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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Keine Ahnung, ob das so ist. Ich hab eher den Eindruck, dass dort Unterricht gemacht wird, wie er früher halt üblich gewesen ist.
 
Berlin ist als Bildungsstandort aber wahrscheinlich auch der schwierigste in der gesamten Republik, weil es da so viele Totalausfälle gibt.

Irgenwie musste ich auch an sowas ähnliches Denken. Klar ist die Klassenaufteilung nicht optimal, aber ich wollte als Elternteil auch nicht, das mein Kind als deutsches eine Minderheit in der Klasse ist oder mit lauter Problemkindern zusammenhocken muss. Klingt hart, ich weiß. Ich kann es aber teils verstehen. Natürlich gibt es auch da Kinder, die lernen wollen, ein vernünftiges Sozialverhalten aufweisen etc.
 
Ich kann das auch verstehen, dass man sich als Schule in einem Brennpunkt bemüht, die Kinder aus bildungsnahen Haushalten zu halten und deren Eltern etwas anzubieten. Aber davon sollten ja auch irgendwie die anderen Kinder profitieren.

Naja, ich will da auch nicht zuviel negatives hineininterpretieren. Aber ich bin halt schon ziemlich gespannt, wie sich das ab September in der Praxis präsentiert.
 
Das Ganze muss/sollte auch mal weiter gedacht werden.
Es gibt ja genügend Studien (für die Quellenfanatiker, nein ich habe gerade keine Zur Hand :p), die belgen, dass eine ziemlich heterogene Lerngruppe für alle immer noch den positivsten Lerneffekt haben.
Dabei darf und sollte man auch nie die sozialen positiven Folgen außer acht lassen, die eine solche heterogene Klassengemeinschaft zur Folge haben würde.

Auf der einen Seite reden alle über Inklusion und auch über die Neuausrichtung im Bildungsystem, aber bis auf ein paar Schnelllschüsse, die zur Folge haben müssen, dass ein neues System nicht funktionieren kann, passiert da doch nichts.

Wie eape schon sagt, konstruieren wir einfach munter weiter eine Gesellschaft in der die "Schwachen" immer wieder durch das System fallen.

Anmerkung: Natürlich kann man das jetzt unter keine Umständen Verallgemeinern, da es auch genügend positive Entwicklungen gibt, aber bis zu einem breiten gesellschaftlichem Umdenken, ist es noch ein langer, langer Weg.
 
Die jahrgangsübergreifenden Klassen sind in Berlin ja weit verbreitet, aber man findet wirklich niemanden, der damit wirklich glücklich ist. Da wird dann immer gesagt, jaaa es gäbe da irgendwo eine Schule, wo alle Lehrer hinter dem Konzept stehen und es gut funktioniert. Aber ganz allgemein wird dahinter eine Sparmassnahme gesehen, genauso wie hinter dem schnellen Abitur. Eine die allerdings nicht funktioniert hat. Die Kinder sollten früher eingeschult werden und früher raus kommen und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Hat wohl nicht geklappt, irgendwo bleiben viele hängen und gönnen sich noch ein weiteres Jahr. Meistens gleich zu Beginn, in den Jül-Klassen.

Insofern stand bei der Schulsuche auch für uns eine altershomogene Klasse auch höher im Kurs.
 
Das mit der Sparmassnahme ist es ja auch (leider).

Also ich sehe das ja aus einem anderen Blickwinkel (dem der Rehapädagogik) und da wird dann halt hinter dem Deckmantel der Inklusion die Möglichkeit gesehen zu sparen. Man packt einfach einen Förderschullehrer in die Regelklasse, ein paar Schüler mit Behinderung dazu.
Und schwupps arbeitet man inklusiv, aber man muss nur noch einen Förderschullehrer bezahlen.
So ein Konzept kann nur mit Vorbereitung, Ausbildung, Fortbildung und Planung funktionieren.
Daher kann man Eltern ja auch oft keinen Vorwurf machen, wenn sie das "alte" System bevorzugen.

Und über das schnelle Abitur, brauchen wir ja wohl gar nicht erst reden. So ein Schwachfug...
 
Diese ganzen Konzepte sind wahrscheinlich auch einfach zu theoretisch verkopft. Die gehen in der Theorie davon aus, dass in gemischten Klassen 14jährige den 9jährigen helfen und positive Impusle geben (hypothetisch, keine Ahnung, wie weit die Altersrange da ist). Dass erstere gerade mitten in der Pubertät stecken und die "Kleinkinder" ihnen am Arsch vorbeigehen, wurde dabei wahrscheinlich nicht bedacht. Genauso gibts auch bei Inklusion Grenzen, ein kognitives Basislevel muss schon da sein, sonst wird das nichts. Wenn ein geistig behindertes Kind objektiv keine Chance auf den angestrebten Schulabschluss hat, dann darf einfach keine Inklusion stattfinden.
 
Warum darf dann keine Inklusion statt finden?
Das Kind könnte doch auch ein Teil der Klasse sein?
Das es den Schulabschluss nicht schafft, dass ist ja dann noch einmal etwas anderes.

