und in deutlich größeren Dimmensionen und n paar neue Warengruppen sind auch dabei.
Mein vorhandenes Wissen glich den Betriebswirt aus, der eigentlich für die Stelle gefordert war.

Manchmal kann man was ganz Neues machen und sein vorhandenes Wissen trotzdem nutzen :dhoch:
 
Wollte mich noch mal hinlegen weil ich die Nacht schlecht geschlafen hab aber im Garten der Nachbarn ist ein Hund der alle paar Minuten ein kurzes bellen von sich gibt was klingt als würde einer auf ne Hupe treten.
 
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