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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Zum Glück haben wir für solche Angelegenheiten 'nen Zulieferer, welcher alles regelt und Fragen beantwortet. Wenn was abartig ist, dann der Service bei Software-Firmen und vor allem Adobe mit ihrer Schizo-Cloud und den Pseudo-Lizenzen...
 
Die Einzellizenzen können selbstverständlich gewerblich genutzt werden und entsprechen exakt dem, was du hier als Anforderungen geschildert hast.

Kommt darauf an, was er damit machen will. Servicebüros a.k.a. Printdienstleistungen sind explizit davon ausgenommen... oder anders gesagt, DU darfst das jedenfalls nicht.

In welchem illegalen Schuppen arbeitest du nochmal? :gerri:
 
Kommt darauf an, was er damit machen will. Servicebüros a.k.a. Printdienstleistungen sind explizit davon ausgenommen...
Du sprichst wohl Punkt 4.7 des Endbenutzer-Lizenzvertrags an. Dessen zugegeben relativ interpretationsfreudige Wortlaute sind auch im offiziellen Adobe Forum immer mal wieder ein heiß diskutiertes Thema, schliesslich sind die Zeilen nicht nur im Acrobat Lizenzvertrag anzutreffen.

Die Passage bezieht sich tatsächlich auf das Anbieten/Weitergeben der Softwarelizenz und nicht auf das damit geschaffene Druckerzeugnis/Werk. Das wird der Adobe-Support nach elektronischer oder telefonischer Nachfrage auch bestätigen können. Eine kommerzielle Nutzung ist demnach auch im Grafischen Gewerbe* erlaubt.

* der Begriff Servicebüro lässt sich doch ohnehin auf jedes x-beliebige Gewerbe abwälzen.
 
Die Passage bezieht sich tatsächlich auf das Anbieten/Weitergeben der Softwarelizenz und nicht auf das damit geschaffene Druckerzeugnis/Werk.

Also eigentlich hatte ich mich explizit auf den deutschsprachigen Lizenzvertrag für Acrobat bezogen (der auch für die Schweiz gilt). Da heißt es Punkt 3.3
Adobe schrieb:
(b) Einschränkungen. Sofern gemäß diesen Bestimmungen nicht ausdrücklich gestattet, sind Sie nicht berechtigt
[...]
(3) die Software auf Servicebürobasis zu verwenden oder anzubieten

Das bezieht sich eindeutig nicht nur auf das Anbieten der Software selbst, sonst wäre da auch nur von Anbieten der Rede.

* der Begriff Servicebüro lässt sich doch ohnehin auf jedes x-beliebige Gewerbe abwälzen.

Und auch das zieht nicht als Ausrede. Im englischen Original heißt es "on a service bureau basis", und das ist im englischen Sprachgebrauch eindeutig ein Druckdienstleister.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich seit Montag krank. Am Montag ging es noch halbwegs, gestern dann mit Fieber und kompletter Stimme weg und Halsschmerzen zu Hause geblieben. Heute ist zumindest die Stimme halbwegs wieder da, aber bei so einer Hitze da draußen zerfließt man in der Wohnung...
 
Also eigentlich hatte ich mich explizit auf den deutschsprachigen Lizenzvertrag für Acrobat bezogen (der auch für die Schweiz gilt). Da heißt es Punkt 3.3

Das bezieht sich eindeutig nicht nur auf das Anbieten der Software selbst, sonst wäre da auch nur von Anbieten der Rede.
In dem von mir verlinkten mehrsprachigen Lizenzvertrag findet man ja prinzipiell exakt die gleiche Passage.
4.7 No Service Bureau. Customer will not use or offer the Software on a service bureau basis. Section 16.6.3 provides a limited exception for font software only.
4.7 Kein Servicebüro. Der Kunde darf die Software nicht auf Servicebürobasis verwenden oder anbieten. Ziffer 16.6.3 enthält eine beschränkte Ausnahme nur für Schrifttypensoftware.

Verwendung auf Servicebürobasis lässt sich ja nicht minder vielfältig interpretieren. Ganz zu schweigen von den beiden Begriffen "Servicebüro" und "Servicebürobasis" an sich. Es gibt hier eine relativ ausführliche Diskussion über genau diesen Missstand.

Und auch das zieht nicht als Ausrede. Im englischen Original heißt es "on a service bureau basis", und das ist im englischen Sprachgebrauch eindeutig ein Druckdienstleister.
Der Wiki Artikel widerlegt deine Aussage aber relativ eindeutig. Der Begriff ist sicherlich nicht ausschliesslich den Druckdienstleistern vorbehalten. Auch nicht im englischen Sprachgebrauch.
A service bureau is a company which provides business services for a fee. The term has been extensively used to describe technology-based services to financial services companies, particularly banks.
 
Also eigentlich ist die Sache eindeutig, aber just for fun nochmal für dich:

Verwendung auf Servicebürobasis lässt sich ja nicht minder vielfältig interpretieren. Ganz zu Schweigen von den beiden Begriffen "Servicebüro" und "Servicebürobasis" an sich. Es gibt hier eine relativ ausführliche Diskussion über genau diesen Missstand.

Ziemlich seltsam, dass du ausgerechnet das zitierst, das widerlegt dich nämlich selbst (mal abgesehen davon, dass sich darin sowieso kein Adobe-Mitarbeiter geäußert hat):

Im fünften Post von oben schreibt ein MVP (der dem Usernamen nach vermutlich selbst ein Druckdienstleister ist) "Sorry, I thought that might have been stating the obvious: Prohibited usage would be to employ such a single-user license to run a print shop, is what I've always read it as..."