Edit: Auch ich sehe Grenzen der Inklusion, bin aber davon überzeugt, dass diese Grenzen sehr viel weiter gezogen werden können, als die meisten sich vorstellen.
 
von 13 auf 12 Jahre, wenn mich nicht alles täuscht.

Aber vielleicht dazu noch einmal eine etwas genauere Aussage, bzw. Sichtweise von mir:

Damit das in meinen Augen funktioniert könnte, wäre es wichtig das die Förderung sich von Grund auf ändert. Also eine stärkere Ausrichtung auf Ganztagsschulen in denen die Kinder auch die Möglichkeit haben, individuelle Förderbedarfe ( in einem gewissen Rahmen) beanspruchen zu können.
Es müssen einfach die Rahmenbedingungen passen.
 
In die Schule geht das Kind ja so oder so.

Hier ist ja das Problem die richtige Förderung bzw. Begleitung.

Und genau da ist ja der springende Punkt. Damit das klappt braucht man Lehrer die im Umgang mit Schülern mit Förderbedarf geschult sind. Integrationshelfer und anderes Fachpersonal.

Dieses Personal ist ja auch vorhanden, aber halt noch anders verteilt. Sprich hauptsächlich auf die Förderschulen.

Ich bin mir bewusst das so etwas nicht von jetzt auf gleich funktioniert, aber wenn man es richtig anpacken würde, kann es funktionieren.
 
Krass, dann stimmt das wirklich, dass die Deutschen bisher ein Jahr länger brauchten als die Österreicher zur Studienreife?

Und woran liegt es? Lernen Deutsche langsamer als Österreicher?
Woran liegt das? Wenn ich sehe, wie oft wir Ausfall ohne Ersatz damals am Gymnasium hatten, reichten eigentlich nicht einmal 13 Jahre. Man hing dem offiziellen Plan sowas von hinterher.
Aber ja, das lag bei uns auch am Lehrwesen. Da wurde der scheiß vermittelt, bis es der letzte Honk verstanden hatte und du konntest es nach 12 Wochen nicht mehr sehen, weil's sich seit Ewigkeiten wiederholt und wiederholt. Ein Scheiß war dieses Schulsystem.
Und wenn ich den heutigen Quatsch anschaue, hat sich da nichts ins Positive gewandelt.
 
Diese ganzen Konzepte sind wahrscheinlich auch einfach zu theoretisch verkopft. Die gehen in der Theorie davon aus, dass in gemischten Klassen 14jährige den 9jährigen helfen und positive Impusle geben (hypothetisch, keine Ahnung, wie weit die Altersrange da ist). Dass erstere gerade mitten in der Pubertät stecken und die "Kleinkinder" ihnen am Arsch vorbeigehen, wurde dabei wahrscheinlich nicht bedacht. Genauso gibts auch bei Inklusion Grenzen, ein kognitives Basislevel muss schon da sein, sonst wird das nichts. Wenn ein geistig behindertes Kind objektiv keine Chance auf den angestrebten Schulabschluss hat, dann darf einfach keine Inklusion stattfinden.

Was ist denn das für ein Scheiß konzept :lol: Ist das echt so? Also, ich bin ja noch garnicht so lange aus der Schule. Von daher wahrscheinlich von den ganzen Leuten hier noch am ehesten am Thema.

Also, Altersübergreifend hat doch folgenden Effekt: Die älteren sind total angepisst von den ganzen Blagen, die jüngeren lernen die krassesten Beleidigungen, das rauchen verdammt Cool ist und das Alkohol lustig ist. Also Pädagogisch total sinnvoll.

Zum Thema Schnellabi: Idee finde ich nicht schlecht. Ich meine, die Leute, die aufs Gymnasium gehen sollte das schon packen. Allerdings sollte der Übergang vom 13 zu 12 fließend übergehen, und nicht so ruckartig wie es bei uns war. Also alle aktuellen mit 13 beenden lassen und ein neues 5tes genau mit einem auf 12 Jahre angepassten Lehrplan unterrichten.

Davon ab scheint die Realschule für viele Leute schon zu schwer zu sein. Wir sind damals im 5ten mit ca. 30 Schülern gestartet. Am Ende des 10. Schuljahres waren davon noch ich und 7 weitere übrig. Der Rest ist sitzen geblieben oder auf die Hauptschule gewechselt. Und trz ist aus vielen irgendwie nicht viel geworden soweit ich das mitbekommen habe. (Keine Ausbildung, Ausbildung Abgebrochen/HöHa abgebrochen/Jetzt irgenwo an der Kasse auf 400 Euro Basis)

Und das aktuelle Schulsystem bei uns würde ich nicht als schlecht beschreiben.
 
Das 9- und 14jährige in einer Klasse zusammensitzen, gibts soweit ich weiß nicht. Keine Ahnung wie Mondknall darauf kommt. Das jahrgangsübergreifende Lernen gibt es hier meist in Form von Erst- und Zweitklässlern, in einigen Fällen auch mit Drittklässlern.
 
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