Ich kann dich absolut verstehen, genau das habe ich vor ein paar Wochen mitgemacht, jedoch war es kein Krebs, sondern "nur"ne Entzündung im Fuß, wo die Ärzte nach der Madentherapie auf die Idee kamen Haut zu verpflanzen. Das war leider Ihr Todesurteil. Überall Wassereinlagerungen, vor allem in der Lunge. Nach 6 Wochen haben wir Sie gegen ärztlichen Rat zum Sterben nach Hause geholt. Ich hab Sie dann mit Ünterstützung der Familie bis zu Ihrem Tod gepflegt. Hab ihr versucht das Leben so angenehm wie möglich zu machen... aber sie hatte solche Angst obwohl Sie schon seit Jahren sterben will. Diese Panik war schlimm anzusehen. Ich dachte eigentlich ich hätte die gemeinsame Zeit gut genutzt um mich von ihr zu verabschieden, ich war stark und hab mir für Sie gewünscht dass es endlich vorbei ist. Der letzte Tag war der schlimmste, auch wenn ich da noch gar nicht wusste dass es der letzte ist. Nach der Traurigkeit kam die Erleichterung und dann die Vorwürfe. Hätte ich noch mehr am Bett sitzen sollen, vor allem Nachts, bin ständig aufgestanden weil Sie schmerzen hatte und gerufen hat bzw. ich einfach schauen wollte ob Sie noch lebt, aber dann wieder recht schnell ins Bett weil ich so müde war.....
Ich wünsch Dir ganz viel Kraft! Nutze die restliche Zeit mit Ihr und sag Ihr was Sie dir bedeutet!