Im untersten Post schreibt dann nochmal ein angeblicher "IP lawyer", also ein auf Urheberrecht spezialisierter Anwalt "I am aware of no cases in which the term has been used in another way, or in which Adobe or another vendor has sued someone for infringement for operating a printing service bureau as its own internal business operations (i.e., produces print media for its clients/customers using its own resources, as opposed to allowing the client to come in and produce the print media on its computer system)."

Der Wiki Artikel widerlegt deine Aussage aber relativ eindeutig. Der Begriff ist sicherlich nicht ausschliesslich den Druckdienstleistern vorbehalten. Auch nicht im englischen Sprachgebrauch.
A service bureau is a company which provides business services for a fee. The term has been extensively used to describe technology-based services to financial services companies, particularly banks.

Quark. Gerade mal zwei Sätze weiter unten steht
In the Print industry, the term refers to a business using imagesetters to make high resolution printouts of files prepared on microcomputers. Also called output house or prep service.

Aber gut, war ja klar, dass du jetzt verzweifelt Rückzugsgefechte führst, nachdem du dein eigenes Geschäftsmodell den Bach runter gehen siehst :gerri:
 
Ziemlich seltsam, dass du ausgerechnet das zitierst, das widerlegt dich nämlich selbst (mal abgesehen davon, dass sich darin sowieso kein Adobe-Mitarbeiter geäußert hat):

Im fünften Post von oben schreibt ein MVP (der dem Usernamen nach vermutlich selbst ein Druckdienstleister ist) "Sorry, I thought that might have been stating the obvious: Prohibited usage would be to employ such a single-user license to run a print shop, is what I've always read it as..."

Im untersten Post schreibt dann nochmal ein angeblicher "IP lawyer", also ein auf Urheberrecht spezialisierter Anwalt "I am aware of no cases in which the term has been used in another way, or in which Adobe or another vendor has sued someone for infringement for operating a printing service bureau as its own internal business operations (i.e., produces print media for its clients/customers using its own resources, as opposed to allowing the client to come in and produce the print media on its computer system)."

Im Gegenteil. In der von dir punktuell zitierten Diskussion widmet sich der angebliche intellectual property lawyer weitaus ausführlicher der Frage nach der Interpretation des Begriffes "service bureau" und klärt auf.

I am an IP lawyer and drafting license agreements is one of my specialties. The term "service bureau" (http://www.thefreedictionary.com/service+bureau; and http://en.wikipedia.org/wiki/Service_bureau) was an somewhat archaic term dating back to the early days of computing (i.e., 1960's) when having the huge mainframes and software programs were so expensive that only big universities and companies could afford them. IBM and other mainframe manufacturers offered a time-sharing arrangement to allow users access to these computers, which became the first offical service bureaus. See this quote from WikiPedia:
"Centralized hosting of business applications dates back to the 1960s. Starting in that decade, IBM and other mainframe providers conducted a service bureaubusiness, often referred to as time-sharing or utility computing. Such services included offering computing power and database storage to banks and other large organizations from their worldwide data centers."
The term's use (or its concept anyway) has been revitilized, but the latest nomenclature is SaaS or Software as a Service. Obviously, if the software author is the provider of the Saas, it does not care about prohibiting the service bureau because it controls the software's use. However, if a licensee has a broad enough license to offer the use of the software to third parties (ala a service bureau), the licensee can undercut the software author's ability to receive license fees from the ultimate end users. Hence, most license agreements expressly prohibit licensees from operating a service bureau using the licensed software.

Ausserdem stellt er relativ eindeutig klar, wie die viel zitierte Passage im Lizenzvertrag zu verstehen ist. Damit geht er ebenfalls mit dem Adobe-Support und der von mir proklamierten Interpretation konform.

This clause means that you cannot rent out the software for third parties to use. It does not mean that you yourself are prohibited from using the software in your business, even if that means you are producing a product for a third party.
Rather, it is designed to stop you from setting up a room with a computer (or now online as a Software as a Service) with the application installed on it and renting time to some third party customer for them to use the room/computer/software to produce their own products. That is a service bureau.

First of all, without a definition in the agreement, the answer is admittedly ambiguous. Second, in all the licensing agreements I have negotiated the term "service bureau" has been used with the most common definition I previously described. Third, it would not make much sense to use the term to prohibit an entire segment of printing industry that would use the software, at least without offering a broader license for an additional fee, or Adobe offering the service itself.
I am aware of no cases in which the term has been used in another way, or in which Adobe or another vendor has sued someone for infringement for operating a printing service bureau as its own internal business operations (i.e., produces print media for its clients/customers using its own resources, as opposed to allowing the client to come in and produce the print media on its computer system).

Licensee is expressly prohibited from:

(a) selling, renting, sublicensing, leasing or otherwise making available the UB Products for third-party training, commercial time-sharing, rental or service bureau use, or outsourcing services for the benefit of any third parties;
(b) reverse engineering, disassembling, or decompiling the UB Products, except to the extent otherwise expressly permitted by applicable law;
(c) modifying or making any derivative works of the UB Products;
(d) using or data-mining the UB Products in any way for the purpose of designing or developing competing software and/or data or informational products; or
(e) reproducing or storing in or transmitting the UB Products to any third party web site, newsgroup, mailing list, or electronic bulletin board.
And while Adobe's separate clause leads to ambiguity, Adobe still leaves that clause in the same similar general provision in the license agreement. I would take on Adobe if it tried to prohibit a commercial user from printing off media using Acrobat. Hell, every licensee would be an infringer under such an interpretation.
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